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«Cefuroxim-CT 500mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Bezeichnung der Arzneimittel
Cefuroxim-CT 250 mg Filmtabletten
Cefuroxim-CT 500 mg Filmtabletten
Anwendungsgebiete
Infektionen, wenn diese durch Cefuroxim-empfindliche Erreger (siehe 5.1) verursacht sind:
Infektionen der oberen Atemwege einschließlich Hals-, Nasen- und Ohrenbereich (Otitis media, Sinusitis, Pharyngitis, Tonsillitis)
Infektionen der unteren Atemwege (akute Exazerbation der chronischen Bronchitis, Pneumonie)
Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes
Infektionen der Nieren und/oder der ableitenden Harnwege
akute, unkomplizierte Gonorrhoe
Sicherheit und Wirksamkeit einer Anwendung von Cefuroximaxetil sind nur für die in den in Abschnitt 4.2 „Dosierung, Art und Dauer der Anwendung“ genannten Dosierungen belegt.
Die offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung von Cefuroximaxetil zu berücksichtigen.
Wirkungsweise
Der Wirkungsmechanismus von Cefuroxim beruht auf einer Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese (in der Wachstumsphase) durch Blockade der Penicillin-bindenden Proteine (PBPs) wie z. B. der Transpeptidasen. Hieraus resultiert eine bakterizide Wirkung.
Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik
Die Wirksamkeit hängt im Wesentlichen von der Zeitdauer ab, während der der Wirkstoffspiegel oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (MHK) des Erregers liegt.
Resistenzmechanismen
Eine Resistenz gegenüber Cefuroxim kann auf folgenden Mechanismen beruhen:
- Inaktivierung durch Betalaktamasen: Cefuroxim kann durch bestimmte Betalaktamasen hydrolysiert werden, insbesondere durch Betalaktamasen mit erweitertem Spektrum (sog. extended spectrum betalactamases, ESBLs), die z. B. bei Stämmen von Escherichia coli oder Klebsiella pneumoniae vorkommen, oder durch konstitutiv gebildete Betalaktamasen vom AmpC-Typ, die z. B. bei Enterobacter cloacae nachgewiesen wurden. Bei Infektionen durch Bakterien mit induzierbarer AmpC-Betalaktamase und In-vitro-Empfindlichkeit gegenüber Cefuroxim besteht die Gefahr, dass unter der Therapie Mutanten mit konstitutiver (dereprimierter) AmpC-Betalaktamase-Bildung selektiert werden.
- Reduzierte Affinität von PBPs gegenüber Cefuroxim. Die erworbene Resistenz bei Pneumokokken und anderen Streptokokken beruht auf Modifikationen vorhandener PBPs als Folge einer Mutation. ür die Resistenz bei Methicillin(Oxacillin)-resistenten Staphylokokken hingegen ist die Bildung eines zusätzlichen PBPs mit verminderter Affinität gegenüber Cefuroxim verantwortlich.
- Unzureichende Penetration von Cefuroxim durch die äußere Zellwand kann bei Gram-negativen Bakterien dazu führen, dass die PBPs nicht ausreichend gehemmt werden.
- Durch Effluxpumpen kann Cefuroxim aktiv aus der Zelle transportiert werden.
Eine partielle oder weitgehende Kreuzresistenz von Cefuroxim besteht mit anderen Cephalosporinen und Penicillinen.
Grenzwerte
Die Testung von Cefuroxim erfolgt unter Benutzung der üblichen Verdünnungsreihe. Folgende minimale Hemmkonzentrationen für sensible und resistente Keime wurden festgelegt:
EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) Grenzwerte
Streptococcus spp.

ErregerSensibelResistent
Enterobacteriaceae8 mg/l> 8 mg/l
Staphylococcus spp.–*–*
(Gruppen A, B, C, G)0,5 mg/l> 0,5 mg/l
Streptococcus pneumoniae0,5 mg/l> 1 mg/l
Haemophilus influenzae1 mg/l> 2 mg/l
Moraxella catarrhalis1 mg/l> 2 mg/l
Nicht speziesspezifische Grenzwerte**4 mg/l> 8 mg/l

* ür Staphylokokken wird das Testergebnis von Oxacillin übernommen. Methicillin (Oxacillin)-resistente Staphylokokken werden als resistent gegen Cephalosporine bewertet.
** Basiert hauptsächlich auf der Serumpharmakokinetik
Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland
Die Prävalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann örtlich und im Verlauf der Zeit variieren. Deshalb sind - insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen - lokale Informationen über die Resistenzsituation erforderlich. Falls auf Grund der lokalen Resistenzsituation die Wirksamkeit von Cefuroximaxetil in Frage gestellt ist, sollte eine Therapieberatung durch Experten angestrebt werden. Insbesondere bei schwerwiegenden Infektionen oder bei Therapieversagen ist eine mikrobiologische Diagnose mit dem Nachweis des Erregers und dessen Empfindlichkeit gegenüber Cefuroxim anzustreben.
Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland auf der Basis von Daten der letzen 5 Jahre aus nationalen Resistenzüberwachungsprojekten und –studien (Stand: 19.12.2006):

Üblicherweise empfindliche Spezies
Aerobe Gram-positive Mikroorganismen
Staphylococcus aureus (Methicillin-sensibel)°
Staphylococcus saprophyticus
Streptococcus agalactiae
Streptococcus pneumoniae
Streptococcus pyogenes
Aerobe Gram-negative Mikroorganismen
Borrelia burgdorferi°
Haemophilus influenzae
Moraxella catarrhalis
Neisseria gonorrhoeae°
Proteus mirabilis
Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können
Aerobe Gram-positive Mikroorganismen
Staphylococcus aureus
Staphylococcus epidermidis+
Staphylococcus haemolyticus+
Staphylococcus hominis+
Aerobe Gram-negative Mikroorganismen
Escherichia coli$
Klebsiella oxytoca$
Klebsiella pneumoniae$
Von Natur aus resistente Spezies
Aerobe Gram-positive Mikroorganismen
Enterococcus spp.
Staphylococcus aureus (Methicillin-resistent)
Streptococcus pneumoniae (Penicillin-intermediär und -resistent)
Aerobe Gram-negative Mikroorganismen
Citrobacter freundii
Enterobacter cloacae
Morganella morganii
Pseudomonas aeruginosa
Serratia marcescens
Andere Mikroorganismen
Chlamydia spp.
Chlamydophila spp.
Legionella pneumophila
Mycoplasma spp.

° Bei Veröffentlichung der Tabelle lagen keine aktuellen Daten vor. In der Primärliteratur, Standardwerken und Therapieempfehlungen wird von einer Empfindlichkeit ausgegangen.
$ Die natürliche Empfindlichkeit der meisten Isolate liegt im intermediären Bereich.
+ In mindestens einer Region liegt die Resistenzrate bei über 50 %.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gegenanzeigen
Wegen der Gefahr eines anaphylaktischen Schocks darf Cefuroxim-CT Filmtabletten bei erwiesener Überempfindlichkeit gegen Cefuroximaxetil und andere Cephalosporine sowie gegen einen der sonstigen Bestandteile der Arzneimittel nicht angewendet werden. Eine Parallelallergie mit anderen ß-Lactam-Antibiotika (z. B. Penicilline u. a.) kann bestehen.
Anwendung bei Kindern
ür Kinder unter 3 Monaten liegen bisher keine ausreichenden Erfahrungen vor. Bei Kindern dieser Altersgruppe ist Cefuroxim-CT Filmtabletten daher nicht anzuwenden.
Cefuroxim-CT 250 mg Filmtabletten
ür Kinder unter 5 Jahren sind Cefuroxim-CT 250 mg Filmtabletten wegen des hohen Wirkstoffgehaltes nicht geeignet.
Cefuroxim-CT 500 mg Filmtabletten
ür Kinder unter 12 Jahren sind Cefuroxim-CT 500 mg Filmtabletten wegen des hohen Wirkstoffgehaltes nicht geeignet.
Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Cefuroximaxetil sollte mit besonderer Vorsicht bei Personen angewendet werden, die zuvor eine anaphylaktische Reaktion auf Penicillin entwickelt haben.
Treten während oder in den ersten Wochen nach Behandlung schwere, anhaltende Durchfälle auf, so ist an eine pseudomembranöse Kolitis zu denken.
Hier ist eine Beendigung der Therapie mit Cefuroximaxetil in Abhängigkeit von der Indikation zu erwägen und ggf. sofort eine angemessene Behandlung einzuleiten. Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind kontraindiziert.
Beim Auftreten von schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen z. B. Anaphylaxie (siehe auch 4.8.) muss die Behandlung mit Cefuroxim-CT Filmtabletten sofort abgebrochen werden und die üblichen entsprechenden Notfallmaßnahmen müssen eingeleitet werden.
Bei Auftreten von (epilepsieähnlichen) Krampfanfällen (s. 4.9 „Überdosierung“) sind die üblichen, entsprechenden Notfallmaßnahmen angezeigt.
Hydriertes Rizinusöl kann Magenverstimmung und Durchfall hervorrufen.
Jede Anwendung von Antibiotika kann zur Vermehrung von Erregern führen, die gegen das eingesetzte Arzneimittel unempfindlich sind. Auf Zeichen einer möglichen Folgeinfektion mit solchen Erregern ist zu achten. Folgeinfektionen sind entsprechend zu behandeln.
Schwangerschaft
Daten über eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren lassen nicht auf schädigende Wirkungen von Cefuroximaxetil auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen schließen. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf reproduktionstoxische Wirkungen schließen (siehe 5.3). Dennoch sollte eine Anwendung in der Schwangerschaft, insbesondere im 1. Trimenon, nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abschätzung erfolgen.
Stillzeit
Cefuroxim geht in die Muttermilch über, Cefuroxim-CT Filmtabletten darf daher nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet werden. Beim gestillten Säugling kann es zu Sensibilisierung sowie Irritation der Darmflora und Sprosspilzbesiedlung kommen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Nicht über 25 C lagern.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung
Keine speziellen Hinweise.

Wie wird es angewendet?

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung
Dosierung und Art der Verabreichung richten sich nach der Schwere der Infektion, der Empfindlichkeit des Erregers und dem Allgemeinzustand des Patienten.
Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre:

AnwendungsgebietDosis und Dosierungsintervall
Infektionen der oberen Atemwege:
einschließlich Hals-, Nasen- und Ohrenbereich (Otitis media, Sinusitis, Pharyngitis, Tonsillitis)
2-mal täglich 300,,44 mg Cefuroximaxetil
(= 2-mal täglich mg Cefuroxim)
Infektion der unteren Atemwege:
- akute Exazerbation der chronischen Bronchitis
2-mal täglich 300,,44 mg Cefuroximaxetil
(= 2-mal täglich mg Cefuroxim)
in Abhängigkeit von der Schwere des Krankheitsbildes und der Art der Infektion
- Pneumonie2-mal täglich 601,44 mg Cefuroximaxetil
(= 2-mal täglich 500 mg Cefuroxim)
Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes2-mal täglich 300,,44 mg Cefuroximaxetil
(= 2-mal täglich mg Cefuroxim)
Infektionen der Nieren und/oder der ableitenden Harnwege2-mal täglich 300,72 mg Cefuroximaxetil
(= 2-mal täglich 250 mg Cefuroxim)
unkomplizierte Harnwegsinfektionen der Frau2-mal täglich 150,36 mg Cefuroximaxetil
(2-mal täglich 125 mg Cefuroxim)
unkomplizierte GonorrhoeStoßtherapie mit 1202,88 mg Cefuroximaxetil
(= 1 g Cefuroxim) in Form einer einmaligen Einnahme

Kinder ab 5 Jahre:
2-mal täglich 150,,72 mg Cefuroximaxetil (= 2-mal täglich mg Cefuroxim)
Da die Filmtabletten nicht teilbar sind, muss für die niedrigere Dosierung 2-mal täglich 150,36 mg Cefuroximaxetil (= 2-mal täglich 125 mg Cefuroxim) eine andere Darreichungsform gewählt werden.
Bei Otitis media sollte die höhere Dosis (= 2-mal täglich 250 mg Cefuroxim) gegeben werden.
Kinder ab 3 Monaten bis 5 Jahre:
ür diese Altersgruppe stehen andere Darreichungsformen zur Verfügung.
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei älteren Patienten
Sofern die jeweilige Tageshöchstdosis bei Erwachsenen und bei älteren Patienten nicht überschritten wird, braucht die Dosis bei Vorliegen einer leicht bis mäßig eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance im Bereich von bis zu 30 ml/Minute) nicht herabgesetzt zu werden. Bei einer Einschränkung der Nierenfunktion von < 30 ml/Minute kann eine Verlängerung des Verabreichungsintervalls erforderlich sein.
Art und Dauer der Anwendung
Cefuroximaxetil soll im Abstand von 12 h eingenommen werden.
Die Einnahme soll kurz nach einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise Wasser), erfolgen, da die Resorption dann am besten ist.
Wegen des bitteren Geschmacks sollten die Filmtabletten nicht zerdrückt oder zerkaut werden.
ür Kinder unter 5 Jahren sollten deshalb andere Darreichungsformen angewendet werden.
Die Behandlungsdauer (normalerweise Tage) richtet sich nach der Schwere und dem Verlauf der Erkrankung. Die Behandlung sollte mindestens 2 Tage über das Abklingen der Symptome hinaus durchgeführt werden.
Bei Infektionen, die durch ß-hämolysierende Streptokokken verursacht sind, ist sicherheitshalber eine Therapiedauer von mindestens 10 Tagen angezeigt, um Spätkomplikationen vorzubeugen (rheumatisches Fieber, Glomerulonephritis).
Zur Behandlung der unkomplizierten Gonorrhoe bei Erwachsenen wird als einmalige Gabe 1202,88 mg Cefuroximaxetil (= 1 g Cefuroxim) oral verabreicht.
Bei Patienten mit schweren Magen- und Darmstörungen mit Erbrechen und Durchfällen sollte von der Behandlung mit Cefuroximaxetil abgesehen werden, da in diesen ällen eine ausreichende Resorption nicht gewährleistet ist. Es sollte dann eine parenterale Anwendung in Erwägung gezogen werden.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Cefuroximaxetil/potentiell nephrotoxische Arzneimittel und Schleifendiuretika
Hochdosierte Behandlungen mit Cephalosporinen sollten mit Vorsicht durchgeführt werden bei Patienten, die gleichzeitig stark wirkende Saluretika (z. B. Furosemid) oder potentiell nephrotoxische Präparate (z. B. Aminoglykosid-Antibiotika) erhalten, weil eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion durch solche Kombinationen nicht ausgeschlossen werden kann.
Cefuroximaxetil/Probenecid
Die gleichzeitige Gabe von Probenecid führt über eine Hemmung der renalen Ausscheidung zu höheren, länger anhaltenden Konzentrationen von Cefuroxim im Serum.
Cefuroximaxetil/Kontrazeptiva
Die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkung von oralen Kontrazeptiva ist bei gleichzeitiger Anwendung von Cefuroximaxetil in Frage gestellt. Daher sollten während der Behandlung mit Cefuroximaxetil andere empfängnisverhütende Maßnahmen zusätzlich angewendet werden.
Einfluss auf labordiagnostische Untersuchungen
Unter der Behandlung mit Cefuroximaxetil kann der Coombs-Test falsch-positiv ausfallen.
Bei Glukosebestimmungen in Harn und Blut kann es methodenabhängig zu falsch-positiven bzw. falsch-negativen Ergebnissen kommen; dies lässt sich durch die Anwendung enzymatischer Methoden vermeiden.
Nebenwirkungen
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Superinfektionen und Besiedelung mit resistenten Keimen.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Eosinophilie, Leukopenie, Neutropenie, Thrombozytopenie
Selten (≥ 0,01% - < 0,1%) immunhämolytischen Anämie.
Erkrankungen des Immunsystems
Allergische Hautreaktionen (z. B. urtikarielles und makulopapulöses Exanthem), Juckreiz, Arzneimittelfieber, Serumkrankheit.
Sehr selten (< 0,01 %): Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxischer epidermale Nekrolyse.
Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie) sind möglich. Ein anaphylaktischer Schock tritt im Allgemeinen bis zu einer Stunde nach Applikation auf und ist lebensbedrohlich. Er erfordert daher sofortige Gegenmaßnahmen (siehe 4.4).
Bei Patienten mit Neigung zu Allergien ist eher mit allergischen Reaktionen zu rechnen.
Erkrankungen des Nervensystems
Kopfschmerzen, Schwindel.
Sehr selten (< 0,01 %): ZNS-Störungen wie Unruhe, Nervosität, Verwirrtheit oder Halluzinationen, vor allem bei älteren Patienten oder bei Patienten mit hohem Fieber oder schweren Infekten.
Erkrankungen des Gastro-Intestinal-Traktes
Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall.
Diese Nebenwirkungen treten bei der Einnahme höherer Tagesdosen häufig (> 1% - < 10%) auf.
Sehr selten (< 0,01 %): pseudomembranöse Kolitis (s. 4.4 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“).
Leber- und Gallenerkrankungen
Vorübergehender Anstieg von Transaminasen (SGOT, SGPT) und LDH.
Sehr selten (< 0,01 %): Ikterus
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Entzündungen der Mund- und Scheidenschleimhaut (teilweise verursacht durch Candida-Superinfektionen).

Zusätzliche Informationen

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben
Fachinformation
(Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)
Darreichungsform
Filmtabletten
Cefuroxim-CT 250 mg Filmtabletten
Weiße, runde Filmtabletten
Cefuroxim-CT 500 mg Filmtabletten
Weiße, oblongförmige Filmtabletten
Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die ähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Nach bisherigen Erfahrungen hat Cefuroximaxetil keinen Einfluss auf Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. In Einzelfällen sind Nebenwirkungen (siehe 4.8.) wie z. B. anaphylaktischer Schock und Schwindel beobachtet worden, die eine Ausübung der genannten Tätigkeiten unmöglich machen.
Überdosierung
Symptome einer Überdosierung
Intoxikationen im strengen Sinn sind beim Menschen unbekannt. Bei bestimmten Risikokonstellationen und bei Gabe sehr hoher Dosen von Cephalosporinen kann es zu zentralnervösen Erregungszuständen, Myoklonien und Krämpfen kommen, wie sie auch für andere -Laktame beschrieben worden sind.
Therapie einer Überdosierung
Bei Überdosierung sind - neben dem Absetzen des Arzneimittels - gegebenenfalls eliminationsbeschleunigende Maßnahmen erforderlich.
Cefuroximaxetil ist hämodialysierbar.
Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Cefuroximaxetil, ein Acetoxyethylester-Prodrug von Cefuroxim, ist ein orales, Betalaktam-Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine.
ATC-Code: J 01 DC 02
Pharmakokinetische Eigenschaften
Nach oraler Gabe wird Cefuroximaxetil innerhalb von Minuten nach der Resorption aus dem Verdauungstrakt durch Esterasen in den Mukosazellen und im Portalkreislauf hydrolysiert. Die Wirksubstanz Cefuroxim gelangt dann in den systemischen Kreislauf.
Nach Einmalgabe von Cefuroximaxetil wird eine Linearität der Pharmakokinetik in einem Dosisbereich von mg beschrieben.
Die Resorption und somit die Bioverfügbarkeit sind erhöht, wenn die Einnahme nach den Mahlzeiten erfolgt.
Absorption
Maximale Serumspiegel treten ca. h nach Einnahme nach Mahlzeiten auf und betragen mg/l für eine 125-mg-Dosis, mg/l für eine 250-mg-Dosis, mg/l für eine 500-mg-Dosis und mg/l für eine 1-g-Dosis.
Verteilung
Je nach Untersuchungsmethode liegt die Plasmaproteinbindung bei %. Cefuroxim weist ein relativ kleines Verteilungsvolumen von 0,,3 l/kg auf. Die Verteilung von Cefuroxim ist in den einzelnen Körpergeweben und –flüssigkeiten unterschiedlich stark; eine gute Wirkstoffpenetration ( %) findet sich im Tonsillen- und Nebenhöhlengewebe und in der Bronchialmukosa. Die durchschnittlichen Gewebskonzentrationen von Cefuroxim liegen im Bereich von 1,,8 mg/l.
Metabolismus
Nach Abspaltung des Esters wird der Axetilrest zu Acetaldehyd und Essigsäure metabolisiert. Cefuroxim selbst wird nicht metabolisiert.
Ausscheidung
Cefuroxim wird ausschließlich in Form der unveränderten Substanz renal ausgeschieden. Bei gesunden Probanden lag die Wiederfindungsrate von Cefuroxim im Urin innerhalb von 24 h nach einmaliger oraler Cefuroximaxetil-Gabe von 250 mg im Bereich von 42, %.
Die Serumeliminationshalbwertszeit betrug nach Gabe von Cefuroximaxetil-Einmaldosen (2501000 mg) 1,,5 h.
Spezielle Pharmakokinetik
Bei schweren Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) ist die Halbwertszeit des Cefuroxim verlängert.
Durch gleichzeitige Probenecid-Gabe wird die Fläche unter der mittleren Serumkonzentrations-Zeitkurve um 50 % erhöht.
Die Cefuroxim-Serumspiegel werden durch Dialyse herabgesetzt.
Präklinische Daten zur Sicherheit
Mutagenität
Cefuroximaxetil zeigte in einer Testbatterie aus In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen (bakterieller Mutationstest, Gen-Konversionstest, Mikronukleus-Test bei der Maus, Nachweis von rezessiven Letalmutationen bei Drosophila) keine mutagenen Wirkungen.
Kanzerogenität
Bei Cephalosporinen gibt es keine Anhaltspunkte für ein karzinogenes Potential dieser Arzneimittel. Deshalb und ebenso wegen der begrenzten Dauer der Therapie wurden keine speziellen Langzeituntersuchungen durchgeführt.
Reproduktionstoxizität
Cefuroximaxetil zeigte im Tierversuch keine Hinweise auf reproduktionstoxische Wirkungen. Cefuroxim ist plazentagängig und geht in die Muttermilch über.
Liste der sonstige Bestandteile
Croscarmellose-Natrium, Crospovidon, Natriumdodecylsulfat, hydriertes Rizinusöl, Methylcellulose, gefälltes Siliciumdioxid, Hypromellose, Mikrokristalline Cellulose, Macrogolstearat 400, Talkum, Titandioxid.
Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend
Dauer der Haltbarkeit
3 Jahre
Art und Inhalt des Behältnisses
Cefuroxim-CT 250 mg Filmtabletten
Packung mit 12 Filmtabletten (N1)
Packung mit 24 Filmtabletten (N2)
Cefuroxim-CT 500 mg Filmtabletten
Packung mit 12 Filmtabletten (N1)
Packung mit 24 Filmtabletten (N2)
INHABER DER ZULASSUNG
CT Arzneimittel GmbH
Lengeder Str. 42a, 13407 Berlin
Telefon: 0 90
Telefax: 0 90
www.ct-arzneimittel.de
Zulassungsnummer(n)
Cefuroxim-CT 250 mg Filmtabletten

Cefuroxim-CT 500 mg Filmtabletten

Stand der Information
Dezember 2007
Verkaufsabgrenzung
Verschreibungspflichtig


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