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«Neurodol® Tissugel»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Neurodol Tissugel ist ein selbsthaftendes Pflaster, das Lidocain (ein Lokalanästhetikum) als Wirkstoff enthält. Es darf nur auf unversehrte Haut aufgebracht werden. Neurodol Tissugel wird zur Linderung von Schmerzen, wie sie nach dem Abheilen einer Gürtelrose verbleiben können (Post-Herpes-Neuralgie), eingesetzt und hat auf die normale Empfindlichkeit der Haut keinen Einfluss.

Neurodol Tissugel darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Neurodol Tissugel ist für die Behandlung der Gürtelrose (Herpes Zoster) nicht angezeigt. Es darf weder auf unvollständig abgeheilte Herpes-Zoster-Läsionen noch auf verletzte Haut aufgetragen werden.

Neurodol Tissugel darf bei Überempfindlichkeit auf Lidocain oder andere Lokalanästhetika (Tetracain, Procain, Benzocain, usw.) oder auf eine der anderen in Neurodol Tissugel enthaltenden Substanzen, bei Kindern unter 12

Wie wird es angewendet?

Falls der Arzt bzw. die Ärztin nichts anderes verordnet, applizieren Sie einmal pro Tag bis zu maximal 3 selbsthaftende Pflaster auf die schmerzende Stelle und decken diese möglichst flächendeckend ab. Falls erforderlich können die Pflaster auch mit der Schere in kleinere Teile geschnitten werden. Vor der Applikation entfernen Sie die durchsichtige Schutzfolie. Zwischen zwei Pflasterapplikationen ist ein Behandlungsunterbruch von mindestens 12 Stunden einzuhalten.

Die selbsthaftenden Pflaster dürfen nur auf intakte, unverletzte Haut aufgebracht und pro Tag nicht länger als 12 Stunden hintereinander dort belassen werden.

Neurodol Tissugel niemals verwenden, wenn keine Schmerzen vorliegen. Neurodol Tissugel nicht auf Schleimhäute (Augen, Mundhöhle, Geschlechtsorgane, usw.), Wunden oder entzündete Haut aufbringen. Halten Sie sich strikt an die Anwendungsvorschriften.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Neurodol Tissugel auftreten:

Auf der behandelten Hautstelle können ein Ödem (Wasseransammlung), ein Erythem (lokale Hautrötung), ein Juckreiz oder ungewöhnliche Empfindungen auftreten. Solche örtlich begrenzte Reaktionen ergeben sich bei oder gleich nach der Applikation von Neurodol Tissugel, sie sind meist leichter und vorübergehender Natur und verschwinden spontan nach ein paar Minuten oder Stunden.

Beim Auftreten einer lokalen Reizung, die als brennendes Gefühl wahrnehmbar ist, sollte die Behandlung abgebrochen werden (siehe auch: «Wann ist bei der Anwendung von Neurodol Tissugel Vorsicht geboten?»).

Selten können sich auch allergische Reaktionen manifestieren. Bei folgenden Symptomen ist sofort der Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren: Hautschwellungen mit Juckreiz (Urtikaria), Anschwellen von Gesicht und Hals (Angioödem), Atmungsschwierigkeiten (Bronchospasmen), Herz-Kreislauf-Kollaps (anaphylaktischer Schock).

Bei folgenden Symptomen, die bei einer Überdosierung auftreten können, sollten Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren: Nervosität, Angst, Verwirrtheit, Bewusstseinstrübungen, Schwindelgefühle, verschwommenes oder doppeltes Sehen, Hitze- oder Kältegefühl, Muskelkrämpfe, Zittern, Erbrechen, verminderte Herzfrequenz, Blutdrucksenkung, Ohnmacht.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren. Neurodol Tissugel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Nach dem Öffnen des Beutels sind die Pflaster innerhalb von 3 Monaten zu verwenden. Stellen Sie sicher, dass nach jeder Pflasterentnahme der Beutel wieder gut verschlossen ist.

Nicht über 30 °C aufbewahren. Arzneimittel, deren Verfalldatum abgelaufen ist, sind der Apotheke zurückzubringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 5 und 10 selbsthaftenden Pflastern.


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