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«Bresben 50/20mg Retardkapseln»

Bresben 50/20mg Retardkapseln
Bresben 50/20mg Retardkapseln
Bresben 50/20mg Retardkapseln


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Bresben mg und wofür wird es angewendet?
Bresben mg ist ein Kombinationsarzneimittel aus zwei den Blutdruck senkenden Wirkstoffen.
Atenolol ist ein sogenannter Beta-Rezeptorenblocker und Nifedipin gehört zur Substanzklasse der Calciumantagonisten.
Beide Stoffe wirken auf unterschiedliche Weise. Durch ihre Kombination ist es möglich, den erhöhten Blutdruck auf zwei Wegen zu behandeln und zu kontrollieren.
Bresben mg wird angewendet bei
- nicht organbedingtem Bluthochdruck (essentieller Hypertonie).
Das Kombinationspräparat Bresben mg wird nur dann empfohlen, wenn eine vorangegangene Therapie mit entweder Atenolol oder retardiertem Nifedipin, mit der die Erstbehandlung eines zu hohen Blutdrucks versucht werden sollte, unzureichend wirkt und sich der Blutdruck nach Dosiseinstellung mit Atenolol und verzögert freisetzendem Nifedipin stabilisiert hat.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Bresben mg
beachten?
Bresben mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Nifedipin, Atenolol oder einen der sonstigen Bestandteile von Bresben mg sind
- bei Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern (AV-Block II. und III. Grades)
- bei Erkrankungen des Erregungsbildungszentrums (Sinusknoten) des Herzens (Sick-Sinus-Syndrom)
- bei gestörter Erregungsleitung zwischen dem Erregungsbildungszentrum (Sinusknoten) und den Herzvorhöfen (SA-Block)
- bei nicht ausreichend behandelter Herzmuskelschwäche (manifester Herzinsuffizienz)
- in den ersten 4 Wochen nach einem akuten Herzinfarkt
- bei instabiler Angina pectoris
- bei Ruhepuls vor der Behandlung unter 50 Schlägen pro Minute (Bradykardie)
- bei Herz-Kreislauf-Schock
- im Spätstadium von peripheren Durchblutungsstörungen
- bei Neigung zu Verkrampfung der Atemwege (z. B. Asthma)
- bei krankhaft niedrigem Blutdruck (Hypotonie; oberer Wert liegt unter 90 mmHg)
- bei Verengung im Bereich der Hauptschlagader (Aortenstenose)
- bei Übersäuerung des Blutes (Azidose)
- bei gleichzeitiger Einnahme von bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen oder die Parkinsonsche Krankheit (MAO-Hemmstoffe, Ausnahme: MAO-B-Hemmer, siehe auch Abschnitte 2. unter: „Bei Einnahme von Bresben mg mit anderen Arzneimitteln“)
- bei gleichzeitiger Einnahme eines Arzneimittels mit dem Wirkstoff Rifampicin (gegen Tuberkulose), da dann keine wirksamen Blutspiegel von Nifedipin erreicht werden (siehe auch Abschnitt 2. unter: „Bei Einnahme von Bresben mg mit anderen Arzneimitteln“)
- bei einem unbehandelten Tumor des Nebennierenmarks (siehe auch Abschnitt 2. unter: „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Bresben mg ist erforderlich“)
- bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (siehe auch unter 3. „Wie ist Bresben mg einzunehmen?“)
- in der Schwangerschaft (vorheriger Ausschluss sowie Verhütung einer Schwangerschaft) (siehe auch Abschnitt 2. unter: „Schwangerschaft und Stillzeit“)
- in der Stillzeit (Abstillen!) (siehe auch Abschnitt 2.unter: „Schwangerschaft und Stillzeit“)
- von Kindern (mangelnde Therapieerfahrungen).
Sagen Sie Ihrem Arzt, dass Sie Bresben mg einnehmen. Wenn Sie Bresben mg einnehmen, dürfen Ihnen bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (wie Calciumantagonisten oder Disopyramid) nicht intravenös verabreicht werden.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Bresben mg ist erforderlich
- wenn eine geringgradige Erregungsbildungsstörung zwischen den Herzvorhöfen und den Herzkammern besteht (AV-Block I. Grades),
- bei zuckerkranken Patienten mit stark schwankenden Blutzuckerwerten sowie bei strengem Fasten, da die Zeichen des erniedrigten Blutzuckers (insbesondere der schnelle Puls) verschleiert werden können (mögliche schwere Unterzuckerung),
- bei Patienten, die an einem Tumor des Nebennierenmarks leiden (Phäochromozytom); diese dürfen Bresben mg erst einnehmen, wenn sie zuvor mit einem Alpharezeptorenblocker behandelt wurden,
- bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 3. „Wie ist Bresben mg einzunehmen?“),
- bei Patienten mit Durchblutungsstörungen in Armen und Beinen (Raynaud-Syndrom, Claudicatio intermittens), da Betablocker die Symptome verschlechtern können.
Bei Dialysepatienten mit starkem Bluthochdruck (maligner Hypertonie) und Verminderung der zirkulierenden Blutmenge (Hypovolämie) ist Vorsicht geboten, da ein deutlicher Blutdruckabfall durch Blutgefäßerweiterung (Vasodilatation) entstehen kann.
Arzneimittel, die Betarezeptorenblocker enthalten (wie Bresben mg) sollten nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung verordnet werden, wenn:
• beim Patienten selbst oder in dessen Familie schon einmal Schuppenflechte (Psoriasis) aufgetreten ist
• der Patient schon einmal eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion hatte
• der Patient sich einer Behandlung zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie) unterzieht.
Bei Patienten mit Prinzmetal-Angina können vermehrt z.T. verstärkte Angina-Pectoris-Anfälle auftreten.
Bresben mg kann die Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) verschleiern.
Wenn Sie neben dem Bluthochdruck auch an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße leiden, sollten Sie Bresben mg nicht abrupt absetzen (siehe Abschnitt 3. unter: „Wenn Sie die Einnahme von Bresben mg abbrechen“).
Wenn Sie an einer einengenden Atemwegserkrankung leiden, kann es auch bei Anwendung eines Wirkstoffs aus der Gruppe der herzspezifischen Betarezeptorenblocker (wie Atenolol) zu einer Verschlimmerung kommen. Ihr Arzt wird in diesem Fall das Absetzen von Bresben mg verordnen.
Ihr Arzt wird Sie sorgfältig überwachen, wenn Sie an Erregungsleitungsstörungen des Herzens leiden oder Ihr Herz eine geringe Reservekraft hat.
Hinweise:
In einzelnen ällen von In-vitro-Befruchtung sind Calciumantagonisten wie Nifedipin mit reversiblen biochemischen Veränderungen am Kopfteil der Spermien, die eine Beeinträchtigung der Spermienaktivität zur Folge haben können, in Verbindung gebracht worden. Bei Männern, mit deren Sperma In-vitro-Befruchtungen wiederholt erfolglos waren, sollte daher die Einnahme von Nifedipin als Ursache in Erwägung gezogen werden, wenn keine andere Erklärung gefunden werden kann.
Die spektrophotometrische Bestimmung von Vanillinmandelsäure im Urin kann unter Nifedipin zu falsch erhöhten Werten führen; die Bestimmung mittels HPLC bleibt unbeeinflusst.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Bresben mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die Anwendung von Bresben mg als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Eine Anwendung von Bresben mg während der Schwangerschaft und Stillzeit ist nicht angezeigt. Frauen, die schwanger werden können und keine Verhütungsmittel anwenden, sollen Bresben mg nicht einnehmen.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken von Alkohol.
Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Bresben mg
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Bresben mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Bresben mg einzunehmen?
Nehmen Sie Bresben mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Morgens 1 bis 2 Retardkapseln Bresben mg.
Grundsätzlich sollte eine blutdrucksenkende Behandlung mit der jeweils niedrigsten vorgesehenen Dosis eines Einzelwirkstoffs begonnen und bei Bedarf langsam gesteigert werden.
Die fixe Kombination Bresben mg sollte nur angewendet werden, falls durch den entsprechenden Einzelwirkstoff kein ausreichender Behandlungserfolg erzielt werden konnte und sich der Blutdruck nach Dosiseinstellung mit Atenolol und retardiertem Nifedipin stabilisiert hat. Die Dosiseinstellung sollte individuell nach dem Schweregrad der Erkrankung und dem Ansprechen des Patienten durchgeführt werden.
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
Keine Änderung der Dosierung bei leicht eingeschränkter Nierenfunktion.
Beim Vorliegen einer stark eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance geringer als 30 ml/min) darf Bresben mg nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 2. unter: „Bresben mg darf nicht eingenommen werden“). In diesem Fall ist die Gabe der einzelnen Wirkstoffe notwendig, wobei die Atenolol-Dosierung der Nierenfunktion angepasst werden muss.
Art der Anwendung
Die Retardkapseln sollen unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z. B.1 Glas Wasser, kein Grapefruitsaft!) nach dem Frühstück eingenommen werden.
Dauer der Anwendung
Eine Unterbrechung oder Änderung der verordneten Menge darf nur auf ärztliche Anordnung erfolgen.
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
Bei Bluthochdruck kann erfahrungsgemäß eine lebenslange Behandlung notwendig sein. Eine Unterbrechung der Einnahme oder Änderung der Dosierung darf nur auf ärztliche Anordnung erfolgen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Bresben mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Bresben mg eingenommen haben, als Sie sollten
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung können folgende Anzeichen auftreten:
Langsamer Herzschlag, Blutdruckabfall, akute Herzleistungsschwäche, Atemnot und Verkrampfung der Bronchien.
Darüber hinaus kann es zu Erregungsleitungsstörungen zwischen den Herzvorhöfen und der Herzkammern, einer herzkraftschwächenden Wirkung, Schockanzeichen und Unterzuckerung (vor allem bei Kindern) kommen.
Wenn Sie den Verdacht einer Überdosierung haben, wenden Sie sich bitte sofort an den nächsten Arzt!
Dieser kann über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden und wird Sie gegebenenfalls in ein Krankenhaus einweisen. Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.
Therapiemaßnahmen bei Überdosierung
Unter intensivmedizinischen Bedingungen müssen die vitalen Parameter überwacht und gegebenenfalls korrigiert werden.
Allgemeine Maßnahme:
- Giftelimination durch ausgiebige Magenspülung evtl. in Kombination mit einer Darmspülung
Als Gegenmittel können gegeben werden:
Bei bradykarden Herzrhythmusstörungen:
- Atropin und/oder Beta-Sympathikomimetika, evtl. temporäre Schrittmachertherapie
Bei Hypotonie als Folge von kardiogenem Schock und arterieller Vasodilatation:
- Calcium, Dopamin, Dobutamin bzw. Epinephrin in Abhängigkeit von der erzielten Wirkung
- Glukagon: intravenös, ggf. anschließend als Dauerinfusion
Bei Bronchospasmus:
- Beta-2-Sympathomimetika als Aerosol (bei ungenügender Wirkung auch intravenös) oder Aminophyllin intravenös
Bei generalisierten Krampfanfällen:
- langsame intravenöse Gabe von Diazepam.
Wenn Sie die Einnahme von Bresben mg vergessen haben
Sollten Sie die Einnahme von Bresben mg einmal vergessen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Wird nach längerer Anwendung die Einnahme plötzlich unterbrochen oder vergessen, kann dies zur Minderdurchblutung des Herzmuskels (Herzischämie) mit neuerlicher Verschlimmerung einer Herzkranzgefäßerkrankung (Angina pectoris) oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdrucks führen (Rebound-Phänomen).
Wenn Sie die Einnahme von Bresben mg abbrechen
Eine Unterbrechung oder Änderung der verordneten Menge darf nur auf ärztliche Anordnung erfolgen.
Eine Unterbrechung der Behandlung mit Bresben mg sollte besonders bei Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgefäße nicht schlagartig erfolgen, da sich diese Erkrankung dann verschlimmern kann. Auch kann es zu einer erneuten Blutdruckerhöhung kommen.
Hier wird Sie Ihr Arzt bei Bedarf näher informieren, wie Sie die tägliche Dosis über mehrere Tage verringern.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Bresben mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Wechselwirkungen sind möglich mit folgenden Arzneimitteln:

Bei gleichzeitiger Gabe vonMögliche Reaktionen
Insulin und oralen Antidiabetika (oral anzuwendende Arzneimittel gegen Blutzuckererkrankungen)Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung; Verschleierung der Anzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (Hypoglycämie), besonders des schnellen Pulses.
Regelmäßige Blutzuckerkontrollen sind erforderlich
anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, harntreibenden (Diuretika) und gefäßerweiternden Mitteln, Phenothiazinen, trizyklischen Antidepressiva, Barbituratenverstärkter Blutdruckabfall
Reserpin, Alpha-Methyldopa, Guanethidin, Guanfacin, Clonidin, HerzglykosidenAbsinken der Herzfrequenz, Verzögerung der Erregungsleitung am Herzen; starkes Ansteigen des Blutdrucks beim Absetzen von Clonidin, wenn nicht einige Tage zuvor bereits Bresben mg abgesetzt wurde. Die Behandlung mit Bresben mg darf erst mehrere Tage nach dem Absetzen von Clonidin beginnen.
Beta-Rezeptorenblockernverstärkter Blutdruckabfall, Ausbildung einer Herzmuskelschwäche; die gleichzeitige intravenöse Verabreichung sollte unterbleiben
Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typverstärkter Blutdruckabfall, langsamer Herzschlag, Herzrhythmusstörungen bis zum Herzversagen; die intravenöse Verabreichung dieser Arzneimittel sollte während der Behandlung mit Bresben mg unterbleiben (Ausnahme Intensivmedizin). Verapamil i.v. erst 48 Stunden nach dem Absetzen von Bresben mg verabreichen (siehe auch Abschnitt 2. unter : „Bresben mg darf nicht eingenommen werden“).
Antiarrhythmika (z. B. Disopyramid)Verstärkung der herzschwächenden Wirkung
Nitratenverstärkte Blutdrucksenkung, Anstieg der Herzfrequenz
DigoxinVerzögerung der Digoxinausscheidung. Überwachung des Digoxin-Blutspiegels. Eventuelle Reduzierung der Digoxindosis erforderlich!
ChinidinAbfall des Chinidin-Plasmaspiegels bzw. nach Absetzen von Bresben mg deutlicher Anstieg des Chinidin-Plasmaspiegels
Noradrenalin, Adrenalin, MAOHemmstoffen (außer MAO-B-Hemmstoffen)überschießender Blutdruckanstieg. Bresben mg ist bei gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemmstoffen (außer MAO-B-Hemmstoffen) kontraindiziert (siehe auch Abschnitt 2. unter: „Bresben mg darf nicht eingenommen werden“)
Cimetidin, RanitidinVerstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung
TheophyllinErhöhung des Theophyllinspiegels
NarkosemittelnBeeinträchtigung der Herzleistung und verstärkter Blutdruckabfall.
Der Narkosearzt sollte über die Behandlung mit Bresben mg informiert werden.
Mitteln, die zu einer Erschlaffung der Muskulatur führen (peripheren Muskelrelaxanzien, z. B. Suxamethonium, Tubocurarin)Verstärkung und Verlängerung der Wirkung dieser Mittel
(Information des Narkosearztes über die Behandlung mit Bresben mg)
VincristinVerminderte Ausscheidung von Vincristin durch Nifedipin, wodurch die Nebenwirkungen von Vincristin zunehmen können. Eine Dosisverminderung von Vincristin sollte in Betracht gezogen werden.
Cephalosporinen (z. B. Cefixim)Erhöhung des Blutspiegels dieses Antibiotikums durch Nifedipin
Nichtsteroidalen Antiphlogistika und Analgetika (z. B. Indometacin, Ibuprofen)Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung

Nifedipin wird über das Cytochrom 3A4 System metabolisiert. Daher kann die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die dieses System induzieren oder hemmen, grundsätzlich zu Wechselwirkungen dieser Arzneimittel mit Nifedipin führen.

Bei gleichzeitiger Gabe vonMögliche Reaktionen
Inhibitoren des Cytochrom 3A4-Systems wie Makrolide (z. B. Erythromycin), Fluoxetin, Nefazodon, Protease-Inhibitoren (z. B. Amprenavir, Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir oder Sequinavir), Antimykotika (Ketoconazol, Itraconazol oder Fluconazol), Diltiazem, Cimetidin, Streptogramine (Quinupristin, Dalfopristin)Erhöhung des Blutspiegels von Nifedipin
Induktoren des Cytochrom P450 3
A4-Systems wie Rifamipicin und Phenytoin
Abnahme des Blutspiegels von Nifedipin.
Aufgrund seiner enzyminduzierenden Wirkung beschleunigt Rifampicin den Abbau von Nifedipin im Körper. Es werden keine wirksamen Blutspiegel von Nifedipin erreicht. Daher ist die Anwendung von Bresben mg bei Patienten, die mit Rifampicin behandelt werden kontraindiziert (siehe auch Abschnitt 2. unter: „Bresben mg darf nicht eingenommen werden“).
Bei gleichzeitiger Anwendung von Phenytoin muss ggf. die Nifedipindosis erhöht werden.

Nach Erfahrungen mit dem Calciumantagonisten Nimodipin können folgende Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen werden:

Bei gleichzeitiger Gabe vonMögliche Reaktionen
Carbamazepin und Phenobarbital
Valproinsäure
Abnahme des Blutspiegels von Nifedipin
Erhöhung des Blutspiegels von Nifedipin

Bei Einnahme von Bresben mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Tabletten sollen nicht mit Grapefruitsaft eingenommen werden, da es zu einer Hemmung des Abbaus von Nifedipin im Körper kommen kann. Dadurch können erhöhte Nifedipin-Blutspiegel auftreten.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Bresben mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Selten:
- Blutbildveränderungen (Anämie, Thrombopenie, thrombozytopenische Purpura).
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Selten:
- erniedrigte Blutzuckerwerte (Hypoglykämie) bei Diabetikern. (Die Zeichen des erniedrigten Blutzuckers, z. B. der schnelle Puls, können verschleiert werden!)
- anfänglich vorübergehende Erhöhung des Blutzuckers (Hyperglykämie), ohne dass dadurch eine Zuckerkrankheit ausgelöst wird.
Psychiatrische Erkrankungen
Gelegentlich:
- Schlafstörungen, zum Teil mit gesteigerter Traumaktivität
- depressive Verstimmungen
- Unruhe
In Einzelfällen:
- Halluzinationen.
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig:
- Kopfschmerzen
Gelegentlich:
- Kribbeln (Parästhesien) und Kältegefühl in den Gliedmaßen (Eine Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit Raynaud Syndrom ist nicht auszuschließen. Bei Patienten mit intermittierendem Hinken Claudicatio intermittens kann es anfänglich zu einer vorübergehenden Verstärkung der Beschwerden kommen.)
- Müdigkeit
- Schwindel
- Benommenheit
In Einzelfällen:
- Zittern der Finger.
Augenerkrankungen
Selten:
- verminderter Tränenfluss (beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten)
- Augenbindehautentzündung (Konjunktivitis)
In Einzelfällen:
- vorübergehende Sehstörungen.
Herzerkrankungen
Gelegentlich:
- Blutdruckabfall unter die Norm (hypotone Kreislaufreaktionen)
- Flüssigkeitsansammlungen in den Beinen (Unterschenkelödem)
- Herzklopfen (Palpitationen)
- schneller (Tachykardie) oder langsamer (Bradykardie) Puls
- insbesondere zu Beginn der Behandlung, Auftreten von Angina pectoris-Anfällen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle
Selten:
- Überleitungsstörungen (Herzblock) im Erregungsleitungssystem des Herzens (AVÜberleitungsstörungen)
- Verstärkung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
Sehr selten:
- Schmerzen im Bereich der Brust
In Einzelfällen:
- Auftreten eines Herzinfarktes.
Bei Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgefäße sollte das Absetzen der Therapie ausschleichend erfolgen.
Bei Überdosierung kann ein Blutdruckabfall auftreten, der eine Minderdurchblutung lebenswichtiger Organe zur Folge haben kann.
Gefäßerkrankungen
Gelegentlich:
- Verstärkung von Durchblutungsstörungen an den Gliedmaßen.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums
Gelegentlich:
- Atemnot bei Neigung zu Bronchialverkrampfung.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Gelegentlich:
- Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Völlegefühl)
- Mundtrockenheit.
Leber- und Gallenerkrankungen
In Einzelfällen:
- Leberfunktionsstörungen (intrahepatische Cholestase, Transaminasenanstieg).
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig:
- Gesichtsrötung (Flush)
- Hautrötung
- Wärmegefühl
Gelegentlich:
- Hautreaktionen und -veränderungen (z. B. Juckreiz, Nesselsucht, Hautausschlag)
Sehr selten:
- unter längerer Behandlung mit Nifedipin (z. B. enthalten in Bresben mg) kann es zu Zahnfleischveränderungen (Gingivahyperplasie) kommen, die sich nach Absetzen völlig zurückbilden.
In Einzelfällen:
- schuppendes Ekzem (exfoliative Dermatitis), das sich nach dem Absetzen zurückbildet
- Arzneimittel, die Beta-Rezeptorenblocker (wie Atenolol in Bresben mg) enthalten, können eine Schuppenflechte (Psoriasis) auslösen, die Symptome dieser Erkrankung verschlechtern oder zu Schuppenflechte-ähnlichen (psoriasiformen) Hautausschlägen führen.
Erkrankungen der Nieren- und Harnwege
Selten:
- Mehrausscheidung der Urinmenge
- vorübergehende Verschlechterung der Nierenfunktion bei Patienten mit Niereninsuffizienz.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Selten:
- Potenzstörungen
Selten:
- bei älteren männlichen Patienten unter Langzeitbehandlung mit Nifedipin kann eine Vergrößerung der Brustdrüsen auftreten, die sich bisher in allen ällen nach dem Absetzen des Arzneimittels vollständig zurückgebildet hat.
Bewegungsapparat
In Einzelfällen:
- Muskelschmerzen
Selten:
- Muskelschwäche und Muskelkrämpfe.
Allgemeine Störungen
Gelegentlich:
- Schwitzen
Selten:
- Verstärkung allergischer Reaktionen
In Einzelfällen:
- Haut-, Muskel- und Gelenkreaktionen (Lupus-erythematodes-ähnliches Syndrom).
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Durchdrückstreifen nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
Im Originalbehältnis lagern, fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben:
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Bresben mg Retardkapseln
Wirkstoffe: Atenolol und Nifedipin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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