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«Nicorette® Inhaler»

Nicorette® Inhaler
Nicorette® Inhaler


Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Nicotin wird in Medikamenten zur Raucherentwöhnung eingesetzt. Nicotin aus Zigaretten ist eine starke Droge und ein starkes Gift. Es führt zur Abhängigkeit und greift das gesammte Nerven- und Gefäßsystem an. Als Unterstützung zur Raucherentwöhnung wird es dem Körper in minimalen Mengen zugeführt, um so die Entzugserscheinungen abzuschwächen und den Entzug zu erleichtern. Medikamente zur Raucherentwöhnung mit Nicotin gibt es zum Beispiel in Form von Kaugummis, Pflastern oder als Inhaler. Innerhalb mehrerer Wochen verringert man langsam die Nicotindosis. Dieses Medikament ist nur zur Unterstützung gedacht, um den Entzug abzuschwächen. Ohne Willenskraft und festen Entschluss zum Nichtrauchen kann auch kein Medikament helfen.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Raucherentwöhnungzur Linderung der Nikotinentzugssymptome

Nicorette® Inhaler sollte vorzugsweise in Verbindung mit einem unterstützenden Raucherentwöhnungsprogramm angewendet werden.

Warnhinweise!

Personen unter 18 Jahren sollten Nicorette® Inhaler nur in Ausnahmefällen und nach Rücksprache mit ihrem Arzt anwenden, da keine Erfahrungen zur Anwendung bei dieser Altersgruppe vorliegen.

Nicorette® Inhaler soll bei folgenden Erkrankungen mit Vorsicht angewendet werden:

  • schwere periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK, "Raucherbein")
  • stabile Angina pectoris
  • Durchblutungsstörungen im Bereich des Gehirns (zerebrovaskuläre Insuffizienz)
  • schwere unkompensierte Herzschwäche
  • krampfhafte Verengungen der Blutgefäße (Vasospasmen)
  • nicht ausreichend behandelter Bluthochdruck
  • mäßige bis schwere Leberschädigung
  • schwere Nierenschwäche
  • akute Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • insulinabhängiger Diabetes mellitus
  • Phäochromozytom (meist gutartiger Tumor der Nebenniere)
  • chronische Rachen- oder Halserkrankungen
  • Asthma

Das Medikament muss jederzeit für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden, da Nicotin für sie hochgiftig ist, Die Dosierung, die für Erwachsene während der Behandlung mit Nicorette® Inhaler durchaus verträglich ist, kann bei kleinen Kinder zu schweren Vergiftungserscheinungen führen und lebensbedrohlich sein. Auch nach Gebrauch kann die Patrone noch Nicotin enthalten. Auch Restbestände müssen so beseitigt werden, dass sie unter keinen Umständen in Kinderhände gelangen können.

Darreichungsform

Eine Inhaler-Patrone enthält 10 mg Nicotin, entsprechend einer Wirkstoffaufnahme von max. 2 mg Nicotin pro Anwendung.

    Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

    • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Nicotin, gegen Levomenthol oder einen der sonstigen Bestandteile des Medikaments
    • Herzinfarkt innerhalb der letzten drei Monate
    • nicht stabile oder sich verschlechternde Angina pectoris
    • Prinzmetal-Angina
    • schwere Herzrhythmusstörungen
    • Schlaganfall
    • Nichtraucher
    • Gelegenheitsraucher
    • Kinder

    Schwangerschaft und Stillzeit

    • Bei schwangeren Raucherinnen ist eine Raucherentwöhnung ohne Unterstützung von nicotinhaltigen Arzneimitteln ratsam. Der Einsatz von Nicorette® Inhaler sollte nur dann erwogen werden, wenn die Gefahr des Weiterrauchens besteht. In diesem Fall sind die Risiken des Weiterrauchens (möglicherweise höhere Nicotinplasmaspiegel, schädliche Substanzen aus dem Tabakrauch) gegen das Risiko der Nikotinersatztherapie abzuwägen.
    • Nicotin geht in die Muttermilch über. Ist eine Nikotinersatztherapie während der Stillzeit notwendig, muss der Säugling daher auf Flaschennahrung umgestellt werden.

    Nebenwirkungen

    Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

    Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

    • Häufig: Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Schluckauf, Übelkeit, Erbrechen, Husten, Schleimhautreizungen in Mund oder Hals, verstopfte Nase, Nasennebenhöhlenentzündung
    • Gelegentlich: Schwindel,Herzklopfen (Palpitationen)

    Wechselwirkungen

    Mit Beginn und während der Behandlung mit nikotinhaltigen Medikamenten ist das Rauchen völlig einzustellen sowie auch jede weitere Nikotinzufuhr mit anderen Medikamenten, Schnupf- oder Kautabak zu vermeiden, da es sonst vermehrt zu unerwünschten Wirkungen kommen kann. Unter anderem können schwere Herz-Kreislauf-Reaktionen bis hin zum Herzinfarkt auftreten.

    Nikotin kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken bzw. abschwächen oder selbst verstärkt bzw. abgeschwächt werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen.


    Bewertungen «Nicorette® Inhaler»