Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Frisium 10mg»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Frisium 10 mg, und wofür wird es angewendet?
Frisium 10 mg ist ein Arzneimittel gegen Angst- und Spannungszustände (Anxiolytikum, Tranquilizer) und gegen Anfallsleiden (Antiepileptikum, Antikonvulsivum) aus der Stoffgruppe der Benzodiazepine und besitzt beruhigende, angstlösende und krampflösende Eigenschaften.
Frisium 10 mg wird angewendet
- Zur symptomatischen Behandlung von akuten und chronischen Spannungs-, Erregungs- und Angstzuständen.
Bei psychovegetativen und psychosomatischen Störungen sollte der Arzt das mögliche Vorliegen einer organischen Ursache abklären.
Vor der Behandlung von Angstzuständen, die mit Stimmungslabilität einhergehen, ist zu prüfen, ob eine depressive Erkrankung vorliegt, die einer zusätzlichen oder anderen Behandlung bedarf.
- Zusatztherapie bei Patienten mit epileptischen Anfällen, die mit einer Standardbehandlung – bestehend aus einem oder mehreren Antiepileptika – nicht anfallsfrei waren.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Frisium 10 mg darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Clobazam oder einen der sonstigen Bestandteile von Frisium 10 mg sind,
bei Abhängigkeit von Alkohol, Arzneimitteln oder Drogen in der Vorgeschichte,
bei Schwangerschaft in den ersten drei Monaten,
bei stillenden Frauen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Frisium 10 mg ist erforderlich
Frisium 10 mg darf nur unter besonderer Vorsicht und, wenn notwendig, in verminderter Dosierung angewendet werden bei:
schwerer krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis),
Bewegungs- und Gangunsicherheit, die durch Erkrankungen des Rückenmarks und Kleinhirns bedingt sind (spinale und zerebellare Ataxien),
akuter Vergiftung mit Alkohol, Schlaf- oder Schmerzmitteln sowie Neuroleptika, Antidepressiva und Lithium,
schweren Leberschäden, z. B. Gelbsucht mit Gallestauung (cholestatischer Ikterus),
zeitweiligem Aussetzen der Atmung im Schlaf (Schlafapnoe-Syndrom),
schwerer Beeinträchtigung der Atmung (respiratorische Insuffizienz); die Atemfunktion ist zu überwachen.
Wie bei den anderen Arzneimitteln dieses Wirkungstyps (Benzodiazepine) ist bei fortgesetzter Anwendung der therapeutische Nutzen gegen das Risiko von Gewöhnung und Abhängigkeit abzuwägen. Eine fortgesetzte Anwendung sollte nur bei zwingender Indikation nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
Alle Benzodiazepine können zu körperlicher und seelischer Abhängigkeit führen, wobei das Risiko hierfür mit der Dosis und Behandlungsdauer steigt. Dies gilt insbesondere für den missbräuchlichen Gebrauch hoher Dosen. Bei Patienten, von denen ein früherer Alkohol- oder Arzneimittelmissbrauch bekannt ist, besteht ein größeres Risiko für die Entwicklung einer Abhängigkeit.
Insbesondere beim plötzlichen Absetzen von Benzodiazepinen kann ein Rebound-Phänomen oder Entzugssyndrom auftreten. Deshalb ist bei Beendigung der Behandlung eine schrittweise Dosisverringerung vorzunehmen.
Kennzeichnend für ein Rebound-Phänomen ist das Wiederauftreten von Symptomen, die ursprünglich zur Behandlung mit Frisium 10 mg geführt hatten, in verstärkter Form (z. B. Angstzustände, epileptische Anfälle). Dies kann von Reaktionen wie Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Unruhe begleitet sein.
Wenn sich einmal eine körperliche Abhängigkeit entwickelt hat, führt eine plötzliche Beendigung der Behandlung mit Frisium 10 mg zu Entzugssymptomen. Solche Symptome sind u. a.: Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schlafstörungen, verstärktes Träumen, Angst, Spannungszustände, Unruhe, Verwirrung und Erregbarkeit, Zittern, Schwitzen, symptomatische Psychosen (z. B. Entzugsdelir) sowie epileptische Anfälle.
Ein Entzugssyndrom kann auch auftreten, wenn plötzlich von einem Benzodiazepin mit langer Wirkungsdauer (z. B. Frisium 10 mg) auf eines mit einer kurzen Wirkungsdauer umgestellt wird.
Bei Patienten mit Depressionen oder Angst in Verbindung mit einer Depression darf Frisium 10 mg nur zusammen mit einer entsprechenden Begleitmedikation angewendet werden.
Bei Patienten mit Schizophrenien oder anderen Psychosen werden Benzodiazepine nur als Zusatzmedikation, d. h. nicht zur Basistherapie empfohlen.
Säuglinge und Kinder
Benzodiazepine dürfen bei Kindern nicht angewendet werden, ohne die Notwendigkeit einer solchen Therapie sorgfältig abzuwägen. Kinder im Alter von 6 Monaten bis 3 Jahren sollten nur in Ausnahmefällen bei zwingender Indikation mit Frisium 10 mg antikonvulsiv behandelt werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Im ersten Drittel der Schwangerschaft darf Frisium 10 mg nicht eingenommen werden. Nach dem ersten Drittel sollte Frisium 10 mg nur bei zwingender Indikation verordnet werden.
Bei längerfristigem Gebrauch von Frisium 10 mg in den späteren Stadien der Schwangerschaft können sich beim Kind Gewöhnung und Abhängigkeit entwickeln und zu einem Entzugssyndrom des Neugeborenen führen. Gaben größerer Dosen von Frisium 10 mg unmittelbar vor oder während der Geburt können beim Säugling eine erniedrigte Körpertemperatur, erniedrigten Blutdruck, leichte Dämpfung der Atmung und Trinkschwäche (sog. „floppy infant syndrome“) hervorrufen.
Frisium 10 mg darf nicht während der Stillzeit eingenommen werden, da der Wirkstoff Clobazam in die Muttermilch übertritt. Bei zwingender Indikation sollte abgestillt werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Daher sollten Sie das ühren von Fahrzeugen, die Bedienung von Maschinen oder sonstige gefahrvolle Tätigkeiten ganz, zumindest jedoch während der ersten Tage der Behandlung unterlassen. Die Entscheidung in jedem Einzelfall trifft der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Frisium 10 mg
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Frisium 10 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmtem Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Frisium 10 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Frisium 10 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Darreichungsform, Dosierung und Dauer der Anwendung müssen an die individuelle Reaktionslage, das Anwendungsgebiet und die Schwere der Krankheit angepasst werden. Hierbei ist auf eine mögliche Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens zu achten. Es gilt der Grundsatz, die Dosis so niedrig wie möglich zu halten.
Dosierung
Wie Sie Frisium 10 mg einnehmen sollen, sagt Ihnen Ihr Arzt. Er wird sich im Allgemeinen an den folgenden Empfehlungen orientieren:
Behandlung von Angstzuständen:
Zu Beginn der Behandlung im Allgemeinen 2 Tabletten Frisium 10 mg (20 mg Clobazam) pro Tag. Bei Bedarf kann die Tagesdosis auf 3 Tabletten (30 mg Clobazam) erhöht werden.
Da ältere Patienten und Kinder möglicherweise verstärkt auf die Behandlung mit Frisium 10 mg ansprechen und eine höhere Anfälligkeit für Nebenwirkungen bestehen kann, sind niedrige Anfangsdosen und eine allmähliche Dosiserhöhung unter sorgfältiger Beobachtung erforderlich.
Bei älteren Patienten genügt häufig eine Tagesdosis von 1 bis 1 Tabletten (10–15 mg Clobazam).
ür Kinder zwischen 3 und 15 Jahren ist eine Tagesgesamtdosis von bis 1 Tablette (5–10 mg Clobazam) häufig ausreichend.
Beendigung der Behandlung bei Angstzuständen: Nach Besserung der Beschwerden kann die Dosis herabgesetzt werden. Nach längerer Anwendung soll Frisium 10 mg nicht plötzlich abgesetzt werden. Die Dosis soll unter ärztlicher Aufsicht schrittweise verringert werden, da es sonst zu einem Wiederauftreten von Symptomen wie Unruhe, Angstzuständen und Schlaflosigkeit kommen kann.
Kombinationsbehandlung der Epilepsie mit einem Antiepileptikum oder mehreren anderen Antiepileptika:
Wie bei anderen Benzodiazepinen muss auch bei Frisium 10 mg mit einem möglichen Nachlassen der antiepileptischen Wirksamkeit im Verlauf der Behandlung gerechnet werden.
Dosierung bei Erwachsenen und Jugendlichen über 15 Jahre: Einschleichende Dosierung mit bis 1 Tabletten Frisium 10 mg (5–15 mg Clobazam) pro Tag als Anfangsdosis mit allmählicher Dosissteigerung bis zu einer maximalen Tagesdosis von ca. 8 Tabletten (80 mg Clobazam). Weiterhin haben sich auch konstante Dosierungen (z. B. 20 mg/Tag) und Intervalltherapie (zwischenzeitliches Aussetzen mit anschließender Neuverordnung von Frisium) bewährt.
Dosierung bei Kindern von 3 bis 15 Jahren: Die Behandlung sollte in der Regel mit Tablette (5 mg Clobazam) begonnen werden, und eine Erhaltungsdosis von 0,3 bis 1,0 mg/kg Körpergewicht täglich reicht im Allgemeinen aus.
Beendigung der Kombinationsbehandlung bei Epilepsie: Bei Abschluss der Behandlung auch im Falle mangelnden Therapieerfolges ist die Dosis schrittweise zu verringern, da sonst eine erhöhte Anfallsbereitschaft nicht auszuschließen ist.
Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenleistung
Da Patienten mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion möglicherweise verstärkt auf die Behandlung mit Frisium 10 mg ansprechen und eine höhere Anfälligkeit für Nebenwirkungen bestehen kann, sind niedrige Anfangsdosen und eine allmähliche Dosiserhöhung unter sorgfältiger Beobachtung erforderlich. Im Falle einer Langzeitbehandlung sind Leber- und Nierenfunktionen vorsorglich zu kontrollieren.
Art der Anwendung
Die Tabletten sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. Glas Wasser) einzunehmen.
Wird die Dosis über den Tag verteilt, sollte der höhere Dosisanteil am Abend eingenommen werden. Dosierungen bis zu 3 Tabletten Frisium 10 mg (30 mg Clobazam) können vom Arzt auch als abendliche Einmalgabe verordnet werden.
Wenn spannungsbedingte Schlafstörungen im Vordergrund stehen, empfiehlt sich eine Einmaldosis am Abend.
Dauer der Anwendung
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der Arzt je nach Art und Schwere des Krankheitsbildes.
Bei akuten Spannungs-, Erregungs- und Angstzuständen sollte die Anwendung von Frisium 10 mg auf Einzelgaben oder wenige Tage beschränkt werden.
Bei chronischen Spannungs-, Erregungs- und Angstzuständen richtet sich die Dauer der Anwendung nach dem Verlauf. Nach zweiwöchiger täglicher Einnahme sollte vom Arzt bei einer schrittweisen Verringerung der Dosis geklärt werden, ob eine Behandlung mit Frisium 10 mg weiterhin angezeigt ist, besonders wenn der Patient symptomfrei ist. Im Allgemeinen sollte die Gesamtdauer der Behandlung 8 bis 12 Wochen (einschließlich Ausschleichphase) nicht überschreiten. In bestimmten ällen kann eine Verlängerung der maximalen Behandlungsdauer notwendig sein. Dann sollte die Behandlung nicht verlängert werden, ohne den Zustand des Patienten erneut zu beurteilen. Eine ununterbrochene längerfristige Einnahme sollte vermieden werden, da sie zur Abhängigkeit führen kann.
Bei der Kombinationsbehandlung der Epilepsie sollte der Arzt den Zustand des Patienten spätestens nach vierwöchiger Anwendung und danach regelmäßig beurteilen, um zu entscheiden, ob die Behandlung weitergeführt werden soll.
Die Beendigung der Behandlung ist durch langsame Verringerung der Dosis vorzunehmen.
Wenn Sie eine größere Menge von Frisium 10 mg eingenommen haben als Sie sollten
Überdosierung und Vergiftungen mit Frisium 10 mg und anderen Benzodiazepinen können eine Depression des zentralen Nervensystems mit folgenden Symptomen verursachen: Benommenheit, Verwirrtheit und Schläfrigkeit. Der Zustand kann fortschreiten bis zur Störung von Bewegungsabläufen (Ataxie), Dämpfung der Atmung (Atemdepression), Blutdruckabfall und selten Bewusstlosigkeit (Koma). Die Symptome einer Überdosierung treten verstärkt auf und sind unter Umständen lebensbedrohlich bei gleichzeitiger Einnahme anderer auf das Gehirn wirkender Mittel einschließlich Alkohol.
Treten Zeichen einer Überdosierung in Erscheinung, ist umgehend ein Arzt zu informieren, der über den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen weiteren Maßnahmen entscheidet.
Wenn Sie die Einnahme von Frisium 10 mg vergessen haben
Nehmen Sie zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt die verordnete Dosis ein, jedoch keinesfalls die doppelte Menge.
Wenn Sie die Einnahme von Frisium 10 mg abbrechen
Sollten Sie die Behandlung unterbrechen wollen, besprechen Sie dies vorher mit Ihrem Arzt. Beenden Sie nicht eigenmächtig die Behandlung. Sie können damit den Therapieerfolg gefährden.
Nach längerer Anwendungsdauer darf Frisium 10 mg nicht plötzlich abgesetzt werden, da es sonst zu einem Wiederauftreten von Symptomen wie Unruhe, Angstzuständen und Schlaflosigkeit kommen kann. Bei Patienten mit Epilepsie darf Frisium 10 mg nicht plötzlich abgesetzt werden, da sonst eine erhöhte Anfallsbereitschaft nicht auszuschließen ist.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Frisium 10 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Vor allem bei höheren Dosen von Frisium 10 mg ist mit einer gegenseitigen Wirkungsverstärkung zu rechnen, wenn gleichzeitig andere zentral dämpfende Arzneimittel (Schmerz-, Beruhigungs- und Schlafmittel) eingenommen werden. Dies gilt insbesondere auch für gleichzeitigen Alkoholgenuss, durch den die Wirkungen in nicht voraussehbarer Weise verändert und verstärkt werden können.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit starken Schmerzmitteln (Narkoanalgetika) kann eine krankhaft gehobene Stimmung (Euphorie) verstärkt werden; dies kann zu zunehmender seelischer Abhängigkeit führen.
Die Wirkung von Arzneimitteln, die die Muskelspannung herabsetzen (Muskelrelaxanzien), und von Lachgas kann verstärkt werden.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die das Monooxygenase-System hemmen, wie z. B. Cimetidin und Erythromycin, kann die Wirkung von Frisium 10 mg verstärkt und verlängert werden.
Bei gleichzeitiger Gabe von Antiepileptika in der Behandlung von Anfallsleiden muss die Einstellphase unter ärztlicher Aufsicht (EEG-Kontrolle) erfolgen, da Wechselwirkungen mit der antiepileptischen Basismedikation auftreten können:
Bei gleichzeitiger Gabe von Valproinsäure und Frisium 10 mg kann es zu einem leichten bis mäßigen Anstieg der Plasmakonzentration der Valproinsäure kommen. Die Blutspiegel von Phenytoin können ansteigen, wenn die Patienten gleichzeitig mit Frisium 10 mg behandelt werden. Nach Möglichkeit sollten in solchen ällen Bestimmungen der Wirkstoffspiegel von Valproinsäure bzw. Phenytoin im Blut erfolgen. Carbamazepin und Phenytoin können zu einer Zunahme der Verstoffwechslung von Clobazam zu N-Desmethylclobazam führen.
Bei Einnahme von Frisium 10 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Alkohol kann die Verfügbarkeit des Wirkstoffs Clobazam im Körper erhöhen und dadurch die Wirkung von Frisium 10 mg verstärken. Daher sollten Sie darauf verzichten, Alkohol während der Behandlung mit Frisium 10 mg zu trinken.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Frisium 10 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt:Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Störungen des Nervensystems
Gelegentlich: Sedierung, z. B. Müdigkeit und Schläfrigkeit, vornehmlich zu Beginn der Behandlung und bei höherer Dosierung. Verlängerung der Reaktionszeit, Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Störung von Bewegungsabläufen (Ataxie).
Selten: Muskelschwäche.
Nicht bekannt: Feinschlägiges Fingerzittern (Tremor). Gedächtnislücken über einen bestimmten Zeitraum, insbesondere während der ersten Stunden nach der Einnahme (anterograde Amnesie); dies kann mit unangemessenem Verhalten einhergehen.
Störungen der Atemwege
Nicht bekannt: Dämpfung der Atmung (Atemdepression), besonders bei hoher Dosierung. Daher kann insbesondere bei Patienten mit bereits bestehender Atemnot durch verengte Atemwege (Atemwegsobstruktion, z. B. Asthma) oder bei Patienten mit Hirnschädigungen eine schwere Beeinträchtigung der Atmung (respiratorische Insuffizienz) auftreten oder sich verschlimmern.
Störungen des Magen-Darm-Traktes
Nicht bekannt: Meist vorübergehend: Mundtrockenheit, Verstopfung, Übelkeit.
Störungen der Haut
Nicht bekannt: Hautreaktionen wie Ausschlag (Exanthem) oder Nesselsucht (Urtikaria).
Ernährungsstörungen
Nicht bekannt: Verminderter Appetit (meist vorübergehend).
Psychiatrische Störungen
Gelegentlich: Verwirrtheit
Nicht bekannt: Gewöhnung und Abhängigkeit, insbesondere bei längerer Anwendung (siehe Abschnitt 2). Bei Patienten mit vorbestehender depressiver Erkrankung können depressive Verstimmungen verstärkt werden.
Insbesondere bei hohen Dosen und bei Langzeitbehandlung
Insbesondere bei hohen Dosen und bei Langzeitbehandlung können reversible Störungen wie verlangsamtes oder undeutliches Sprechen (Artikulationsstörungen), Bewegungs- und Gangunsicherheit, Sehstörungen (Doppelbilder, Nystagmus), Gewichtszunahme und Libidoverlust auftreten.
Nach längerem Gebrauch von Benzodiazepinen sind in sehr seltenen ällen, insbesondere bei älteren Patienten, Bewusstseinsstörungen beschrieben worden, die zum Teil länger anhalten und mit Atemstörungen kombiniert sein können.
Ferner besteht die Möglichkeit des Auftretens einer Wirkungsumkehr („paradoxe Reaktionen“), z. B. Unruhe, Ein- und Durchschlafstörungen, Reizbarkeit, akute Erregungszustände, Angst, Aggressivität, Wahnideen, Wutanfälle, Albträume, Sinnestäuschungen (Halluzinationen), psychotische Reaktionen, Selbstmordneigung oder vermehrte Muskelkrämpfe. Beim Auftreten derartiger Reaktionen sollte die Behandlung mit Frisium 10 mg beendet werden.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Blisterstreifen nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen:
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: INFORMATION ÜR ANWENDER
Frisium® 10 mg
Tabletten
Wirkstoff: Clobazam
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


Bewertungen «Frisium 10mg»