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«Naratriptan-ratiopharm 2,5 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

WAS IST NARATRIPTAN-RATIOPHARM UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
Naratriptan-ratiopharm enthält Naratriptan (als Naratriptanhydrochlorid), das zur Gruppe der Triptane gehört (auch bekannt als 5-HT1-Rezeptoragonisten).
Naratriptan-ratiopharm wird zur Behandlung von Migräne mit oder ohne Aura verwendet.
Migränesymptome können durch temporäres Weiten der Blutgefäße im Kopf hervorgerufen werden. Naratriptan-ratiopharm soll die Erweiterung dieser Blutgefäße reduzieren. Dadurch wiederum können Kopfschmerzen und andere Symptome, die mit einem Migräneanfall einhergehen, wie Übelkeitsgefühle (Brechreiz oder Übergeben) sowie Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen gelindert werden.
Wie viel wird angewendet?
Erwachsene
Die übliche Dosis für Erwachsene von 18 bis 65 ist eine Tablette Naratriptan-ratiopharm (2,5 mg), die ganz mit Wasser geschluckt wird.
Kinder und ältere Menschen
Naratriptan-ratiopharm wird für Kinder unter 18 Jahren und ältere Menschen über 65 Jahre nicht empfohlen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON NARATRIPTAN-RATIOPHARM BEACHTEN?
ür ältere Menschen oder Kinder unter 18 Jahre nicht geeignet
Naratriptan-ratiopharm wird für Menschen über 65 und für Kinder unter 18 Jahren nicht empfohlen.
Naratriptan-ratiopharm darf nicht eingenommen werden
• Wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Naratriptan oder einen der anderen Bestandteile sind (aufgelistet in Abschnitt 6)
• Wenn Sie Herzprobleme wie Herzinsuffizienz oder Brustschmerz (Angina Pectoris) haben oder schon einen Herzanfall hatten
• Wenn Sie Durchblutungsstörungen in Ihren Beinen haben, die beim Gehen krampfartige Schmerzen verursachen (periphere vaskuläre Erkrankung)
• Wenn Sie je einen Schlaganfall oder einen leichten Schlaganfall hatten (auch transitorische ischämische Attacke oder TIA genannt)
• Wenn Sie unter hohem Blutdruck leiden. Sie können Naratriptan-ratiopharm einnehmen, wenn Ihr Bluthochdruck leicht ist und behandelt wird.
• Wenn Sie eine Nieren- oder Lebererkrankung haben.
• Mit anderen Arzneimitteln gegen Migräne, einschließlich derjenigen, die Ergotamin enthalten, oder mit ähnlichen Arzneimitteln wie Methysergid, oder mit anderen 5-HT1-Rezeptoragonisten, wie Sumatriptan.
Wenn eine dieser Angaben auf Sie zutrifft:
Informieren Sie Ihren Arzt, und nehmen Naratriptan-ratiopharm nicht ein.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Naratriptan-ratiopharm ist erforderlich
Ihr Arzt benötigt gewisse Informationen, bevor Sie Naratriptan-ratiopharm einnehmen.
Wenn Sie zusätzliche Risikofaktoren haben
• Wenn Sie schwerer Raucher sind oder eine Nikotinersatz-Therapie verwenden, und besonders
• Wenn Sie männlich und über 40 Jahre alt sind oder
• Wenn Sie eine Frau nach der Menopause sind.
In sehr seltenen ällen haben Personen ernsthafte Herzprobleme nach der Einnahme Naratriptan-ratiopharm bekommen, obwohl zuvor keinerlei Hinweise auf Herzkrankheiten vorlagen.
Wenn irgendwelche Punkte in der Liste auf Sie zutreffen, kann dies bedeuten, dass Sie einem größeren Risiko zur Entwicklung einer Herzerkrankung ausgesetzt sind, darum:
Informieren Sie Ihren Arzt, damit Ihre Herzfunktion überprüft werden kann, bevor Ihnen Naratriptan-ratiopharm verschrieben wird.
Wenn Sie gegen Antibiotika, Sulfonamide genannt, allergisch sind
Wenn dies zutrifft, können Sie auch gegen Naratriptan-ratiopharm allergisch sein. Wenn Sie wissen, dass Sie gegen ein Antibiotikum allergisch sind, aber nicht wissen, ob es sich um ein Sulfonamid handelt:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Naratriptan-ratiopharm einnehmen.
Wenn Sie Naratriptan-ratiopharm häufig einnehmen
Die allzu häufige Einnahme von Naratriptan-ratiopharm kann Ihre Kopfschmerzen verschlimmern.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn dies auf Sie zutrifft. Er/sie kann Ihnen empfehlen, Naratriptan-ratiopharm abzusetzen.
Wenn Sie nach der Einnahme von Naratriptan-ratiopharm Schmerzen oder Enge im Brustbereich fühlen
Diese Auswirkungen können intensiv sein, gehen aber gewöhnlich schnell vorbei. Wenn sie nicht schnell vorbeigehen oder intensiver werden:
Holen Sie sofort medizinische Hilfe. Abschnitt 4 dieser Packungsbeilage enthält mehr Information über diese möglichen Nebenwirkungen.
Schwangerschaft und Stillzeit
• Wenn Sie schwanger sind oder schwanger sein könnten, fragen Sie vor der Einnahme aller Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Sprechen Sie vor der Einnahme von Naratriptan-ratiopharm mit Ihrem Arzt. Es liegen nur eingeschränkte Informationen über die Sicherheit einer Einnahme von Naratriptan-ratiopharm bei schwangeren Frauen vor. Bis jetzt gibt es jedoch keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen. Ihr Arzt wird gegebenenfalls von der Einnahme von Naratriptan-ratiopharm abraten, so lange Sie schwanger sind.
• Stillen Sie Ihr Baby für mindestens 24 Stunden nach der Einnahme von Naratriptan-ratiopharm nicht. Wenn Sie während dieser Zeit Muttermilch abpumpen, werfen Sie diese weg und geben Sie sie nicht Ihrem Baby.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
• Entweder können die Migränesymptome oder Ihr Arzneimittel Sie schläfrig machen. Fahren Sie kein Auto oder verwenden Sie keine Werkzeuge oder Maschinen, wenn Sie beeinträchtigt sind.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Naratriptan-ratiopharm
Naratriptan-ratiopharm enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Naratriptan-ratiopharm daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

WIE IST NARATRIPTAN-RATIOPHARM EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Naratriptan-ratiopharm nur nach dem Einsetzen Ihrer Migräne ein.
Nehmen Sie Naratriptan-ratiopharm nicht zur Vorbeugung einer Attacke ein.
Nehmen Sie Naratriptan-ratiopharm immer genau nach Anweisung des Arztes ein.
Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Wenn Sie eine größere Menge von Naratriptan-ratiopharm eingenommen haben, als Sie sollten
• Nehmen Sie in 24 Stunden nicht mehr als zwei Filmtabletten ein.
Die Einnahme von zu viel Naratriptan-ratiopharm kann Sie krank machen. Wenn Sie in 24 Stunden mehr als zwei Tabletten eingenommen haben:
Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Naratriptan-ratiopharm mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel oder pflanzliche Produkte handelt.
Bestimmte Arzneimittel dürfen nicht zusammen mit Naratriptan-ratiopharm eingenommen werden, andere führen zu negativen Auswirkungen, wenn Sie zusammen mit Naratriptan-ratiopharm eingenommen werden. Teilen Sie es Ihrem Arzt mit, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:
• Arzneimittel für Ihre Migräne die irgendein Triptan oder 5HT1-Rezeptoragonisten enthalten (wie Sumatriptan oder Zolmitriptan). Nehmen Sie Naratriptan-ratiopharm nicht gemeinsam mit diesen Arzneimitteln ein. Setzen Sie diese Arzneimittel mindestens 24 Stunden vor der Einnahme von Naratriptan-ratiopharm ab.
• Ergotamin, das ebenfalls gegen Migräne eingesetzt wird, oder ähnliche Arzneimittel wie Methysergid. Nehmen Sie Naratriptan-ratiopharm nicht gemeinsam mit diesen Arzneimitteln ein. Setzen Sie diese Arzneimittel mindestens 24 Stunden vor der Einnahme von Naratriptan-ratiopharm ab.
• Antidepressiva, die als selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs) klassifiziert sind, wie Citalopram, Fluoxetin oder Paroxetin, oder Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRIs) wie Venlafaxin. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
• Johanniskraut (Hypericum perforatum). Die Einnahme von pflanzlichen Heilmitteln, die Johanniskraut enthalten, kann bei gleichzeitiger Einnahme von Naratriptan-ratiopharm die Wahrscheinlichkeit von auftretenden Nebenwirkungen erhöhen.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Naratriptan-ratiopharm Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Allergische Reaktion: Holen Sie sofort ärztliche Hilfe
(bis zu 1 Behandelter von 1.000)
• Zeichen einer Allergie können Hautausschlag, Keuchen, geschwollene Augenlider, Gesicht oder Lippen und vollständiger Zusammenbruch sein.
Wenn Sie kurz nach der Einnahme von Naratriptan-ratiopharm unter einem dieser Symptome leiden:
Nehmen Sie keine Tabletten mehr. Kontaktieren Sie sofort einen Arzt.
Häufige Nebenwirkungen
(1 bis 10 Behandelte von 100)
• Übelkeit (Nausea) oder Erbrechen, dies kann jedoch auch wegen der Migräne selbst sein.
• Müdigkeit, Benommenheit oder allgemeines Unwohlsein.
• Schwindel, Kribbeln oder Hitzewallungen.
Wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen bekommen:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Gelegentliche Nebenwirkungen
(1 bis 10 Behandelte von 1.000)
• Schweregefühl, Druck, Spannung oder Schmerzen in der Brust, Kehle oder in anderen Körperteilen Diese Nebenwirkungen können intensiv sein, gehen aber gewöhnlich schnell vorbei.
Wenn diese Nebenwirkungen anhalten oder sich verschlimmern (besonders Brustschmerzen):
Holen Sie sofort medizinische Hilfe. Bei sehr wenigen Menschen können diese Symptome von einem Herzanfall ausgelöst werden.
Andere gelegentliche Nebenwirkungen schließen mit ein:
• Sehstörungen (obwohl diese vom Migräneanfall selbst ausgelöst sein können).
• Herzschlag kann schneller, langsamer oder verändert sein.
• Leichter Blutdruckanstieg, der bis zu 12 Stunden nach der Einnahme von Naratriptan-ratiopharm anhalten kann.
Wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen bekommen:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Seltene Nebenwirkungen
(1 bis 10 Behandelte von 10.000)
• Schmerzen im unteren linken Bereich des Magens und blutiger Durchfall (ischämische Kolitis).
Wenn Sie diese Symptome bekommen:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Sehr seltene Nebenwirkungen
(weniger als 1 Behandelter von 10.000)
• Herzprobleme einschließlich Brustschmerzen (Angina Pectoris) und Herzanfall.
• Schlechte Blutzirkulation in Armen und Beinen, was zu Schmerzen und Beschwerden führt.
Wenn Sie diese Symptome bekommen:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen Naratriptan-ratiopharm nach dem Verfallsdatum, das auf dem Karton oder der Blisterpackung steht, nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Anlage
zum Zulassungsbescheid Zul.-Nr. 81395.00.00
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Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
PCX Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Naratriptan-ratiopharm 2,5 mg Filmtabletten
Wirkstoff: Naratriptan
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Wann ist Naratriptan-ratiopharm einzunehmen?
• Bevorzugt nehmen Sie Naratriptan-ratiopharm beim Einsetzen einer Migräne ein, obwohl es auch während einer Attacke genommen werden kann.
Wenn Ihre Symptome zurückkommen
• Sie können nach 4 Stunden ein zweite Tablette Naratriptan-ratiopharm, sofern Sie keinen Nieren- oder Leberschaden haben.
• Nehmen Sie in 24 Stunden nicht mehr als eine Tablette ein, wenn Sie einen Nieren- oder Leberschaden haben.
• Nehmen Sie in 24 Stunden nicht mehr als zwei Tabletten ein.
Wenn die erste Tablette keine Wirkung zeigt
• Nehmen Sie für denselben Anfall nicht zwei Tabletten ein, weil Sie davon nicht profitieren.
• Naratriptan-ratiopharm kann jedoch bei nachfolgenden Migräneanfällen verwendet werden.
Wenn Naratriptan-ratiopharm Ihnen keine Linderung bringt:
Fragen Sie in diesem Fall Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.


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