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«MOVIPREP Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen»

MOVIPREP Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
MOVIPREP Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen


Was ist es und wofür wird es verwendet?

MOVIPREP ist ein Pulver mit Zitronengeschmack in vier Beuteln.

Eine Anwendung besteht aus zwei großen Beuteln ("Beutel A") und zwei kleinen ("Beutel B"). Für eine Anwendung benötigen Sie alle vier Beutel.

MOVIPREP wird zur Darmreinigung vor klinischen Maßnahmen angewendet, die einen sauberen Darm erfordern, beispielsweise vor Untersuchungen des Darms (Endoskopie, Röntgen). MOVIPREP wirkt, indem es den Darm entleert. Eine erwartete Wirkung bei der Anwendung von MOVIPREP ist also wässriger Durchfall.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

MOVIPREP darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Macrogol 3350, einen der anderen Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile von MOVIPREP sind.
  • wenn Ihr Darm nicht vollständig durchgängig ist bzw. wenn Sie an einer Blockade (Obstruktion) im Verdauungstrakt oder an einem Darmverschluss (Ileus) leiden.
  • wenn Sie einen Durchbruch (Perforation) in der Wand des Verdauungstrakts haben
  • wenn Sie an einer Störung der Magenentleerung (z.B. Magenatonie) leiden
  • wenn Sie an Darmlähmung leiden (dies kann eine Folgeerscheinung einer Operation im Bauchraum sein)
  • wenn Sie an Phenylketonurie leiden. Phenylketonurie ist eine angeborene Stoffwechselerkrankung, bei der die Aminosäure Phenylalanin von Ihrem Körper nicht verarbeitet werden kann. MOVIPREP enthält Aspartam als Quelle für Phenylalanin.
  • wenn Sie an Glukose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel leiden
  • wenn Sie an einer akuten Dickdarmerweiterung (toxisches Megakolon) infolge chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen wie z.B. Colitis ulcerosa leiden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von MOVIPREP ist erforderlich

  • wenn Sie in schlechtem Allgemein- oder Gesundheitszustand sind oder an einer schweren Erkrankung leiden; beachten Sie dann bitte die unter Abschnitt 4 aufgeführten möglichen Nebenwirkungen besonders gründlich. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Wenn Sie an einer oder mehreren der nachfolgenden Störungen leiden informieren Sie bitte Ihren Arzt bevor Sie MOVIPREP einnehmen:
  • wenn Sie Schwierigkeiten oder Beschwerden beim Schlucken von Flüssigkeiten haben und diese gegebenenfalls eindicken müssen;
  • wenn Sie Refluxbeschwerden haben (Aufstoßen durch Rückfluß von Mageninhalt in die Speiseröhre);
  • wenn Sie unter einer Störung der Nierenfunktion leiden;
  • wenn Sie unter Herzschwäche leiden;
  • wenn Ihr Körper unter Flüssigkeitsmangel leidet;
  • wenn Sie an einem akuten Schub einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) leiden.

Bei Patienten mit Bewusstseinsstörungen sollte MOVIPREP nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.

Bei Einnahme von MOVIPREP mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Nehmen Sie andere Arzneimittel mindestens eine Stunde vor Beginn oder nach Abschluss der Behandlung mit MOVIPREP ein, weil diese sonst aus dem Verdauungstrakt herausgespült und daher nicht wirksam sein könnten.

Bei Einnahme von MOVIPREP zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Von Beginn der MOVIPREP-Einnahme bis zum Abschluss der Untersuchung dürfen Sie keine feste Nahrung zu sich nehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Da es keine Daten zur Anwendung von MOVIPREP während der Schwangerschaft oder Stillzeit gibt, sollte MOVIPREP nur dann angewendet werden, wenn es der Arzt für unbedingt erforderlich hält.

Informieren Sie deshalb unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder schwanger sein könnten bzw. wenn Sie stillen.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

MOVIPREP hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von MOVIPREP

MOVIPREP enthält 56,2 mmol aufnehmbares Natrium pro Liter gebrauchsfertiger Lösung. Beachten Sie dies, wenn Sie sich natriumarm ernähren.

MOVIPREP enthält 14,2 mmol Kalium pro Liter gebrauchsfertiger Lösung. Beachten Sie dies, wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist oder sie sich kaliumarm ernähren.

MOVIPREP enthält Aspartam als Quelle für Phenylalanin und kann schädlich sein, wenn Sie unter Phenylketonurie leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie MOVIPREP immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, beträgt die übliche Dosis zur
Darmvorbereitung insgesamt zwei Liter MOVIPREP-Lösung, die folgendermaßen gebrauchsfertig gemacht wird:

Eine Packung enthält zwei durchsichtige Umbeutel, die jeweils ein Beutelpaar enthalten: Beutel A und Beutel B . Der Inhalt jedes Beutelpaars (d. h. ein Beutel A und ein Beutel B) wird in einem Liter Wasser aufgelöst.
Eine Packung ergibt also zwei Liter trinkfertiger MOVIPREP-Lösung.

Lesen Sie vor Anwendung von MOVIPREP bitte aufmerksam die folgenden Erläuterungen. Sie müssen wissen:

  • wann MOVIPREP eingenommen wird;
  • wie MOVIPREP zubereitet wird;
  • wie MOVIPREP getrunken wird;
  • welche Wirkungen zu erwarten sind.

Wann MOVIPREP eingenommen wird

Nehmen Sie MOVIPREP auf Anweisung Ihres Arztes oder des Pflegepersonals ein. Die Behandlung mit MOVIPREP muss vor Beginn der geplanten medizinischen Untersuchung abgeschlossen sein.

Folgende Vorgehensweisen sind möglich:

Entweder
Einnahme des ersten Liters MOVIPREP am Vorabend und Einnahme des zweiten Liters am frühen Morgen des geplanten Untersuchungstages

oder
Einnahme von zwei Litern am Vorabend des Untersuchungstages.

Wichtig: Von Beginn der MOVIPREP-Einnahme bis zum Abschluss der geplanten Untersuchung dürfen Sie keine feste Nahrung zu sich nehmen.

Wie bereiten Sie MOVIPREP zu

Wie trinken Sie MOVIPREP

Trinken Sie den ersten Liter MOVIPREP innerhalb von ein bis zwei Stunden. Versuchen Sie, alle 10 bis 15 Minuten ein Glas MOVIPREP zu trinken.

Bereiten Sie im Anschluss daran den zweiten Liter MOVIPREP-Lösung aus den Beuteln A und B des verbleibenden Umbeutels zu. Dann trinken Sie die Lösung in gleicher Weise.

Sie sollten in diesem Zeitraum einen weiteren Liter klarer Flüssigkeit zu sich nehmen, um großen Durst und eine Austrocknung des Körpers zu vermeiden. Mögliche Getränke sind Wasser, klare Suppen, Obstsäfte (ohne Fruchtfleisch), limonadenhaltige Getränke, Tee oder Kaffee (ohne Milch). Diese Getränke können Sie bis spätestens eine Stunde vor der Untersuchung zu sich nehmen.

Welche Wirkungen sind bei der Anwendung von MOVIPREP zu erwarten

Sobald Sie mit der Einnahme von MOVIPREP beginnen, sollten Sie sich in der Nähe einer Toilette aufhalten. Bald wird ein wässriger Stuhlgang einsetzen. Das ist ganz normal und weist darauf hin, dass die MOVIPREP-Lösung wirkt. Bald nachdem Sie die gesamte Lösung getrunken haben, hört der Stuhldrang wieder auf.

Wenn Sie diesen Anweisungen folgen, ist Ihr Darm gereinigt, und Sie tragen so dazu bei, dass die geplante Untersuchung erfolgreich durchgeführt werden kann.

Wenn Sie eine größere Menge MOVIPREP eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge MOVIPREP eingenommen haben, als Sie sollten, können Sie sehr starken Durchfall entwickeln, der zu einer Austrocknung des Körpers führen kann. Nehmen Sie große Mengen an Flüssigkeit zu sich, insbesondere Obstsäfte. Wenn Sie sich Sorgen machen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie die Einnahme von MOVIPREP vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme von MOVIPREP vergessen haben, holen Sie sie nach, sobald Sie es bemerken. Sollten seit dem vorgesehenen Einnahmezeitpunkt bereits mehrere Stunden vergangen sein, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Die Darmvorbereitung muss mindestens eine Stunde vor der geplanten Untersuchung abgeschlossen sein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Kinder
MOVIPREP ist nicht für die Anwendung bei Kindern unter 18 Jahren geeignet.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann MOVIPREP Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Menschen auftreten müssen.

Durchfall ist eine normale Wirkung von MOVIPREP.

Sehr häufige Nebenwirkungen (d.h. aufgetreten bei mehr als 1 von 10 Behandelten):
Bauchschmerzen, Blähungen, Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein,Reizungen des Darmausgangs und Übelkeit.

Häufige Nebenwirkungen (d.h. aufgetreten bei weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten):
Hunger, Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Durst und Schüttelfrost.

Gelegentliche Nebenwirkungen (d.h. aufgetreten bei weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten):
Unwohlsein, Schluckbeschwerden und anormale Leberfunktionstests

Die folgenden Nebenwirkungen wurden mitunter beobachtet, ihre Häufigkeit ist jedoch unbekannt: Blähungen (Flatulenz), kurzzeitiger Anstieg des Blutdrucks, Würgereiz (angespanntes Würgen bis Erbrechen), sehr niedrige Natriumspiegel des Blutes, welche Krampfanfälle auslösen können und Änderungen in den Salzkonzentrationen im Blut wie beispielsweise Bikarbonatkonzentration vermindert, Kalziumkonzentration erhöht oder vermindert, Chloridkonzentration im Blut erhöht oder vermindert, Phosphatkonzentration vermindert. Besonders bei Patienten, die die Nieren beeinträchtigende Medikamente wie beispielsweise ACE-Hemmer und Diuretika zur Behandlung von Herzkrankheiten einnehmen, besteht auch die Möglichkeit zur Erniedrigung des Natriumspiegels im Blut.

Diese Reaktionen treten normalerweise nur während der Anwendung auf; sollten sie nach der Anwendung fortdauern, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Es können allergische Reaktionen auftreten.

Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie MOVIPREP nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt umgehend auf. Sie sollten MOVIPREP nicht weiter einnehmen, bis Sie die Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt abgeklärt haben

  • Hautauschlag oder Juckreiz
  • Schwellungen des Gesichts, der Knöchel oder anderer Körperteile
  • Herzrasen
  • sehr starke Müdigkeit
  • Atemnot

Wenn Sie innerhalb von sechs Stunden nach der Einnahme von MOVIPREP keinen Stuhlgang haben, nehmen Sie MOVIPREP nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt umgehend auf.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis nach angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des genannten Monats.

MOVIPREP Beutel bei Raumtemperatur (nicht über 25ºC) lagern.
MOVIPREP Beutel in der Originalverpackung aufbewahren.

Die gebrauchsfertige, mitWasser zubereitete MOVIPREP-Lösung kann (in einem verschlossenen Behältnis) bei Raumtemperatur (nicht über 25 ºC) gelagert werden.

Sie kann auch im Kühlschrank gelagert werden (2-8 ºC ).

Die zubereitete MOVIPREP-Lösung darf nicht mehr verwendet werden, wenn seit der Zubereitung mehr als 24 Stunden vergangen sind.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


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