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«Farlutal® 500 mg/-1000 mg Suspension zur Injektion u. zum Trinken»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Medroxyprogesteronacetat wird gegen Brustkrebs und gegen Gebärmutterkrebs eingesetzt.Der menschliche Körper besteht aus Milliarden von Zellen. Zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen werden ständig neue Zellen benötigt. Dann teilen sich die bestehenden Zellen mitsamt dem Erbgut und wachsen zu neuen Zellen heran. Die Phasen des Wachstums oder der Ruhe werden von Überwachungssystemen im Körper genau kontrolliert. Gelegentlich entstehen Schäden im Erbgut (Mutationen). Die Ursachen dafür können vielfältig sein und reichen von bestimmten Lebensgewohnheiten, wie Ernährung und Rauchen über Umweltfaktoren wie Umweltgifte bis zu Infektionen und erblichen Komponenten. Ist eine Zelle mutiert, wird sie normalerweise vom Körper repariert oder entsorgt. Nur sehr selten verliert der Körper die Kontrolle über einen Zellschaden, dann entartet die Zelle. Sie beginnt sich ungehemmt zu teilen. Das Ergebnis ist ein eine Geschwulst (Tumor). Brustkrebs und Gebärmutterkrebs wachsen häufig östrogenabhängig. Das bedeutet, dass die Geschwulst Andockstellen (Rezeptoren) für Östrogene besitzt. Diese Hormone zirkulieren überall im Körper. Wenn sie sich an die Östrogenrezeptoren des Tumors binden, stimulieren sie damit das Krebswachstum.Medroxyprogesteronacetat ist ein Gestagen. Es hemmt die Östrogenproduktion des Körpers und verhindert die Bildung der Östrogenrezeptoren am Tumor. Das Gestagen hemmt so das Wachstums des Tumors, zerstört ihn aber nicht. Das Medikament kann Krebs nicht heilen. Es verbessert aber die Lebensqualität von Patienten in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Brustkrebs (Mammakarzinom)
  • Gebärmutterkrebs (Uteruskarzinom, Endometriumkarzinom)

Packungsgrößen

  • 3 Fl. (N1) 500 mg
  • 10 Fl. (N2) 500 mg
  • 3 Fl. (N1) 1000 mg
  • 10 Fl. (N2) 1000 mg

Warnhinweise!

  • Die Behandlung mit diesem Medikament ist nur geeignet für die Behandlung in speziellen Kliniken, Instituten oder bei niedergelassenen Fachärzten mit besonderen Erfahrungen.
  • Selten treten plötzliche Verschlüsse der tiefen Beinvenen durch Blutpfröpfe auf (Thrombosen), die sich losreißen und in die Lunge gespült werden können (Lungenembolie). Da diese Komplikation in ca. 2 Prozent der Fälle zum Tod führt, informieren Sie umgehend ihren Arzt, wenn Sie Schmerzen und Schwellungen in den Beinen oder Armen oder Kurzatmigkeit und stechenden Schmerz im Brustraum verspüren.
  • Tritt eine der folgenden Erscheinungen auf soll die Behandlung mit diesem Medikament sofort abgesetzt werden: Sehstörungen, ungewohnt starker Kopfschmerz, unkontrollierbarer Diabetes oder Bluthochdruck, Leberfunktionsstörungen.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Akuter Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thromboembolie)
  • Erhöhter Kalziumspiegel im Blut
  • Fehlgeburt, bei der die Frucht nicht ausgestoßen wird
  • Oberflächliche Venenentzündungen
  • Schlaganfall (Apoplex)
  • Schwere Leberfunktionsstörungen
  • Schwerer Bluthochdruck
  • Schwerer Diabetes mellitus

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Muskelkrämpfe
  • Müdigkeit
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Zittern
  • Lange und hoch dosierte Anwendung kann zum Cushing-Syndrom führen. Dazu zählen Beschwerden wie Gewichtszunahme mit wenig Muskel- und viel Fettmasse, Störungen des Zuckerstoffwechsels mit Entwicklung oder Entgleisung eines Diabetes, Neigung zu Knochenbrüchen (Osteoporose), Magengeschwüre, dünne Haut, Akne, Abwehrschwäche mit Infektneigung, Aussetzen der Menstruation bzw. Impotenz oder erhöhter Blutdruck.
  • Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme)
  • Störungen des Gehirns unterschiedlicher Ursache wie z.B. Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen (Gelegentlich)
  • Beeinträchtigung der Leberfunktion (Gelegentlich)
  • Magen-Darm-Beschwerden (Gelegentlich)
  • Blutungen aus der Scheide (Gelegentlich)
  • Herz-Kreislauf-Störungen (Gelegentlich)
  • Risiko für einen plötzlichen Verschluss von Gefäßen wie z.B. Thrombosen, Lungenembolie, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Das Risiko wird durch erhebliches Übergewicht, Rauchen, Venenschwäche (Neigung zu Krampfadern), Bluthochdruck und Störungen des Fettstoffwechsels oder der Blutgerinnung erhöht. (Gelegentlich)

Wechselwirkungen

Medroxyprogesteronacetat hält Flüssigkeit im Körper zurück. Dadurch wird das Herz stark beansprucht. Andere Medikamente auf die das Herz empfindlich reagiert können daher in Kombination mit Medroxyprogesteronacetat zu Komplikationen führen.Wird Medroxyprogesteronacetat mit dem Antikrebsmittel Aminoglutethimid kombiniert, kann die Wirkung von Medroxyprogesteronacetat erheblich beeinträchtigt sein.


Bewertungen «Farlutal® 500 mg/-1000 mg Suspension zur Injektion u. zum Trinken»