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«Dytide H - Tabletten»

Dytide H - Tabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

EINGENOMMEN?
DytideH-Tablettenenthalten eine Kombination der entwässernden WirkstoffeHydrochlorothiazid und Triamteren.
Hydrochlorothiazid führt zu einer vermehrten Ausscheidung von Natrium, Kalium, Chlorid und Wasser.
Triamteren bewirkt eine vermehrte Ausscheidung von Natrium, Chlorid und Wasser, hingegen eine verringerte Kalium-Ausscheidung.
Die Kombination der beiden Substanzen verstärkt daher die Natrium- und Harnausscheidung und schwächt einen Kalium-Verlust ab. Hydrochlorothiazid wirkt zusätzlich blutdrucksenkend.

DytideH-Tabletten werden eingenommen bei
Hohem Blutdruck; chronischer Herzmuskelschwäche; Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe aufgrund von Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen sowie bedingt durch Arzneimittel (z.B. bei Hormonbehandlung).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

DytideH-Tabletten dürfen nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Triamteren, Hydrochlorothiazid oder einen der sonstigen Bestandteile von Dytide H-Tabletten sind bzw. bei Sulfonamidüberempfindlichkeit
  • bei schweren Nierenfunktionsstörungen, fehlender oder zu geringer Harnproduktion, Nierenentzündung
  • bei Störungen des Mineralstoffwechsels (z.B. bei schwerem Natriummangel im Blut, zu hohem oder zu niedrigem Kaliumgehalt im Blut; bei Kaliummangel im Blut, der auf keine Behandlung anspricht, bei erhöhtem Calciumwert im Blut)
  • bei gleichzeitiger Einnahme anderer kaliumsparender Diuretika (Substanzen, die die Harnausscheidung steigern) bzw. Kalium-Zufuhr
  • bei Verminderung des Blutvolumens
  • bei Nierensteinen (auch frühere)
  • bei schweren Leberfunktionsstörungen unddrohendem Leberversagen
  • von Kindern, da ausreichende Erfahrungen fehlen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von DytideH-Tabletten ist erforderlich Bei zusätzlicher Behandlung mit ACE-Hemmern (siehe auch "Wie sind DytideH-Tabletten einzunehmen?" und "Bei Einnahme von DytideH-Tabletten mit anderen Arzneimitteln"); bei schwerer Verkalkung der Herzkranz- bzw. Gehirngefäße; bei eingeschränkter Nieren- bzw. Leberfunktion; bei vermehrtem Harnsäuregehalt im Blut bzw. bei Gicht; bei Zuckerkrankheit; bei älteren Patienten und Patienten mit geringem Harnvolumen wegen der erhöhten Gefahr einer Steigerung des Kaliumgehaltes im Blut; bei erhöhtem Calciumgehalt im Blut; bei Lupus erythematodes (Bindegewebserkrankung, auch wenn früher vorhanden); bei Entzündung der Bauchspeicheldrüse; bei Verdacht auf Folsäuremangel (z.B. schwere Lebererkrankung, chronischer Alkoholmißbrauch).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn

  • Sie an anderen Krankheiten oder Allergien leiden
  • Sie schwanger sind oder stillen oder während der Anwendung von DytideH-Tabletten schwanger werden
  • Gründe bestehen, weshalb Sie DytideH-Tabletten nicht verwenden dürfen (siehe Abschnitt „DytideH-Tabletten dürfen nicht eingenommen werden“)
  • Sie andere Medikamente gleichzeitig einnehmen oder vorher eingenommen haben. (Das schließt auch von Ihnen selbst gekaufte Medikamente ein!)

Die Kombinationsbehandlung mit einem ACE-Hemmer soll nur bei herabgesetztem Kaliumgehalt im Blut durchgeführt und schon bei mäßig eingeschränkter Nierenfunktion gemieden werden. Zu Beginn einer zusätzlichen Behandlung mit ACE-Hemmern besteht das Risiko einer überschießenden Blutdrucksenkung. Daher ist der Blutdruck nach der Einnahme verschieden lang (je nach Art des ACE-Hemmers) zu überwachen. Bei zu starkem Blutdruckabfall genügt es meistens, dass Sie sich hinlegen und evtl. die Beine hochlagern. Gegebenenfalls kann vom Arzt eine physiologische Kochsalzlösung infundiert (Verabreichung über eine Vene) werden.

Vor und während der Behandlung sollen regelmäßig Blutkontrollen (Serum-Elektrolyte, Nierenfunktion, Blutzucker, Harnsäure, Blutfette, gegebenenfalls Blutbild und Leberfunktion), Flüssigkeitshaushalt und Körpergewicht kontrolliert werden, vor allem bei längerer Anwendung, älteren Patienten, Zuckerkranken, eingeschränkter

Nierenfunktion und Herzmuskelschwäche, Leberzirrhose, bei Kombination mit schmerzstillenden bzw. entzündungshemmenden Arzneimitteln sowie bei zusätzlicher Kortisonbehandlung. Gegebenenfalls wird Ihr Arzt die Dosis vermindern oder das Präparat absetzen bzw. kaliumhaltige Nahrungsmittel empfehlen.

Bei Operationen soll der Anästhesist über die Behandlung mit DytideH-Tabletten informiert sein.

Eine intensive Sonnenbestrahlung sollte während der Behandlung mit DytideH-Tabletten wegen einer möglichen erhöhten Lichtempfindlichkeit vermieden werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Dytide H-Tabletten kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Dytide H-Tabletten als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Bei Einnahme von DytideH-Tabletten mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei Kombination mit

  • anderen entwässernden oder blutdrucksenkenden Arzneimitteln, Betarezeptorenblockern, Nitraten, gefäßerweiternden Mitteln und Alkohol kann es zu einem verstärkten Blutdruckabfall kommen. Bei gleichzeitiger Behandlung mit einem ACE-Hemmer (blutdrucksenkendes Mittel) sind ein stark überschießender Blutdruckabfall sowie eine Verschlechterung der Nierenfunktion möglich; der ACE-Hemmer ist entsprechend vorsichtig zu dosieren. ACE-Hemmer können, besonders bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, zusätzlich zu einer Erhöhung des Kaliumgehaltes im Blut führen.
  • schmerzstillenden bzw. entzündungshemmenden Arzneimitteln (hohe Dosen Acetylsalicylsäure oder nichtsteroidale Antirheumatika, z. B. Indometacin) kann die blutdrucksenkende bzw. harntreibende Wirkung herabgesetzt und das Risiko einer Erhöhung des Kaliumgehaltes im Blut, einer Einschränkung der Nierenfunktion bzw. eines akuten Nierenversagens erhöht sein.
  • Arzneimitteln, die die Serumharnsäure (z.B. Gichtmittel) reduzieren, kann die harnsäuresenkende Wirkung herabgesetzt sein. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und gleichzeitiger Allopurinol-Behandlung sind schwere Überempfindlichkeitsreaktionen möglich.
  • blutzuckersenkenden Arzneimitteln (Antidiabetika) kann deren blutzuckersenkende Wirkung vermindert werden.
  • blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulantien) kann deren gerinnungshemmende Wirkung herabgesetzt sein.
  • Beruhigungs- bzw. Schlafmitteln, mit Arzneimitteln gegen Depressionen (Psychopharmaka) kann die blutdrucksenkende Wirkung verstärkt sein.
  • Lithium (Arzneimittel gegen Depression und andere seelische Krankheiten) kann dessen Wirkung verstärkt werden, wobei eine Vermehrung der unerwünschten Wirkung von Lithium auf das Herz und das Nervensystem bestehen kann. Diese Kombination nach Möglichkeit vermeiden!
  • Hormonen der Nebennierenrinde (Kortikoiden), bestimmten anderen Hormonen (ACTH) und Abführmitteln (Laxantien), kaliumausscheidenden entwässernden

Arzneimitteln, Amphotericin B, Carbenoxolon, Penicillin G und Salizylaten kann der Kalium- und Magnesiumgehalt im Blut herabgesetzt und die harntreibende Wirkung abgeschwächt werden. Dadurch können Wirkungen und Nebenwirkungen von Herzglykosiden verstärkt werden.
- Östrogenen oder gefäßverengenden Arzneimitteln (Sympathomimetika) kann die blutdrucksenkende Wirkung reduziert sein.

  • Kortisonpräparaten, Carbenoxolon, Amphotericin B, Penicillin G, Furosemid oder Abführmitteln ist eine vermehrte Kaliumausscheidung möglich.
  • hohen Dosierungen von Salicylat kann die schädliche Wirkung des Salicylats auf das Nervensystem verstärkt werden.
  • Arzneimitteln, die Methyldopa enthalten, wurden in einzelnen Fällen schwere Blutkrankheiten beschrieben.
  • bestimmten Arzneimitteln, die die Blutgefäße verengen (Sympathomimetika), kann deren Wirkung abgeschwächt werden.
  • Beta-Rezeptorenblockern besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten erhöhter Blutzuckerwerte.
  • Adrenalin kann dessen Wirkung abgeschwächt werden.
  • anderen kaliumhaltigen oder kaliumsparenden Arzneimitteln wird die Gefahr eines zu hohen Kaliumgehaltes im Blut erhöht.
  • Arzneimitteln, die den Natriumgehalt des Blutes senken, wird die Gefahr sehr niedriger Blutnatriumwerte erhöht.
  • Arzneimitteln, die zu Lichtempfindlichkeit führen, kann es zu erhöhter Lichtempfindlichkeit kommen.
  • Arzneimitteln gegen Parkinson'sche Erkrankung, wie z. B. Amantadin, kann die Ausscheidung von Amantadin durch die Niere herabgesetzt werden. Die Nebenwirkungen von Amantadin können sich dadurch verstärken.
  • zellwachstumshemmenden Arzneimitteln (z.B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat) kann deren toxische Wirkung verstärkt sein.
  • Ionenaustauschern kann es zu einer Flüssigkeitsansammlung kommen.
  • Ciclosporin kann es zu einer Erhöhung des Kaliumgehaltes im Blut kommen, vor allem bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.

Die gleichzeitige Gabe von DytideH-Tabletten und curareartigen Muskelrelaxantien verstärkt und verlängert deren Wirkung; gleichzeitige Chinidingabe vermindert die Chinidinausscheidung.

Durch eventuelle Änderung des Kaliumgehaltes im Blut kann die Wirkung von Herzglykosiden (Arzneimittel, die die Kraft des Herzmuskels erhöhen) verändert sein. Die Verträglichkeit von Herzglykosiden kann verbessert werden.

Bestimmte Arzneimittel zur Senkung des Cholesteringehalts im Blut (Colestyramin) vermindern die Resorption von Hydrochlorothiazid. DytideH-Tabletten daher entweder ca. 1 Stunde vor oder ca. 4 Stunden nach Colestyramin einnehmen.

Wechselwirkungen mit Laborparametern
Bitte die Anweisungen des Arztes beachten.
DytideH-Tabletten sollen bei Zuckerkrankheit mit Nierenbeteiligung mindestens 3 Tage vor einem Zuckerbelastungstest abgesetzt werden, da das Risiko einer Erhöhung des Kaliumgehaltes im Blut besteht.

Nebenschilddrüsen-Funktionstest: DytideH-Tabletten sollen vorher abgesetzt werden.

Bauchspeicheldrüsen-Funktionstest: DytideH-Tabletten sollen mindestens 3 Tage vorher abgesetzt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Sie müssen Ihren Arzt über eine tatsächliche oder vermutete Schwangerschaft informieren. In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen dann zu einem anderen Medikament als Dytide H-Tabletten raten, da Dytide H-Tabletten nicht zur Anwendung in der Schwangerschaft empfohlen wird. Das liegt daran, dass Dytide H-Tabletten in die Plazenta gelangt und dass es bei Anwendung nach dem dritten
Schwangerschaftsmonat zu gesundheitsschädigenden Wirkungen für den Fötus und das Neugeborene kommen kann.

Während der Stillzeit dürfen Sie Dytide H-Tabletten nicht einnehmen

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

! Dieses Arzneimittel kann insbesondere zu Behandlungsbeginn die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Dies gilt in verstärktem Maße in Zusammenhang mit Alkohol.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von DytideH-Tabletten
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie DytideH-Tabletten daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Dytide H-Tabletten immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten.
Die Tabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit jeweils nach den Mahlzeiten eingenommen.

Hoher Blutdruck
Bei Behandlungsbeginn morgens und bei Bedarf auch mittags je 1 Tablette einnehmen. Zur Dauerbehandlung genügt meist 1 Tablette morgens.

Zusätzliche Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung eines hohen Blutdruckes (ACE-Hemmer): DytideH-Tabletten sollen 3 Tage vor der Behandlung mit ACE-Hemmern abgesetzt oder die Dosis deutlich reduziert werden, um einen überschießenden Blutdruckabfall zu vermeiden (siehe "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von DytideH-Tabletten ist erforderlich").

Entwässerung
Zu Behandlungsbeginn bis zum Einsetzen der Harnausscheidung morgens und mittags jeweils 1 - 2 Tabletten einnehmen. Die Dosierung bei Dauerbehandlung richtet sich nach dem Grad der Entwässerung. Als Erhaltungsdosis genügt ½ Tablette täglich bzw. 1 Tablette jeden 2. Tag (morgens). Diese Dosis kann bis zu 2 Tabletten täglich (jeweils 1 Tablette morgens und mittags) erhöht werden.

Bei Patienten/Patientinnen mit eingeschränkter Nierenfunktion
Dosis reduzieren und/oder Einnahmeintervall verlängern (siehe "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von DytideH-Tabletten ist erforderlich"). Bitte beachten Sie die Anweisung Ihres Arztes.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von DytideH-Tabletten zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von DytideH-Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten
Grundsätzlich sollten Sie DytideH-Tabletten nur so anwenden, wie es Ihnen Ihr Arzt empfohlen hat.

Wenn eine zu starke Vermehrung der Harnmenge, Übelkeit, Erbrechen, Schwäche, Fieber, Hautrötung, Blutdruckabfall (Benommenheit, Schwindelgefühl), Kopfschmerzen, Herzrasen o.ä. auftreten sollten, legen Sie sich nieder. Es ist umgehend ärztlicher Rat einzuholen.

Hinweis für den Arzt
Bei Anzeichen einer Überdosierung muss die Behandlung mit Dytide H-Tabletten umgehend abgesetzt werden.
Bei nur kurzer Zeit zurückliegender Einnahme kann durch Maßnahmen der primären Giftelimination (induziertes Erbrechen, Magenspülung) oder resorptionsmindernde Maßnahmen (medizinische Kohle) versucht werden, die systemische Aufnahme von Dytide H-Tabletten zu vermindern.
Neben der Überwachung der vitalen Parameter müssen wiederholt Kontrollen des Wasser- und Elektrolythaushalts, des Säure-Basen-Haushalts, des Blutzuckers und der harnpflichtigen Substanzen durchgeführt werden und Abweichungen gegebenenfalls korrigiert werden.

Therapeutische Maßnahmen:

  • bei Hypovolämie: Volumensubstitution
  • bei Hypokaliämie: Kaliumsubstitution
  • bei Kreislaufkollaps: Schocklagerung, ggf. Schocktherapie
  • bei Hyperkaliämie:
  • weitere Kaliumzufuhr unterbinden
  • Glukose-Insulin-Infusion
  • Ionenaustauscher oral oder rektal
  • Hämo- oder Peritonealdialyse bei Patienten mit Niereninsuffizienz
  • Calciumgluconat langsam i.v. (bei digitalisierten Patienten kontraindiziert) - β-Agonisten i.v.
  • Schleifendiuretika bei erhaltener Nierenfunktion
  • Bei therapierefraktärer Bradykardie sollte eine temporäre Schrittmachertherapie durchgeführt werden.
  • Bei Azidose: Hydrogencarbonat-Infusion.

Wenn Sie die Einnahme von DytideH-Tabletten vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Behandlung wie vom Arzt verordnet fort.

Wenn Sie die Einnahme mit DytideH-Tabletten abbrechen
Sie gefährden damit den Behandlungserfolg. Deswegen sollten Sie die Behandlung mit DytideH-Tabletten nicht ohne Anordnung Ihres Arztes unterbrechen oder vorzeitig abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel könnenDytideH-Tabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Gelegentlich: Bluteindickung mit Thrombosen und Embolien infolge Entwässerung und verminderter zirkulierender Blutmenge bei übermäßiger Harnausscheidung. Sehr selten: Verschiedene Formen der Blutarmut (megaloblastäre und aplastische Anämie), Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), eine hochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektionsneigung und schweren Allgemeinsymptomen (Agranulozytose), Blutarmut durch vermehrten Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie) bei gleichzeitiger Einnahme von Methyldopa, häufige Verminderung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie).
Bei Mangel an Folsäure (z.B. durch Lebererkrankungen oder chronischen Alkoholmissbrauch) ist die Entstehung einer bestimmten Form der Blutarmut (megaloblastäre Anämie) möglich.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Sehr häufig: Dosis- und altersabhängig Wasser- und Elektrolytstörungen, insbesondere verminderte Kalium-, Natrium- und Chloridspiegel sowie erhöhte Calciumspiegel im Blut. Dabei treten Allgemeinsymptome wie Mundtrockenheit, Durst, Müdigkeit, Benommenheit, Schwäche, Schwindel, Kopfschmerzen, Nervosität, verminderter Blutdruck, Kreislaufstörungen mit vermindertem Blutdruck beim Wechsel vom Liegen zum Stehen auf.

Anzeichen eines Kaliummangels sind Übelkeit, Erbrechen, Teilnahmslosigkeit, Erschlaffung der Muskulatur, Verstopfung bis hin zur Darmlähmung/Darmverschluss und EKG-Veränderungen. Zu hohe Magnesiumspiegel im Urin äußern sich nur selten in einem Magnesiummangel, da Magnesium aus dem Knochen freigesetzt wird. Erhöhung der Blutfettwerte (Cholesterin- und Triglyceridspiegel) und Anstieg des Harnsäuregehaltes im Blut, der bei dafür anfälligen Patienten Gichtanfälle auslösen kann.
Erhöhte Blutzuckerwerte und vermehrte Zuckerausscheidung im Urin, und zwar sowohl bei Stoffwechselgesunden als auch bei Patienten mit Zuckerkrankheit (latentem oder manifestem Diabetes mellitus) bzw. mit Kaliummangel. Gelegentlich: Erhöhte Kaliumwerte im Blut, besonders bei älteren Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. Stoffwechselbedingte Störung des Säure-Basen-Gleichgewichtes (metabolische Azidose, metabolische Alkalose).
Bei andauerndem Missbrauch von harntreibenden Mitteln können Wasseransammlungen im Körpergewebe auftreten. Diese Wasseransammlungen sind Ausdruck einer entstehenden Hormonstörung (Pseudo-Bartter-Syndrom).

Psychiatrische Erkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Müdigkeit, Benommenheit, Schwäche, Schwindel, Kopfschmerzen, Nervosität und Apathie infolge von Wasser- und Elektrolytstörungen.
Gelegentlich: Verwirrtheitszustände.
Sehr selten: Gestörte Sensibilität (Fehlempfindungen, z.B. Kribbeln, Juckreiz).

Augenerkrankungen
Häufig: Geringgradige Sehstörungen.
Gelegentlich: Einschränkung der Bildung der Tränenflüssigkeit.
Sehr selten: Gelbsehen.

Herzerkrankungen
Häufig: Herzklopfen.
Gelegentlich: Kreislaufkollaps, Kreislaufstörungen mit vermindertem Blutdruck beim Wechsel vom Liegen zum Stehen, niedriger Blutdruck und EKG-Veränderungen als Folge von Wasser- und Elektrolytstörungen.

GefäßerkrankungenGelegentlich: Entzündungen an den Blutgefäßen (Vaskulitis).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Selten: Akute Entzündung des Lungengewebes (akute interstitielle Pneumonie). Sehr selten: Plötzlich auftretende Wasseransammlung in der Lunge mit Schockerscheinungen. Eine allergische Reaktion gegenüber Hydrochlorothiazid wird als Ursache angenommen.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Häufig: Erhöhte Verdauungsenzymspiegel und Entzündungen der Bauchspeicheldrüse. Infolge von zu niedrigem Kaliumspiegel im Blut Erschlaffung der Darmmuskulatur mit Verstopfung bis hin zur Darmlähmung und zum Darmverschluss. Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall sowie Schmerzen und Krämpfe im Bauchraum. Diese Nebenwirkungen lassen sich in der Regel vermeiden, wenn DytideH-Tabletten nach einer Mahlzeit eingenommen wird.
Sehr selten: Entzündung einer oder mehrerer Speicheldrüsen.

Leber- und Gallenerkrankungen
Häufig: Gallenblasenentzündung bei Patienten mit Gallensteinen.
Gelegentlich: Gelbsucht.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich: Allergische Hauterscheinungen wie Juckreiz, Hautrötung, Nesselsucht, Hautausschlag und chronische Lichtempfindlichkeit.
Gelegentlich: Kutaner Lupus erythematodes (bestimmte Hauterscheinungen).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Häufig: Muskelverspannungen und Schwäche der Skelettmuskulatur infolge eines zu niedrigen Kaliumspiegels im Blut.
Gelegentlich: Krämpfe infolge einer zu starken Entwässerung.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Häufig: Erhöhung der harnpflichtigen stickstoffhaltigen Substanzen im Blut (Azotämie) und Ausbildung von Harnsteinen.
Gelegentlich: Akutes Nierenversagen infolge einer übermäßigen Harnausscheidung. Sehr selten: Verschlimmerung eines akuten Nierenversagens sowie eine nicht-bakterielle akute oder chronische Entzündung der Nieren mit anschließendem akuten Nierenversagen.
Nach längerer Einnahme von Triamteren wurde sehr selten das Entstehen von Nierensteinen beobachtet. Bei den meisten Patienten fanden sich jedoch Hinweise auf früher schon aufgetretene Oxalat- oder Uratsteine, die nicht im Zusammenhang mit einer Triamteren-Einnahme standen.
Sehr selten: nephrogener Diabetes insipidus („Wasserharnruhr“: vermehrte Harnausscheidung aufgrund einer bestimmten Nierenfunktionsstörung).

Der Harn kann bläuliche Fluoreszenz zeigen.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
In Kombination mit Betarezeptorenblockern, wahrscheinlich aber auch bei alleiniger Behandlung mit DytideH-Tabletten, können Erektionsstörungen auftreten.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 30 °C lagern.

Den Blister im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und dem Umkarton nach «Verwendbar bis» angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


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