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«Dusodril retard 100 mg - Dragees»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Eigenschaften und Wirksamkeit:
Der in Dusodril enthaltene Wirkstoff Naftidrofuryl steigert die Durchblutung und verbessert dadurch die Ernährungslage im Gehirn und in den Gliedmaßen.
Die Freigabe des in den Dusodril retard - Dragees enthaltenen Wirkstoffes erfolgt regel-mäßig und kontinuierlich über 6 Stunden.

Anwendungsgebiete:
Einschränkung der Gehleistung durch Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen, insbesondere bei Hinken infolge von Wadenschmerzen, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten wie z.B. ein Gehtraining und/oder Maßnahmen zur Erweiterung der Blutgefäße nicht durchgeführt werden können (Claudicatio intermittens).

Mittelschwere durch Durchblutungsstörung bedingte Verminderung der Hirnleistung im Alter (ohne Alzheimer).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

DUSODRIL darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) auf eine der in Dusodril enthaltenen Substanzen sind;
  • nach einem frischen Schlaganfall mit Blutungen;
  • bei Kollapsneigung bei niedrigem Blutdruck
  • Schwindelgefühl bzw. Schwarzwerden vor den Augen beim Übergang vom Liegen zum Stehen;
  • bei schweren Überleitungsstörungen infolge eines Herzleidens;
  • bei frischem Herzinfarkt; - bei anfallsweise auftretenden Schmerzen im Brustraum, die in die Umgebungausstrahlen können
  • Blutungen
  • bei Herzschwäche
  • bei erhöhten Oxalsäurewerten im Harn in der Vorgeschichte oder bei wiederholt auftretenden kalziumhaltigen Nierensteinen.
  • bei Leberfunktionsstörungen
  • bei Krampfanfällen in der Vorgeschichte

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von DUSODRIL ist erforderlich,

Vor der ersten Verabreichung sollte ein EKG von Ihrem Arzt geschrieben werden.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist eine regelmäßige Laborkontrolle der Niere angezeigt.

Während der Behandlung soll ausreichend Flüssigkeit getrunken werden, um eine entsprechende Harnausscheidung über die Niere aufrecht zu erhalten. Da Dusodril die Zusammensetzung des Harns verändert und die Bildung von kalziumhaltigen Nierensteinen fördert.

Die Einnahme von Dusodril ohne Flüssigkeit vor dem Schlafengehen kann zu einer Speiseröhrenentzündung führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, Dusodril immer mit reichlich Wasser (mindestens 1 Glas) einzunehmen.

Falls Nebenwirkungen auftreten, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt, ebenso im Falle einer eingetretenen Schwangerschaft.

Bei Einnahme von DUSODRIL mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die gleichzeitige Einnahme von Mitteln zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck (Antiarrhythmika, Beta-Rezeptorenblocker und Antihypertensiva) kann die Wirkung und die Nebenwirkungen verstärken. Weiters kann die Wirkung von blutdrucksenkenden Mitteln verstärkt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:
Dusodril wird vorwiegend bei älteren Patienten angewandt, bei denen das Risiko einer Schwangerschaft nicht existent ist.
Über die Einnahme in der Schwangerschaft liegen keine relevanten klinischen Daten vor, daher soll Dusodril während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden

Stillzeit:
Da keine Untersuchungen über die Anwendung in der Stillzeit vorliegen und der Wirkstoff von Dusodril (Naftidrofuryl) in sehr geringem Ausmaß in die Muttermilch ausgeschieden wird, soll vor Verabreichung abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dusodril hat keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit Maschinen zu bedienen. Trotzdem sollte das Vorliegen von Begleiterkrankungen und eine individuelle Arzneimittelsensibilität bei der Ausübung von Tätigkeiten, die einer erhöhten Aufmerksamkeit und Konzentration bedürfen, berücksichtigt werden.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Dusodril Dieses Arzneimittel enthält Lactose - Monohydrat, Saccharose und Glucose. Bitte nehmen Sie Dusodril daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Dusodril immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis

Die Dosierung hängt von dem Anwendungsgebiet ab:

Erwachsene:
Bei der Einschränkung der Gehleistung:
Die tägliche Dosis von Dusodril retard 100 mg beträgt 3x 2 überzogene Tabletten für mindestens 3 Monate.

Bei mittelschwerer durch Durchblutungsstörung bedingter Verminderung der Hirnleistung im Alter (ohne Alzheimer):
Die tägliche Dosis von Dusodril retard 100 mg beträgt 4 x 1 überzogene Tablette für mindestens 3 Monate.

Art und Dauer der Anwendung:
1 überzogene Tablette wird mit reichlich Wasser (mindestens 1 Glas) vor oder nach den Mahlzeiten eingenommen.
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt in regelmäßigen Abständen (z.B. alle 3 Monate) je nach Behandlungserfolg.

Ältere Patienten:
Dieses Arzneimittel wird vorwiegend bei älteren Patienten eingesetzt. Es ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung:
Bei schwerer Nierenfunktionsstörung sollte eine Dosisreduzierung vorgenommen werden.

Kinder und Jugendliche:
Es gibt es keine Anwendungen bei Kindern und Jugendlichen.

Wenn Sie eine größere Menge von DUSODRIL eingenommen haben, als Sie sollten Bei der Einnahme von Dusodril kann es vor allem bei hoher Dosierung zu
Herzrhythmusstörungen, Verlangsamung der Herztätigkeit und Blutdruckabfall kommen. Ferner können durch Senkung der Krampfschwelle Krampfanfälle auftreten.

Bei Anreicherung von Dusodril im Blut können im Einzelfall sehr schwere
Herzrhythmusstörungen auftreten.

Die Therapie erfolgt symptomatisch und unterstützend.

Weitere Informationen für Ihren Arzt und anderes medizinisches Fachpersonal enthält der entsprechende Abschnitt am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Dusodril vergessen haben
Falls Sie die Einnahme von Dusodril einmal vergessen haben, dürfen Sie dies nicht nachholen, indem Sie die Dosis bei der nächsten Einnahme verdoppeln. Nehmen Sie statt dessen einfach die folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Dusodril abbrechen
Über die Dauer der Behandlung entscheidet der Arzt.
Beenden oder ändern Sie die Behandlung mit Dusodril nicht eigenmächtig, sondern nur nach Rücksprache mit dem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Dusodril Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Zur Abschätzung der Häufigkeit von Nebenwirkungen wird folgende Einteilung verwendet:

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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