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«Erythrocin 400 mg/5 ml - Granulat für orale Suspension»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Erythromycin ist ein aus Streptomyces erythreus gewonnenes Antibiotikum der Makrolid-Gruppe. Der Wirktyp ist je nach Keim wachstumshemmend bis abtötend.
ERYTHROCIN ist ein Antibiotikum, das gegen Infektionen durch verschiedene bakterielle und andere Erreger wirkt. ERYTHROCIN 400 mg/5 ml Granulat dient zur Zubereitung einer oralen Suspension mit Erdbeergeschmack, die speziell für Kinder entwickelt wurde.

ERYTHROCIN ist ein Arzneimittel zur Behandlung aller durch Erythromycin-empfindliche Erreger hervorgerufenen Infektionen, z.B. Infektionen des Atmungstraktes (z.B. der Bronchien), bestimmte Formen der Lungenentzündung oder der Legionärskrankheit, Infektionen des Hals-, Nasen- und Ohrenbereiches, Infektionen der Mundhöhle und der Haut, Chlamydieninfektionen im Urogenitalbereich sowie Diphtherie, Scharlach und Keuchhusten; bei Penicillin-Allergie auch bei Syphilis (Erythromycin sollte jedoch zur Therapie der Syphilis in der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden, da eine verläßliche Heilung des Ungeborenen nicht erwartet werden kann.); ferner Lymphogranuloma inguinale (Lymphopathia venerea) und Psittakose.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

ERYTHROCIN darf nicht eingenommen werden,

  • wenn der Patient (Sie oder Ihr Kind) überempfindlich (allergisch) gegen Erythromycin, anderen Makrolid-Antibiotika oder einen der sonstigen Bestandteile von ERYTHROCIN ist
  • bei schweren Leberschädigungen
  • wenn der Patient (Sie oder Ihr Kind) mit Astemizol, Cisaprid, Pimozid oder Terfenadin behandelt wird
  • wenn der Patient (Sie oder Ihr Kind) an Hypokaliämie (zu geringer Kaliumgehalt des Blutes) leidet.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von ERYTHROCIN ist erforderlich,

  • wenn der Patient (Sie oder Ihr Kind) an an Muskelschwäche (Myastenia gravis) leidet, da es in diesem Fall unter der Einnahme von ERYTHROCIN zu einer Verschlechterung der Muskelschwäche kommen kann.
  • wenn der Patient (Sie oder Ihr Kind) gleichzeitig mit bestimmten Arzneimitteln gegen erhöhte Blutfettwerte (Lovastatin oder Simvastatin) behandelt wird, da es bei schwerkranken Patienten zum Auftreten von schweren Muskelschäden (Rhabdomyolyse) mit oder ohne Nierenfunktionsstörungen kommen kann.
  • wenn der Patient (Sie oder Ihr Kind) an fortgeschrittenem Leberversagen leidet. In diesem Fall wird Ihr Arzt eine Kontrolle der Leberwerte verordnen.
  • bei gleichzeitiger Verabreichung von bestimmten schlaffördernden Medikamenten (wie zum Beispiel Triazolam oder Midazolam) oder bei gewissen Herzkrankheiten (bei bestehender QT-Verlängerung).

Wenn der Patient (Sie oder Ihr Kind) gegen bestimmte andere Antibiotika, Lincomycin oder Clindamycin, überempfindlich (allergisch) ist, ist eine Kreuzallergie möglich, d.h. es kann sein, dass der Patient (Sie oder Ihr Kind) auch gegen Erythromycin überempfindistd.
Wie bei anderen Antibiotika kann es bei andauernder und wiederholter Behandlung mit ERYTHROCIN zum Überhand nehmen nicht empfindlicher Keime oder Pilze kommen. In diesem Fall wird Ihr Arzt das Präparat absetzen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn der Patient (Sie oder Ihr Kind) an anderen Krankheiten oder Allergien leidet.

Bitte melden Sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen, insbesondere schwere Durchfälle, Begleiterscheinungen von Leberfunktionsstörungen (wie Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Fieber), Überempfindlichkeitsreaktionen (wie Hautausschläge, Pulsjagen, Atemnot) oder eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes unverzüglich Ihrem Arzt.

Bitte kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihrem Neugeborenen nach
Erythromycinbehandlung Erbrechen oder Reizbarkeit beim Füttern auftritt.

Bei Einnahme von ERYTHROCIN mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn der Patient (Sie oder Ihr Kind) andere Arzneimittel einnimmt/anwendet bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet hat, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

ERYTHROCIN kann die Wirkung bestimmter Medikamente beeinträchtigen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn der Patient (Sie oder Ihr Kind) neben ERYTHROCIN zum Beispiel Mittel gegen Herzerkrankungen, (Digoxin), Allergien (Terfenadin, Astemizol), Asthma (Theophyllin), Epilepsie (Carbamazepin) sowie Alfentanil-, Bromocriptin-, Chinidin-, Cilostazol, Cisaprid-, Clindamycin-, Disopyramid-, Hexobarbital-, Phenytoin-, Ergotamin-, Lincomycin-, Lovastatin-, Triazolam-, Methylprednisolon-, Midazolam-, Rifabutin-, Simvastatin-, Tacrolimus-, Theophyllin-, Vinblastin-, Valproat-, Zopiclon-, Cyclosporin-haltige Präparate oder blutgerinnungshemmende Mittel (z.B. Warfarin) einnimmt.

Bei gleichzeitiger Gabe von Erythromycin und Omeprazol kann die Wirkung beider Arzneimittel verstärkt werden.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Erythromycin und bestimmten Mitteln zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte (Lovastatin- und Simvastatin-haltige Präparate) ist in seltenen Fällen über das

Auftreten einer bestimmten Muskelerkrankung (Rhabdomyolyse) berichtet worden. Eine Kombination mit anderen Antibiotika aus dieser Wirkstoffgruppe oder Lincomycin und Clindamycin ist nicht empfehlenswert.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls eine Schwangerschaft vorliegt, geplant ist oder gestillt wird! Er entscheidet, ob die Patientin ERYTHROCIN einnehmen darf.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es gibt keine bekannten Auswirkungen dieses Arzneimittels auf die Verkehrstüchtigkeit.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von ERYTHROCIN

Dieses Arzneimittel enthält 538 mg Sorbitol pro Dosierlöffel. Bitte nehmen Sie ERYTHROCIN 400 mg / 5 ml - Granulat für orale Suspension erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass der Patient (Sie oder Ihr Kind) unter einer Zuckerunverträglichkeit leidet.

Wie wird es angewendet?

ERYTHROCIN ist immer genau nach Anweisung des Arztes einzunehmen. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Art der Anwendung:

Das Granulat ist nicht trocken zu verabreichen, sondern dient zur Zubereitung einer wohlschmeckenden Suspension für Kinder. Die Zubereitung hat durch den Apotheker oder Arzt zu erfolgen. Die Zubereitung erfolgt mit Leitungswasser. Hierzu wird etwas Wasser in die Flasche gefüllt, kräftig geschüttelt und bis zu der auf der Flasche angebrachten Markierung aufgefüllt. Insgesamt sind 48 ml Wasser zu verwenden.

Die gebrauchsfertige Suspension bleibt bis zu 21 Tagen bei Lagerung im Kühlschrank voll wirksam und behält ihren guten Geschmack. Vor jedem Gebrauch ist die Flasche kräftig zu schütteln und etwas stehen zu lassen, damit sich der auftretende Schaum absetzt.

Dosierung:

Der Packung liegt ein Dosierlöffel bei, der eine Verabreichung von 2,5 ml (= ein halber Dosierlöffel), entsprechend 200 mg Erythromycin, bzw. von 5 ml (= ein ganzer Dosierlöffel), entsprechend 400 mg Erythromycin, gestattet.

Die Suspension kann sowohl zu den Mahlzeiten als auch dazwischen eingenommen werden.

Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten:

Im Allgemeinen ist für Kinder unter 25 kg eine Tagesdosis von 30 bis 50 mg Erythromycin pro kg Körpergewicht, verteilt auf 2 bis 3 Einzelgaben, zu empfehlen. Krankheitsabhängig kann die Tagesdosis (verteilt auf 2 bis 4 Einzelgaben) erhöht bis verdoppelt werden.

Im Allgemeinen wird für Kinder über 25 kg und Erwachsene eine Tagesdosis von 1600 mg, entspricht 4 Dosierlöffeln, (verteilt auf 2 bis 4 Einzelgaben) empfohlen. Krankheitsabhängig kann die Tagesdosis bis 4 g gesteigert werden.

Kommt es kurz nach der Einnahme (bis zirka 10 Minuten) von ERYTHROCIN zum Erbrechen, sollte die Einnahme wiederholt werden.

Dosierung bei Leberfunktionsstörungen:

Für Patienten mit fortgeschrittenem Leberversagen wird der Arzt eine Kontrolle der Leberwerte verordnen.

Dosierung bei Nierenfunktionsstörungen:

Bei verminderter Harnausscheidung oder starker Nierenfunktionsstörung wird Ihr Arzt eine niedrigere Dosierung verabreichen.

Dosierung bei älteren Menschen:

Eine Änderung der Dosierung ist normalerweise nicht nötig.

Dauer der Behandlung:

Nach Absinken der Temperatur auf normale Werte sollte die Behandlung noch mindestens 48 Stunden fortgesetzt werden.

Wenn der Patient (Sie oder Ihr Kind) eine größere Menge von ERYTHROCIN eingenommen hat, als er sollte

Im Falle einer Überdosierung sollte Erythromycin sofort abgesetzt werden. Verständigen sie bitte sofort einen Arzt.

Hinweise für den Arzt:

Noch nicht resorbiertes Erythromycin sollte eliminiert werden und eine symptomatische Behandlung erfolgen. Erythromycin ist nicht hämodialysierbar und nicht durch Peritonealdialyse zu entfernen.

Wenn der Patient (Sie oder Ihr Kind) die Einnahme von ERYTHROCIN vergessen hat

Der Patient (Sie oder Ihr Kind) sollte nicht die doppelte Dosis einnehmen, wenn die vorherige Einnahme vergessen wurde.

Wenn der Patient (Sie oder Ihr Kind) die Einnahme von ERYTHROCIN abbricht

Die verschriebene Dosierung sollte nicht eigenmächtig geändert werden. Die Einnhame des Medikamentes darf nicht plötzlich beendet werden.

Wenn Sie glauben, das Medikament wirke zu stark oder zu schwach, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Wenden Sie aber nicht mehr als die vom Arzt verordnete Menge pro Tag an.

Auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder eine Beschwerdefreiheit eintritt, darf die Behandlung mit ERYTHROCIN keinesfalls ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden, um eine eventuelle Verschlechterung beziehungsweise das Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann ERYTHROCIN Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen den Patient (Sie oder Ihr Kind) erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Die Nebenwirkungen werden in in folgenden Häufigkeiten angegeben:

Folgende Nebenwirkungen wurden beobachtet:

Untersuchungen

Bestimmte Labortests (wie z.B. Adrenalin-, Noradrenalin- und Dopaminbestimmung) können falsch positiv ausfallen.

Herz- und Gefäßerkrankungen

Selten: bestimmte Herzrhythmusstörungen, wie z.B. Beschleunigung der Herzfrequenz Häufigkeit unbekannt: wie mit anderen Makrolid-Antibiotika QT-Verlängerung (bestimmte Veränderung im EKG

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr selten: Verwirrung, Halluzinationen, Krampfanfälle oder Schwindel

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Sehr selten: Hörverlust und Ohrengeräusche (hauptsächlich bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder nach Verabreichung hoher Dosen)

Erkrankungen des Verdauungstrakts

Die häufigsten Nebenwirkungen sind dosisabhängig zunehmende Störungen des Verdauungstraktes. Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Bauchkrämpfe und Durchfall Selten: Darmentzündung, Bauchspeicheldrüsenentzündung

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr selten: akutes Nierenversagen

Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufigkeit nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen: von Nesselausschlag oder anderen Hauterscheinungen (Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell Syndrom) bis zur akuten allergischen Allgemeinreaktion

Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Selten: Krämpfe
Sehr selten: reversible Zustandsbilder ähnlich einer Muskelschwäche

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr selten: wie bei anderen Makrolid-Antibiotika Leberfunktionsstörungen, wie zum Beispiel Entzündungen der Leber mit oder ohne Gelbsucht (Begleiterscheinungen können Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Fieber sein). Vereinzelt können starke Bauchbeschwerden das Bild einer Gallenkolik, Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder eines Magendurchbruches vortäuschen. Diese Leberfunktionsstörungen können schwer sein, bilden sich aber normalerweise wieder zurück.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für Granulat: Nicht über 25°C lagern.
Für fertige Suspension: Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C).
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Gut verschlossen aufbewahren.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem dem Umkarton und der Kunststoffflasche angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Achtung: Die fertige Suspension ist maximal 21 Tage verwendbar.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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