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«Menveo- Pulver und Lösung zur Herstellung einerInjektionslösungMeningokokken-Gruppen A-, C-, W135- undY-Konjugat-Impfstoff»

Menveo- Pulver und Lösung zur Herstellung einerInjektionslösungMeningokokken-Gruppen A-, C-, W135- undY-Konjugat-Impfstoff


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Menveo ist ein Impfstoff, der zur aktiven Immunisierung von Jugendlichen (ab 11 Jahren) und Erwachsenen verwendet wird, bei denen das Risikoeiner Infektion mit Neisseria meningitidis der Serogruppen A, C, W135 and Y besteht, um eine invasive Erkrankung zu vermeiden. Die Wirksamkeit des Impfstoffs beruht darauf, dass er den Körper dazu veranlasst, seinen eigenen Schutz (Antikörper) gegen diese Bakterien aufzubauen.

Neisseria meningitidis-Bakterien der Gruppen A, C, W135 and Y können schwere und manchmal lebensbedrohliche Infektionen wie Meningitis und Sepsis (Blutvergiftung) verursachen.

Menveo kann keine bakterielle Meningitis oder Diphtherie hervorrufen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Sie oder Ihr Kind sollten Menveo nicht erhalten:

  • wenn in der Vergangenheit eine allergische Reaktion gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen aktiven Bestandteile von Menveo aufgetreten ist (siehe Weitere Informationen in Abschnitt 6)
  • wenn in der Vergangenheit eine allergische Reaktion gegen Diphtherietoxoid (eine Substanz, die in einer Reihe von anderen Impfstoffen verwendet wird) aufgetreten ist
  • wenn Sie an einer Krankheit mit hohem Fieber leiden. Ein leichtes Fieber oder eine Infektion der oberen Atemwege (z.B. ein Schupfen) ist jedoch kein Grund, die Impfung aufzuschieben.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Menveo ist geboten, wenn Sie (oder Ihr Kind):

  • an Hämophilie oder einem anderen Problem leiden, wodurch die Blutgerinnung beeinträchtigt wird, zum Beispiel durch die Verabreichung von Blutverdünnungsmitteln (Gerinnungshemmern).

Dieser Impfstoff kann nur gegen Meningokokken-Bakterien der Gruppen A, C, W135 und Y schützen.

Er bietet keinen Schutz gegen andere Arten von Meningokokken-Bakterien bzw. andere Ursachen von Meningitis und Sepsis (Blutvergiftung).

Man weiß nur wenig über die Wirksamkeit von Menveo bei Personen , die infolge der Behandlung mit Immunsuppressiva, einer HIV-Infektion und anderer möglicher Gründe ein geschwächtes Immunsystem haben. Es könnte sein, dass in diesen Fällen die Wirksamkeit von Menveo reduziert ist.

Wie bei jedem anderen Impfstoff kann es auch mit Menveo möglich sein, dass die Impfung nicht allen Geimpften einen 100%igen Schutz bietet.

Bei Anwendung von Menveo mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder die Krankenschwester, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Menveo kann gleichzeitig mit anderen Impfstoffen verabreicht werden. Dazu gehören: Tetanus-Impfstoff, reduzierter Diphtherie- und azellulärer Pertussis-Impfstoff (Tdap) sowie humaner Papillomavirus-Impfstoff (HPV).

Die Wirkung von Menveo kann beeinträchtigt sein, wenn der Impfstoff an Personen verabreicht wird, die Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems einnehmen.

Werden gleichzeitig andere Impfstoffe verabreicht, so sollten diese Impfstoffe nicht in denselben Arm wie Menveo injiziert werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder stillen, bevor Sie Menveo erhalten. Ihr Arzt oder die Krankenschwester wird Ihnen möglicherweise dennoch empfehlen, sich mit Menveo impfen zu lassen, wenn für Sie ein hohes Risiko einer Infektion mit Meningokokken-Bakterien der Gruppen A, C, W135 und Y besteht.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durchgeführt. In sehr seltenen Fällen wurde nach der Impfung über Schwindel berichtet. Das kann die Verkehrstüchtigkeit sowie die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vorübergehend beeinträchtigen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Menveo

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) und weniger als 1 mmol Kalium (39 mg) pro Dosis und ist daher praktisch natrium- und kaliumfrei.

Wie wird es angewendet?

Ihr Arzt oder die Krankenschwester wird Ihnen oder Ihrem Kind den Impfstoff verabreichen.

Der Impfstoff wird bei Jugendlichen und Erwachsenen in der Regel in den Oberarmmuskel (Deltamuskel) verabreicht. Der Arzt oder die Krankenschwester wird alles tun, um zu vermeiden, dass der Impfstoff in ein Blutgefäß verabreicht wird und wird sicherstellen, dass er in den Muskel und nicht in die Haut injiziert wird.
Bei Jugendlichen (ab 11 Jahren) und Erwachsenen: Es wird eine Einzeldosis (0,5 ml) des Impfstoffs empfohlen.

Es liegen nur begrenzte Daten bei Personen in der Altersgruppe von 56 bis 65 Jahren vor; zu Personen über 65 Jahren sind keine Daten vorhanden.

Informationen zur Zubereitung des Impfstoffs finden Sie im Abschnitt für Ärzte/medizinisches Fachpersonal am Ende des Merkblatts.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Menveo Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die häufigsten Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit dem Impfstoff beobachtet wurden, dauerten nur ein bis zwei Tage an und waren gewöhnlich nicht schwerwiegend. Die häufigsten Nebenwirkungen aus klinischen Studien sind im Folgenden angeführt.

Sehr häufig (betrifft mehr als 1 von 10 Geimpften): Kopfschmerzen, Übelkeit, Schmerzen an der Injektionsstelle, Rötung an der Injektionsstelle (≤ 50 mm), Verhärtung oder Schwellung an der Injektionsstelle (≤ 50 mm), Juckreiz an der Injektionsstelle, allgemeines Unwohlsein

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Geimpften): Ausschlag, Rötung an der Injektionsstelle (> 50 mm), Verhärtung oder Schwellung an der Injektionsstelle (> 50 mm), Fieber ≥ 38°C, Schüttelfrost

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1.000 Geimpften): Schwindel

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Menveo nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C). Nicht einfrieren. Die Durchstechflaschen zum Schutz vor Licht in der Außenverpackung aufbewahren.
Das Arzneimittel ist nach der Rekonstitution sofort zu verwenden. Es wurde jedoch gezeigt, dass das Arzneimittel nach der Rekonstitution bei Aufbewahrung bei weniger als 25°C bis zu 8 Stunden chemisch und physikalisch stabil bleibt.

Arzneimittel dürfen nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Der Arzt oder die Krankenschwester werden dieses Arzneimittel entsorgen. Diese Maßnahme dient dem Schutz der Umwelt.


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