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«Ferinject 50 mg Eisen/ml Injektionslösung oder Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

FERINJECT ist ein Antianämikum, also ein Medikament, das zur Behandlung von Blutarmut (Anämie) verabreicht wird. Es enthält Eisen in Form von Eisen-Kohlehydrat. Eisen ist ein unentbehrliches Element für die Sauerstofftransportkapazität des Hämoglobins in den roten Blutzellen und des Myoglobins im Muskelgewebe. Darüber hinaus ist Eisen an vielen anderen lebensnotwendigen Körpervorgängen beteiligt.
FERINJECT wird für die Behandlung von Patienten mit Eisenmangel angewendet, wenn orale Eisenpräparate unwirksam sind oder nicht angewendet werden können. Ziel der Behandlung ist das Wiederauffüllen der Eisenspeicher des Körpers und die Beseitigung der Anämie, also dem Mangel an roten Blutkörperchen, der aufgrund des Eisendefizits entstanden ist.

Vor der Verabreichung nimmt der Arzt eine Blutuntersuchung vor, um die Dosis FERINJECT berechnen zu können, die Sie benötigen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

FERINJECT darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Eisen(III)-Carboxymaltose oder einen der sonstigen Bestandteile von FERINJECT sind.
  • Wenn Sie an einer Anämie leiden, die nicht durch Eisenmangel bedingt ist.
  • Wenn eine Eisenüberladung (d.h. wenn Sie zu viel Eisen im Körper haben) oder Eisenverwertungsstörungen vorliegen.
  • In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von FERINJECT ist erforderlich,

  • wenn Sie eine Infektion, Asthma, Ekzeme, Allergien oder Leberfunktionsstörungen haben; informieren Sie unbedingt Ihren Arzt.
  • FERINJECT darf Kindern unter 14 Jahren nicht verabreicht werden.

Bei Anwendung von FERINJECT mit anderen Arzneimitteln
Wenn FERINJECT zusammen mit oralen Eisenpräparaten verabreicht wird, ist es möglich, dass diese oralen Präparate weniger wirksam sind.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft
Sagen Sie Ihrem Arzt, dass Sie schwanger sind, und fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt um Rat.

Stillzeit
Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, bevor Sie FERINJECT erhalten. Es ist unwahrscheinlich, dass FERINJECT ein Risiko für das gestillte Kind darstellt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es ist unwahrscheinlich, dass FERINJECT eine Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit
und auf das Bedienen von Maschinen hat.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von FERINJECT Dieses Arzneimittel enthält 0,24 mmol (oder 5,5 mg) Natrium pro Milliliter unverdünnte Lösung und dies muss von Patienten, die eine natriumarme Diät einhalten müssen, berücksichtigt werden.

Wie wird es angewendet?

Ihrem Arzt stehen drei Möglichkeiten für die Verabreichung von FERINJECT zur Verfügung: unverdünnt als Injektion, während einer Dialyse oder verdünnt als Tropfinfusion.

  • Bei einer Injektion können Sie bis zu 4 ml FERINJECT entsprechend 200 mg Eisen pro Tag direkt in eine Vene verabreicht bekommen. Diese Dosis kann ein- bis dreimal pro Woche gegeben werden.
  • Wenn Sie eine Dialysebehandlung bekommen, können Sie FERINJECT während einer Hämodialysesitzung über das Dialysegerät erhalten.
  • Als Tropfinfusion können Sie bis zu 20 ml FERINJECT, entsprechend 1000 mg Eisen einmal wöchentlich direkt in eine Vene verabreicht bekommen. Da FERINJECT für die Tropfinfusion mit Kochsalzlösung verdünnt wird, kann das Volumen bis zu 250 ml betragen und die Lösung kann eine braune Farbe haben.

Ihr Arzt ist für die Berechnung der angemessenen Dosis und für die Wahl der Verabreichungsart und -häufigkeit und die Dauer der Behandlung zuständig.

Eine Überdosierung kann zur Akkumulation von Eisen in den Eisenspeichern führen. Ihr Arzt wird die Eisenparameter, wie z.B. das Serumferritin und Transferrrin überwachen, um eine Eisenakkumulation zu vermeiden.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann FERINJECT Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die gemeldeten Nebenwirkungen sind häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100), gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1000) oder selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000).

Die folgenden Symptomen traten häufig auf: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Hautausschlag (Rash), Reaktionen am Verabreichungsort.

Die folgenden Symptome wurden gelegentlich beobachtet: Paraesthesie, Hypotension, Flushing, Geschmacksstörungen, Erbrechen, Dyspepsie, Blähungen, Juckreiz, Nesselsucht (Urtikaria), Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Fieber, Müdigkeit, Brustschmerzen, Muskelsteifigkeit (Rigor), Unwohlsein, peripheres Ödem, Überempfindlichkeit und schwerwiegende allergische Reaktionen.

Über folgende Erscheinung wurde selten berichtet: Kurzatmigkeit (Dyspnoe).

Manche Blutparameter können vorübergehende Änderungen zeigen, was sich anhand von Laboranalysen nachweisen lässt.

Die folgenden Veränderungen der Blutwerte treten häufig auf: vorübergehende Abnahme des Phosphorspiegels im Blut und Anstieg eines bestimmten Leberenzyms, das als
Alaninaminotransferase bezeichnet wird.

Die folgenden Veränderungen der Blutwerte treten gelegentlich auf: Anstieg bestimmter Leberenzyme, die als Aspartataminotransferase und Gamma-Glutamyltransferase bezeichnet werden und Anstieg eines Enzyms mit der Bezeichnung Laktatdehydrogenase.

Fragen Sie Ihren Arzt nach weiteren Informationen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

FERINJECT für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen FERINJECT nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren. Nicht über 30ºC lagern. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
Die Durchstechflaschen FERINJECT sind nach Anbruch sofort zu verwenden. Die mit Kochsalzlösung hergestellten verdünnten Lösungen müssen sofort verwendet werden.

FERINJECT wird normalerweise vom Ihrem Arzt oder im Krankenhaus für Sie aufbewahrt.


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