Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster»

Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster
Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster
Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Durogesic gehört zur Gruppe der stark wirkenden Schmerzmittel, deren schmerzstillende Wirkung über zentrale Angriffspunkte im Gehirn zustande kommt.

Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster dient zur Behandlung schwerer, lang anhaltender Schmerzen bei Patienten ab 2 Jahren.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Durogesic darf nicht angewendet werden

  • bei kurzfristigen Schmerzzuständen, z.B. nach operativen Eingriffen;
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Fentanyl, andere Opiate oder gegen einen der sonstigen Bestandteile des Pflasters sind;
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Monoaminooxidase (MAO)-Hemmern (Mittel gegen Depressionen) oder innerhalb von 14 Tagen nach Beendigung einer Therapie mit MAO-Hemmern;
  • bei schwerer Beeinträchtigung der Gehirnfunktionen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Durogesic ist erforderlich

  • bei Patienten mit bestehender Atemdepression (Beeinträchtigung der Atmung z.B. durch andere medizinische Behandlungen, Harnvergiftung oder ernste Infektionen);
  • bei Patienten mit Lungenerkrankungen (z.B. chronisch obstruktive Bronchitis, Bronchialasthma, allg. bei stark begrenzter Atemreserve);
  • bei Patienten mit eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion; Da stark wirksame Schmerzmittel eine Beeinträchtigung der Atmung hervorrufen können, sollte Durogesic bei diesen Patienten nur vorsichtig und geringer dosiert eingesetzt werden.

Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich

  • bei Patienten mit Kopfverletzungen, Hirntumoren, Anzeichen von erhöhtem Hirndruck, Bewusstseinsstörungen oder Bewusstlosigkeit (bei Patienten, die besonders anfällig für CO-Retention sind). Weiters können Opiate den klinischen Verlauf von Kopfverletzungen verschleiern.
  • bei Patienten mit Myasthenia gravis (schwere belastungsabhängige Muskelschwäche).
  • bei Patienten mit Arzneimittel- oder Alkoholsucht.
  • bei Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion, einer eingeschränkten Nebennierenrindenfunktion oder einer vergrößerten Prostata.

Patienten ohne vorherige Opioidbehandlung / Opioidunverträglichkeit Bei Patienten, die vor der Durogesic-Anwendung keine Opioid-Therapie erhalten haben, wurde in sehr seltenen Fällen eine starke Einschränkung der Atemtätigkeit (Atemdepression) beobachtet, die bis zum Tod führen kann. Es wird daher empfohlen, dass Sie Durogesic nur dann anwenden, wenn nachgewiesen ist, dass Sie Opioide gut vertragen.

Atemdepression Kommt es unter der Behandlung mit Durogesic zu einer eingeschränkten Atemtätigkeit, so muss das transdermale Pflaster sofort entfernt und der Patient wachgehalten und zum Atmen angeregt werden, bis ärztliche Hilfe eingetroffen ist.
Auch nach Entfernung des transdermalen Pflasters muss mit dem Bestehen bleiben oder Wiederauftreten einer eingeschränkten Atemtätigkeit gerechnet werden, da der Fentanylgehalt im Blut nur langsam abfällt (ca. 50% nach 13 -22 Stunden beim Erwachsenen und 22 - 25 Stunden bei Kindern). Patienten, bei denen schwerwiegende unerwünschte Wirkungen beobachtet werden, sollten nach Entfernen des Pflasters für mindestens weitere 24 Stunden hinsichtlich der Atemzüge pro Minute und des Ausmaßes der Schläfrigkeit sorgfältig überwacht werden. Die Wahrscheinlichkeit der Nebenwirkung einer eingeschränkten Atemtätigkeit steigt mit zunehmender Dosis (siehe auch "Wenn Sie eine größere Menge Durogesic angewendet haben, als Sie sollten"), bewusstseinsdämpfende Arzneimittel können sie verstärken (siehe auch "Bei Anwendung von Durogesic mit anderen Arzneimitteln").

Herzerkrankungen Durogesic kann eine Verlangsamung des Herzschlags auslösen und sollte bei Patienten mit bradykarden Rhythmusstörungen (krankhaft verlangsamter Herzschlag) mit Vorsicht angewendet werden.
Da Opioide, besonders bei Patienten mit verminderter Blut- oder Flüssigkeitsmenge im Körper (Hypovolämie), einen Blutdruckabfall auslösen können, ist bei dieser Patientengruppe Vorsicht geboten.

Lebererkrankungen Da Fentanyl in der Leber verstoffwechselt wird, können Lebererkrankungen seine Ausscheidung verzögern. Patienten mit Störungen der Leberfunktion, inklusive hepatischer Porphyrien (angeborene Blutbildungsstörung), sollten sorgfältig auf Anzeichen einer Überdosierung beobachtet und die Dosis gegebenfalls vermindert werden.

Nierenerkrankungen Bei Patienten mit einer Nierenerkrankung, die eine Dialyse notwendig macht, und die gleichzeitig Durogesic erhalten, ist eine sorgfältige Überwachung und eventuell eine Dosisreduzierung durch den behandelnden Arzt erforderlich.

Fieber, externe Wärmeeinflüsse Bei hohen Temperaturen könnten größere Mengen des Wirkstoffes aus dem Pflaster in den Körper abgegeben werden. Daher sollte bei Fieber der behandelnde Arzt informiert werden. Er wird eventuell die Dosis anpassen. Aus demselben Grund darf die mit dem Pflaster versehene Stelle keinen direkten äußerlichen Wärmeeinflüssen wie z.B. Heizkissen, Heizdecken, Wärmeflaschen, Heizlampen, intensiver Sonnenbestrahlung, Sauna und heißen Whirlpool-Bädern ausgesetzt werden.

Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten: Fentanyl wird hauptsächlich über die Leber verstoffwechselt. Die gleichzeitige Anwendung von Durogesic mit Arzneimitteln, die den Abbauweg von Fentanyl in der Leber hemmen (sogenannte CYP3A4-Inhibitoren, Beispiele siehe ' Bei Anwendung von Durogesic mit anderen Arzneimitteln') wird nicht empfohlen, außer es erfolgt eine sorgfältige ärztliche Überwachung. Patienten, die gleichzeitig

Durogesic und CYP3A4-Inhibitoren erhalten, sollten auf Anzeichen einer verringerten Atmung überwacht werden. Wenn erforderlich, sind Dosisanpassungen vorzunehmen.

Ältere Patienten Die Ausscheidung von Fentanyl über die Niere kann bei älteren Patienten verringert sein. Das kann zu einer verlängerten Wirkung führen. Daher ist es möglich, dass sie empfindlicher auf die Substanz reagieren als jüngere Patienten. Ältere Patienten sollten sorgfältig auf Anzeichen einer Überdosierung beobachtet und die Dosis gegebenfalls vermindert werden.

Geschwächte Patienten und Patienten mit geringem Körpergewicht Geschwächte Patienten und Patienten mit geringem Körpergewicht sollten sorgfältig auf Anzeichen einer Überdosierung beobachtet und die Dosis gegebenfalls vermindert werden.

Gewöhnungseffekte und Abhängigkeit Durogesic kann bei Langzeitanwendung zur Gewöhnung und zu physischer und psychischer Abhängigkeit führen. Wie bei anderen Opioiden auch, ist das Risiko für Patienten mit einer bekannten Abhängigkeit von Arzneimitteln oder Drogen sowie bei Alkoholismus deutlich erhöht.

Weitere Warnhinweise: Dieses Arzneimittel soll nur unter Aufsicht von in der Schmerztherapie erfahrenen Ärzten angewendet werden.Durogesic - Depotpflaster sollen vor und nach dem Gebrauch für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Das Pflaster darf nur bei jenen Patienten aufgeklebt sein, für die es verschrieben wurde. Beachten Sie, dass das Pflaster versehentlich auch an anderen Personen kleben bleiben kann. In diesem Falle ist das Pflaster sofort zu entfernen und ärztlicher Rat einzuholen.

Bei Anwendung von Durogesic mit anderen Arzneimitteln
Verschiedene Medikamente oder auch Genussmittel (z.B. Alkohol) können zu einer gegenseitigen Wirkungsverstärkung oder -abschwächung führen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie bzw. Ihr Kind andere Medikamente einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Er wird Ihnen sagen, welche Arzneimittel Sie nicht einnehmen dürfen oder welche Maßnahmen (z.B. Dosierungsänderung) notwendig sind.

Bei gleichzeitiger Anwendung von anderen zentraldämpfenden Arzneimitteln, wie stark wirksamen Schmerzmitteln, Beruhigungs- oder Schlafmitteln, Mitteln zur Vollnarkose und Muskelerschlaffung, Mitteln gegen Angstzustände, müde machenden Arzneimitteln gegen Allergien und Alkohol, kann die beruhigende Wirkung verstärkt werden. Das Auftreten von beeinträchtigter Atmung, Blutdruckveränderungen und starker Schläfrigkeit/Bewusstlosigkeit oder Tod ist möglich.

Bei der gleichzeitigen Anwendung von Durogesic mit Arzneistoffen, die den Abbau in der Leber hemmen (CYP3A4-Inhibitoren), wie z.B. bestimmte Antibiotika (Troleandomycin, Clarithromycin, Erythromycin), bestimmte antivirale Medikamente (Nelfinavir, Ritonavir), bestimmte Mittel gegen Pilzerkrankungen (Itraconazol, Ketoconazol), Herz-Kreislauf-Medikamente (Amiodaron, Diltiazem, Verapamil), Mittel gegen Depressionen (Nefazodon) oder Medikamente gegen Übersäuerung des Magens (Cimetidin), können die therapeutische Wirkung und Nebenwirkungen verstärkt oder verlängert sein, und eine starke Atemdepression kann hervorgerufen werden (siehe auch 'Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Durogesic ist erforderlich - Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten').

Durogesic darf nicht zusammen mit Monoaminooxidase (MAO-) Hemmern (bestimmte Medikamente gegen Depressionen) angewendet werden, da über schwere und unvorhersagbare Neben- und Wechselwirkungen berichtet wurde.

Obgleich Pentazocin bzw. Buprenorphin schmerzlindernde Stoffe sind, können sie teilweise einigen Wirkungen des Fentanyls (z.B. der Schmerzstillung) entgegenwirken und bei Opioid-Abhängigen Entzugserscheinungen auslösen.

Bei Anwendung von Durogesic zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Während der Anwendung von Durogesic sollte kein Alkohol getrunken werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Zur Anwendung von Fentanyl bei Schwangeren liegen keine ausreichenden Daten vor. In Tierstudien zeigten sich Anzeichen für eine schädliche Wirkung auf die Nachkommen. Das mögliche Risiko für den Menschen ist unbekannt. Deshalb sollte Durogesic in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist unbedingt erforderlich.
Bei längerfristiger Anwendung während der Schwangerschaft besteht das Risiko von Entzugserscheinungen beim Neugeborenen.
Von der Anwendung während der Geburt wird abgeraten, da Fentanyl die Plazenta passiert und eine Atemdepression (verlangsamte oder abgeschwächte Atmung) beim Neugeborenen verursachen kann.

Fentanyl geht in die Muttermilch über und kann Sedierung und/oder Atemdepression beim Säugling hervorrufen. Daher sollten Frauen bis mindestens 72 Stunden nach der letzten Anwendung von Durogesic nicht stillen. Die innerhalb des Zeitraums von 72 Stunden seit der Entfernung des Pflasters produzierte Milch sollte verworfen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Durogesic kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Alkohol verstärkt diesen Effekt.

Wie wird es angewendet?

Durogesic kann von Ihrem Arzt in fünf Wirkstärken verordnet werden (Durogesic 12 µg/h -, 25 µg/h -, 50 µg/h -, 75 µg/h - und 100 µg/h - Depotpflaster), abhängig von der Stärke Ihrer Schmerzen, Ihrem Allgemeinbefinden und von den bereits vorher eingenommenen Schmerzmitteln. Daher entscheidet Ihr Arzt, welches Pflaster oder welche Kombination für Sie oder Ihr Kind am besten geeignet ist.

Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster darf bei Kindern ab 2 Jahren ausschließlich nach Opioidvorbehandlung und nur unter Aufsicht von in der pädiatrischen Schmerztherapie erfahrenen Ärzten angewendet werden.
Bei Kindern unter 2 Jahren wurde Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster nicht untersucht. Eine Anwendung wird daher nicht empfohlen.

Wenden Sie Durogesic immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster ist ein Pflaster zum Aufkleben auf die unbehaarte Haut. Der Wirkstoff Fentanyl wird allmählich vom Pflaster durch die Haut in die Blutbahn aufgenommen.

So wird Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster angewendet

  • Suchen Sie eine unbehaarte Hautstelle im Bereich des Oberkörpers (vorzugsweise im Bereich des Rückens oder Oberarmes), wobei darauf zu achten ist, dass sich an der vorgesehenen Stelle keine kleinen Verletzungen, Hautrötungen oder -reizungen befinden. Schneiden Sie eventuelle restliche Haare mit einer Schere ab (nicht rasieren!).
  • Wenn notwendig, können Sie die Haut mit warmem Wasser (keine Reinigungsmittel verwenden!) reinigen und gut abtrocknen. Auf die für das Aufkleben des Pflasters ausgewählte Hautstelle dürfen keine Cremen, Öle, Lotionen oder Puder aufgetragen werden, um das Kleben des Pflasters nicht zu beeinträchtigen.

Hinweise zum Aufkleben des Pflasters:

  • Nun können Sie das Pflaster 3 Tage (72 Stunden) auf der Haut belassen. Das Pflaster darf keinesfalls vor Ablauf von 48 Stunden gewechselt werden. Mit dem Pflaster kann gebadet und geduscht werden.
  • Zur Erleichterung der Kontrolle des 3-tägigen Anwendungsintervalls vergessen Sie nie, bei der Aufbringung eines neuen Pflasters das jeweilige Datum auf der Schachtel zu notieren.

Wechsel des Pflasters

  • Nach drei Tagen entfernen Sie das Pflaster. Wenn sich nach Abziehen des Pflasters eventuell Rückstände auf der Haut befinden, können diese mit reichlich Wasser und Seife entfernt werden. Die Reinigung sollte keinesfalls mit Alkohol oder anderen Lösungsmitteln durchgeführt werden, da diese - bedingt durch die Wirkung des Pflasters - die Haut durchdringen könnten.
  • Falten Sie das benützte Pflaster mit der klebenden Seite nach innen zusammen und entsorgen Sie es kindersicher mit dem Hausmüll. Nicht benutzte Pflaster sollten in Absprache mit dem Apotheker entsorgt werden.
  • Dann kleben Sie wieder ein neues Pflaster wie vorher beschrieben auf. Benützen Sie jedoch nicht die selbe Stelle, sondern suchen Sie eine neue, gesunde Hautstelle. Eine schon genutzte Hautstelle kann nach 7 Tagen wieder beklebt werden.

Umstellung bzw. Beendigung der Therapie Bei einer Anwendung über einen längeren Zeitraum muss damit gerechnet werden, dass infolge abrupter Beendigung der Behandlung oder plötzlicher Dosisreduktion Entzugssymptome auftreten können. Soll die Behandlung beendet werden, muss eine schrittweise Dosisreduktion erfolgen, um das Auftreten von Entzugssymptomen zu verhindern.

Soll von der Behandlung mit Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster auf ein anderes stark wirksames Schmerzmittel umgestellt werden, wird dieses nach Abnahme des transdermalen Pflasters in der vom Arzt angegebenen Dosierung eingesetzt, da der Fentanyl-Serumspiegel nach Entfernen von Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster langsam fällt. Mit Hilfe der Schmerzbeurteilung durch den Patienten kann die Dosis dann entsprechend angepasst werden.
Nur der behandelnde Arzt kann darüber entscheiden, ob Sie mit der Verwendung von Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster aufhören können. Daher beenden Sie die Behandlung nur auf ausdrückliche Anordnung des Arztes.

Hinweise:

  • Zu Beginn der Durogesic-Behandlung kann es durch die langsame Aufnahme des Medikamentes durch die Haut eine Weile dauern, bevor die schmerzstillende Wirkung einsetzt. Es kann einen Tag (24 Stunden) dauern, bevor Durogesic seine volle Wirkung erreicht. Daher könnte es sein, dass am ersten Behandlungstag zusätzliche Schmerzmittel benötigt werden, die der behandelnde Arzt verschreiben wird.
  • Wenn im Laufe der Behandlung die Schmerzen wieder stärker werden, setzen Sie sich mit dem behandelnden Arzt in Verbindung, der zusätzliche Schmerzmittel verschreiben und die Stärke oder Dosis von Durogesic anpassen kann. Auf Anordnung des behandelnden Arztes können Sie auch mehrere Durogesic-Pflaster gleichzeitig verwenden.
  • Bei Auftreten von besonders starken Schmerzanfällen kann der behandelnde Arzt zur Linderung auch zusätzliche Schmerzmittel verschreiben.

Befolgen Sie die Anweisungen des Arztes in Bezug auf die Anwendung von Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster immer sorgfältig. Ändern oder brechen Sie die Behandlung nicht von sich aus ab. Die vom Arzt verordnete Dosierung darf nicht überschritten werden.
Bitte sprechen Sie mit dem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Durogesic angewendet haben, als Sie sollten
Das wichtigste Anzeichen einer Überdosierung ist eine Beeinträchtigung der Atmung. Wenn bei einem Patienten unter Durogesic-Behandlung eine zu langsame oder zu schwache Atmung auftritt, ist unverzüglich ein Arzt zu verständigen. Das Pflaster muss sofort entfernt und der Patient durch wiederholtes Ansprechen oder Schütteln bis zum Eintreffen ärztlicher Hilfe unbedingt wachgehalten und zum Atmen angeregt werden.

Wenn Sie die Anwendung von Durogesic vergessen haben,
kleben Sie bitte umgehend ein neues Durogesic-Pflaster auf (siehe auch 'Wenn Sie die Anwendung von Durogesic abbrechen').

Wenn Sie die Anwendung von Durogesic abbrechen
Bitte brechen Sie die Anwendung von Durogesic nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Ein Abbruch kann zum Wiederkehren der Schmerzen und zum Auftreten von Entzugserscheinungen führen (z.B. Zittern, kalter Schweiß, Bauchschmerzen, Grippe-ähnliche Zeichen). Aus diesem Grund muss die Durogesic-Dosis Schritt für Schritt reduziert werden, bevor die Anwendung beendet werden kann.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Durogesic Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Bei Kindern und Jugendlichen entsprach das Nebenwirkungsprofil dem der Erwachsenen. Neben den bei der Opioidbehandlung von schwer kranken Kindern üblicherweise zu erwartenden Nebenwirkungen wurden keine weiteren Risiken bei bestimmungsgemäßen Gebrauch bekannt. Sehr häufig wurde in den pädiatrischen Studien bei den schwer kranken Kindern über Fieber, Erbrechen und Übelkeit berichtet.

Die Nebenwirkungsangaben basieren auf klinischen Studien sowie Beobachtungen aus klinischer Anwendung nach Zulassung.

Erkrankungen des Immunsystems Sehr selten: allergische Reaktionen, allergischer Schock

Psychiatrische Erkrankungen Sehr häufig: Somnolenz (Schläfrigkeit), Sedierung, Insomnie (Schlaflosigkeit)
Häufig: Verwirrtheit, Depressionen, Anorexie (Appetitlosigkeit), Angstzustände, Halluzinationen, Nervosität, Asthenie (schnelle Ermüdbarkeit), Entzugserscheinungen
Gelegentlich: Agitiertheit, Euphorie, Amnesie (Erinnerungslücken)
Sehr selten: Wahnideen, Erregungszustände, Störung der Sexualfunktion, Konfusionszustände

Erkrankungen des Nervensystems Sehr häufig: Kopfschmerzen, Schwindel
Häufig: vermindertes Empfinden von Berührung und Druck (Hypästhesie), unwillkürliche Muskelkontraktionen
Gelegentlich: Tremor (Zittern), Parästhesie (Sensibilitätsstörungen wie z.B. Kribbeln, Taubheitsgefühl, brennendes Gefühl), Sprachstörungen
Sehr selten: Ataxie (Koordinationsstörungen), nicht-epileptische Muskelkrämpfe, Krampfanfälle (einschließlich klonischer und Grand-mal-Anfälle)

Augenerkrankungen Häufig: Bindehautentzündung
Selten: Amblyopie (Schwachsichtigkeit)

Herzerkrankungen Häufig: Herzklopfen
Gelegentlich: Hypertonie (Bluthochdruck), Hypotonie (erniedrigter Blutdruck), Tachykardie (zu schneller Herzschlag), Bradykardie (verlangsamter Herzschlag)
Selten: Arrhythmie (unregelmäßiger Herzschlag), Vasodilatation (Erweiterung der Blutgefäße)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Häufig: Gähnen, Schnupfen
Gelegentlich: Dyspnoe (Atemnot), Hypoventilation (verminderte Atmung)
Sehr selten: Atemdepression (verlangsamte oder abgeschwächte Atmung einschließlich Atemnot), Apnoe (Atemstillstand)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung
Häufig: Mundtrockenheit, Dyspepsie (Verdauungsstörung), Bauchschmerzen
Gelegentlich: Diarrhoe (Durchfall)
Selten: Schluckauf
Sehr selten: schmerzhafte Blähungen, Ileus (Darmverschluss)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Sehr häufig: Pruritus (Juckreiz), vermehrtes Schwitzen
Gelegentlich: Exanthem (Hautausschlag), Erythem (entzündliche Rötung der Haut)

Erkrankungen der Niere und Harnwege Häufig: Harnwegsinfektion
Gelegentlich: Harnverhalten
Sehr selten: Harnblasenschmerzen, Oligurie (verminderte Harnausscheidung)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Häufig: Reaktionen an der Applikationsstelle

Gesamter Körper
Häufig: Gefühl von Körpertemperaturschwankungen, Krankheitsgefühl, Wasseransammlungen im Gewebe
Selten: Kältegefühl

Einzelne dieser unerwünschten Ereignisse können auch auf die Grunderkrankung oder andere Behandlungsmaßnahmen zurückzuführen sein.

Wie bei anderen Opioid-Analgetika können sich Toleranz sowie physische und psychische Abhängigkeit bei wiederholter Anwendung von Durogesic entwickeln.

Bei Umstellung von anderen stark wirksamen Opioiden auf Durogesic oder bei abruptem Abbruch der Therapie kann es bei einigen Patienten zu Entzugserscheinungen wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzuständen und Kältezittern kommen. Ein langsames Reduzieren der Dosis kann die Schwere der Entzugserscheinungen verringern.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Zwischen 15° und 25°C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.


Bewertungen «Durogesic 12 µg/h - Depotpflaster»