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«Farlutal Depot 500 mg - Stechampullen»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Farlutal wird zur Behandlung von hormonabhängigen Tumoren wie Brustkrebs, Krebserkrankungen der Gebärmutterschleimhaut, Prostatakrebs und Nierenkrebs eingesetzt.

Farlutal kann helfen belastende Beschwerden zu lindern und dadurch die Lebensqualität erhöhen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Farlutal darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Medroxyprogesteronacetat oder einen der sonstigen Bestandteile von Farlutal sind
  • wenn Sie schwanger sind, vermuten schwanger zu sein oder stillen
  • bei Blutungen aus der Scheide unklarer Entstehung
  • wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung leiden (z. B. Dubin-Johnson Syndrom, Rotor Syndrom, idiopathischer Schwangerschaftsikterus)
  • unklarer Blutung des Harntraktes
  • wenn Sie an einem stark erhöhten Kalziumspiegel im Blut leiden
  • wenn Sie an einem hohen Blutdruck leiden und dieser nicht behandelt wird
  • wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden und diese nicht behandelt wird
  • wenn Sie an Gefäßentzündungen leiden, die durch Blutgerinnsel hervorgerufen werden (insbe-sondere nach vorangegangener Verstopfung der Lungenarterie oder plötzlichen, erheblichen Blutungen in ein Organ oder eine Körperhöhle)
  • nach einem verzögerten Abort (Fehlgeburt)
  • bei Brustkrebs im Frühstadium

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Farlutal ist erforderlich bei,

  • Zuckerkrankheit
  • Augenerkrankungen
  • vorangegangenen Erkrankungen mit Blutgerinnselbildung
  • Bluthochdruck
  • Depressionen
  • Herzschwäche
  • Epilepsie (Krampfleiden)

Vor Beginn der Behandlung muss eine umfassende frauenärztliche Untersuchung (Ausschluss einer Schwangerschaft) erfolgen. Eine Schwangerschaftsverhütung bei Frauen im gebärfähigen Alter ist unbedingt notwendig, halten Sie sich daher bitte an die Anordnung Ihres Arztes.

Bei Auftreten von Blutungen aus der Scheide während und nach der Behandlung mit Farlutal informieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Farlutal kann die Funktion der Nebenniere beeinträchtigen, wodurch es zu sogenannten „Cushing-Symptomen“ (z. B. gerötetes „Vollmondgesicht“, Fettzunahme am Körperstamm (z. B. Stiernacken), Bluthochdruck, erhöhter Blutzucker, Osteoporose (Knochenschwund), allgemeine Leistungs-schwäche) kommen kann.

Bei Patienten, die über einen langen Zeitraum mit Medroxyprogesteronacetat behandelt werden, empfiehlt es sich, die Knochendichte zu bestimmen.

Eine ausreichende Kalzium- und Vitamin D-Zufuhr wird generell empfohlen.

Durch die Behandlung mit Farlutal kann es zum Ausbleiben der Regelblutung und/oder zu abnormalen Monatsblutungen kommen.

Durch die Behandlung mit Farlutal kann der Beginn der Wechseljahre verdeckt werden.

Ändern Sie nicht eigenmächtig die Behandlung. Kommen Sie zu allen Kontrolluntersuchungen, bzw. gehen Sie vor allem zu den notwendigen Blutuntersuchungen und eventuellen anderen fachärztlichen Zusatzuntersuchungen, die Ihr Arzt mit Ihnen vereinbart hat.

Bei Anwendung von Farlutal mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungs-pflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Anwendung von mehreren Medikamenten kann es zu einer gegenseitigen Verstärkung oder Abschwächung der Wirkung kommen. Teilen Sie daher Ihrem Arzt unbedingt mit, welche Arzneimittel (auch selbst gekaufte) Sie einnehmen.

Dies gilt vor allem für bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen oder AIDS (Ritonavir, Nelfinavir), Arzneimittel mit Johanniskraut, Arzneimittel zur Behandlung von Arthritis (Gelenksentzündung) und ähnlichen Krankheiten (Ciclosporin, nicht-steroidale Antirheumatika) oder Arzneimittel zur Erweiterung der Blutgefäße (zur Blutdrucksenkung).

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Farlutal verringern:

  • Barbiturate (Schlafmittel)
  • Chlorcyclizin (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien)
  • Ampicillin (Antibiotikum)
  • Rifampicin (Antibiotikum)
  • Phenylbutazon (Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen bei rheumatischen Erkrankungen)
  • Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie)
  • Aminoglutethimid (Arzneimittel zur Behandlung von Brustkrebs)

Wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden, wird Ihr Arzt gegebenenfalls eine Dosisanpassung des Antidiabetikums (Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit) vornehmen.

Farlutal kann verschiedene Laborwerte beeinflussen bzw. verändern.

Schwangerschaft und Stillzeit

Farlutal darf NICHT verabreicht werden, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Wenn Sie während Ihrer Behandlung schwanger werden, müssen Sie umgehend Ihren Arzt verständigen.

Sie dürfen während Ihrer Behandlung mit Farlutal NICHT stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es sollte beachtet werden, dass es nicht ausgeschlossen werden kann, dass Farlutal die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit eine Maschine zu bedienen, beeinträchtigt.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Farlutal Depot 500 mg - Stechampullen

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Dieses Arzneimittel enthält p-Hydroxybenzoesäuremethylester und p-Hydroxybenzoesäurepropyl-ester, welche Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen können.

Wie wird es angewendet?

Farlutal wird Ihnen von medizinischem Fachpersonal verabreicht.

Art der Anwendung

Die Injektion erfolgt tief in den Gesäßmuskel.

Dosierung

Die Höhe der Dosierung wird vom Arzt entsprechend dem Krankheitsbild und Ihrem Allgemeinzustand angepasst.

Wie häufig Sie Farlutal erhalten, hängt von der Krebsart ab, gegen die Sie behandelt werden.

Kinder und Jugendliche
Farlutal wird nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen empfohlen, da Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht erwiesen sind.

Ältere Patienten
Es gibt keine speziellen Dosierungsempfehlungen für ältere Patienten.

Patienten mit Nierenfunktionsbeeinträchtigung
Es gibt keine speziellen Dosierungsempfehlungen für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.

Patienten mit Leberfunktionsbeeinträchtigung
Bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion darf Farlutal nicht verwendet werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Farlutal Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10
Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Häufig : Gewichtszunahme, Kopfschmerz, adrenerge Wirkungen (Händezittern, Schwitzen, nächtliche Wadenkrämpfe), Sehstörungen, grauer Star, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Akne, übermäßige Körperbehaarung bei Frauen, kortikoidähnliche Wirkungen (z. B. Cushing-Syndrom), Ödeme/Wasseransammlung, Gefäßentzündung durch Blutgerinnsel, abnormale Gebär-mutterblutungen (unregelmäßig, vermehrt, verringert), Ausbleiben der Regelblutung, Schmerzen in der Brustdrüse, Spannungsgefühl, Depression, Veränderungen der Libido (Geschlechtstrieb), Schlaf-losigkeit

Selten : erhöhte Zahl der weißen Blutkörperchen und Blutplättchen, erhöhte Kalziumspiegel im Blut, erhöhter Blutdruck, veränderte Leberwerte, Beschleunigung der Herzfrequenz, Herzmuskelschwäche, Schwindel, Konzentrationsstörungen, Schläfrigkeit, Durchfall, Mundtrockenheit, Ausscheidung von Glukose (Zucker) im Harn, Haarausfall, Juckreiz, Ausschlag, Nesselsucht, Blutgerinnsel, Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber, Überempfindlichkeitsreaktionen, Gelbsucht, Haut- und Schleimhaut-veränderungen, Milchabsonderung, Verwirrung, Euphorie (überschwängliches Hochgefühl)

Nicht bekannt : veränderter Scheidenausfluss, erhöhte Blutzuckerwerte, Veränderungen des Appetits, Herzklopfen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Koordinationsstörungen, Gereiztheit, Blutgerinnsel in der Netzhaut, Blutgerinnsel in der Lunge, talgige Haut, vermehrte Körperbehaarung, Hautrötungen mit Blasenbildung oder Aussonderung, Schweißausbruch, Lichtempfindlichkeit, übermäßige Pigmen-tierung der Haut (Zusammenhang mit Farlutal ist nicht gesichert), Muskelschmerz und Muskel-krämpfe, Rückenschmerzen, längeres Ausbleiben des Eisprungs, Verschlechterung von Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), gutartige Tumore (Zusammenhang mit Farlutal ist nicht gesichert), trockene Scheide, Pilzinfektion der Scheide, Entzündung der Scheide, Vaginalblutungen, Vermännlichung (bisher konnten Stimmveränderungen nicht beobachtet werden), Hemmung der Samenbildung, schmerzhafte Regelblutung, Nervosität

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25 °C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


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