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«Famciclovir-SB 250 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Famciclovir-SB 250 mg und wofür wird es angewendet?
Famciclovir-SB 250 mg ist ein Arzneimittel, welches das Wachstum bestimmter Viren hemmt (Virustatikum).
Famciclovir-SB 250 mg wird zur Akutbehandlung der Herpes-genitalis-Ersterkrankung eingesetzt.
Was ist Herpes?
Als „Herpes bezeichnet man eine Infektionskrankheit, die durch Viren, die Herpes-Viren, hervorgerufen wird. Häufig spricht man von „Fieberbläschen oder „Bläschenkrankheit, da während der Erkrankung mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen auftreten. Die Bläschen entstehen, nachdem die Viren in die Schleimhaut eingedrungen sind und sich dort stark vermehren. Deshalb enthält die Bläschenflüssigkeit eine riesige Menge neuer Viren. Sie können durch Berührung oder Körperkontakt auf andere Hautstellen und auf andere Menschen übertragen werden. Die Viren dringen auch in die Nervenfasern ein und wandern in die Nervenzelle, wo sie sich einnisten und unbemerkt bleiben. Gelegentlich wandern die Viren entlang des Nervs an die Hautoberfläche zurück, vermehren sich und bilden wieder Bläschen. Die Erkrankung ist erneut sichtbar ausgebrochen.
Das Herpes-simplex-Virus ist für Infektionen im Gesichtsbereich, besonders der Lippen (Herpes labialis) oder im Bereich der Geschlechtsorgane (Herpes genitalis) verantwortlich.
Herpes genitalis ist die häufigste, durch Geschlechtsverkehr übertragbare Krankheit. Die folgenden Informationen sollen Ihnen helfen, die Erkrankung zu verstehen und richtig mit ihr umzugehen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Famciclovir-SB 250 mg darf nicht eingenommen werden,
wenn bei Ihnen bereits früher nach der Einnahme von Famciclovir-SB 250 mg oder nach Anwendung von Penciclovir Creme eine Allergie aufgetreten ist oder Sie bekanntermaßen auf einen der im Abschnitt 6. „Weitere Informationen – Was Famciclovir-SB 250 mg enthält“ aufgeführten arzneilich wirksamen oder sonstigen Bestandteile allergisch reagieren.
bei Patienten unter 18 Jahren, da noch keine Erfahrungen über die Behandlung von Herpes-genitalis-Erkrankungen bei diesen Patienten vorliegen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Famciclovir-SB 250 mg ist erforderlich,
falls bei Ihnen ein Nierenleiden vorliegt. Bitte informieren Sie Ihren Arzt; möglicherweise muss für Sie eine geringere Dosierung gewählt werden (siehe auch Abschnitt 3. „Wie ist Famciclovir-SB 250 mg einzunehmen?“).
Über die Behandlung von Herpes-genitalis-Erkrankungen bei Patienten über 50 Jahren liegen nur begrenzte klinische Erfahrungen vor.
Zur Behandlung von Patienten mit geschwächtem Immunsystem liegen nur Erfahrungen mit Patienten ab 25 Jahren vor. Deshalb sollte Famciclovir-SB 250 mg bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem im Alter unter 25 Jahren nicht angewendet werden, es sei denn, der behandelnde Arzt hält eine Behandlung dennoch für notwendig.
Herpes genitalis ist eine durch Geschlechtsverkehr übertragbare Erkrankung. Um eine Ansteckung des Partners zu verhindern, sollten Sie während der akuten Phase der Erkrankung (erste Schmerzanzeichen, Juckreiz, Spannungsgefühl, Bläschenbildung), trotz der Behandlung mit Famciclovir-SB 250 mg keinen Geschlechtsverkehr haben.
Schwangerschaft und Stillzeit
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Famciclovir-SB 250 mg darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Über eine Einschränkung der ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zur Bedienung von Maschinen liegen bisher keine Hinweise vor. Trotzdem sollten Sie weder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen noch Maschinen bedienen, wenn bei Ihnen während der Behandlung mit Famciclovir-SB 250 mg Schwindelgefühl, Schläfrigkeit (Somnolenz), Konfusion oder andere Störungen des zentralen Nervensystems aufgetreten sind.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Famciclovir-SB 250 mg
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Famciclovir-SB 250 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten getroffen werden?
Bei der Herpes-Erkrankung treten schmerzhafte, wunde Stellen auf. Sie sollten jede Berührung der Wundstellen vermeiden, um eine Entzündung der Stellen durch andere Keime oder eine Verschleppung der Viren auf andere Körperteile zu vermeiden. Denken Sie bitte daran, dass Sie Ihre Hände vor und nach Berührung der wunden Stellen/Bläschen sehr gründlich reinigen.
Da Herpes genitalis beim Geschlechtsverkehr übertragen wird, sollte immer ein Kondom verwendet werden. Außerdem sollten Sie sich, sobald Sie Symptome erkennen, mit dem Geschlechtsverkehr zurückhalten. Auch Ihre Partnerin/Ihr Partner sollte vorsorglich einen Arzt aufsuchen und sich über die Erkrankung aufklären lassen, damit Sie gemeinsam besser mit der Erkrankung umgehen können.
Gehen Sie, sobald Sie Anzeichen einer Herpes-Erkrankung erkennen, zum Arzt. Lassen Sie sich nicht entmutigen, falls Sie das erste Mal mit der Behandlung zu spät begonnen haben und der Erfolg der Therapie begrenzt war. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie beim nächsten Ausbruch der Erkrankung sofort bei den allerersten Anzeichen am sinnvollsten mit der Therapie beginnen können.
Sollten Sie weitere Fragen haben, besprechen Sie diese bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!

Wie wird es angewendet?

Wie ist Famciclovir-SB 250 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Famciclovir-SB 250 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Erwachsene
Erwachsene nehmen 3-mal täglich 1 Filmtablette Famciclovir-SB 250 mg (entsprechend 3-mal 250 mg Famciclovir).
Patienten mit eingeschränkter Immunabwehr
Diese Patienten nehmen 2-mal täglich 2 Filmtabletten Famciclovir-SB 250 mg ein (entsprechend 2-mal 500 mg Famciclovir).
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Sofern bei Ihnen ein Nierenleiden vorliegt, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wird der wirksame Bestandteil von Famciclovir-SB 250 mg nicht im normalen Maß ausgeschieden. Ihr Arzt wird entscheiden, ob bei Ihnen eine Dosierungsänderung anhand der nachfolgenden Tabelle notwendig ist, um eine Anreicherung der Substanz im Körper zu vermeiden:

Kreatinin-Clearance
(ml/min/1,73 m2)
Dosierung
2-mal täglich 1 Filmtablette
1-mal täglich 1 Filmtablette

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und eingeschränkter Immunabwehr

Kreatinin-Clearance
(ml/min/1,73 m2)
Dosierung
≥ 40Keine Dosisanpassung notwendig:2-mal täglich 2 Filmtabletten
1-mal täglich 2 Filmtabletten

Hämodialyse-Patienten
Da der wirksame Bestandteil von Famciclovir-SB 250 mg während einer 4-stündigen Dialyse zu ca. 75 % aus dem Körper entfernt wird, erhalten Dialysepatienten nach jeder Dialyse 1 Filmtablette Famciclovir-SB 250 mg bzw. Patienten mit eingeschränkter Immunabwehr 2 Filmtabletten Famciclovir-SB 250 mg.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
ür Sie gilt die für Erwachsene angegebene Dosierung.
Ältere Patienten
ür Sie gilt die für Erwachsene angegebene Dosierung, sofern Ihre Nierenfunktion nicht eingeschränkt ist.
Wenn Sie eine größere Menge Famciclovir-SB 250 mg eingenommen haben als Sie sollten
Sollten Sie eine größere Anzahl Famciclovir-SB 250 mg Filmtabletten auf einmal eingenommen haben, suchen Sie bitte sofort einen Arzt auf; dies gilt vor allem für Patienten mit Nierenerkrankungen. Zeigen Sie dem Arzt die Famciclovir-SB 250 mg Packung.
Wenn Sie die Einnahme von Famciclovir-SB 250 mg vergessen haben
Wenn Sie vergessen haben, Ihre Famciclovir-SB 250 mg Filmtablette zur vorgesehenen Zeit einzunehmen, holen Sie dies nach, sobald es Ihnen möglich ist. Die nächste Filmtablette nehmen Sie dann wieder zum vorgesehenen Zeitpunkt ein.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Famciclovir-SB 250 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Es liegen keine Hinweise auf klinisch bedeutsame Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln vor. Es gibt ferner keine Anzeichen, dass Famciclovir-SB 250 mg die Verstoffwechselung bestimmter Stoffe in der Leber beschleunigt (Induktion von Cytochrom ). Außerdem traten in einer Studie keine Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Gabe von Zidovudin (Virustatikum) und Famciclovir-SB 250 mg auf. Arzneimittel, die die Nierenfunktion beeinflussen (z. B. Probenecid, Penicilline, nicht steroidale Antiphlogistika, Diuretika wie Furosemid oder Thiazide, Captopril oder Sulfinpyrazon), können zu einer Änderung der Konzentration des wirksamen Bestandteils von Famciclovir-SB 250 mg im Körper führen.
Bei Einnahme von Famciclovir-SB 250 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Famciclovir-SB 250 mg kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Famciclovir-SB 250 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: Mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: Weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: Weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: Weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: Weniger als 1 von 10 000 Behandelten oder unbekannt

Unter der Behandlung mit Famciclovir-SB 250 mg kann es gelegentlich zu Kopfschmerzen und Übelkeit und selten zu Erbrechen, Schwindelgefühl, Halluzinationen und Hautausschlägen kommen. Sehr selten wurden Nesselsucht, Juckreiz und schwere Hautreaktionen (z. B. entzündliche Rötung mit Bläschenbildung) beobachtet. Selten wurden, überwiegend bei älteren Patienten, Verwirrtheitszustände wie Konfusion, Schläfrigkeit (Somnolenz), Desorientierung oder Wahnvorstellungen beobachtet. Sollten diese Symptome sehr stark sein, informieren Sie bitte Ihren Arzt.
Selten wurde bei Patienten mit Nierenerkrankungen, bei denen die Dosis nicht entsprechend ihrer Nierenfunktion angepasst wurde, über ein akutes Versagen der Nieren berichtet.
Sehr selten wurde über das Auftreten einer Gelbsucht sowie über eine Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) berichtet.
In klinischen Studien wurden eine Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leuko- und Neutropenie) und eine Erhöhung der Leberwerte häufiger gesehen als bei einer unbehandelten Vergleichsgruppe.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und auf dem Blister nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht über 30 C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren.

Zusätzliche Informationen

26.06.2007Seite

((Novartis Logo))
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Famciclovir-SB 250 mg Filmtabletten
Zur Anwendung bei Erwachsenen
Wirkstoff: Famciclovir
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Wie und wann sollte Famciclovir-SB 250 mg eingenommen werden?
Bitte nehmen Sie die erste Filmtablette Famciclovir-SB 250 mg sofort nach Erhalt des Arzneimittels ein. Die Wirksamkeit von Famciclovir-SB 250 mg ist umso besser, je eher es nach Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen (erste Schmerzanzeichen, Juckreiz, Spannungsgefühl, erste Bläschen) eingenommen wird.
Ab einem bestimmten Stadium der Krankheit ist ein Behandlungsbeginn mit Famciclovir-SB 250 mg nicht mehr sinnvoll. Dieses Stadium ist normalerweise ungefähr 3 Tage nach Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen erreicht. Es ist dadurch erkennbar, dass sich keine neuen Bläschen mehr bilden.
Bitte nehmen Sie jeweils 1 Filmtablette Famciclovir-SB 250 mg am Morgen, am Mittag und am Abend, unzerkaut, mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) ein. Patienten mit eingeschränkter Immunabwehr nehmen jeweils 2 Filmtabletten Famciclovir-SB 250 mg am Morgen und am Abend ein.
Famciclovir-SB 250 mg kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Wie lange sollte Famciclovir-SB 250 mg eingenommen werden?
Die Behandlung mit Famciclovir-SB 250 mg dauert 5 Tage. Bei Patienten mit eingeschränkter Immunabwehr dauert die Behandlung 7 Tage. Halten Sie bitte diese Zeit auch dann ein, wenn Sie sich bereits früher besser fühlen. Bitte brechen Sie die Behandlung auch dann nicht ab, wenn nach den ersten Tagen noch keine wesentliche Besserung eingetreten ist, dies kann einige Tage dauern.
Bitte suchen Sie wieder Ihren Arzt auf, falls Sie sich nach Abschluss der Behandlung noch unwohl fühlen oder Krankheitsanzeichen vorhanden sind.
Wie kann man die Symptome erkennen?
Viele Patienten fühlen sich zunächst geschwächt und abgeschlagen, haben Kopfschmerzen und Fieber. Die infizierte Stelle beginnt zu brennen und zu jucken, danach erscheinen Bläschen. Die Bläschen sind im Genitalbereich (Frauen: Schamlippen und Gebärmuttermund; Männer: Eichel und Vorhaut) lokalisiert und breiten sich manchmal bis zum After, dem Gesäß und den Oberschenkeln aus. Wasserlassen kann sehr schmerzhaft sein. Die Bläschen heilen innerhalb von 12–20 Tagen ab. Mitentscheidend für die Schwere der ersten Infektion ist, ob der Patient bereits einer Herpes-Infektion ausgesetzt war (z. B. Lippenherpes). In diesem Falle verläuft die Erkrankung, ähnlich wie beim erneuten sichtbaren Ausbruch der Erkrankung, kürzer und leichter.
Herpes genitalis ist unangenehm und besonders bei der Erstinfektion schmerzhaft, sodass das normale Sexualleben beeinträchtigt und zeitweise sogar verhindert sein kann. Die psychische Belastung ist deshalb enorm.
Wie steckt man sich an?
Herpes genitalis wird durch direkten Körperkontakt an der infizierten Stelle übertragen. Erreichen die Viren die Haut bzw. Schleimhaut der Geschlechtsorgane, können sie durch winzige, kaum sichtbare Hautverletzungen oder durch die Schleimhaut direkt in den Körper eindringen und die Krankheit auslösen. Das Risiko, sich anzustecken, hängt von der sexuellen Aktivität mit wechselnden Partnern ab - am meisten gefährdet sind junge Erwachsene von der Pubertät an bis etwa Ende 20. Man kann sich auch an Partnern, die keine Herpes-genitalis-Symptome haben, anstecken, wenn sich der Partner vorher selbst infiziert hatte.
Das Ansteckungsrisiko geht einher mit der Häufigkeit an ungeschütztem Geschlechtsverkehr. Außerdem kann auch ein aktiver Lippenherpes durch Kontakt auf die Genitalorgane übertragen werden. Eine Ansteckung über Handtücher, Toiletten oder im Schwimmbad ist unwahrscheinlich, da die Viren außerhalb des Körpers nur kurze Zeit überleben.
Wie wird Ihr Leben beeinflusst?
Wenn Ihnen Ihr Arzt sagt, dass Sie Herpes genitalis haben, ist es ganz normal, dass Sie unterschiedliche Gefühle durchmachen. Männer und Frauen sind in erster Linie unsicher und haben Angst. Frauen sprechen auch häufig über Ekel, Misstrauen, Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit.
ür die richtige Einschätzung der Krankheit ist es deshalb für Sie wichtig zu wissen, dass die meisten Patienten diese Gefühle haben. Sie können jedoch durch eine richtige Behandlung und eine gute Beratung überwunden werden. Wenn es Ihnen gelingt, die Erkrankung zu akzeptieren und in Ihren Alltag zu integrieren, wird Ihr Leben dadurch nicht so sehr beeinflusst. Wenn Sie jedoch krampfhaft versuchen, gegen diesen Zustand innerlich anzukämpfen und ängstlicher sind als früher, benötigen Sie kontinuierliche Beratung und psychologische Unterstützung.
Viele Patienten werden mit ihrer Situation leichter fertig, wenn sie genügend Informationen über die Erkrankung erhalten. Gerade die Tatsache, dass es jederzeit zu einem Ausbruch kommen kann, belastet natürlich sehr.
In der Regel kommen Personen mit stabilen Beziehungen leichter mit der Erkrankung zurecht als Personen mit wechselnden Partnern. Jeder Mensch wird durch Herpes genitalis anders beeinflusst, aber alle benötigen eine gute Behandlung. Wichtig ist eine Kombination aus medikamentöser und beratender Therapie. Durch dieses Zusammenspiel wird es Ihnen möglich, die Erkrankung zu kontrollieren und mit ihr umzugehen und ein möglichst normales Leben zu führen.
Wenn Sie und Ihr Partner die Erkrankung verstehen und Sie einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, werden Sie schnell merken, dass es durchaus möglich ist, ein normales Sexualleben zu genießen.
Was kann ein Arzt tun?
Momentan gibt es trotz intensiver Forschung noch kein Medikament, mit dem man sich vor einer Ansteckung schützen könnte (z. B. eine Impfung), oder das die in den Nervenzellen überlebenden Viren vernichten könnte. Ihr Arzt hat Ihnen jedoch ein hochwirksames antivirales Mittel verschrieben, das die Vermehrung der Viren verhindert und so die Symptome lindert und ihre Dauer verkürzt. Die Bläschen heilen schneller ab und die Zeitspanne, in der Sie Ihren Partner anstecken können, wird verkürzt.
Mit der Behandlung sollte jedoch schon begonnen werden, wenn sich der Wiederausbruch durch Jucken, Brennen, Kribbeln oder leicht ziehende Schmerzen ankündigt. Selbst wenn die Bläschen erschienen sind, kann eine sofortige Behandlung die Dauer der Erkrankung und der Schmerzen deutlich verkürzen.
Die Behandlung sollte so früh wie möglich begonnen werden!
Nur dann ist es möglich, dass die Vermehrung der Viren effektiv gehemmt wird und die Erkrankung schneller abheilt.
Besorgnis und Angst sind in Ihrer Situation ganz normale Gefühle, deshalb ist eine gute Beratung durch Ihren Arzt ebenso wichtig wie ein effektives Medikament.
Gibt es Komplikationen?
Bei 50–80 % der Patienten kommt es nach der Ersterkrankung zu regelmäßigen Ausbrüchen. Die Symptome sind dann etwas schwächer und dauern selten länger als 10 Tage an. Durchschnittlich kommen im Jahr etwa 3 Episoden vor. Wenn Sie gelernt haben, die Frühsymptome des Herpes genitalis zu erkennen und Sie so früh wie möglich mit der medikamentösen Behandlung beginnen, kann die Stärke der Symptome durch die Behandlung gesenkt werden, weil das Medikament die Vermehrung der Viren verhindert.
Babys haben bei der Geburt ein hohes Risiko, eine Herpesinfektion zu bekommen, wenn die Mutter zum Zeitpunkt der Entbindung einen Herpes-genitalis-Ausbruch hat. Falls Sie sich Kinder wünschen oder schwanger sind, lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.


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