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«Ferrogamma»

Ferrogamma
Ferrogamma


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Anwendungsgebiete
Eisenmangel.
Wann dürfen Sie Ferrogamma® nicht einnehmen?
Bei Eisenunverträglichkeit, Eisenverwertungsstörungen und Eisenüberladungen.
Bei allen Formen der Blutarmut, die nicht auf einem Eisenmangel beruhen (Tumor- und Infektanämien).
Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe.
Wann dürfen Sie Ferrogamma® erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen?
Im folgenden wird beschrieben, wann Sie Ferrogamma® nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
Bei Entzündungen der Magen- oder Darmschleimhaut sollte Ferrogamma® nur unter ärztlicher Kontrolle und nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses eingenommen werden.
Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?
ür Kinder unter 12 Jahren ist Ferrogamma® nicht bestimmt.
Wie und wann sollten Sie Ferrogamma® einnehmen?
Die Kapseln bitte vor oder nach den Mahlzeiten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit (Wasser oder Mineralwasser) einnehmen. Tee, Kaffee, Obst- und Gemüsesäfte, Milch oder Alkoholika können die Resorption behindern.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Um das Risiko einer möglichen Eisenüberdosierung zu vermeiden, ist besondere Vorsicht geboten, falls diätetische oder andere Eisensalz-Ergänzungen verwendet werden.

Wie wird es angewendet?

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Ferrogamma® nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Einnahmevorschriften, da Ferrogamma® sonst nicht richtig wirken kann!
Wieviel und wie oft sollten Sie Ferrogamma® einnehmen?
Erwachsene und Kinder über 12 Jahren nehmen 1 - 2 Kapseln.
Wie lange sollten Sie Ferrogamma® einnehmen?
Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Verhalten der Eisen-Werte im Blut (Hämoglobin, Erythrozyten, Hämatokrit, Serumeisen und Eisenbindungsvermögen). Nach Normalisierung der Eisen-Werte im Blut sollte Ferrogamma® noch weitere 1 - 2 Monate eingenommen werden, um die Eisendepots aufzufüllen.
Anwendungsfehler und Überdosierung
Was ist zu tun, wenn Ferrogamma® in zu großen Mengen eingenommen wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber können Zeichen einer Überdosierung sein.
Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Ferrogamma® ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Ferrogamma®?
Eisensalze vermindern die Resorption von Tetracyklinen, Penicillamin, Levodopa und Methyldopa.
Eisensalze beeinflussen die Resorption von Chinolon-Antibiotika (z. B. Ciprofloxazin, Levofloxazin, Norfloxazin, Ofloxazin).
Eisensalze vermindern die Resorption von Thyroxin bei Patienten die eine Substitutionstherapie mit Thyroxin erhalten.
Die Resorption von Eisen wird durch die gleichzeitige Anwendung von Cholestyramin, Antacida (Ca++, Mg++, Al+++-Salze) sowie Calcium- und Magnesium Ergänzungspräparaten herabgesetzt.
Die gleichzeitige Einnahme von Eisenalzen mit nichtsteroidalen Antirheumatika kann die Reizwirkung des Eisens auf die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes verstärken.
Eisenbindende Substanzen wie Phosphate, Phytate oder Oxalate sowie Milch, Kaffe und Tee hemmen die Eisenresorption.
Ferrogamma® sollte nicht innerhalb der folgenden Stunden nach Verabreichung einer der oben genannten Substanzen eingenommen werden.
Wegen der Gefahr der Überlastung des Eisen-Transportmechanismus ist eine kombinierte Anwendung oraler und parenteraler Eisenpräparate zu vermeiden; das gleiche gilt auch für Blutübertragungen.
Beachten Sie bitte, daß diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Welche Genußmittel, Speisen und Getränke sollten Sie meiden?
Ferrogamma® sollte nicht zusammen mit Milch oder Schwarztee eingenommen werden, da diese die Eisen-Resorption vermindern.
Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Ferrogamma® auftreten?
Es kann zu gastrointestinalen Störungen, wie Appetitlosigkeit, Durchfälle, Magendruck, -schmerzen und
-krämpfe, Völlegefühl oder Verstopfung kommen. Selten sind Brechreiz und Erbrechen. Sehr selten kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Eine im Verlauf der Behandlung auftretende dunkle Verfärbung des Stuhls ist unbedenklich.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels
Das Verfalldatum ist auf dieser Packung aufgedruckt.
Wie müssen Sie Ferrogamma® aufbewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel bitte sorgfältig und für Kinder unzugänglich auf.
Ferrogamma® sollte vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und nicht über 25 °C aufbewahrt werden.
Stand der Information
November 2004
Zur Information unserer Patienten:
Ferrogamma enthält Eisen, das wichtigste und am meisten benötigte Spurenelement. Der erwachsene Mensch benötigt ca. 3 - 5 g. Davon sind ungefähr 70 % im roten Blutfarbstoff, dem Hämoglobin gebunden. Hämoglobin ist für die Sauerstoffversorgung in unserem Körper zuständig. Wenn infolge eines Eisenmangels zu wenig Hämoglobin gebildet wird, entsteht eine Blutarmut (Anämie). Durch diese Blutarmut kann es zu schneller Ermüdbarkeit bei Bewegung, Blässe der Haut, Schwindel, Konzentrationsschwäche, Atemnot, sowie zu einer verminderten Herzleistung kommen. Wenn die Eisenversorgung stark vermindert ist, kann es auch zu Störungen des Magen-Darm-Traktes, Brüchigkeit von Haaren und Nägeln oder Entzündungen der Mund- und Magenschleimhaut kommen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation
Liebe Patientin, lieber Patient!
Bitte lesen Sie diese Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollen. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Ferrogamma®
Wirkstoff: Eisen(II)-sulfat
Wie kann es zu einem Eisenmangel kommen?
Eisenmangel kann durch eine unzureichende Aufnahme, durch Fehlernährung und unausgewogene Fastenkuren verursacht werden. Insbesondere Vegetarier haben oft Schwierigkeiten, ihren Eisenbedarf zu decken, weil pflanzliche Produkte sehr viel ärmer an diesem Spurenelement sind als tierische Produkte.
Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit kann es bei unzureichender Aufnahme zu einem Eisenmangel kommen. Nicht nur für die Schwangere selber, auch insbesondere für die körperliche und geistige Entwicklung des Embroys, bzw. Neugeborenen sollte dieser Eisenmangel ausgeglichen werden.


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