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«Furohexal 500 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Der in Furohexal enthaltene Wirkstoff Furosemid wirkt harntreibend. Furosemid fördert daher die Flüssigkeitsausscheidung aus dem Körper und senkt außerdem den Blutdruck. Die hoch dosierten Tabletten führen bei Patienten, bei denen auf andere Weise keine Steigerung der Harnproduktion zu erreichen ist, meist eine ausreichend vermehrte Natrium- und Wasserausscheidung herbei.

Furohexal 500 mg - Tabletten werden nur bei Patienten mit bereits stark verminderter Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate weniger als 20 ml/min) angewendet, bei:

  • Nierenerkrankungen (sog. „nephrotisches Syndrom“), die auf eine Tablettenbehandlung bis 120 mg Furosemid pro Tag nicht ansprechen.
  • verminderter Harnproduktion (Oligurie) bei fortgeschrittener Nierenfunktionsschwäche und Nierenfunktionsschwäche im Endstadium (wenn eine Dialyse notwendig ist oder erforderlich werden kann), wenn Flüssigkeitsansammlungen und/oder Bluthochdruck vorliegen, bzw. zur Aufrechterhaltung einer minimalen Harnproduktion.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Furohexal darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Furosemid, einen der sonstigen Bestandteile von Furohexal oder gegen andere Sulfonamid-Präparate sind.
  • bei Patienten mit normaler oder nicht stark eingeschränkter Nierenleistung darf Furohexal nicht angewendet werden, da in diesen Fällen die Gefahr eines zu starken Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes besteht.
  • wenn Sie an Nierenversagen mit stark eingeschränkter oder fehlender Harnproduktion (Anurie) leiden, das nicht auf Furosemid anspricht.
  • bei Bewusstseinsstörungen, die mit neurologischen Symptomen aufgrund einer chronischen Leberschädigung im Zusammenhang stehen.
  • bei schwerem Mangel an Kalium.
  • bei schwerem Natriummangel-Zustand
  • Zustände infolge verminderten Blutvolumens (Hypovolämie) mit oder ohne begleitende Blutdruckerniedrigung oder Mangel an Körperwasser (Dehydratation).
  • wenn Sie stillen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Furohexal ist erforderlich,

  • bei stark erniedrigtem Blutdruck.
  • bei Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), hier ist eine regelmäßige Blutzuckerkontrolle erforderlich.
  • bei Gicht (eine regelmäßige Harnsäurekontrolle im Blut ist erforderlich).
  • bei Behinderung des Harnabflusses (z. B. bei Prostatavergrößerung Harnstauungsniere, Harnleiterverengung). Furohexal darf in diesem Fall nur angewendet werden, wenn für freien Harnfluss gesorgt ist, da eine vermehrte Harnbildung zu einer Überdehnung der Blase führen kann.
  • bei einem verminderten Eiweißgehalt im Blut (z. B. bei Nierenerkrankungen mit Eiweißverlust, Fettstoffwechselstörung und Wassereinlagerung); eine vorsichtige Dosierung ist dann erforderlich.
  • bei gleichzeitigem Vorliegen von Leberzirrhose und Nierenfunktionseinschränkungen.
  • wenn ein starker Blutdruckabfall für Sie schwere Folgen haben könnte (z. B. wenn Sie Durchblutungsstörungen der Hirngefäße oder der Herzkranzgefäße haben). Ein unerwünscht starker Blutdruckabfall muss in diesem Fall vermieden werden.
  • bei Frühgeborenen (Gefahr der Verkalkung des Nierengewebes und Nierensteinbildung; eine Funktionskontrolle der Nieren und Nierensonographie ist erforderlich).
  • bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom kann eine Behandlung mit Furosemid in den ersten Lebenswochen das Risiko für einen bestimmten Herzfehler erhöhen (eine offene Verbindung zwischen der Aorta und der Lungenarterie bleibt länger bestehen als unter normalen Bedingungen; ein sog. persistierender Ductus arteriosus Botalli).

Elektrolytmangelzustände müssen vor Behandlungsbeginn behoben werden.

Während einer Behandlung mit Furohexal wird der Arzt in regelmäßigen Abständen Blutkontrollen anordnen (einschließlich Blutbild, Blutzucker Nierenfunktionswerte und Plasmaelektrolyte). Bitte halten Sie die Kontrollen ein.

Eine enge Überwachung ist besonders wichtig, wenn es bei Ihnen leicht zu Elektrolystörungen kommen kann, oder wenn es zu stärkeren Flüssigkeitsverlusten kommt (z. B. durch Erbrechen, Durchfall oder intensives Schwitzen). Unter Umständen muss die Furohexal-Behandlung solange unterbrochen werden, bis die entsprechenden Blut- und Elektrolytwerte oder ihr Säure-Basen-Haushalt wieder korrigiert sind.

Der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust soll 1 kg/Tag nicht überschreiten.

Bei zu starker Entwässerung dürfen Sie während der Behandlung mit Furohexal bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen oder Entzündungen (sogenannte „nichtsteroidale Antirheumatika“) nicht anwenden, da sie ein akutes Nierenversagen auslösen können.

Um einen starken Verlust von Kalium vorzubeugen, ist eine kaliumreiche Kost (mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete Früchte usw.) zu empfehlen. Gelegentlich kann eine medikamentöse Zufuhr von Kalium notwendig sein.

Wenn Sie Furohexal über längere Zeit anwenden, empfiehlt es sich, zusätzlich Vitamin B1 (Thiamin) einzunehmen, um seinen Verlust auszugleichen. Vitamin B1 unterstützt die Herzleistung.

Die Anwendung des Arzneimittels Furohexal kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Furohexal mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bestimmte Medikamente können die Wirkung von Furohexal beeinträchtigen.

Die Wirkung von Furohexal wird abgeschwächt durch:

  • nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR)(bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen): Sie können die blutdrucksenkende Wirkung von Furohexal abschwächen. Bei Patienten mit verminderter Wasser- und Blutmenge können NSAR ein plötzliches Nierenversagen auslösen. Furosemid kann die schädigende Wirkung von Salicylaten verstärken.
  • Phenytoin(Arzneimittel gegen Krampfanfälle).
  • Sucralfat(Arzneimittel gegen Magengeschwüre): es vermindert die Aufnahme von Furohexal aus dem Darm. Bei gleichzeitiger Anwendung müssen die beiden Arzneimittel in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden angewendet werden.

Furohexal verstärkt die Wirkung von:

  • anderen blutdrucksenkenden oder harntreibenden Arzneimitteln: Es kann zu einem stärkeren Blutdruckabfall kommen (unter Umständen bis hin zum Schock, einer Verschlechterung der Nierenfunktion oder einem akuten Nierenversagen). Wenn möglich sollte daher die Furohexal-Behandlung vorübergehend eingestellt werden oder wenigstens die Dosis für drei Tage reduziert werden, bevor die Behandlung insbesondere mit einem „ACE-Hemmer“ oder „Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten“ begonnen wird bzw. seine Dosis erhöht wird.
  • bestimmten Narkosemitteln(sog. „Anästhetika“) und curareartigen Muskelrelaxanzien (zur Muskelentspannung während der Narkose), deren Wirkung durch Furohexal verstärkt wird. Bitte informieren Sie den Narkosearzt über die Einnahme von Furohexal.
  • bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln („Blutverdünnungsmittel“, orale Antikoagulantien): Eine Dosisanpassung dieser Arzneimittel kann dadurch erforderlich werden.
  • Probenecid(Gichtmittel), Methotrexat(Rheumamittel und Mittel zur Unterdrückung der Immunabwehr) und anderen Arzneimitteln, die wie Furosemid über die Niere ausgeschieden werden: Bei hochdosierter Behandlung (sowohl mit Furosemid als auch einem der anderen Arzneimittel) kann es zu verstärkten Wirkungen und Nebenwirkungen kommen. Zugleich kann die Wirkung von Furosemid durch derartige Arzneimittel verringert werden.
  • Theophyllin(Asthmamittel).

Elektrolytstörungen:

  • Abführmittel, sowie Arzneimittel, die als Wirkstoffe Glukokortikoide(„Cortison"), Carbenoxolon, ACTH, Salicylate, Amphotericin B, oder Penicillin G enthalten: Die gleichzeitige Anwendung mit Furosemid kann zu verstärkten Kaliumverlusten führen (Risiko starker Kaliumverluste).
  • Wenn sich durch die Behandlung mit Furohexal ein Kalium- oder Magnesiummangel entwickelt, ist die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenüber bestimmten Herzmitteln (Herzglykoside) erhöht. Es besteht auch ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen (inklusive Torsades de pointes), wenn bei einer Elektrolytstörung gleichzeitig Arzneimittel

angewendet werden, die eine bestimmte EKG-Veränderung (verlängertes QT-Intervall) verursachen können. Dazu zählt z. B. Terfenadin (gegen Allergien) und bestimmte Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der Klassen I und III).

Nierenschädigung (Nephrotoxozität), Gehörschädigung (Ototoxizität):

  • Die gehörschädigende Wirkung bestimmter Antibotika, sog. „Aminoglykoside“(z. B. Kanamycin, Gentamicin, Tobramycin) und anderer ototoxischer Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Gabe von Furosemid verstärkt werden. Auftretende Hörstörungen können dauerhaft sein. Die gleichzeitige Anwendung der vorgenannten Arzneimittel darf nur bei zwingenden medizinischen Gründen erfolgen.
  • Arzneimittel mit nierenschädigender Nebenwirkung(z. B. Antibiotika wie Aminoglykoside, Cephalosporine, Polymyxine): Furosemid kann die schädlichen Effekte verstärken, und zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen.
  • Cisplatin(Mittel gegen bösartige Erkrankungen): Bei gleichzeitiger Anwendung mit Furosemid ist mit der Möglichkeit eines Hörschadens zu rechnen. Wird bei einer Cisplatinbehandlung eine forcierte Diurese mit Furosemid angestrebt, so darf Furosemid nur in niedriger Dosis (z. B. 40 mg bei normaler Nierenfunktion) und bei positiver Flüssigkeitsbilanz eingesetzt werden. Andernfalls kann es zu einer Verstärkung der nierenschädigenden Wirkung von Cisplatin kommen.

Sonstige Wechselwirkungen:

  • Blutzuckersenkende und blutdrucksteigernde Arzneimittel(pressorische Amine wie z. B. Epinephrin, Norepinephrin): Ihre Wirkung kann bei gleichzeitiger Anwendung von Furohexal abgeschwächt werden.
  • Cyclosporin A: die gleichzeitige Verwendung mit Furohexal ist mit einem erhöhten Risiko von Gelenkentzündung durch Gicht (Arthritis urica) verbunden.
  • Lithium(gegen bestimmte Depressionen): Die gleichzeitige Verwendung mit Furohexal kann zu einer Verstärkung der herz- und nervenschädigenden Nebenwirkungen von Lithium führen. Der Lithiumspiegel im Blut sollte kontrolliert werden.
  • Hochdosierte Salizylate(Schmerzmittel): die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel am Zentralnervensystem können durch gleichzeitige Anwendung von Furohexal verstärkt werden.
  • Chloralhydrat (Schlafmittel): In einzelnen Fällen kann es nach intravenöser Gabe von Furosemid innerhalb von 24 Stunden nach Einnahme von Chloralhydrat zu Hitzegefühl, Schweißausbruch, Unruhe, Übelkeit, Blutdruckanstieg und beschleunigtem Herzschlag kommen. Die gleichzeitige Anwendung von Furosemid und Chloralhydrat ist daher zu vermeiden.
  • Risperidon :Vorsicht ist erforderlich; vor der Behandlung wird der Arzt eine Nutzen- Risiko-Abwägung für die Kombination mit Furosemid oder die gemeinsame Behandlung mit anderen stark harntreibenden Arzneimitteln durchführen.

Bei der Anwendung von Furohexal zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z. B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete Früchte.
Große Mengen Lakritze können in Kombination mit Furohexal zu verstärkten Kaliumverlusten führen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Da Furosemid über den Mutterkuchen in den Kreislauf des ungeborenen Kindes übergeht, darf Ihr Arzt Furohexal in der Schwangerschaft nur dann kurzfristig anwenden, wenn es für Sie zwingend erforderlich ist. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.

Falls Furosemid bei Herz- oder Nierenfunktionsstörung der Schwangeren angewendet werden muss, wird ihr Arzt das Blutbild (Elektrolyte und Hämatokrit) sowie das Wachstum des ungeborenen Kindes genau überwachen.

Furosemid wird in die Muttermilch ausgeschieden und hemmt die Produktion der Muttermilch. Furohexal darf daher nicht angewendet werden, wenn Sie stillen. Gegebenenfalls müssen Sie abstillen.

Verke hrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie in Kombination mit Alkohol.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Furohexal Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Nehmen Sie Furohexal erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Furohexal immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Ändern Sie auf keinen Fall von sich aus die vom Arzt verschriebene Dosierung. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene und ältere Patienten:

Bei Behandlung von Nierenerkrankungen (sog. „nephrotisches Syndrom“), die auf eine Tablettenbehandlung bis 120 mg Furosemid pro Tag nicht ansprechen: 1/2 bis 1 Furohexal 500 mg - Tablette täglich. Der Arzt wird die für Sie geeignete Dosierung festlegen.

Bei Behandlung von verminderter Harnproduktion (Oligurie) bei fortgeschrittener Nierenfunktionsschwäche und Nierenfunktionsschwäche im Endstadium: 1/2 bis 2 Furohexal 500 mg - Tabletten täglich, in Ausnahmefällen bis zu maximal 3 Furohexal 500 mg - Tabletten täglich. Der Arzt wird die für Sie geeignete Dosierung festlegen und gegebenenfalls anpassen.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:
Furohexal 500 mg - Tabletten sind nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen vorgesehen.

Art der Anwendung:
Die Tabletten sind unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) vor dem Frühstück bzw. vor den Mahlzeiten einzunehmen. Die Teilung der Tabletten wird durch drei Bruchrillen erleichtert.

Wenn Sie eine größere Menge von Furohexal eingenommen haben, als Sie sollten Bei Überdosierung ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann entsprechend der Schwere der Überdosierung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Die Anzeichen einer akuten oder chronischen Überdosierung sind vom Ausmaß des Salz- und Flüssigkeitsverlustes abhängig.

Eine Überdosierung kann zu vermindertem Blutdruck und Kreislaufstörungen, Elektrolytstörungen (z. B. erniedrigte Kalium-, Natrium- und Chloridspiegel) oder Anstieg des pH-Wertes im Blut führen.

Bei stärkeren Flüssigkeitsverlusten kann es zur „Entwässerung" und als Folge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung mit Thromboseneigung kommen.

Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können Verwirrtheitszustände auftreten.

Gegenmaßnahmen (siehe Ende der Gebrauchsinformation „Informationen für Ärzte bzw.

medizinisches Fachpersonal“)

Wenn Sie die Einnahme von Furohexal vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Behandlung mit der üblichen Dosierung fort.

Wenn Sie die Einnahme von Furohexal abbrechen
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Anweisung des Arztes. Hören Sie auch bei scheinbarer Besserung Ihres Zustandes nicht vorzeitig mit der Einnahme des Medikamentes auf, da es ansonsten wieder zu einer Verschlechterung Ihrer Krankheit kommen kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Furohexal Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Die Häufigkeit (Wahrscheinlichkeit des Auftretens) von Nebenwirkungen wird wie folgt eingestuft:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Gelegentlich:
Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie), Blutarmut durch Zerfall der roten Blutkörperchen oder Blutarmut aufgrund der Verminderung des blutbildenden Knochenmarks, einhergehend mit starker Verminderung aller Blutzellen (hämolytische oder aplastische Anämie), Verringerung aller weißen Blutkörperchen oder hochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (Agranulozytose), Verringerung der Blutplättchen mit unter Umständen verstärkter Blutungsneigung. Diese Blutbildveränderungen können lebensbedrohlich sein.

Erkrankungen des Immunsystems
Gelegentlich:
allergische Reaktionen, diese können sich als Hautreaktionen (z. B. Juckreiz, Nesselsucht, Haut- und Schleimhautreaktionen mit Rötung, Blasen- oder Schuppenbildung) äußern.
Selten:fieberhafte Zustände, Entzündungen der Blutgefäße oder entzündliche Erkrankungen der Nieren, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen wie Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock).

Endokrine Erkrankungen:
Häufigkeit nicht bekannt:
Der Blutzuckerspiegel kann unter Behandlung mit Furosemid ansteigen. Das kann bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage führen. Eine bisher nicht bekannte Zuckerkrankheit kann in Erscheinung treten.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
Häufig:
Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt (das kann zu verminderter Konzentration im Blut von Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium, verstärkter Chloridausscheidung, verminderter Blutmenge und Austrocknung führen).

Die mögliche Entwicklung von Elektrolytstörungen wird durch bereits bestehende Erkrankungen (z. B. Leberzirrhose, Herzmuskelschwäche), andere Medikamente und die Ernährung beeinflusst. Als Folge der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste kann sich eine stoffwechselbedingte Störung im Säure-Basen-Haushalt (metabolische Alkalose) entwickeln, bzw. eine bereits bestehende Alkalose verschlechtern.

Häufigkeit nicht bekannt:Es kann zu einem Anstieg der Blutfette (Cholesterin, Triglyceride) kommen.

Erkrankungen des Nervensystems:
Selten:
Missempfindungen (Kribbeln oder Taubheit) in den Händen und Füßen, nach sehr hohen Dosen können Verwirrtheit und Teilnahmslosigkeit eintreten.
Häufigkeit nicht bekannt:Durch chronische Lebererkrankungen kann es zu neurologischen Beschwerden kommen (z. B. Unruhe, Vergesslichkeit, Zittern, Lethargie, Desorientiertheit, Schläfrigkeit).

Augenerkrankungen:
Gelegentlich:
Sehstörungen, zum Teil auch Verstärkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths:
Selten:
meist vorübergehende Hörstörungen und/oder Ohrgeräusche (Tinnitus), besonders anfällig sind hier Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder einer Verminderung des Gesamteiweißes (z. B. bei nephrotischem Syndrom).

Gefäßerkrankungen: Häufigkeit nicht bekannt: Bei übermäßiger Harnausscheidung können durch den Flüssigkeitsverlust, insbesondere bei älteren Patienten und Kindern, Beschwerden auftreten, die sich vor allem als Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst, Blutdruckabfall und Kreislaufstörungen äußern.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:
Selten:
Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall).
Sehr selten: Entzündung der Bauchspeicheldrüse.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Gelegentlich:
Lichtüberempfindlichkeit der Haut, Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen mit Rötung, Blasen- oder Schuppenbildung (z. B. bullöses Pemphigoid bzw. Exanthem, Urtikaria, Purpura, Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa).
Selten:Entzündungen der Blutgefäße (Vaskulitis).
Häufigkeit nicht bekannt: Schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte Blasenbildung der Haut besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich; schwere Erkrankung der Haut und Schleimhaut mit ausgedehnter Blasenbildung und Rötung (Steven-Johnson Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse).

Erkrankungen der Niere und Harnwege:
Häufig:
erhöhter Harnsäurespiegel im Blut, dies kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanfällen führen.
Selten: Nierenentzündung (interstitielle Nephritis).
Häufigkeit nicht bekannt: Vorübergehender Anstieg von Kreatinin und Harnstoff im Blut, eine Harnabflussbehinderung (z. B. bei Prostatavergrößerung, Harnstauungsniere, Harnleiterverengung) kann auftreten bzw. verschlechtert werden. Bei Frühgeborenen kann es zur Verkalkung des Nierengewebes und Nierensteinbildung kommen.

Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen:
Häufigkeiten nicht bekannt:
Bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom kann eine Behandlung in den ersten Lebenswochen das Risiko für einen bestimmten Herzfehler erhöhen. Bei Neugeborenen, die längere Zeit mit Furosemid behandelt wurden, fand man Knochenschädigungen, vermutlich durch die vermehrte Kalziumausscheidung.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Selten:
fieberhafte Zustände.
Bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur „Entwässerung" und als Folge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen. Bluteindickung kann - insbesondere bei älteren Patienten - eine erhöhte Neigung zu Thrombosen zur Folge haben.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern. In der Orginalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Außenkarton und dem Blister nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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