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«Famvir 250 mg - Filmtabletten»

Famvir 250 mg - Filmtabletten
Famvir 250 mg - Filmtabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Famvir ist ein Arzneimittel, welches die Vermehrung von bestimmten Viren hemmt (Virustatikum).

Famvir wird bei Patienten mit gesunder Abwehr angewendet zur

  • Frühbehandlung von erstmalig und erneut auftretenden Erkrankungen mit Herpesviren in der Genitalregion (Herpes genitalis).
  • Unterdrückung von wiederkehrenden Erkrankungen mit Herpesviren in der Genitalregion (Herpes genitalis).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Famvir darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Famciclovir, Penciclovir oder einen der sonstigen Bestandteile sind.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Famvir ist erforderlich,

  • falls bei Ihnen ein Nierenleiden vorliegt. Bitte informieren Sie Ihren Arzt; möglicherweise muss für Sie eine geringere Dosierung gewählt werden (siehe auch Abschnitt 3: „Wie ist Famvir einzunehmen?“).
  • wenn Sie Leberprobleme haben

Erkrankungen mit Herpesviren in der Genitalregion (Herpes genitalis) sind eine durch Geschlechtsverkehr übertragbare Erkrankung. Um eine Ansteckung des Partners zu verhindern, sollten
Sie während der akuten Phase der Erkrankung (erste Schmerzanzeichen, Juckreiz, Spannungsgefühl, Bläschenbildung), trotz der Behandlung mit Famvir, den Geschlechtsverkehr vermeiden.

Bei Einnahme von Famvir mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Folgende Arzneimittel, die die Nierenfunktion beeinflussen, können zu einer Änderung der Ausscheidung von Famvir führen: Probenecid (Arzneimittel gegen Gicht), Penicilline (Antibiotikum), entzündungshemmende Arzneimitteln (nicht steroidale Antiphlogistika), harntreibende Mittel (Diuretika) wie Furosemid, Thiazide, Captopril oder Sulfinpyrazon), sowie auch Raloxifen (Mittel gegen Osteoporose).

Bei Einnahme von Famvir zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Famvir kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Famvir darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Ist jedoch eine virustatische Behandlung während der Schwangerschaft notwendig, so sind der Nutzen und die möglichen Risiken sorgfältig gegeneinander abzuwägen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Über eine Einschränkung der Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zur Bedienung von Maschinen liegen bisher keine Hinweise vor. Trotzdem sollten Sie weder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen noch Maschinen bedienen, wenn bei Ihnen während der Behandlung mit Famvir Schwindelgefühl, Schläfrigkeit (Somnolenz), Konfusion oder andere Störungen des zentralen Nervensystems aufgetreten sind.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Famvir
Dieses Arzneimittel enthält 53,7 mg Lactose. Bitte nehmen Sie Famvir daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Famvir immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene:

Frühbehandlung von erstmalig auftretenden Erkrankungen mit Herpesviren in der Genitalregion

(Herpes genitalis):

3x 250 mg /Tag
Behandlungsdauer: 5 Tage.

Frühbehandlung von erneut auftretenden Erkrankungen mit Herpesviren in der Genitalregion (Herpes genitalis):
2x 250 mg /Tag
Behandlungsdauer: 5 Tage.
Therapie zur Unterdrückung von wiederkehrenden Erkrankungen mit Herpesviren in der Genitalregion (Herpes genitalis):
2x 250 mg /Tag
Behandlungsdauer: individuell, nach Schwere der Erkrankung.
Nach 12-monatiger Behandlungsdauer sollte untersucht werden, ob sich der Verlauf der Krankheit geändert hat.

Therapie zur Unterdrückung vonErkrankungen mit Herpesviren in der Genitalregion (Herpes genitalis) bei HIV positiven Patienten:
Es liegt eine Studie vor, wonach eine Dosis von 2x 500 mg /Tag wirksam war.

Maximal verabreichte tägliche Dosis und Dauer der Medikation:
Gute Verträglichkeit wurde bei Patienten mit Herpes genitalis gesehen, die 3x täglich bis zu 750 mg über 5 Tage erhielten, bzw. 3x täglich bis zu 500 mg über 10 Tage, bzw. 3x täglich bis zu 250 mg über 12 Monate.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Die Dosierung wird im Einzelfall in Abhängigkeit von Laborwerten (Kreatinin-Clearance < 40mL/min/1,73 m²) vom Arzt festgesetzt:

a) bei Frühbehandlung von erstmalig auftretenden Erkrankungen mit Herpesviren in der Genitalregion (Herpes genitalis):

b) bei Frühbehandlung von erneut auftretenden Erkrankungen mit Herpesviren in der Genitalregion (Herpes genitalis):

c) bei Therapie zur Unterdrückung von wiederkehrenden Erkrankungen mit Herpesviren in der Genitalregion (Herpes genitalis):

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Dialysepatienten
Nach einer 4-stündigen Hämodialyse (Blutwäsche) sollte eine 250 mg Dosis Famciclovir eingenommen werden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Für Patienten mit gut kompensierten Leberfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung notwendig. Es gibt keine Daten für Patienten mit schweren, nicht kompensierten Leberfunktionsstörungen.
Ältere Patienten
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich, sofern keine Einschränkung der Nierenfunktion vorliegt.

Kinder und Jugendliche
Erfahrungen über eine Anwendung und Dosierung bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) liegen nicht vor.

Art der Anwendung
Die Einnahme der Filmtabletten sollte mit ausreichend Flüssigkeit erfolgen. Famvir kann vor, nach oder zu den Mahlzeiten eingenommen werden.
Bitte nehmen Sie die erste Filmtablette Famvir sofort nach Erhalt des Arzneimittels ein. Die Wirksamkeit von Famvir ist um so besser, je eher es nach Auftreten der ersten
Krankheitserscheinungen (erste Schmerzanzeichen, Juckreiz, Spannungsgefühl, erste Bläschen) eingenommen wird.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Famvir zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Famvir eingenommen haben als Sie sollten
Sollten Sie eine größere Anzahl Famvir Filmtabletten auf einmal eingenommen haben, suchen Sie bitte sofort einen Arzt auf; dies gilt vor allem für Patienten mit Nierenerkrankungen. Zeigen Sie dem Arzt die Famvir Packung.

Wenn Sie die Einnahme von Famvir vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme dann wieder zum vorgesehenen Zeitpunkt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Famvir abbrechen
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Famvir Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Untersuchungen
Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000):Anstieg von Bilirubin und Leberenzymen.
Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000):Anormale Leberfunktionstests

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000):Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

Erkrankungen des Nervensystems
Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000):
Kopfschmerzen
Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000):Benommenheit, Müdigkeit (vorwiegend bei älteren Menschen)

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000):Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen
Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000):Erbrechen, Verdauungsstörungen (Dyspepsie)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000):Akutes Nierenversagen bei Patienten mit vorbestehender Nierenerkrankung, bei denen die Dosierung nicht entsprechend ihrer Nierenfunktion reduziert wurde.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000):Ausschlag, Juckreiz, Nesselsucht (Urtikaria), schwere Hautreaktionen (z.B. entzündliche Veränderung der Haut mit möglichem Schleimhautbefall, Blasenbildung und Ablösung der Haut)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000): Gelenkenschmerzen, Muskelschmerzen

Leber und Gallenerkrankungen
Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000): Gelbsucht (auf Grund von Gallenstauung)

Psychiatrische Erkrankungen
Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000):Verwirrtheit (vorwiegend bei älteren Menschen
Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000):Halluzinationen

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25ºC lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und auf dem Blister nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


Bewertungen «Famvir 250 mg - Filmtabletten»