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«Felocor 5mg»

Felocor 5mg


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Felocor® 5 mg und wofür wird es angewendet?
Felocor® 5 mg ist ein Arzneimittel, das zur Gruppe der Kalziumantagonisten gehört. Es entspannt gezielt die Muskulatur der Blutgefäße und senkt auf diese Weise einen zu hohen Blutdruck.
Felocor® 5 mg wird angewendet
bei zu hohem Blutdruck, der nicht organbedingt ist.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Felocor® 5 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Felodipin oder einen der sonstigen Bestandteile von Felocor® 5 mg sind
- wenn Sie innerhalb des letzten halben Jahres einen Schlaganfall hatten
- wenn Sie an einem Herz-Kreislauf-Schock leiden
- wenn Ihre Herzklappen fehlgebildet sind und somit der Blutdurchfluss erschwert ist (höhergradige Aorten- oder Mitralstenose)
- wenn Ihr Herzmuskel erkrankt ist und dadurch der Herzinnenraum verengt wird (hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie)
- wenn Sie bereits in Ruhe oder bei nur geringer Anstrengung Schmerzen im Brustbereich haben (instabile Angina pectoris)
- wenn Sie innerhalb der letzten 8 Wochen einen Herzinfarkt erlitten haben
- wenn bei Ihnen die Erregungsleitung von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern gestört ist (AV-Block 2. oder 3. Grades)
- wenn Ihre Nierenfunktion stark eingeschränkt ist
- wenn Ihre Leberfunktion stark eingeschränkt ist
- wenn Sie an einer Herzleistungsschwäche leiden, die nicht durch ärztliche Maßnahmen stabilisiert wurde
- wenn Sie schwanger sind (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Felocor® 5 mg ist erforderlich
- wenn Sie einen ausgeprägt niedrigen Blutdruck haben
- wenn Ihr Puls in Ruhe über 120 Schlägen pro Minute liegt.
Wie andere Arzneimittel der gleichen Stoffklasse kann Felocor® 5 mg in seltenen ällen einen ausgeprägten Blutdruckabfall hervorrufen. Da dies bei bestimmten Patienten zu einer verminderten Durchblutung des Herzmuskels führen kann, fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob für Sie ein erhöhtes Risiko besteht.
Kinder
Felocor® 5 mg darf nicht bei Kindern angewendet werden, da nur begrenzt Erfahrungen bei der Behandlung von Kindern vorliegen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Sie dürfen Felocor® 5 mg während der gesamten Schwangerschaft nicht einnehmen, da sich bei Untersuchungen an Tieren Hinweise auf Schädigungen des Ungeborenen ergeben haben. Vor der Einnahme von Felocor® 5 mg müssen Sie sich sicher sein, dass Sie nicht schwanger sind.
Stillzeit
Der Wirkstoff von Felocor® 5 mg geht in die Muttermilch über. Der voll gestillte Säugling nimmt pro Tag jedoch nur eine geringe Menge des Wirkstoffes auf. Es ist nicht bekannt, ob dies für den Säugling ein Risiko darstellt.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Felocor® 5 mg
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Felocor® 5 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Felocor® 5 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Felocor® 5 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
1-mal täglich 5 mg Felodipin (entsprechend 1 Retardtablette Felocor® 5 mg).
Falls die Wirkung von 5 mg Felodipin nicht ausreicht, kann Ihr Arzt die Dosis auf maximal 1-mal täglich 10 mg Felodipin erhöhen. Hierfür steht Felocor® 10 mg zur Verfügung.
Kinder
Es gibt keine Erfahrungen bei der Behandlung von Kindern mit Felocor® 5 mg. Daher wird eine Anwendung von Felocor® 5 mg bei Kindern nicht empfohlen.
Ältere Patienten
Ihr Arzt wird eventuell die Behandlung mit 1-mal täglich 2,5 mg Felodipin beginnen. Hierfür steht Felocor® 2,5 mg Retardtabletten zur Verfügung.
Ältere Patienten mit leicht oder mittelschwer eingeschränkter Leberfunktion
Ihr Arzt wird bei einer eventuell notwendigen Dosiserhöhung besonders vorsichtig sein und das Risiko von Nebenwirkungen kritisch gegen den Nutzen abwägen.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen
Nehmen Sie die Retardtabletten morgens mit etwas Flüssigkeit (vorzugsweise ein Glas Wasser, kein Grapefruitsaft!) ein. Bitte schlucken Sie die Retardtabletten ganz, ohne sie zu kauen oder zu teilen.
Sie können die Retardtabletten auf nüchternen Magen oder mit einer leichten Mahlzeit einnehmen. Die Einnahme zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit sollte vermieden werden.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Behandlung mit Felocor® 5 mg bestimmt Ihr Arzt.
Wenn die Wirkung zu schwach ist und Sie schon die maximale Dosis von 10 mg Felodipin einnehmen, wird Ihr Arzt Ihnen eventuell ein weiteres blutdrucksenkendes Arzneimittel verordnen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Felocor® 5 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Felocor® 5 mg eingenommen haben als Sie sollten,
kann bei Ihnen in Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung eine Verstärkung von Nebenwirkungen auftreten. Es kann zu starkem Blutdruckabfall und in einzelnen ällen zur verlangsamten Herzschlagfolge kommen.
Wenn Sie den Verdacht einer Überdosierung haben, wenden Sie sich bitte an den nächsten erreichbaren Arzt.
Wenn Sie die Einnahme von Felocor® 5 mg vergessen haben,
nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, sondern fahren Sie mit der Einnahme wie üblich fort.
Wenn Sie die Einnahme von Felocor® 5 mg abbrechen
Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt. Sie gefährden sonst den Behandlungserfolg.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Felocor® 5 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Felocor® 5 mg wird wie folgt beeinflusst:
Verstärkung der Wirkung bis hin zum erhöhten Nebenwirkungsrisiko durch
- andere blutdrucksenkende Arzneimittel
- bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva)
- Arzneimittel gegen Geschwüre im Magen-Darm-Trakt (z. B. der Wirkstoff Cimetidin)
- Arzneimittel gegen Infektionen (z. B. Erythromycin, Itraconazol, Ketoconazol).
Abschwächung der Wirkung von Felocor® 5 mg durch
- Arzneimittel gegen epileptische Anfälle (z. B. Carbamazepin, Phenytoin, Barbiturate)
- Arzneimittel gegen Infektionen (z. B. Rifampicin)
- Arzneimittel für kurz andauernde Narkosen (z. B. Barbiturate).
Sonstige mögliche Wechselwirkungen
Felocor® 5 mg kann die Serumkonzentration von Tacrolimus (Wirkstoff zur Prävention von Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen, z. B. Niere oder Leber) erhöhen. Bei gleichzeitiger Anwendung sollte Ihr Arzt die Serumkonzentration von Tacrolimus kontrollieren und gegebenenfalls die Dosis entsprechend anpassen.
Bei Einnahme von Felocor® 5 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Der Genuss von Grapefruitsaft kann die Wirkung von Felocor® 5 mg verstärken, so dass die Gefahr besteht, dass Ihr Blutdruck zu stark absinkt. Nehmen Sie daher Felocor® 5 mg nicht zusammen mit Grapefruitsaft ein.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Felocor® 5 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Nebenwirkungen treten vorzugsweise zu Beginn der Behandlung oder bei hoher Dosierung auf.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig
- Gesichtsrötung mit Wärmegefühl
- Kopfschmerzen
- Flüssigkeitsansammlungen in Armen und Beinen. Flüssigkeitsansammlungen in den üßen beruhen auf einer Erweiterung der Blutgefäße. Wenn sie auftreten, bilden sie sich spätestens nach Absetzen des Arzneimittels von allein zurück.
Gelegentlich
- Schwindel
- Müdigkeit
- Herzklopfen
- Kribbeln in Armen und Beinen
- Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Bauchschmerzen, Übelkeit)
- erhöhte Herzschlagfolge
- Hautreaktionen, u. a. Überempfindlichkeitsreaktionen wie Juckreiz oder Hautausschlag
Gelegentlich kann es, insbesondere zu Beginn der Behandlung, zum Auftreten von Anfällen mit Brustschmerzen (Angina-pectoris-Anfällen) kommen. Bei Patienten mit bestehenden Brustschmerzen (Angina pectoris) können Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle zunehmen.
Selten
- Blutdrucksenkung unter die Norm
- kurz dauernder Bewusstseinsverlust
- Erbrechen
- Erektionsstörungen
- Muskelschmerz
- Gelenkschmerz
- Nesselsucht
Sehr selten
- Auftreten eines Herzinfarktes
- Zahnfleischschwellung und Zahnfleischentzündung. Diese können durch sorgfältige Mundhygiene verhindert oder rückgängig gemacht werden.
- Ohrensausen
- Unruhe
- Muskelzittern
- Schweißausbrüche
- Atembeschwerden
- Verstopfung
- Durchfall
- häufige Entleerung kleiner Harnmengen
- Gewichtszunahme
- Hautschwellungen vor allem im Gesichtsbereich
- großflächige Hautabschuppung
- Auftreten von Hauterscheinungen nach Lichteinwirkung (Photosensibilität, Lichtempfindlichkeit)
- Fieber
- Gefäßentzündung
- Leberfunktionsstörung
- Vergrößerung der männlichen Brustdrüse
Nach plötzlichem Absetzen des Arzneimittels kann es zu einem starken Anstieg des Blutdrucks kommen.
Gegenmaßnahmen
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt. Bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z. B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) können unter Umständen lebensbedrohlich werden. Nehmen Sie in solchen ällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter ein.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Blisterpackung bzw. dem Behältnis nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Felocor® 5 mg, Retardtabletten
Wirkstoff: Felodipin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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