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«Fentanyl Sandoz® MAT»

Fentanyl Sandoz® MAT


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Fentanyl Sandoz MAT ist ein stark wirksames Schmerzmittel, das zur Gruppe der Opioide (= Morphium-ähnliche Stoffe) gehört. Es wird zur Langzeit-Behandlung von starken chronischen Schmerzen bei Patienten ab 2 Jahren eingesetzt. Fentanyl Sandoz MAT darf nur auf Verschreibung und unter regelmässiger Kontrolle des Arztes resp. der Ärztin verwendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fentanyl Sandoz MAT darf bei bekannter Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff oder auf einen Bestandteil des Matrixpflasters (Silikonbasis) nicht angewendet werden.

Wenden Sie Fentanyl Sandoz MAT nicht an, ausser Ihr Arzt resp. Ihre Ärztin hat es Ihnen für die Behandlung Ihrer Schmerzen verschrieben.

Fentanyl Sandoz MAT soll nicht bei akuten Schmerzzuständen oder nach Operationen angewendet werden.


Bewahren Sie die ungebrauchten sowie die gebrauchten Fentanyl Sandoz MAT Pflaster ausserhalb der Reichweite von Kindern auf.

In sehr seltenen Fällen wurden im Zusammenhang mit Fentanyl Sandoz MAT schwere, lebensbedrohliche Atemschwierigkeiten (schwache Atmung [Hypoventilation], Koma) gemeldet. Diese können bei der gleichzeitigen Anwendung von gewissen Beruhigungsmitteln verstärkt werden. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie solche Arzneimittel einnehmen oder wenn Sie an einer Lungenerkrankung oder an Atembeschwerden leiden.

Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie an einer Leber-, Nieren-, Herz- oder Hirnkrankheit leiden, da Sie eventuell eine strengere ärztliche Kontrolle benötigen.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker resp. Ihrer Ärztin oder Apothekerin immer mit, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen. Er/Sie wird Ihnen sagen, welche Substanzen Sie nicht einnehmen dürfen oder welche Massnahmen (z.B. Dosisreduktion) allenfalls notwendig sind. Fentanyl Sandoz MAT soll nicht gleichzeitig mit Arzneimittel angewendet werden, welche mit dem Abbau der Wirksubstanz Fentanyl interagieren. Ihr Arzt/Ihre Ärztin muss über den Gebrauch solcher Arzneimittel informiert sein. Eine Kombination mit Fentanyl Sandoz MAT erfordert eine zusätzliche Überwachung des Patienten und eventuell eine Anpassung der Dosierung. Beispiele für solche Arzneimittel sind:

– Gewisse Arzneimittel gegen AIDS wie HIV Protease Hemmer (z.B. Ritonavir und Nelfinavir).

– Gewisse Antibiotika wie Clarithromycin und Troleandomycin.

– Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen wie Ketoconazol und Itraconazol.

– Gewisse Arzneimittel, welche eine Wirkung aufs Herz oder die Blutgefässe haben, wie gewisse Calciumkanal-Blocker z.B. Verapamil und Diltiazem.

– Gewisse Arzneimittel für die Behandlung von Arrhythmien wie Amiodaron.

– Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Depression wie Nefazodon.

Fentanyl Sandoz MAT sollte nicht zusammen mit MAO-Hemmern, einem Arzneimittel zur Behandlung von Depression, eingesetzt werden.

Falls Sie Arzneimittel einnehmen, welche die Reaktionsfähigkeit vermindern z.B. Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Mittel gegen bestimmte psychische Störungen (Neuroleptika), Mittel gegen Depressionen (Antidepressiva), Mittel gegen Allergien (Antihistaminika) sowie muskelentspannende Arzneimittel (Muskelrelaxantien), sollten Sie unbedingt Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin informieren. Sie sollten solche Arzneimittel nur auf Anweisung Ihres Arztes resp. Ihrer Ärztin einnehmen, da die Kombination schläfrig machen oder die Atmung dämpfen kann.

Vermeiden Sie während der Anwendung von Fentanyl Sandoz MAT die Einnahme von Alkohol, da diese Kombination ebenfalls Schläfrigkeit und Atemdämpfung verursachen kann.

Fentanyl Sandoz MAT kann die Aufmerksamkeit, die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Sie sollten deshalb auf das Führen von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen verzichten, bis Ihr Arzt/Ihre Ärztin Ihnen andere Anweisungen gibt.

Fentanyl Sandoz MAT kann bei länger dauernder Anwendung zur Gewöhnung führen. Es ist deshalb möglich, dass Ihr Arzt/Ihre Ärztin Ihnen nach einer gewissen Zeit eine höhere Dosis Fentanyl Sandoz MAT verschreibt, um Ihnen dieselbe Schmerzlinderung zu verschaffen. Befolgen Sie deshalb genau die Anwendungsvorschriften Ihres Arztes/Ihrer Ärztin und ändern Sie die Dosierung nicht selbständig.

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn Sie (oder ein Familienmitglied) bereits einmal alkoholabhängig waren oder verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht haben.

Bei hohen Temperaturen kann eine vermehrte Abgabe des Wirkstoffes aus dem Pflaster in Ihren Körper erfolgen. Wenn Sie während der Anwendung von Fentanyl Sandoz MAT Fieber bekommen, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt/Ihre Ärztin aufsuchen, welcher/welche die Dosis, falls notwendig, anpassen wird. Eine verstärkte Wirkung von Fentanyl Sandoz MAT kann ebenfalls erfolgen, wenn das Pflaster direkter Wärmeeinwirkung ausgesetzt wird. Verzichten Sie deshalb während der Behandlung mit Fentanyl Sandoz MAT auf Wärmewickel, elektrische Heizdecken, heizbare Wasserbetten, Hitzelampen, Solarien, Wärmeflaschen, ausgedehnte heisse Bäder, Sauna, heisse Whirlpool-Bäder usw. sowie intensive Sonnenbestrahlung.

Ein allfälliger Wechsel zwischen verschiedenen Fentanyl-haltigen Pflastern sollte zur Sicherstellung der kontinuierlichen Schmerzstillung und Sicherheit nur unter ärztlicher Überwachung vorgenommen werden; allenfalls ist eine Dosisanpassung erforderlich.

Fentanyl Sandoz MAT darf ausschliesslich auf der Haut der Person zur Anwendung kommen, für welche es vom Arzt oder von der Ärztin verschrieben wurde, wenden Sie es auf keinen Fall als Wundverband an. Sollte versehentlich ein Fentanyl Sandoz MAT Pflaster am Körper einer anderen Person kleben (z.B. von einem Bettpartner), muss das Pflaster sofort entfernt und unverzüglich ein Arzt resp. eine Ärztin informiert werden.

Überprüfen Sie das Pflaster vor der Anwendung. Pflaster, welche zerschnitten, geteilt oder in irgendeiner Weise beschädigt sind, sollen nicht verwendet werden.

Kinder

Die Anwendung von Fentanyl Sandoz MAT bei Kindern unter 2 Jahren wurde nicht untersucht. Fentanyl Sandoz MAT sollte ausschliesslich bei mit Opioiden vorbehandelten Kindern ab 2 Jahren eingesetzt werden (siehe «Wie verwenden Sie Fentanyl Sandoz MAT?»). Damit das Pflaster von kleinen Kindern nicht eigenständig entfernt und verschluckt werden kann, ist bei der Auswahl der Applikationsstelle Vorsicht geboten. Das Haften des Pflasters sollte daher sorgfältig überprüft werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!


Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Er/Sie wird über die Anwendung von Fentanyl Sandoz MAT entscheiden.

Wenn Sie stillen, darf Fentanyl Sandoz MAT nicht angewendet werden, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht. Konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Wie wird es angewendet?

Fentanyl Sandoz MAT ist ein rechteckiges Matrixpflaster, das auf die Haut geklebt wird. Das transdermale Pflaster besteht aus zwei funktionalen Schichten: Die Oberseite besteht aus einer wasserundurchlässigen Trägerfolie. Darunter befindet sich eine fentanylhaltige, selbstklebende Matrixschicht. Diese Matrixschicht ist durch eine Abziehfolie bedeckt, die vor dem Gebrauch aufgrund der Schlitzung einfach zu entfernen ist.

Durch eine Polymer-Matrixschicht wird der Wirkstoff Fentanyl kontinuierlich freigesetzt. Der Wirkstoff dringt aus der Matrixschicht durch die Haut und gelangt von dort in die Blutbahn. Solange es auf der Haut haftet, gibt Fentanyl Sandoz MAT fortwährend geringe Mengen von Fentanyl direkt an das Blut ab.

Fentanyl Sandoz MAT ist in 5 verschiedenen Dosierungen bzw. Grössen erhältlich, 12 µg/h enthält die niedrigste, 100

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie andere ähnliche Schmerzmittel, kann Fentanyl Sandoz MAT die Atemtätigkeit vermindern. Falls die Person, welche mit Fentanyl Sandoz MAT behandelt wird, langsam oder schwach atmet, sollte unverzüglich der Arzt oder die Ärztin informiert werden. Halten Sie die Patientin/den Patienten wach, indem Sie mit ihr/ihm sprechen oder sie/ihn ab und zu schütteln.

Sehr häufig kommen Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Juckreiz und verstärktes Schwitzen vor.

Häufig sind Verwirrtheit, Depression, Angstzustände, Halluzinationen, Mundtrockenheit, Verdauungsstörung (Dyspepsie), Appetitlosigkeit und lokale Hautirritation an der Applikationsstelle beobachtet worden.

Gelegentlich treten Schlaflosigkeit, Unruhe, Euphorie, Erinnerungslücken, Zittern, Taubheitsgefühl, zu schneller oder verlangsamter Herzschlag, Bluthochdruck, erniedrigter Blutdruck, Ohnmacht, Atemnot, verminderte Atemfrequenz, Durchfall, Hautreaktionen (z.B. Hautrötung), Hautausschlag, Harnverhalten und Sehstörungen auf.

Nach der Markteinführung wurde über allergische Reaktionen (anaphylaktischer Schock, anaphylaktische Reaktionen), Anorexie, Depressionen, Verwirrtheit, Halluzinationen, Angstzustände, Euphorie, Erregtheit, Schlaflosigkeit, epileptische Anfälle, Erinnerungslücken, Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Zittern, Ameisenlaufen, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, zu tiefer Blutdruck, Atemschwierigkeiten (wie Atemnot, Lähmung der Atemmuskulatur, verlangsamtes Atmen), Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall, Mundtrockenheit, Hautausschlag, Hautrötung, Juckreiz, verstärktes Schwitzen, Harnverhalten, Störungen der Sexualfunktion, Entzugserscheinun­gen, allgemeine Schwäche und Reaktionen an der Applikationsstelle berichtet.

Arzneimittel wie Fentanyl Sandoz MAT können zu Gewöhnung führen. Bei korrekter Anwendung ist dies aber eher unwahrscheinlich.

Bei Umstellung von anderen stark wirksamen Opioiden auf Fentanyl Sandoz MAT oder bei abruptem Abbruch der Therapie kann es zu Entzugserscheinungen, wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzuständen und Kältezittern kommen.

Aus diesem Grund sollten Sie die Behandlung mit Fentanyl Sandoz MAT nie von sich aus abbrechen. Falls Ihr Arzt/Ihre Ärztin entscheidet, dass die Therapie abgebrochen werden soll, so sollten Sie seine/ihre Anweisungen genau befolgen. Sollten Sie unter einer der oben aufgeführten unerwünschten Wirkungen leiden, informieren Sie Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin.

Bei Kindern und Jugendlichen entsprach das Nebenwirkungsprofil dem der Erwachsenen. Neben den bei der Opioidbehandlung von Schmerzen bei schwer kranken Kindern üblicherweise zu erwartenden Nebenwirkungen wurden keine weiteren Risiken bekannt. Bei bestimmungsgemässem Gebrauch bei Kindern ab 2 Jahren scheinen keine kinder-spezifischen Risiken im Zusammenhang mit Fentanyl Sandoz MAT aufzutreten. Sehr häufig wurde in den pädiatrischen Studien über Fieber, Erbrechen und Übelkeit berichtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren. Falls irgendein anderes Krankheitszeichen auftritt, bei dem Sie einen Zusammenhang mit der Anwendung von Fentanyl Sandoz MAT vermuten, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren.

Überdosierung: Wichtigstes Anzeichen einer Überdosierung ist abgeschwächte Atmung. Wenn die behandelte Person langsam oder schwach atmet, sollten sofort alle Fentanyl Sandoz MAT Pflaster entfernt und unverzüglich der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin benachrichtigt werden. In der Zwischenzeit halten Sie die Patientin/den Patienten wach, indem Sie mit ihr/ihm sprechen oder sie/ihn ab und zu schütteln.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bringen Sie die ungebrauchten Pflaster (in der Originalpackung) zur fachgerechten Entsorgung an die Abgabestelle (Arzt oder Apotheker resp. Ärztin oder Apothekerin) zurück. Die gebrauchten Pflaster können (mit der Klebefläche zusammengeklebt) mit dem Hausmüll entsorgt werden. Beachten Sie allerdings, dass gebrauchte Pflaster noch Wirkstoff enthalten, welcher für Kinder gefährlich sein könnte.

Fentanyl Sandoz MAT-Pflaster sollten im verschlossenen Beutel und in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahrt werden.

Fentanyl Sandoz MAT ist an einem sicheren Ort und wie alle Arzneimittel vor Kindern geschützt aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Fentanyl Sandoz MAT untersteht der Kontrolle gemäss Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe vom 3. Oktober 1951, BAG/BM 145.

Fentanyl Sandoz MAT 12 µg/h: 5 Pflaster.

Fentanyl Sandoz MAT 25 µg/h: 5 Pflaster.

Fentanyl Sandoz MAT 50 µg/h: 5 Pflaster.

Fentanyl Sandoz MAT 75 µg/h: 5 Pflaster.

Fentanyl Sandoz MAT 100 µg/h: 5 Pflaster.


Bewertungen «Fentanyl Sandoz® MAT»