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«Climara 50 Mikrogramm/24 h transdermales Pflaster»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

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Climara ist ein ovales transdermales Pflaster und enthält den Wirkstoff Estradiol in einer Klebematrix, aus der Estradiol kontrolliert freigesetzt wird und durch die Haut in das Blut gelangt. Es dient zur Estrogen-Ersatzbehandlung für Frauen mit Beschwerden als Folge des Klimakteriums (Wechsel), deren letzte natürliche Monatsblutung (Menopause) mindestes 1 Jahr zurückliegt.
Zu den klimakterischen Beschwerden gehören vor allem Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Estrogenmangelbedingte Rückbildungserscheinungen an den Harn- und Geschlechtsorganen mit Reizzuständen im Bereich von Scheide, Harnblase und Harnröhre. Weiters dient es zur Vorbeugung einer Osteoporose (Knochenschwund) bei Frauen in den Wechseljahren, wenn ein hohes Risiko für zukünftige Knochenbrüche besteht und andere zu diesem Zweck angewendete Arzneimittel nicht vertragen oder nicht angewendet werden dürfen.
Bei Frauen mit Gebärmutter darf dieses Medikament nur unter gleichzeitiger und regelmäßiger Gabe von Gelbkörperhormonen (Gestagenen) angewendet werden. ®Die alleinige Anwendung von Climara zur Behandlung in den Wechseljahren darf nur bei Frauen erfolgen, denen die Gebärmutter entfernt wurde.
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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

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Climara darf nicht angewendet werden bei

  • Schwangerschaft und Stillzeit;
  • früherem, bestehendem oder vermutetem Brustkrebs;
  • bestehenden oder vermuteten bösartigen Erkrankungen, die durch Geschlechtshormone beeinflusst werden oder beeinflusst werden könnten, wie z.B. Tumor der Gebärmutter;
  • Blutungen aus der Scheide unklarer Ursache;
  • unbehandelter Wucherung der Gebärmutterschleimhaut;
  • bestehenden oder vorausgegangenen venösen Erkrankungen durch Blutgerinnsel (thromboembolische Erkrankungen wie z.B. tiefe Beinvenenthrombose, Lungenembolie);
  • bestehenden oder kürzlich aufgetretenen arteriellen thromboembolischen Erkrankungen (z.B. Angina pectoris, Herzinfarkt);
  • akuten oder früheren Lebererkrankungen, solange die Leberfunktionswerte noch nicht im Normbereich liegen;
  • Porphyrie (Störung der Blutfarbstoffbildung).

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Wenn unter der Anwendung von Climara eine der oben genannten Situationen eintritt, müssen Sie das Pflaster sofort entfernen und Ihren Arzt aufsuchen.
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Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Climara 50 ist erforderlich
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker. ®Bevor Sie mit der Anwendung von Climara beginnen, wird Ihr Arzt eine allgemeine und
®gynäkologische Untersuchung unter Berücksichtigung der Abschnitte „Climara darf nicht ®angewendet werden“ und „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Climara ist erforderlich“ durchführen. Während der Behandlung sollten diese Untersuchungen regelmäßig wiederholt und Ihren individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Wenn Sie Veränderungen Ihrer Brust bemerken, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf. Zur Behandlung von Wechselbeschwerden sollte eine Hormonersatztherapie nur bei Beschwerden begonnen werden, welche die Lebensqualität beeinträchtigen. Mindestens 1mal jährlich sollte von Ihrem Arzt entschieden werden, ob Sie die Hormonersatztherapie weiter anwenden sollen. ®Achtung: Climara hat keine empfängnisverhütende Wirkung! Hormonale Verhütungsmittel müssen vor Behandlungsbeginn abgesetzt werden. Zur Empfängnisverhütung sind gegebenenfalls nichthormonale Methoden (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) anzuwenden. Während der Behandlung darf es zu keiner Schwangerschaft kommen. Falls die erwartete Blutung nicht in Intervallen von ca. 28 Tagen eintritt, ist umgehend Ihr Arzt aufzusuchen. Bei längerer Behandlungsdauer und abhängig vom Alter können die Blutungen ausbleiben. Wenn eine der nachfolgend genannten Erkrankungen bzw. Risikofaktoren vorliegt bzw. sich schon einmal während einer Schwangerschaft oder früheren Hormonersatztherapie verschlechtert hat, soll eine Risiko-Nutzen-Abwägung der Hormonersatztherapie durch den behandelnden Arzt erfolgen. Es sollte berücksichtigt werden, dass sich diese Erkrankungen ®während der Behandlung mit Climara verschlechtern oder erneut auftreten könnten. Eine sorgfältige Überwachung ist daher notwendig bei

  • gutartiger Gebärmuttergeschwulst;
  • Endometriose (Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter);
  • vorangegangenen thromboembolischen Erkrankungen oder Risikofaktoren dafür (siehe „Climara darf nicht angewendet werden“ und Abschnitte "Hormonersatztherapie und

Venenthrombose und Hormonersatztherapie und Erkrankungen der Herzkranzgefäße");

  • einem erhöhten Risiko für einen Estrogen-abhängigen Tumor (z.B. wenn ein direkt blutsverwandtes Familienmitglied (z.B. Großmutter, Mutter, Schwester) an Brustkrebs leidet);
  • Bluthochdruck;
  • einer Lebererkrankung, wie z. B. einer gutartigen Lebergeschwulst;
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit oder ohne Gefäßbeteiligung;
  • Gallensteinen;
  • Migräne oder (starken) Kopfschmerzen;
  • systemischem Lupus erythematodes (Erkrankung des Immunsystems);
  • vorangegangener Endometriumhyperplasie (Wucherung der Gebärmutterschleimhaut);
  • Fallsucht (Epilepsie);
  • Asthma;
  • Otosklerose (angeborene Form der Schwerhörigkeit)
  • angeborenem Quincke-Ödem

®Sie müssen die Anwendung von Climarasofort beenden, wenn bei Ihnen eine im Abschnitt ®„Climara darf nicht angewendet werden” aufgeführte Erkrankung auftritt oder wenn sich einer der folgenden Umstände einstellt:

  • Entwicklung einer Gelbsucht (Ikterus) oder Verschlechterung der Leberfunktion;
  • erheblicher Blutdruckanstieg;
  • erstmaliges Auftreten migräneartiger Kopfschmerzen (ein typischer, pochender Kopfschmerz mit Übelkeit, dem Sehstörungen vorausgehen können);
  • Schwangerschaft.


Ungehinderte Estrogenstimulation kann zu einer bösartigen Umwandlung von noch bestehenden Endometrioseherden (Ansiedlung von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter) führen. Daher wird in Fällen, in denen aufgrund einer Endometriose eine Gebärmutterentfernung vorgenommen wurde, die Gabe eines Gestagens zusätzlich zur Estrogenersatzbehandlung empfohlen, vor allem, wenn bekannt ist, dass noch Endometrioseherde vorhanden sind.
Hormonersatztherapie und Brustkrebs
In verschiedenen Studien wurde bei Frauen, die im Rahmen einer Hormonersatztherapie über mehrere Jahre Estrogene oder Estrogen-Gestagen-Kombinationen oder Tibolon angewendet hatten, ein erhöhtes Brustkrebsrisiko festgestellt. Dieses zusätzliche Risiko steigt mit zunehmender Behandlungsdauer an, kehrt jedoch einige (spätestens fünf) Jahre nach Beendigung der Behandlung auf das altersentsprechende Grundrisiko zurück. Bei Frauen mit einer Estrogen-Gestagen-Hormonersatztherapie war das Risiko höher als bei Frauen, die nur Estrogene oder Tibolon angewendet hatten. Die Anzahl der zusätzlichen Brustkrebsfälle ist im Altersbereich zwischen 45 und 65 Jahren weitgehend unabhängig vom Alter der Frauen bei Beginn der Hormonersatztherapie. Die Hormonersatztherapie, insbesondere eine Estrogen-Gestagen-Kombination, verringert die Durchlässigkeit des Brustgewebes für Röntgenstrahlen, wodurch der Nachweis von Brustkrebs mittels einer Mammographie erschwert werden kann.
Hormonersatztherapie und Venenthrombose
Aus Untersuchungen gibt es Hinweise darauf, dass eine Hormonersatztherapie mit einem höheren relativen Risiko für das Auftreten einer venösen thromboembolischen Erkrankung (Verstopfung eines Blutgefäßes durch Blutgerinnsel), d.h. einer tiefen Venenthrombose oder Lungenembolie verbunden ist. Das Auftreten eines solchen thromboembolischen Ereignisses ist im ersten Jahr der Hormonersatztherapie wahrscheinlicher als zu einem späteren Zeitpunkt. Die Auswertung neuerer Studien, die ein solches Risiko untersuchten, führte zu folgenden Ergebnissen:
Alle Frauen haben ein gewisses altersabhängiges Grundrisiko, an einer Thrombose zu erkranken. Etwa 3 von 1000 Frauen im Alter von 50 bis 59 Jahren, die keine Hormone anwenden, bekommen innerhalb von 5 Jahren eine Thrombose. Bei Frauen dieser Altersgruppe, die Hormone anwenden, sind es etwa 7 von 1000 Frauen. Unter Frauen im Alter von 60 bis 69 Jahren, die keine Hormone anwenden, erleiden wahrscheinlich 8 von 1000 Frauen innerhalb von 5 Jahren eine Thrombose. Bei 1000 Frauen der gleichen Altersgruppe, die Hormone anwenden, ist mit etwa 17 Thrombosefällen zu rechnen.
Beschwerden, die auf eine Thrombose oder Lungenembolie hindeuten können, sind unter anderem Schmerzen und/oder Schwellung eines Beines, Schmerzen im Brustkorb und plötzliche Atemnot.
Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn eine dieser Beschwerden auftreten sollte.

Allgemein anerkannte Risikofaktoren für die Bildung von Blutgerinnseln in den Venen sind:

  • venöse thromboembolische Erkrankung in der eigenen Vorgeschichte;
  • venöse thromboembolische Erkrankung bei einem nahen Verwandten; 2
  • erhebliches Übergewicht (Body Mass Index größer als 30 kg/m);
  • systemischer Lupus erythematodes (Erkrankung des Immunsystems).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer dieser Umstände auf Sie zutrifft. Über die Bedeutung von Krampfadern für das Auftreten einer venösen thromboembolischen Erkrankung besteht keine übereinstimmende Meinung.

Wenn Sie bereits ein gerinnungshemmendes Präparat einnehmen, müssen die Vorteile und Nachteile einer Hormonersatztherapie sorgfältig durch Ihren behandelnden Arzt gegeneinander abgewogen werden. Das Risiko venöser Thromboembolien kann durch längere Ruhigstellung, schwerere Verletzungen oder große operative Eingriffe, die mit einer längerfristigen Bettlägerigkeit ®verbunden sind, vorübergehend erhöht sein. Wenn Sie Climara anwenden, müssen Sie Ihren Arzt rechtzeitig über einen geplanten Krankenhausaufenthalt oder eine Operation informieren. ®Bei geplanten Operationen sollte erwogen werden, die Anwendung von Climara 4 - 6 Wochen
Hormonersatztherapie und Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit)
In großen klinischen Studien, in denen Arzneimittel zur Hormonersatztherapie mit einer bestimmten Wirkstoffkombination (konjugierte Estrogene, fortlaufend kombiniert mit dem Gestagen Medroxyprogesteronacetat) untersucht wurden, konnte eine vorbeugende Wirkung auf Erkrankungen der Herzkranzgefäße nicht belegt werden.
Einige dieser klinischen Studien zeigten für diese Wirkstoffkombination ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Erkrankungen der Herzkranzgefäße im ersten Jahr der Anwendung und keine günstigen Effekte danach. Es ist nicht geklärt, ob diese Ergebnisse auch auf andere Präparate zur Hormonersatztherapie übertragen werden können.
Schlaganfall
In einer klinischen Studie wurde ein erhöhtes Schlaganfallrisiko bei gesunden Frauen während der Behandlung mit einer bestimmten hormonalen Wirkstoffkombination (konjugierte Estrogene mit Medroxyprogesteronacetat) beobachtet. Demnach erleiden etwa 3 von 1000 Frauen im Alter von 50 bis 59 Jahren, die keine Hormone anwenden, einen Schlaganfall innerhalb einer Zeitspanne von 5 Jahren bzw. etwa 11 von 1000 Frauen im Alter von 60 bis 69 Jahren. Bei Frauen im Alter von 50 bis 59 Jahren, die diese Präparate anwenden, tritt etwa 1 zusätzlicher Schlaganfall pro 1000 Frauen auf. Bei Frauen im Alter von 60 bis 69 sind es etwa 4 zusätzliche Fälle pro 1000 Frauen. Ob diese Ergebnisse auch für Frauen gelten, die andere Arzneimittel als Hormonersatz anwenden, ist nicht geklärt.
Eierstockkrebs
Es liegen Hinweise aus einigen klinischen Studien vor, dass eine Langzeitbehandlung über mindestens 5 bis 10 Jahre mit Estrogenen allein (d. h. ohne Zusatz eines Gestagens) bei Frauen nach Entfernung der Gebärmutter mit einem erhöhten Risiko für einen Eierstockkrebs verbunden ist. Ob dieses Risiko auch besteht, wenn zusätzlich zu dem Estrogen ein Gestagen angewendet wird, ist nicht geklärt.

Estrogene erhöhen das thyroxinbindende Bluteiweiß (TBG). Dies führt zu einer erhöhten Konzentration von im Blut zirkulierendem Gesamtschilddrüsenhormon. Im Serum können andere Trägereiweiße erhöht sein, wie das kortikoidbindende Globulin (CBG) oder das sexualhormonbindende Globulin (SHBG). Dies führt zu einer erhöhten Konzentration von zirkulierenden Kortikosteroiden bzw. steroidalen Sexualhormonen. Die Konzentrationen von freien oder biologisch aktiven Hormonen bleiben unverändert. Andere Plasmaeiweiße können erhöht sein (Angiotensinogen/Renin-Substrat, alpha-I-Antitrypsin, Ceruloplasmin).

Demenz
Es ist nicht eindeutig nachgewiesen, dass sich durch eine Hormonersatztherapie die kognitiven Fähigkeiten (Gedächtnis, Wahrnehmung, Denken, Lernen, Urteilsvermögen, Erinnerung etc.) verbessern. Es gibt einige Beweise aus einer Studie für ein erhöhtes Risiko einer möglichen Geistesschwäche (Demenz) bei Frauen, die nach dem 65. Lebensjahr eine Hormonersatztherapie mit einer bestimmten Wirkstoffkombination (konjugierte equine Estrogene, fortlaufend kombiniert mit Medroxyprogesteronacetat) begonnen haben. Es ist nicht bekannt, ob diese Erkenntnisse auch für jüngere Frauen in den Wechseljahren bzw. andere Hormonersatztherapie-Präparate gelten.
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Bei Anwendung von Climara 50 mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, welche anderen Arzneimittel Sie einnehmen, da bestimmte Arzneimittel sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen können. ®Einige Arzneimittel können die Wirkung von Climara verringern:

  • Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Phenobarbital, Phenytoin und Carbamazepin),
  • Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose (Rifampicin und Rifabutin),
  • Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion (wie Nevirapin, Efavirenz, Ritonavir und Nelfinavir)
  • Pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten.

Der Wirkstoff Estradiol tritt nach Aufbringen des Pflasters durch die Haut direkt in den Blutkreislauf über. So wird der intensive erste Abbau des Wirkstoffs in der Leber (First-pass-Effekt), wie er z.B. nach Einnahme einer Tablette erfolgt, umgangen. Aus diesem Grund sind transdermal zugeführte Estrogene von einer Beeinflussung durch Enzyminduktoren wahrscheinlich weniger betroffen als eingenommene Hormone.

Die Wechselwirkungen können zu einer Verminderung des Behandlungserfolgs und zu Blutungsstörungen führen.
Schwangerschaft und Stillzeit
®Climara darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
®Tritt unter der Anwendung von Climara eine Schwangerschaft ein, muss die Behandlung sofort unterbrochen werden. ®Climara darf während der Stillzeit nicht angewendet werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind diesbezüglich keine Auswirkungen bekannt.
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Wie wird es angewendet?

®Climara ist ein transdermales Pflaster, das nur Estrogen enthält und einmal pro Woche auf die Haut geklebt wird. ®Wenden Sie Climara 50 immer genau nach Anweisung Ihres Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Ihrem Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die ®Wirkung von Climara 50 zu stark oder zu schwach ist. Für den Beginn und die Fortführung der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden wird Ihr Arzt versuchen, Sie auf die niedrigste wirksame Dosis einzustellen und die Behandlung nur so lange wie nötig fortzuführen. Zur Vorbeugung einer Osteoporose wird ein Pflaster pro Woche empfohlen.
®Wenn Sie noch eine Gebärmutter haben, muss die Behandlung mit Climara für mindestens 12-14 Tage pro Monat mit einem Gestagen (Gelbkörperhormon) kombiniert werden. Falls Sie keine Gebärmutter mehr haben wird Ihnen Ihr Arzt die zusätzliche Gabe eines Gestagens nicht empfehlen, falls nicht zuvor bei Ihnen eine Endometriose (Wucherung der Gebärmutterschleimhaut) festgestellt wurde.
Obwohl die Pflaster im Allgemeinen ohne Unterbrechung (kontinuierlich) angewendet werden, kann Ihnen Ihr Arzt auch empfehlen, die Pflaster zyklisch anzuwenden. In diesem Fall kleben Sie drei Wochen lang wöchentlich ein Pflaster, gefolgt von einer 1-wöchigen Anwendungspause bevor Sie mit diesem Behandlungsschema erneut beginnen.
Beginn der Anwendung
Das Pflaster darf erst unmittelbar vor seiner Anwendung aus der Schutzhülle genommen werden. Frauen, die keine Estrogene anwenden oder Frauen die von einem kontinuierlichen Kombinationspräparat wechseln, können mit der Behandlung zu jeder Zeit beginnen. Frauen, die von einer sequentiell kombinierten Hormonersatztherapie (1. Teil der Tabletten enthält Estrogen, 2. Teil enthält Kombination aus Estrogen und Gestagen) wechseln, sollen am Tag nach Beendigung des vorangegangen Behandlungszyklus beginnen. Frauen, die von einer zyklischen Hormonersatztherapie (3 Wochen Hormoneinnahme, 1 Woche Pause) wechseln, sollen am Tag nach der Behandlungspause beginnen.

®Wie lange sollen Sie Climara anwenden? Das Pflaster sollte 7 Tage lang auf der Haut belassen, dann entfernt, und durch ein neues Pflaster ersetzt werden, das auf eine andere Hautstelle geklebt wird.
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Wenn Sie eine größere Menge von Climara 50 angewendet haben, als Sie sollten
Im Falle einer Überdosierung, die sehr unwahrscheinlich ist, können Übelkeit und Erbrechen auftreten. Nach Entfernung des Pflasters kann es zu leichten Blutungen aus der Scheide kommen. Eine besondere Behandlung ist nicht erforderlich, aber Sie sollten Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie besorgt sind.
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Wenn Sie die Anwendung von Climara 50 vergessen haben bzw. das Pflaster verloren
haben
Sollte sich das Pflaster ablösen, bevor 7 Tage um sind, kann es wieder aufgeklebt werden. Wenn es nicht möglich ist, das alte Pflaster wieder richtig anzubringen, kann ein neues verwendet werden. Wird ein neues Pflaster verwendet, sollte es für die vollen 7 Tage auf der Haut belassen werden.
Wenn Sie vergessen haben ein Pflaster zu ersetzen, sollten Sie es so schnell wie möglich nachdem Sie es bemerkt haben, nachholen. Das nächste Pflaster muss nach dem normalen 7-Tage-Intervall angewendet werden.
Wenn das Pflaster mehrere Tage nicht durch ein neues Pflaster ersetzt wurde, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Durchbruch- und Schmierblutungen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Climara Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihren Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Schwere Nebenwirkungen, die mit der Anwendung einer Hormonersatztherapie in Verbindung ®gebracht werden, sind im Abschnitt „Was müssen Sie vor der Anwendung von Climara 50 beachten?“ erwähnt. ®In seltenen Fällen kann Climara zu einer leichten Hautreizung und zu Juckreiz an der Stelle führen, auf die das Pflaster geklebt worden ist.
In den ersten Monaten der Behandlung können leichte Scheidenblutungen (Schmier- und Durchbruchblutungen) zu unerwarteten Zeitpunkten und ein leichtes Spannungsgefühl bzw. eine Vergrößerung der Brüste auftreten. Diese Erscheinungen sind meist vorübergehend und verschwinden normalerweise im Verlauf der Behandlung. Nebenwirkungen, die mit einer Hormonersatztherapie in Zusammenhang stehen, sind:
Häufig: Schmerzen allgemein, Blähungen, Übelkeit, Ödeme, Gewichtszunahme, Depression, Benommenheit, Nervosität, Lethargie, Kopfschmerzen, vermehrtes Schwitzen, Hitzewallungen, Störungen des Blutungsverhaltens, Ausfluss, Erkrankungen der Scheide und der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane, Juckreiz und Hautrötung an der Anwendungsstelle.
Gelegentlich: Müdigkeit, anormale Laborergebnisse, Schwäche, Fieber, grippeähnliche Beschwerden, Unwohlsein, Migräne, Herzklopfen, oberflächliche Venenentzündung, Bluthochdruck, vermehrter Appetit, Verstopfung, Verdauungsstörung, Durchfall, Mastdarmbeschwerden, erhöhtes Cholesterin, punktförmige Blutergüsse (Purpura), Gelenkerkrankungen, Muskelkrämpfe, Kurzatmigkeit, Schnupfen, Angstgefühl, Schlaflosigkeit, Gefühlsschwankungen, Teilnahmslosigkeit, beeinträchtige Konzentration, Einschlafen der Glieder, Veränderung der Libido, Euphorie, Zittern, Erregung, Akne, Haarausfall, trockene Haut, gutartige Geschwülste der Brust, Brustspannen, Vergrößerung der Brust, Nagelanomalien, Hautknoten, übermäßiger Haarwuchs (insbesondere Bartwuchs) Hirsutismus, vermehrte Harnausscheidung, vermehrter Harndrang, gutartige Neubildungen der Gebärmutterschleimhaut, Wucherung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie), unwillkürlicher Harnabgang (Harninkontinenz), Harnblasenentzündung, blasse Harnfarbe, Blut im Urin (Hämaturie), Gebärmuttererkrankungen, Sehstörung, trockenes Auge. Weiters können auftreten: Bauchschmerzen, Völlegefühl, Gelbsucht, Verschlechterung eines angeborenen Quincke-Ödems, Kontaktdermatitis, Ekzem, Brustschmerzen, gutartige Gebärmuttergeschwülste, Schlaganfall. Unter einer Estrogen- bzw. Gestagen-Behandlung können folgende andere unerwünschte Reaktionen auftreten:

  • gutartige und bösartige Geschwülste, die durch Estrogene beeinflusst werden wie z.B. Krebs der Brust, der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom);
  • tiefe Bein- oder Beckenvenenthrombose und Lungenembolie (venöse Thromboembolie) tritt häufiger bei Hormonersatztherapie-Anwenderinnen als bei Nicht-Anwenderinnen auf. Weitere Informationen dazu siehe unter “Climara darf nicht angewendet werden“ und “Hormonersatztherapie und Venenthrombose” im Abschnitt „Was müssen Sie vor der ®Anwendung von Climara 50 beachten?“
  • Herzinfarkt und Schlaganfall;
  • Gallenblasenerkrankungen;
  • Hauterkrankungen oder Veränderungen des Unterhautbindegewebes:
  • bräunliche Flecken im Gesicht (Chloasma)
  • Hautausschlag mit Pusteln oder Blasen (Erythema multiforme)
  • Knotenrose (Erythema nodosum)
  • Auftreten von punktförmigen Blutergüssen (vaskuläre Purpura)
  • mögliche Geistesschwäche

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 30°C lagern. Im Originalbehältnis aufbewahren um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. ®Sie dürfen Climara 50 nach dem auf der Verpackung angegebnen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Nach der Anwendung enthält das Pflaster noch immer erhebliche Mengen an Estradiol, das umweltschädigende Einflüsse auf Gewässer haben kann. Deshalb sollte ein benütztes Pflaster sorgfältig entsorgt werden. Jedes benützte oder unbenützte Pflaster sollte in der Mitte zusammengefaltet werden, die klebenden Seite zueinander gewandt und in
Problemstoffsammelstellen oder Apotheken entsorgt werden. Benützte Pflaster sollten weder die Toilette hinuntergespült noch über das Abwasser bzw. Kanäle entsorgt werden. Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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