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«MOXONIDIN-Actavis 0,3 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg ist ein zentral wirksames Arzneimittel zur Senkung des erhöhten Blutdrucks.
MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg wird angewendet zur Behandlung leichter bis mittelschwerer Formen des nicht-organbedingten Bluthochdrucks (essentielle Hypertonie).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg darf nicht eingenommen werden
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber dem Wirkstoff Moxonidin oder einem der sonstigen Bestandteile von MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg sind
wenn bei Ihnen eine bestimmte Herzrhythmusstörung, das sogenannte Syndrom des kranken Sinusknotens vorliegt oder die Erregungsleitung im Herzen zwischen Sinusknoten und Herzvorhof gestört ist (sinuatrialer Block)
wenn bei Ihnen die Herzschlagfolge in Ruhe stark verlangsamt ist (unter 50 Schläge pro Minute)
wenn Sie unter einer schweren Nierenfunktionsstörung (GFR < 30 ml/Minute, Serumkreatinin > 160 µmol/l) leiden
wenn bei Ihnen in der Vergangenheit bestimmte Gewebsschwellungen im Bereich der Haut und Schleimhäute (angioneurotisches Ödem) aufgetreten sind
wenn bei Ihnen höhergradige Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (AV-Block 2. oder 3. Grades) vorliegen
wenn Sie unter nicht kontrollierbaren Störungen der Herzschlagfolge leiden (maligne Arrhythmien)
wenn Sie an einer Herzmuskelschwäche leiden
wenn Sie an einer schweren Durchblutungsstörung des Herzmuskels leiden bzw. dadurch Beschwerden wie Brustenge verspüren (instabile Angina pectoris)
wenn bei Ihnen eine schwere Lebererkrankung vorliegt.
Aufgrund fehlender Therapieerfahrung sollte MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg in folgenden ällen nicht eingenommen werden
wenn Sie an Durchblutungsstörungen der Beine leiden, die sich in Schmerzen bei Bewegung äußern (Claudicatio intermittens)
wenn Sie an Gefäßkrämpfen im Bereich der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom) leiden
wenn Sie an Schüttellähmung (Morbus Parkinson) leiden
wenn Sie an Epilepsie leiden
wenn Sie an einer krankhaften Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukom) leiden
wenn Sie unter Depressionen leiden
in der Schwangerschaft oder Stillzeit
bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren (siehe Abschnitt "Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren")
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg ist erforderlich
wenn Sie unter einer mittelschweren Nierenfunktionsstörung (GFR > 30 ml/Minute, jedoch < 60 ml/Minute, Serumkreatinin > 105 µmol/l, jedoch < 160 µmol/l ) leiden. Hier ist eine engmaschige Kontrolle der blutdrucksenkenden Wirkung von MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg insbesondere zu Beginn der Behandlung notwendig. Des Weiteren ist eine sorgfältige Dosiseinstellung notwendig.
wenn Sie gleichzeitig einen Beta-Rezeptorenblocker einnehmen. In diesem Fall muss beim Absetzen zunächst der Beta-Rezeptorenblocker abgesetzt werden und erst nach einigen Tagen MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg, um einen überschießenden Blutdruckanstieg zu vermeiden.
wenn Sie unter Durchblutungsstörungen des Gehirns leiden
bei einem erst kurze Zeit zurückliegenden Herzinfarkt
wenn Sie unter Durchblutungsstörungen der Extremitäten leiden
Sie sollten MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg nicht abrupt absetzen. Auf Anweisung des Arztes sollte ein langsames Ausschleichen über einen Zeitraum von zwei Wochen erfolgen (siehe auch Abschnitt "Wie ist MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg einzunehmen?).
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren
MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren angewendet werden, da bisher keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung in dieser Altersgruppe vorliegen.
Ältere Menschen
Bei älteren Patienten muss die Dosis von MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg nicht reduziert werden.
Schwangerschaft
Angesichts unzureichender Daten bei der Anwendung von Moxonidin bei schwangeren Frauen darf MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt eingenommen werden.
Stillzeit
Da der Wirkstoff Moxonidin in die Muttermilch übertritt, sollte MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg in der Stillzeit nicht eingenommen werden. Hält Ihr Arzt eine Behandlung mit MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg für unerlässlich, muss abgestillt werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bisher wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit und die ähigkeit, Maschinen zu bedienen, durchgeführt. Es wurde jedoch über Benommenheit und Schwindel berichtet. Dies sollten Sie beim Durchführen dieser Tätigkeiten beachten.
Wichtige Warnhinweise zu bestimmten sonstigen Bestandteilen von MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg
Wenn bei Ihnen eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckerarten (z. B. Lactose, Galactose, Glucose) festgestellt wurde, sollten Sie MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.

Wie wird es angewendet?

WIE IST MOXONIDIN-ISIS 0,3 MG EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen
Nehmen Sie MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg vor, während oder nach einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) ein.
Hinweis:
MOXONIDIN-ISIS 0,2 mg Filmtabletten und MOXONIDIN-ISIS 0,4 mg Filmtabletten sind ebenfalls verfügbar.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Erwachsene
Die Behandlung muss mit 0,2 mg Moxonidin morgens begonnen werden.
Ist die therapeutische Wirkung unzureichend, kann die Dosierung nach einem 3-Wochen-Intervall auf 0,4 mg erhöht und kann als Einzeldosis oder aufgeteilt in 2 Dosen (morgens und abends) eingenommen werden.
Bei unzureichendem Ansprechen nach weiterer 3-wöchiger Behandlung kann die Dosierung auf maximal 0,6 mg (entspricht 2 Filmtabletten MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg) erhöht werden, wobei die Einnahme aufzuteilen ist in 2 Dosen (morgens und abends).
Eine Einzeldosis von 0,4 mg Moxonidin und eine Tagesdosis von 0,6 mg (entspricht 2 Filmtabletten MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg) dürfen nicht überschritten werden.
Ältere Patienten
Sofern die Nierenfunktion nicht eingeschränkt ist, gilt für die Dosierung dieselbe Empfehlung wie bei Erwachsenen.
Nierenfunktionsstörungen
Patienten mit mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (GFR > 30 ml/Minute, jedoch < 60 ml/Minute):
Maximale Einzeldosis: 0,2 mg Moxonidin
Maximale Tagesgesamtdosis: 0,4 mg Moxonidin
Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 30 ml/Minute) dürfen MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg nicht einnehmen (siehe "MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg darf nicht eingenommen werden").
Leberfunktionsstörungen
Patienten mit einer leichten bis mittelschweren Einschränkung der Leberfunktion:
Es gelten dieselben Dosierungsempfehlungen wie bei Erwachsenen.
Patienten mit schweren Lebererkrankungen dürfen MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg nicht einnehmen (siehe "MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg darf nicht eingenommen werden").
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von
MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg eingenommen haben, als Sie
sollten
Zeichen einer Überdosierung bei Kleinkindern können sein:
Sedierung, Pupillenverengung, Blutdruckabfall, Atemnot, Koma.
Zeichen einer Überdosierung bei Erwachsenen können sein:
Dämpfung, Blutdrucksenkung, Blutdruckabfall beim Lagewechsel, starke Verlangsamung der Herzschlagfolge, Mundtrockenheit. In seltenen ällen können Erbrechen und paradoxer Blutdruckanstieg auftreten.
Bei schwerer Überdosierung kann es auch zu Bewusstseinsstörungen sowie schweren Atembeschwerden kommen
Bei einer Überdosierung sollten Sie Ihren Arzt informieren. Dieser kann dann geeignete Schritte wie z. B. kreislaufstabilisierende Maßnahmen einleiten.
Wenn Sie die Einnahme von MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern fahren Sie wie gewohnt mit der Einnahme fort.
Auswirkungen, wenn die Behandlung mit MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg abgebrochen wird
Die Behandlung sollte nicht abrupt abgesetzt werden.
Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Einnahme von MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg nicht selbständig ohne die ausdrückliche Anweisung Ihres Arztes.
MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg sollte dann schrittweise ausschleichend über einen Zeitraum von zwei Wochen abgesetzt werden.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Andere Antihypertensiva (blutdrucksenkende Arzneimittel)
Verstärkte blutdrucksenkende Wirkung.
Arzneimittel zur Dämpfung von Angst- und Spannungszuständen (Tranquilizer), Schlaf- und Beruhigungsmittel
Verstärkte Wirkung dieser Arzneimittel.
Trizyklische Antidepressiva (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen)
Verstärkte Wirkung dieser Arzneimittel.
Benzodiazepine (bestimmte Arzneimittel zur Beruhigung und/oder Schlafförderung)
Verstärkte Wirkung dieser Arzneimittel.
Lorazepam (ein Benzodiazepin zur Beruhigung)
Leicht verminderte Leistungsfähigkeit des Gehirns.
Moxonidin, der Wirkstoff von MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg, wird über die Niere durch einen aktiven Ausscheidungsmechanismus (tubuläre Sekretion) ausgeschieden. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, die genauso ausgeschieden werden, können nicht ausgeschlossen werden. Als Beispiele sind zu nennen: Herzwirksame Digitalisglykoside, Insulin, Sulfonylharnstoffe (Arzneimittel zur Behandlung bei Diabetes mellitus), Nitrate (Arzneimittel zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit), Arzneimittel zur Behandlung von Rheuma, Arzneimittel zur Senkung der Blutfettwerte, Allopurinol, Probenecid, Colchicin (Arzneimittel zur Behandlung einer Gicht), Arzneimittel gegen Magen-Darm-Geschwüre, Schilddrüsenextrakte.
Tolazolin (gefäßerweiterndes Arzneimittel) kann dosisabhängig die Wirkung von MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg abschwächen.
Bei Einnahme von MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg kann die Wirkung von Alkohol verstärken.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann MOXONIDIN-ISIS 0,3 mg Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:
Sehr häufig:
Häufig:
weniger als 1 von 10,
Gelegentlich:
weniger als 1 von 100,
Selten:
weniger als 1 von 1000,
Sehr selten:

mehr als 1 von 10 Behandeltenaber mehr als 1 von 100 Behandelten
aber mehr als 1 von 1000 Behandeltenaber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
weniger als 1 von 10.000 Behandelten, oder unbekannt

Nebenwirkungen
Besonders zu Beginn der Behandlung wurde sehr häufig über Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schwächegefühl und Schwindel berichtet. Häufigkeit und Intensität nehmen nach wiederholter Anwendung in der Regel ab.
Psyche
Häufig: Gestörte Denkprozesse.
Gelegentlich: Depressionen, Angstgefühle.
Nervensystem
Sehr häufig: Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit.
Häufig: Schlafstörungen.
Gelegentlich: Dämpfung.
Magen-Darm-Trakt
Häufig: Übelkeit, Verstopfung und andere Magen-Darm-Beschwerden.
Niere und ableitende Harnwege
Gelegentlich: Harnverhalt oder unfreiwilliger Harnverlust.
Haut und Unterhautzellgewebe
Gelegentlich: Allergische Hautreaktionen.
Leber-Galle-System
Sehr selten: Reaktionen der Leber (Leberentzündung, Gallestauung (Cholestase)).
Augen
Gelegentlich: Trockener Juckreiz oder Brennen der Augen.
Gefäßsystem
Häufig: Gefäßerweiterung.
Gelegentlich: Erniedrigter Blutdruck, Blutdruckabfall beim Lagewechsel, Empfindungsstörungen (Kribbeln) in den Armen oder Beinen, Gefäßkrämpfe im Bereich der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom), periphere Durchblutungsstörungen.
Hormonsystem
Gelegentlich: Vergrößerung der männlichen Brustdrüse, Impotenz und Verlust des Geschlechtstriebes.
Sonstige Nebenwirkungen
Sehr häufig: Mundtrockenheit.
Häufig: Schwächegefühl.
Gelegentlich: Flüssigkeitseinlagerungen (Ödeme) an verschiedenen Körperstellen, Schwächegefühl in den Beinen, Gewebsschwellungen im Bereich der Haut und Schleimhäute (Angioödem), kurzdauernder Bewusstseinsverlust, verminderte Flüssigkeitsausscheidung, Appetitlosigkeit, Schmerzen in der Ohrspeicheldrüse.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und der äußeren Umhüllung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht über 30 °C lagern!
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

GI-768-
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
MOXONIDIN-ISIS® 0,3 mg Filmtabletten
Wirkstoff: Moxonidin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Packungsbeilage beinhaltet:


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