Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Magnetrans forte 150mg»

Magnetrans forte 150mg
Magnetrans forte 150mg
Magnetrans forte 150mg


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Magnetrans® forte wird angewendet
bei nachgewiesenem Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist.
Was ist Magnesium?
Magnesium ist ein Mineralstoff. Als Bestandteil von etwa 300 Enzymen (Stoffwechselbeschleunigern) ist es unentbehrlich für viele lebensnotwendige Stoffwechselvorgänge im Körper. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Verbrennung von Kohlenhydraten und Fetten, beim Aufbau von Eiweiß und Nukleinsäuren (Träger der Erbanlagen), im Aufbau der Knochen sowie bei der Funktion der Skelettmuskulatur.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Magnetrans® forte darf NICHT eingenommen werden
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Magnesiumoxid oder einen der sonstigen Bestandteile von Magnetrans® forte sind
wenn bei Ihnen eine schwere Nierenfunktionsstörung vorliegt
wenn Sie unter Myasthenia gravis (Muskelschwäche) leiden
wenn Sie zu (Calcium-)Magnesium-Ammoniumphosphat-Steinen (bestimmte Nierensteine) neigen
wenn Sie an Erregungsüberleitungsstörung zwischen Herzvorhof und Herzkammer (AV-Block) leiden
bei erheblichen Wasser- und Salzverlusten (Exsikkose).
Gegebenenfalls sollte Ihr Arzt durch Messen der Salze (Elektrolyte) im Blut prüfen, ob sich aufgrund der Lage Ihres Mineralhaushalts, wie z.B. Magnesiumüberschuss (Hypermagnesiämie) oder Kaliumüberschuss (Hyperkaliämie), eine Gegenanzeige ergibt.
Magnetrans® forte sollte nur unter besonderer Vorsicht und nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt eingenommen werden
bei leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörungen
wenn bei Ihnen eine Neigung zur Bildung infizierter Nierensteine während einer Harnwegsinfektion bekannt ist.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Gegen die Einnahme in Schwangerschaft und Stillzeit bestehen keine Gegenanzeigen. Berichte über schädliche Auswirkungen während der Schwangerschaft/Stillzeit beim Menschen sind bisher nicht bekannt geworden. Die Erfahrungen beim Menschen mit der Anwendung von Magnesium in der Frühschwangerschaft sind jedoch sehr gering.
Wird Magnesium kurz vor der Geburt verabreicht, sollte das Neugeborene während der ersten 24 bis 48 Lebensstunden von einem Arzt auf Anzeichen von schädlichen Wirkungen (wie z.B. Atemdämpfung, Muskelschwäche) überwacht werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bisher sind keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die ähigkeit zum Bedienen von Maschinen bekannt geworden. Bei hochdosierter und länger andauernder Einnahme des Präparates können jedoch Müdigkeitserscheinungen auftreten, die die Aufmerksamkeit beeinträchtigen können (siehe Punkt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?).

Wie wird es angewendet?

Wie ist Magnetrans® forte einzunehmen?
Nehmen Sie Magnetrans® forte immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Jugendliche und Erwachsene
morgens und abends je 1 Kapsel.
Art der Anwendung
Nehmen Sie die Kapsel mit etwas Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung
Es ist keine zeitliche Begrenzung der Einnahme vorgesehen, jedoch sollten regelmäßige Kontrollen der Serum-Magnesium-Werte durch den Arzt erfolgen, insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Magnetrans® forte zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Magnetrans® forte eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine größere Menge von Magnetrans® forte eingenommen haben als Sie sollten, benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Dieser kann über gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen entscheiden.
Wenn Sie die Einnahme von Magnetrans® forte vergessen haben
Wenn Sie einmal eine Kapsel vergessen, nehmen Sie die nächste Kapsel Magnetrans® forte wie üblich ein. Es ist nicht erforderlich, eine vergessene Kapsel nachträglich einzunehmen.
Wenn Sie die Einnahme von Magnetrans® forte abbrechen
Falls Ihnen Magnetrans® forte verordnet wurde, sollten Sie die Behandlung nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt abbrechen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Magnetrans® forte mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Magnetrans® forte sollte nicht gleichzeitig mit Eisen, Fluoriden oder Tetracyclinen (bestimmte Antibiotika) eingenommen werden, da eine gegenseitige Behinderung der Aufnahme im Darm (enterale Resorption) auftreten kann. Zwischen der Einnahme von Magnesium und Eisen-, Fluorid- oder Tetracyclinpräparaten sollte daher ein Intervall von 2 bis 3 Stunden eingehalten werden.
Auch Aminochinoline (gegen Malaria), Chinidin und verwandte Stoffe (bei Herzrhythmusstörungen), Nitrofurantoin (Antibiotikum) und Penicillamin (bei Rheuma) sollten aufgrund der gegenseitigen Beeinflussung der Aufnahme in den Körper nicht gleichzeitig mit Magnesium-Präparaten angewendet werden.
Magnesium sollte nur mit Vorsicht angewendet werden wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel wie Antazida (bei Sodbrennen) oder Abführmittel einnehmen, die Magnesiumsalze enthalten. Dies gilt insbesondere wenn Sie unter einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Aluminium-haltigen Präparaten (z.B. Mittel gegen Sodbrennen; Antazida) kann die Aluminiumaufnahme in den Körper erhöht sein.
Bestimmte Antibiotika (Aminoglykosid-Antibiotika), Cisplatin (Mittel zur Hemmung des Zellwachstums bzw. der Zellteilung; Zytostatikum) und Ciclosporin A (zur Abschwächung der Immunantwort z.B. nach Organtransplantationen) können zu einer vermehrten Ausscheidung von Magnesium über die Nieren und so zu einer verringerten Wirkung von Magnetrans® forte führen.
Die gleichzeitige Anwendung von Magnesium und bestimmten Antibiotika (Aminoglykosid-Antibiotika) kann zu einer Verschlechterung der autonomen Muskelfunktion z.B. der Atemmuskulatur führen (erschwerte Atmung).
Magnetrans® forte kann die Wirkung bestimmter Substanzen (z.B. Pancuroniumbromid, Succinylcholinhalogenid), die zur Narkoseeinleitung gegeben werden, verstärken.
Die gleichzeitige Gabe von Calcium und Phosphat kann zu einer verminderten Wirkung von Magnesium führen.
Die Wirkung folgender Arzneistoffe kann durch Magnetrans® forte abgeschwächt werden:
Sympathomimetika (Schnupfen- und Herzmittel)
Herzglykoside (Herzmittel).
Bitte beachten Sie, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewendete Arzneimittel gelten können.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Magnetrans® forte Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Während der Einnahme von Magnesiumpräparaten sind bei intakter Nierenfunktion bislang kaum Nebenwirkungen beobachtet worden.
Bei hoher Dosierung kann es zu weichen Stühlen kommen, die jedoch unbedenklich sind, oder zu Magen-Darm-Reizung.
Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind
Bei Auftreten von Durchfällen sollte die Behandlung vorübergehend unterbrochen werden; nach einer Stuhlnormalisierung kann die Behandlung mit einer verringerten Tagesdosis fortgeführt werden.
Bei hochdosierter und länger andauernder Einnahme können insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion Müdigkeitserscheinungen auftreten. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass bereits eine erhöhte Magnesium-Konzentration im Blut erreicht ist. In diesem Fall sollten Sie die Dosis reduzieren oder Magnetrans® forte vorübergehend absetzen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdrückpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

-26/MM,CLH
GEBRAUCHSINFORMATION: Information für den Anwender
Magnetrans® forte 150 mg Hartkapseln
Wirkstoff: Schweres Magnesiumoxid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.
Dieses Arzneimittel ist ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss Magnetrans® forte jedoch vorschriftsgemäß angewendet werden.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
Wenn sich Ihr Krankheitsbild verschlimmert oder keine Besserung eintritt, müssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Magnetrans® forte ist ein Mineralstoffpräparat.
Woher kommt das Magnesium im Körper?
Magnesium wird dem Körper im Allgemeinen mit der täglichen Nahrungsaufnahme zugeführt. Durch ungesunde Ernährung mit zu viel Fett und Eiweiß und zu wenig mineralstoffhaltiger Kost kann bei einem dadurch entstandenen Magnesiummangel eine zusätzliche Gabe von Magnesium in Form von Magnesium-Präparaten sinnvoll werden.
Woran erkennt man einen Magnesiummangel?
Ein Magnesiummangel kann sich in Muskel- und besonders in Wadenkrämpfen aber auch in Nacken-, Schulter- und Rückenverspannungen zeigen. Herzklopfen und -jagen bis hin zu Herzschmerzen können weitere Anzeichen auf einen Magnesiummangel sein ebenso wie Kopfschmerzen, Migräne oder Magen- und Darmkrämpfe.
Wodurch entsteht ein Magnesiummangel im Körper?
Ganz normal ist die Ausscheidung von Magnesium mit einer Vielzahl anderer Mineralstoffe beim täglichen Gang auf die Toilette. Mit dem Schweiß wird eine weitere große Menge an Magnesium aus dem Körper heraus transportiert. Im Falle einer Erkrankung (Durchfall, stärkeres Schwitzen) ist dieser Magnesiumverlust zusätzlich gesteigert.
Magnesium in der Schwangerschaft
Es können sich Situationen einstellen, in denen der Körper selbst mehr Magnesium benötigt. Dies ist zum Beispiel bei einer Schwangerschaft der Fall. Hier entsteht durch das Wachstum des ungeborenen Kindes und dem gesteigerten Stoffwechsel der Mutter während der Schwangerschaft und in der Stillzeit ein stark erhöhter Magnesiumbedarf.


Bewertungen «Magnetrans forte 150mg»