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«Furon 40 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Der in Furon 40 mg-Tabletten enthaltene Wirkstoff Furosemid wirkt harntreibend. Furosemid fördert daher die Flüssigkeitsausscheidung aus dem Körper und senkt außerdem den Blutdruck.

Furon 40 mg-Tabletten werden angewendet

  • bei Flüssigkeitsansammlung im Gewebe infolge Herzerkrankungen (z.B. bei länger bestehender Herzmuskelschwäche), Leber- oder Nierenerkrankungen
  • zur unterstützenden Behandlung bei bestimmten Nierenerkrankungen mit vermehrter Eiweißausscheidung im Harn (sog. „nephrotisches Syndrom“)
  • bei Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe nach Verbrennungen
  • bei Bluthochdruck leichten bis mittleren Schweregrades, insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Furon 40 mg darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Furosemid, verwandte Wirkstoffe (Sulfonamide) odereinen der sonstigen Bestandteile von Furon 40 mg sind
  • bei Nierenversagen mit fehlender Harnproduktion
  • bei Leberversagen mit Bewusstseinsstörungen (Coma und Präcoma hepaticum)
  • bei schwerem Kaliummangel
  • bei schwerem Natriummangel
  • bei verminderter Blutmenge oder Mangel an Körperwasser
  • wenn Sie stillen

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Furon 40 mg ist erforderlich,

  • wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben1
  • bei Zuckerkrankheit; hier ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers erforderlich,
  • wenn Sie an Gicht leiden; dann ist eine regelmäßige Kontrolle der Harnsäure im Blut erforderlich
  • wenn bei Ihnen eine Harnabflussbehinderung besteht (z.B. bei Prostatavergrößerung, Harnstauungsniere, Harnleiterverengung). Furon 40 mg darf in diesem Fall nur angewendet werden, wenn für freien Harnfluss gesorgt ist, da eine vermehrte Harnbildung zu einer Überdehnung der Blase führen kann.
  • bei einem verminderten Eiweißgehalt im Blut (z. B. bei bestimmten Nierenerkrankungen mit Eiweißverlust, Fettstoffwechselstörung und Wassereinlagerung); eine vorsichtige Dosierung ist dann erforderlich
  • wenn Sie an Leberzirrhose und gleichzeitiger Einschränkung der Nierenfunktion leiden
  • wenn Sie Durchblutungsstörungen der Hirngefäße oder der Herzkranzgefäße haben ein unerwünscht starker Blutdruckabfall muss in diesem Fall vermieden werden

Während einer Behandlung mit Furon 40 mg wird Ihr Arzt in regelmäßigen Abständen die Kontrolle bestimmter Blutwerte anordnen, z.B. Kalium, Natrium, Kalzium, Bikarbonat, Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure, Blutbild sowie den Blutzucker. Bitte halten Sie die Kontrollen ein.

Eine enge Überwachung ist besonders wichtig, wenn diese Werte bei Ihnen nicht im Normbereich liegen, oder wenn es zu stärkeren Flüssigkeitsverlusten kommt (z.B. durch Erbrechen, Durchfall oder intensives Schwitzen). Unter Umständen muss die Furon 40 mg-Behandlung solange unterbrochen werden, bis die entsprechenden Blut- und Elektrolytwerte oder ihr Säure-Basen-Haushalt wieder korrigiert sind.

Der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte 1 kg/Tag nicht überschreiten.

Bei zu starker Entwässerung dürfen Sie während der Behandlung mit Furon 40 mg bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen oder Entzündungen (sogenannte „nichtsteroidale Antirheumatika“) nicht anwenden, da sie ein akutes Nierenversagen auslösen können.

Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z.B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete Früchte.

Wenn Sie Furon 40 mg über längere Zeit anwenden, empfiehlt es sich, zusätzlich Vitamin B1 (Thiamin) einzunehmen, um seinen Verlust auszugleichen. Vitamin B1 unterstützt die Herzleistung.

Dopingwarnhinweis:
Die Anwendung des Arzneimittels Furon 40 mg – Tabletten kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Furon 40 mg mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Furon 40 mg und andere Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen.

Die Wirkung von Furon 40 mg wird abgeschwächt durch:

  • nichtsteroidale Antiphlogistika(bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen undEntzündungen): Sie können die blutdrucksenkende Wirkung abschwächen.
  • Phenytoin(Mittel gegen Krampfanfälle).2
  • Sucralfat(Magenmittel): es vermindert die Aufnahme von Furon 40 mg aus dem Darm. Bei gleichzeitiger Anwendung sollten die beiden Arzneimittel in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden eingenommen werden.

Furon 40 mg verstärkt die Wirkung von:

  • Anderen blutdrucksenkenden oder harntreibenden Arzneimitteln: Es kann zu einem stärkeren Blutdruckabfall kommen (unter Umständen bis hin zum Schock oder einem akuten Nierenversagen). Wenn möglich sollte daher die Furon 40 mg-Behandlung vorübergehend eingestellt oder wenigstens die Dosis für drei Tage reduziert werden, bevor die Behandlung insbesondere mit einem „ACE-Hemmer“ oder „Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist“ begonnen wird, oder seine Dosis erhöht wird.
  • Bestimmten Narkosemitteln(sog. „Anästhetika“), deren Wirkung durch Furon 40 mg verstärkt wird. Bitte informieren Sie den Narkosearzt über die Einnahme von Furon 40 mg.
  • Bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln(= „Blutverdünnungsmittel“, orale Antikoagulantien): Eine Dosisanpassung kann dadurch erforderlich werden.
  • Probenecid(Gichtmittel), Methotrexat(Rheumamittel und Mittel zur Unterdrückung der Immunabwehr) und anderen Arzneimitteln, die wie Furosemid über die Niere ausgeschieden werden: Deren Wirkungen und Nebenwirkungen können durch Furon 40 mg verstärkt werden.
  • Theophyllin(Asthmamittel)

Mineralstoffwechselstörungen:

  • Abführmittel, sowie Arzneimittel, die als Wirkstoffe Glukokortikoide(„Cortison"), Carbenoxolon, ACTH, Salicylate, Amphotericin B, oder Penicillin G enthalten: Die gleichzeitige Anwendung mit Furosemid kann zu verstärkten Kaliumverlusten führen.
  • Wenn sich durch die Behandlung mit Furon 40 mg ein Kalium- oder Magnesiummangelzustand entwickelt, ist die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenüber bestimmten Herzmitteln (Herzglykoside) erhöht. Es besteht auch ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen (inklusive Torsades de pointes) bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die eine bestimmte EKG-Veränderung (verlängertes QT-Intervall) verursachen können. Dazu zählt z. B. Terfenadin (gegen Allergien) und bestimmte Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der Klassen I und III).

Nierenschädigung (Nephrotoxozität), Gehörschädigung (Ototoxizität):

  • Die gehörschädigende Wirkung bestimmter Antibotika, sog. „Aminoglykosiden“(z.B. Kanamycin,Gentamicin, Tobramycin) und anderen ototoxischen Arzneimitteln kann bei gleichzeitiger Gabe von Furosemid verstärkt werden. Auftretende Hörstörungen können dauerhaft sein. Die gleichzeitige Anwendung von Aminoglykosiden sollte daher vermieden werden.
  • Arzneimittel mit nierenschädigender Nebenwirkung(z. B. Antibiotika wie Aminoglykoside,Cephalosporine, Polymyxine): Furosemid kann die schädlichen Effekte verstärken, und zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen.
  • Cisplatin(Mittel gegen bösartige Krebserkrankungen): Bei gleichzeitiger Anwendung mitFurosemid ist mit der Möglichkeit eines Hörschadens zu rechnen. Wird bei einer Cisplatinbehandlung eine forcierte Diurese (bestimmte Entgiftungsmethode) mit Furosemid angestrebt, so darf Furosemid nur in niedriger Dosis (z. B. 40 mg bei normaler Nierenfunktion) und bei positiver Flüssigkeitsbilanz (d.h. Flüssigkeitsaufnahme überwiegt Flüssigkeitsauscheidung) eingesetzt werden. Andernfalls kann es zu einer Verstärkung der nierenschädigenden Wirkung von Cisplatin kommen.

Sonstige Wechselwirkungen:

  • Mittel mit entzündungshemmender Wirkung(nichtsteroidale Antiphlogistika, z. B. Indometacinund Acetylsalicylsäure): Wenn sich unter der Behandlung mit Furon 40 mg die zirkulierende Blutmenge vermindert oder bei Flüssigkeitsmangel, kann die gleichzeitige Gabe von nichtsteroidalen Antiphlogistika ein akutes Nierenversagen auslösen.
  • Blutzuckersenkende und blutdrucksteigernde Arzneimittel(z. B. Epinephrin, Norepinephrin):Ihre Wirkung kann bei gleichzeitiger Anwendung von Furon 40 mg abgeschwächt werden.
  • Cyclosporin A: die gleichzeitige Verwendung mit Furon 40 mg ist mit einem erhöhten Risiko von Gelenkentzündung durch Gicht verbunden.
  • Lithium(gegen bestimmte Depressionen): Die gleichzeitige Verwendung mit Furon 40 mg kann zu einer Verstärkung der herz- und nervenschädigenden Nebenwirkungen von Lithium führen. Der Lithiumspiegel im Blut sollte kontrolliert werden.
  • Hochdosierte Salizylate(Schmerzmittel), die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel am Zentralnervensystem können durch gleichzeitige Anwendung von Furon 40 mg verstärkt werden.

Bei der Einnahme von Furon 40 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z.B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete Früchte. Große Mengen Lakritze können in Kombination mit Furon 40 mg zu verstärkten Kaliumverlusten führen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme / Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Da Furosemid über den Mutterkuchen in den Kreislauf des ungeborenen Kindes übergeht, dürfen Sie Furon 40 mg in der Schwangerschaft nur anwenden, wenn es Ihr Arzt für zwingend erforderlich hält. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie schwanger sind, stillen oder eine Schwangerschaft planen. Falls Furosemid bei Herz- oder Nierenfunktionsstörung der Schwangeren angewendet werden muss, wird ihr Arzt das Blutbild (Elektrolyte und Hämatokrit) sowie das Wachstum des ungeborenen Kindes genau überwachen.

Furosemid wird in die Muttermilch ausgeschieden und hemmt die Produktion der Muttermilch. Sie dürfen daher Furon 40 mg nicht einnehmen, wenn Sie stillen. Gegebenenfalls müssen Sie abstillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Furon 40 mg kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Furon 40 mg Eine Furon 40 mg-Tablette enthält 59,93 mg Milchzucker (Lactose). Bitte nehmen Sie Furon 40 mg erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckerarten leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Furon 40 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Ändern Sie auf keinen Fall von sich aus die verschriebene Dosierung.

Falls von Ihrem Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene und ältere Patienten (über 65 Jahre):

Zur Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herz-, Leber-, oder Nierenerkrankungen 1 Furon 40 mg-Tablette täglich.
Falls erforderlich, kann Ihr Arzt diese Dosis entsprechend steigern. Zur schonenden Entwässerung können Lasix 40 mg-Tabletten auch jeden 2. Tag oder jede Woche an 2 - 4 aufeinanderfolgenden Tagen eingenommen werden. Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosierung festlegen.
Zur Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe nach Verbrennungen

1 bis 2/Furon 40 mg-Tabletten täglich, in Ausnahmefällen bis zu 6 Furon 40 mg-Tabletten täglich. Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosierung festlegen.
Zur Behandlung von Bluthochdruck leichten bis mittleren Schweregrades 1 Furon 40 mg-Tablette täglich, allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln. Sollte zusätzlich die Einnahme eines sogenannten „ACE-Hemmers“ erforderlich sein, sollte Furon 2-3 Tage vor der Gabe dieses ACE-Hemmers vom Arzt abgesetzt werden. Sollte dies nicht möglich sein, sollte Ihr Arzt die Dosis von Furon zumindest reduzieren.

Kinder und Jugendliche Kinder erhalten eine Körpergewichts-bezogene Dosierung. (1-2 mg pro Kilo Körpergewicht), maximal 1 Furon 40 mg-Tablette täglich. Gegebenenfalls muss auf andere Verabreichungsarten zurückgegriffen werden (über die Vene). Hierfür stehen Furon 20 mg-Ampullen, 40 mg-Ampullen und 250 mg-Konzentrat zur Infusionsbereitung zur Verfügung.

Art der Anwendung
Die Tabletten werden vor den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) eingenommen.

Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung. Ihr Arzt wird Ihnen sagen wie lange die Behandlung mit Furon 40 mg dauert.

Wenn Sie eine größere Menge von Furon 40 mg eingenommen haben, als Sie sollten Falls Sie zu viele Tabletten eingenommen haben oder versehentlich ein Kind einige Tabletten geschluckt hat, nehmen Sie sofort Kontakt mit einem Arzt oder der Notfallabteilung des nächsten Krankenhauses auf. Nehmen Sie die restlichen Tabletten oder die Verpackung mit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann

Die Anzeichen einer akuten oder chronischen Überdosierung sind vom Ausmaß des Salz- und Flüssigkeitsverlustes abhängig.
Eine Überdosierung kann zu vermindertem Blutdruck und Kreislaufstörungen, Elektrolytstörungen (erniedrigte Kalium-, Natrium- und Chloridspiegel im Blut) oder Anstieg des pH-Wertes im Blut führen.
Bei stärkeren Flüssigkeitsverlusten kann es zur „Entwässerung" und als Folge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung mit Neigung zu Blutgerinnselbildung kommen.
Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können Verwirrtheitszustände auftreten.

Für den Arzt:

Zur Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Furon 40 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie stattdessen einfach die übliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Furon 40 mg abbrechen
Hören Sie auch bei scheinbarer Besserung Ihres Zustandes nicht vorzeitig mit der Anwendung des Medikaments auf, da es ansonsten wieder zu einer Verschlechterung Ihrer Krankheit kommen kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Furon 40 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Folgende Nebenwirkungen können während der Behandlung mit Furon 40 mg auftreten:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Gelegentlich: Verringerung der Blutplättchen.
Selten: Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen, Verringerung aller weißen Blutkörperchen.
Sehr selten: Blutarmut (aufgrund verminderter Bildung oder vermehrtem Zerfall roter Blutzellen), hochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinbeschwerden.

Erkrankungen des Nervensystems Selten: Kribbeln oder taubes Gefühl in den Gliedmaßen. Nach sehr hoher Dosierung wurden Verwirrtheit und Teilnahmslosigkeit beobachtet.
Durch chronische Lebererkrankungen kann es zu neurologischen Beschwerden kommen (z.B. Unruhe, Vergesslichkeit, Zittern, Lethargie, Desorientiertheit, Schläfrigkeit).

Augenerkrankungen Gelegentlich: Sehstörungen, zum Teil auch Verstärkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit.

Erkrankungen des Ohrs und Innenohrs Selten: Meist vorübergehende Hörstörungen und/oder Ohrgeräusche (Tinnitus).

Erkrankungen des Magen-Darmtrakts Selten: Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall).
Sehr selten: akute Bauchspeicheldrüsenentzündung

Erkrankungen der Niere und Harnwege Vorübergehend: Anstieg von Kreatinin und Harnstoff im Blut; eine Harnabflussbehinderung

(z. B. bei Prostatavergrößerung, Harnstauungsniere, Harnleiterverengung) kann auftreten bzw. verschlechtert werden. Es kann zur Harnsperre (Harnverhaltung) mit darauf folgenden Komplikationen kommen.
Selten: Nierenentzündung.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Gelegentlich: Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen mit Rötung, Blasen- oder Schuppenbildung (z. B. bullöses Pemphigoid bzw. Exanthem, Urtikaria, Purpura, Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa); erhöhte Lichtempfindlichkeit.
Selten: Entzündungen der Blutgefäße.

Hormonelle Störungen/Erkrankungen Der Blutzuckerspiegel kann unter Behandlung mit Furosemid ansteigen. Das kann bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit zu einer Verschlechterung der
Stoffwechsellage führen. Eine bisher nicht bekannte Zuckerkrankheit kann in Erscheinung treten.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Häufig: Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt durch die vermehrte Flüssigkeits- und Elektrolytausscheidung. Daher sind regelmäßige Kontrollen bestimmter Blutwerte (insbesondere Kalium, Natrium und Kalzium) notwendig.
Die mögliche Entwicklung von Elektrolytstörungen wird durch bereits bestehende Erkrankungen (z. B. Leberzirrhose, Herzmuskelschwäche), andere Medikamente (siehe Abschnitt 2 „Bei Einnahme von Furon 40 mg mit anderen Arzneimitteln“) und die Ernährung beeinflusst.
Durch vermehrte Natriumausscheidung kann es - insbesondere bei eingeschränkter Zufuhr von Salz - zu Mangelzuständen kommen. Zeichen eines Natriummangels sind:
Teilnahmslosigkeit, Wadenkrämpfe, Appetitlosigkeit, Schwächegefühl, Schläfrigkeit, Erbrechen und Verwirrtheitszustände.
Durch erhöhten Kaliumverlust (z. B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall) und als Folge erhöhter Kaliumausscheidung über die Niere kann ein Kaliummangel auftreten.
Symptome eines Kaliummangels sind: Muskelschwäche, Missempfindungen in den Gliedmaßen, Lähmungen, Erbrechen, Verstopfung, übermäßige Gasansammlung im Darm, übermäßige Harnausscheidung, krankhaft gesteigertes Durstgefühl mit übermäßigem Trinken und Pulsunregelmäßigkeiten. Schwere Kaliumverluste können zu einer Darmlähmung oder zu Bewusstseinsstörungen bis zum Koma führen.
Durch vermehrte Kalziumausscheidung kann es zu einem Kalziummangel kommen. Dieser kann in seltenen Fällen zu einer Übererregbarkeit der Muskeln (Tetanie) führen.
Durch vermehrte Magnesiumausscheidung kann ein Magnesiummangel auftreten. In seltenen Fällen wurde eine Tetanie oder das Auftreten von Herzrhythmusstörungen beobachtet. Als Folge der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste kann der pH-Wert im Blut steigen. Es kann zu einem Anstieg der Blutfette (Cholesterin, Triglyzeride) kommen.
Erhöhter Harnsäurespiegel im Blut. Das kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanfällen führen.

Allgemeine Erkrankungen Selten: fieberhafte Zustände.
Bei übermäßiger Harnausscheidung können Kreislaufbeschwerden, insbesondere bei älteren Patienten und Kindern, auftreten, die sich vor allem als Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst, verminderter Blutdruck und Kreislaufstörungen äußern. Bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur „Entwässerung" und als Folge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen. Bluteindickung kann - insbesondere bei älteren Patienten - eine erhöhte Neigung zu Blutgerinnselbildung zur Folge haben.

Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen 7

Bei Frühgeborenen, die mit Furon 40 mg behandelt werden, können sich eine Nierensteine und/oder eine Nierenverkalkung entwickeln.
Bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom kann eine Behandlung mit Furosemid in den ersten Lebenswochen das Risiko eines bleibenden Ductus arteriosus Botalli (einer Verbindung zwischen Aorta und Lungenschlagader beim Ungeborenen, die sich nach den ersten Lebenswochen schließt) erhöhen. Bei Neugeborenen, die längere Zeit mit Furosemid behandelt wurden, fand man Knochenschädigungen, vermutlich durch die vermehrte Kalziumausscheidung mit in der Folge Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus).

Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich: Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen (siehe auch im Abschnitt „Haut“). Selten: Fieber, Entzündungen der Blutgefäße, Nierenentzündung, schwere
Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock). Erste Anzeichen für einen Schock sind u. a. Hautreaktionen wie heftige Hautrötung oder Nesselsucht, Schweißausbruch und bläuliche Verfärbung der Haut, weiters Unruhe, Übelkeit, Kopfschmerz, Atemnot.

Leber- und Gallenerkrankungen Sehr selten: Stau der Gallenflüssigkeit und Erhöhung bestimmter Leberwerte (Transaminasen).

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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