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«KCl retard Zyma - Dragees»

KCl retard Zyma - Dragees
KCl retard Zyma - Dragees


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Zusätzliche Kaliumzufuhr kann notwendig werden bei Patienten, die entweder mit ihrer üblichen Nahrung nicht genügend Kalium aufnehmen oder infolge einer Erkrankung bzw. einer Behandlung mit bestimmten Medikamenten zuviel Kalium verloren haben.
Eine zu große Kaliumzufuhr kann ebenfalls zu Gesundheitsstörungen führen. Deshalb ist es von Bedeutung, dass Sie das Arzneimittel nur so anwenden, wie es Ihnen der Arzt verschrieben hat. Lesen Sie bitte vor Beginn einer Behandlung mit dem Arzneimittel die folgenden Hinweise durch.

KCl-retard Zyma wird zur Behandlung bzw. Verhütung von Kaliumverlusten bei jenen Patienten angewendet, die Kalium in Form einer Lösung oder als Brausetablette nicht vertragen oder aus Geschmacksgründen ablehnen, insbesondere bei folgenden Erkrankungen:

Kaliumverluste bei schweren Durchfällen, Erbrechen, Magen-, Darm-, Gallenfisteln, Leberzirrhose, Nebennieren-Überfunktion.
Kaliumverluste bei hochdosierter Digitalisbehandlung, Digitalisvergiftung, bei Behandlung mit harntreibenden Arzneimitteln (mit Ausnahme kaliumeinsparender Präparate) oder infolge kaliumfreier Infusion, ausgiebiger Verabreichung von Natriumbikarbonat, Behandlung mit bestimmten Hormonen (Kortikosteroiden und ACTH), Abführmittelmissbrauch.
Hypokaliämie in Verbindung mit hypochlorämischer Azidose.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

KCl-retard Zyma Dragées dürfen nicht eingenommen werden,

  • Bei Überempfindlichkeit gegenüber Kaliumpräparaten oder einen der sonstigen Bestandteile von KCl-retard Zyma Dragées.
  • Wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden:
  • Addison'sche Krankheit, die nicht behandelt wird (Unterfunktion der Nebennieren),
  • Behinderung der Magen- oder Darmpassage beziehungsweise Verengungen im Magen-Darmbereich,
  • Verengung oder Verlegung der Speiseröhre (auch durch Tumore umgebender Organe, Erweiterung der Hauptschlagader in der Nähe der Speiseröhre, Herzkammervergrößerung, oder nach Operationen in diesem Gebiet),
  • Ausgeprägte Nierenleistungsschwäche.
  • Wenn zuviel Kalium im Blut vorhanden ist (z.B. bei schweren Verbrennungen oder starker Austrocknung).
  • Wenn gleichzeitig bestimmte andere, vor allem harntreibende Kalium-sparende Arzneimittel eingenommen werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von KCl-retard Zyma Dragées ist erforderlich Bei ersten Anzeichen von Nebenwirkungen sowie bei Eintritt einer Schwangerschaft sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Dieses Medikament kann die Schleimhaut des Magen-Darmtraktes reizen. Bitte teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie an einer Magen- oder Darm-Erkrankung leiden.

Unterbrechen Sie die Einnahme des Arzneimittels und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie bei der Behandlung ausgeprägte Übelkeit oder Erbrechen, starke Bauchschmerzen, übermäßige Blähungen oder Durchfälle mit schwarzen bzw. blutig gefärbten Stuhlgängen bemerken.

Bei beeinträchtigter Nierenfunktion wird der Arzt regelmäßig die Salzkonzentrationen im Blut untersuchen lassen. Dies ist auch notwendig bei längerdauernder Behandlung bzw. bei Patienten mit Herzerkrankungen.

Bei Patienten mit sogenannter metabolischer Azidose (angesäuertes Blut) wird der Kaliummangel nicht mit Kaliumchlorid, sondern mit alkalisierenden Kaliumsalzen (z.B. mit Kaliumbicarbonat) behandelt.

Es könnte sein, dass es nach dem Stuhlgang so aussieht, als hätten Sie das ganze Dragée wieder ausgeschieden. Das ist kein Grund zur Beunruhigung. Ihr Körper hat die gewünschte Kaliummenge aufgenommen, und was ausgeschieden wird, ist nichts anderes als die Dragéehülle.

Wenn Sie einen künstlichen Darmausgang haben, sind andere Darreichungsformen dem Dragée zu bevorzugen.

Wenn Sie eine kochsalzarme oder zuckerarme Diät bzw. irgendeine andere Diät einhalten müssen (auch wenn Sie augenblicklich Kochsalzersatz verwenden oder salzarme Milch trinken), oder wenn Sie regelmäßig Lakritze zu sich nehmen. Regelmäßige Kontrollen der Serum-Elektrolyte durch Ihren betreuenden Arzt sollten erfolgen, sowie eine abrupte Änderung der Diätgewohnheiten vermieden werden.

Bei Einnahme von KCl-retard Zyma Dragées mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bestimmte Arzneimittel können einen Kaliumüberschuss verstärken:

  • ACE-Hemmer und Betablocker (bestimmet blutdrucksenkende Medikamente)
  • Digoxin (Medikament zur Behandlung von Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen)
  • Entzündungshemmende / schmerzstillende Medikamente
  • Heparin („blutverdünnendes“ Medikament)

Harntreibende Kalium-sparende Arzneimittel (Kalium-sparende Diuretika) dürfen nicht zusammen mit KCl-retard eingenommen werden.

Berichten Sie daher bitte dem Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, insbesondere über jene Arzneimittel, die Sie gegen Bluthochdruck, Herzleistungsschwäche oder rheumatische Erkrankungen einnehmen.

Bei Einnahme von KCl-retard Zyma Dragées zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Das Medikament kann während oder nach einer Mahlzeit eingeommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Da während der Schwangerschaft die Tätigkeit von Magen und Darm etwas herabgesetzt ist, darf das Arzneimittel während der Schwangerschaft nur auf ausdrückliche ärztliche Anordnung eingenommen werden.
Eine Anwendung während der Stillzeit ist möglich, wenn es der Arzt anordnet.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind keine Auswirkungen bekannt.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von KCl-retard Zyma Dragées Bitte nehmen Sie KCl-retard Zyma Dragées erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, das Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie KCl-retard Zyma Dragées immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Während oder nach den Mahlzeiten mit genügend Flüssigkeit im Sitzen unzerkaut einnehmen; nicht lutschen, nicht zerbeißen. Die Kapsel darf nicht geteilt werden.

Prävention eines Kaliummangels:
2 - 3 Dragées täglich zur Vorbeugung eines Kaliummangels. Dies kann bei der Behandlung mit bestimmten Medikamenten erforderlich werden, die die Kaliumausscheidung steigern.

Bei bestehendem Kaliummangel:
5 - 6 Dragées täglich ca. 8 - 10 Tage lang zum Auffüllen der Kaliumbestände des Körpers.

Die genaue Dosis wird von Ihrem Arzt festgelegt.

Wenn eine Diuretika-Behandlung nur abwechselnd an verschiedenen Tagen durchgeführt wird, wird der Arzt meist anordnen, KCl-retard an den Tagen ohne Diuretika-Gabe einzunehmen.

Kinder und Jugendliche:
Eine Anwendung bei Kindern und Jugendlichen darf nicht erfolgen, da Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen sind.

Wenn Sie eine größere Menge von KCl-retard Zyma Dragées eingenommen haben, als Sie sollten
Be Überdosierung (Vergiftung) muss umgehend ein Arzt gerufen werden. In schwereren Fällen wird er Erbrechen einleiten bzw. die weitere Behandlung der Kaliumüberschüsse veranlassen.

Anzeichen einer Überdosierung betreffen vor allem Herz und Kreislauf (Schwindel, Schock, Herzstolpern usw.) bzw. die Muskulatur und deren Nerven (Empfindungsstörungen, Krämpfe, Atembeschwerden). Ein gefährlicher Kaliumanstieg im Blut kann jedoch auch ohne Anzeichen verlaufen, bei Verdacht auf eine Überdosierung sollte also auf jeden Fall ein Arzt verständigt werden.

Wenn Sie die Einnahme von KCl-retard Zyma Dragées vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie die Einnahme von KCl-retard Zyma Dragées abbrechen
Brechen Sie die Einnahme nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt ab. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von KCl-retard Zyma Dragées zu stark oder zu schwach ist.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann KCl-retard Zyma Dragées Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Selten kann es bei Kaliumpräparaten zu Übelkeit, Blähungen, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Durchfällen kommen.
Dies geht meist durch Einnahme mit viel Flüssigkeit, bzw. während oder nach den Mahlzeiten oder Einnahme von weniger Dragées wieder zurück.
In sehr seltenen Einzelfällen können Geschwüre im Magen-Darm-Trakt auftreten. Aus diesem Grund sollten Sie beim Auftreten von stärkeren Bauchschmerzen, schwarzem oder blutigem Stuhl die Einnahme von KCl-retard Zyma Dragées abbrechen und Ihren Arzt informieren (siehe auch "Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung").

Selten wurde Juckreiz, Hautausschlag oder Nesselsucht beobachtet. In diesen Fällen nehmen Sie das Arzneimittel bitte nicht mehr ein und sprechen mit Ihrem Arzt. Es kann sich um eine Allergie gegen das Medikament handeln.

Bei Ausscheidungsproblemen der Niere kann der Kaliumspiegel im Blut zu hoch werden. Die Anzeichen dafür sind ähnlich wie bei einer Überdosierung (siehe dazu unter „Wenn Sie eine größere Menge von KCl-retard Zyma Dragées eingenommen haben, als Sie sollten“).

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25ºC lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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