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«Gastripan»

Gastripan
Gastripan


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Gastripan® ist ein Mittel zur Bindung überschüssiger Magensäure
Gastripan® wird angewendet zur Behandlung von Symptomen der Erkrankungen, bei denen Magensäure gebunden werden soll:
- Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden
- Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gastripan® darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Magaldrat oder einem der sonstigen Bestandteile von Gastripan® sind
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Gastripan® ist erforderlich
- wenn ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist oder bei langfristigem Gebrauch
In diesen ällen dürfen Sie Gastripan® nur unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle
bestimmter Blutwerte (Aluminium, Magnesium) einnehmen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Das Nutzen-Risiko-Verhältnis sollte vor der Einnahme von aluminiumhaltigen Antacida während der Schwangerschaft sorgfältig abgewogen werden.
Das Arzneimittel soll in der Schwangerschaft nur kurzfristig angewendet werden, um eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden.
Aluminiumverbindungen gehen in die Muttermilch über. Ein Risiko für das Neugeborene ist nicht anzunehmen, da nur sehr geringe Mengen aufgenommen werden.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Wichtige Warnhinweise über sonstige Bestandteile von Gastripan®
Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol. Bitte nehmen Sie Gastripan® Gel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Gastripan® einzunehmen ?
Nehmen Sie Gastripan® immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein.
Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Art der Anwendung
Die Kautabletten werden gut zerkaut eingenommen.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Bei Bedarf mehrmals täglich 1 Kautablette Gastripan ® Die Tagesdosis sollte 8 Kautabletten entsprechend 6400 mg nicht überschreiten.
Nehmen Sie Gastripan® ohne ärztlichen Rat nicht länger als 14 Tage ein.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn sie den Eindruck haben, dass die Wirkung vom Gastripan® zu stark oder zu schwach ist.
Wenn sie eine größere Menge Gastripan® eingenommen haben, als Sie sollten
Vergiftungen durch Gastripan® sind aufgrund der geringen Aufnahme des Arzneistoffs in das Blut unwahrscheinlich.
Bei Überdosierung kann es zu Änderungen des Stuhlverhaltens wie Stuhlerweichung und Zunahme der Stuhlhäufigkeit kommen.
Besondere Maßnahmen sind hier im Allgemeinen nicht erforderlich.
Wenn Sie die Einnahme von Gastripan® vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Gastripan® mit anderen Arzneimitteln
Die Aufnahme und damit auch die Wirkung von anderen Arzneimitteln kann durch Gastripan® vermindert werden.
Deswegen sollte die Einnahme anderer Arzneimittel 2 Stunden vor oder nach der Einnahme von Gastripan® erfolgen.
Insbesondere sind diese Wechselwirkungen bei bestimmten Antibiotika (Arzneimittel gegen Infektionskrankheiten, z.B. Tetracyclinen, Ciprofloxacin, Ofloxacin und Norfloxacin) zu beachten, so dass während einer Therapie mit diesen Antibiotika eine Einnahme des Arzneimittels nicht empfohlen werden kann.
Bitte informieren sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei Einnahme von Gastripan® zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die gleichzeitige Einnahme von Gastripan® und säurehaltigen Getränken (z.B. Obstsäfte, Wein) führt zu einer unerwünschten Steigerung der Aluminiumaufnahme aus dem Darm. Auch Brausetabletten enthalten Fruchtsäuren, die die Aluminiumresorption steigern können.
Kinder
Geben Sie dieses Arzneimittel nicht an Kinder unter 12 Jahren, da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich ?
Wie alle Arzneimittel kann Gastripan® Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, oder unbekannt

Mögliche Nebenwirkungen:
Magen-Darm-Bereich: Sehr häufig treten weiche Stühle auf. Durchfälle, Verstopfung und Knochenerweichung werden sehr selten beobachtet.
Bei ungenügender Nierenleistung oder bei langfristiger Einnahme hoher Dosen kann die Einnahme von Gastripan® einen erhöhten Magnesium und Aluminiumgehalt des Blutes verursachen. Es kann zur Aluminiumeinlagerung vor allem in das Nerven- und Knochengewebe und zur
Phosphatverarmung kommen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Nicht über 30 °C lagern.

Zusätzliche Informationen

_____________________________
Gastripan®
[Abb. Tablette]
Kautablette
________________________________ ________________________________
Patienteninformation
Bitte aufmerksam lesen!
Mittel zur Bindung überschüssiger
Magensäure (Antazidum)
[Merckle-Recordati Logo]
BPZ-Größe: 120 x 420 mm/ 1x gefalzt
Wortlaut der für die Gebrauchsinformation vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Gastripan®
800 mg
Kautablette
Zur Anwendung bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren
Wirkstoff: Magaldrat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.
Dieses Arzneimittel ist auch ohne ärztliche Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss Gastripan® jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
- Wenn sich Ihr Krankheitsbild verschlimmert oder nach 14 Tagen keine Besserung eintritt, müssen Sie einen Arzt aufsuchen.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Wie kommt es zu Schmerzen im Magen?
Der Magensaft ist so aggressiv, daß er Nahrung zersetzt und Bakterien und Keime abtöten kann. Aber er würde auch die Magenwand angreifen, wenn der Körper nicht einen Weg gefunden hätte, sich selbst zu schützen. Deshalb ist die Magenwand mit einer Schleimschicht ausgekleidet, die die sauren Stoffe abpuffert und unschädlich macht. Ist dieses empfindliche Gleichgewicht gestört, kommt es schnell zu Beschwerden, die sich z. B. als Magenschmerzen bemerkbar machen.
Aber auch Ärger, Hektik und Streß beeinflussen die Abläufe im Magen so stark, daß wir dies oft unangenehm spüren. Es ist uns dann etwas auf den Magen geschlagen. So können neben falscher oder verdorbener Nahrung z.B. auch Nikotin, Kaffee und Alkohol zur Entstehung dieses Ungleichgewichts führen. Der Magenschleim schützt die Magenwand nicht mehr ausreichend vor den Säuren, und es kann z.B. eine Magenschleimhautentzündung entstehen. Der Arzt sagt dazu Gastritis. Wenn die Schmerzen im Magen andauern, sollten Sie Ihren Arzt um Rat fragen.
"Ich habe oft nach dem Essen Sodbrennen..."
Wir essen gerne was uns Appetit macht und schmeckt. Und je besser es schmeckt, um so eher wachsen die Portionen. Der Magen muß alles "schlucken", was wir ihm zumuten, und wir überlassen es ihm, wie er mit der Menge und Art der Nahrung zurecht kommt.
Zunächst muß der Magen alles vermischen, was bei einem gefüllten Magen sehr viel Arbeit macht. Zusätzlich erschweren bestimmte Nahrungsmittel seine Arbeit, weil sie "schwer" und lange im Magen liegen, z.B. besonders fette Speisen, Pilze, Gurken, Paprika und Kohl machen Beschwerden. Bei Sodbrennen kommt es in der Magengegend und entlang der Speiseröhre zu einem Gefühl des Brennens. Mit saurem Magensaft vermischte Nahrung oder mitgeschluckte Luft steigen in die Speiseröhre und können die zarte Schleimhaut reizen. Oft hilft es schon Speisen und Getränke zu meiden, die häufig zu Sodbrennen führen, wie z.B. die Tasse Kaffee nach dem Essen oder bestimmte Weinsorten. Ein Magenmittel wie Gastripan befreit von Magendrücken, Sodbrennen und Magenschmerzen und macht die sauren Stoffe schnell und langanhaltend wirkungslos.
Gastripan kann bequem und unauffällig unterwegs oder am Arbeitsplatz eingenommen werden. Es wirkt zuverlässig und ist gut verträglich.
"Ich bin 68 und habe in letzter Zeit immer häufiger Magenbeschwerden..."
Mit zunehmendem Alter läßt auch die Leistungskraft der inneren Organe nach. Davon kann der gesamte Verdauungsablauf betroffen sein: Probleme mit den Zähnen verhindern das gute Kauen der Speisen. Geschmacksnerven werden unempfindlicher und verleiten zu schädlichen Würzgewohnheiten. Eine geschwächte Muskulatur am Mageneingang erleichtert bitteren/sauren Rückfluß von Mageninhalt und verursacht Sodbrennen, besonders im Liegen. Die Magenmuskulatur arbeitet langsamer, die Elastizität der Magenwände läßt nach, Völlegefühl und Magendrücken können sich schon bei geringen Eßmengen einstellen. Auch die Magensaftproduktion wird geringer. Der Magen insgesamt ist nicht mehr so leistungsfähig und belastbar. Auch Ärger schlägt schneller auf den Magen.
Ältere Menschen sollten deshalb auf jeden Fall Ihre Eß- und Trinkgewohnheiten dem Leistungsvermögen ihres Magens anpassen. Mehrere kleine Mahlzeiten sind besser als eine große und Unbekömmliches sollte man besser meiden. Vor dem Schlafengehen sollte der Magen nicht mit größeren Speise- oder Trinkmengen belastet werden. Ein leichtes Hochlagern des Oberkörpers kann vor nächtlichem Sodbrennen schützen. Wem das Kauen der Gastripan, Kautabletten schwerfällt, kann auch Gastripan Gel im praktischen Beutel einnehmen.


Bewertungen «Gastripan»