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«Nicotinell Mint 2 mg - Lutschtabletten»

Nicotinell Mint 2 mg - Lutschtabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Nicotinell Mint - Lutschtabletten enthalten Nikotin, einen der Bestandteile von Tabak.

Dieses Arzneimittelgehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Ihnen helfen sollen mit dem Rauchen aufzuhören.

Durch Lutschen wird das Nikotin langsam aus der Lutschtablette in die Mundhöhle freigesetzt und über die Mundschleimhaut in den Körper aufgenommen.

Dieses Arzneimittel hilft die Entzugserscheinungen, die bei der Raucherentwöhnung auftreten, zu vermindern.

Patienten-Beratung und -Unterstützung erhöhen für gewöhnlich die Erfolgsrate.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nicotinell Mint – Lutschtabletten dürfen nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) auf Nikotin oder einen der sonstigen Bestandteile von Nicotinell Mint – Lutschtabletten reagieren.
  • wenn Sie Nichtraucher sind.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Nicotinell Mint - Lutschtabletten ist erforderlich Bitte sprechen Sie vor Beginn der Einnahme von Nicotinell mit Ihrem Arzt oder Apotheker:

  • wenn Sie an Herzerkrankungen leiden, z.B. wenn Sie einen Herzinfarkt hatten, bei Herzschwäche, Angina pectoris, Prinzmetal-Angina oder Unregelmäßigkeiten des Herzschlagrhythmus,
  • wenn Sie einen Schlaganfall hatten (zerebrovaskulärer Insult),
  • bei Bluthochdruck (unkontrollierte Hypertonie),
  • bei Kreislaufbeschwerden,
  • bei Diabetes,
  • bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose),
  • bei einer Überfunktion der Nebenniere (Phäochromozytom),
  • bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen,
  • bei Entzündungen der Speiseröhre, Entzündungen im Mund- und Rachenbereich, Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) oder bei Magen-Darm-Geschwüren.

Bei Kindern sind sogar schon kleine Mengen Nikotin gefährlich und können schwere Vergiftungserscheinungen hervorrufen, möglicherweise mit tödlichen Folgen. Es ist daher notwendig, Nicotinell Mint - Lutschtabletten jederzeit außer Reich- und Sichtweite von Kindern aufzubewahren.

Bei Anwendung von Nicotinell Mint - Lutschtabletten mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören und gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen, kann Ihr Arzt eventuell eine Dosiseinstellung vornehmen.

Es liegen keine Informationen zu Wechselwirkungen zwischen Nicotinell - Lutschtabletten und anderen Arzneimitteln vor. Jedoch können außer Nikotin auch andere Bestandteile in Zigaretten die Wirkung von Arzneimitteln beeinträchtigen.

Das Einstellen des Rauchens kann die Wirkung einiger Arzneimittel beeinträchtigen, z.B.

  • Theophyllin (Arzneimittel zur Behandlung von Bronchialasthma)
  • Tacrin (Arzneimittel zur Behandlung von Alzheimer’-Krankheit)
  • Olanzapin und Clozapin (zur Behandlung von Schizophrenie)
  • Insulin-Dosierungen (Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes) - müssen möglicherweise angepasst werden

Bei Anwendung von Nicotinell Mint - Lutschtabletten zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Kaffee, säurehaltige Getränke oder Limonade können die Aufnahme des Nikotins durch die Mundschleimhaut vermindern und müssen innerhalb 15 Minuten vor dem Lutschen einer Lutschtablette vermieden werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Es ist sehr wichtig das Rauchen während der Schwangerschaft einzustellen, da es zu Wachstumsverzögerungen Ihres Babys führen kann. Es kann auch zu Früh- oder Totgeburt kommen. Idealerweise sollten Sie versuchen, das Rauchen ohne die Anwendung von Arzneimitteln aufzugeben. Falls Sie das nicht schaffen, kann eine Nikotinersatztherapie mit Nicotinell empfohlen werden, daein geringeres Risiko besteht, der Entwicklung Ihres Babys zu schaden, als wenn Sie weiter rauchen. Nikotin kann in jeder Form Ihrem ungeborenen Baby schaden. Nicotinell darf in jedem Fall nur nach Beratung mit Ihrem Frauenarzt oder unter Zuhilfenahme eines ärztlichüberwachten Raucherentzugsprogrammes angewendet werden.

Während der Stillzeit muss die Anwendung von Nicotinell – so wie das Rauchen selbst – vermieden werden, da Nikotin in die Muttermilch übertreten kann. Wenn Ihnen Ihr Arzt NicotinellMint - Lutschtabletten während der Stillzeit empfohlen hat, soll die Lutschtablette unmittelbar nach, und nicht innerhalb von 2 Stunden vor dem Stillen, eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es gibt keine Hinweise auf irgendwelche Risiken beim Lenken eines Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen, wenn – die Lutschtabletten in der empfohlenen Dosierung angewendet werden; bedenken Sie aber, dass das Aufgeben des Rauchens Verhaltensänderungen verursachen kann.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Nicotinell Mint – Lutschtabletten
Nicotinell Mint - Lutschtabletten enthalten Süßstoffe, einschließlich Aspartam und Maltitol.

Jede Nicotinell Mint 2 mg - Lutschtablette enthält Aspartam (E951), eine Phenylalaninquelle, entsprechend 5 mg/Stück, was bei Patienten mit Phenylketonurie schädlich sein kann.

Nicotinell Mint 2 mg - Lutschtabletten enthalten Maltitol (E965), eine Fruktoseart:

  • Wenn Ihnen Ihr Arzt mitgeteilt hat, dass Sie an Zuckerunverträglichkeit leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
  • Kann bei Patienten einen leichten abführenden Effekt auslösen.

Brennwert 2,3 kcal/g Maltitol. Die Bestandteile von Nicotinell Mint – Lutschtabletten sind für Diabetiker geeignet.

Nicotinell Mint 2 mg - Lutschtabletten enthalten 9,8 mg Natrium/Stück. Dies ist bei Patienten, die eine kontrollierte natriumarme Diät einhalten, zu berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Nicotinell Mint - Lutschtabletten immer strikt nach der Packungsbeilage an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Um Ihre Chancen das Rauchen aufzugeben zu erhöhen, sollten Sie das Rauchen bei Beginn der Nikotinersatztherapie und für die komplette Behandlungsdauer vollständig einstellen.

Nicotinell Mint - Lutschtabletten sind in 2 Stärken erhältlich: 1 und 2 mg.

Die geeignete Dosis hängt von Ihren früheren Rauchgewohnheiten ab. Sie sollten die 2 mg Nicotinell Mint Lutschtablette anwenden, wenn:

  • Sie ein Raucher mit starker bis sehr starker Nikotinabhängigkeit sind,
  • Sie es früher nicht geschafft haben, mit der 1 mg-Lutschtablette das Rauchen zu beenden,
  • Ihre Entzugserscheinungen nach wie vor so stark sind, dass ein Rückfall droht.

Ansonsten sollten Nicotinell Mint 1 mg – Lutschtabletten angewendet werden.

Nicht schlucken.

Wählen Sie Ihre optimale Dosierungsform anhand der folgenden Tabelle:

Wenn bei der Anwendung der hohen Dosierungsform (2 mg Lutschtablette) Nebenwirkungen auftreten, sollte diese durch die niedrigere Dosierungsform (1 mg Lutschtablette) ersetzt werden.

Hinweise für die Anwendung:

1. Lutschen Sie eine Lutschtablette solange, bis ein kräftiger Geschmack entsteht.

2. Halten Sie die Lutschtablette zwischen Zahnfleisch und Wange.

3. Wenn der Geschmack nachlässt, soll mit dem Lutschen wieder begonnen werden.

4. Wiederholen Sie diese Vorgangsweise solange, bis sich die Lutschtablette vollständig aufgelöst hat (etwa 30 Minuten lang).

Dosierung für Erwachsene über 18 Jahre:
Lutschen Sie bei Verlangen nach einer Zigarette eine Lutschtablette. Nehmen Sie alle ein bis zwei Stunden 1 Lutschtablette ein. Normalerweise sind 8 - 12 Lutschtabletten täglich ausreichend; wenn Sie jedoch immer noch Verlangen nach einer Zigarette haben, können Sie mehr Lutschtabletten lutschen. Überschreiten Sie 15 Lutschtabletten/Tag der 2 mg-Stärke nicht.

Die Behandlungsdauer ist individuell verschieden. Für gewöhnlich sollte die Behandlung mindestens 3 Monate andauern. Nach 3 Monaten sollten Sie die Anzahl der Lutschtabletten schrittweise verringert werden. Die Behandlung sollte beendet werden, wenn die Dosis auf 1 bis 2 Lutschtabletten pro Tag reduziert wurde. Eine über 6 Monate hinausgehende Anwendung von Produkten wie Nicotinell Mint - Lutschtabletten wird im Allgemeinen nicht empfohlen. Bei einigen ehemaligen Rauchern könnte jedoch zur Vermeidung eines Rückfalls zum Rauchen eine längere Behandlungsdauer erforderlich sein.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Lutschtabletten schon länger als 9 Monate einnehmen.

Eine entsprechende Beratung kann Ihnen dabei helfen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
Nicotinell darf von Personen unter 18 Jahren nicht ohne ärztliche Empfehlung angewendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Nicotinell Mint – Lutschtabletten eingenommen haben, als sie sollten
Wenn Sie zu viele Lutschtabletten eingenommen haben, können dieselben Beschwerden auftreten, wie bei stark erhöhtem Zigarettenkonsum. Die allgemeinen Beschwerden einer Nikotin-Überdosis sind: Schwäche, Schwitzen, verstärkter Speichelfluss, Brennen im Rachen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Hör- und Sehstörungen, Kopfschmerzen, Herzklopfen oder andere Herzrhythmusstörungen, Kurzatmigkeit und Kreislaufprobleme.

Wenn Sie solcheBeschwerden an sich beobachten, nehmen Sie bitte sofort mit Ihrem Arzt oder Apotheker Kontakt auf.

Wenn bei einem Kind der Verdacht auf eine Vergiftung besteht, müssen Sie unverzüglich einen Arzt rufen. Bei Kindern sind sogar schon kleine Mengen Nikotin gefährlich und können schwere Vergiftungssymptome hervorrufen, mit möglicherweise tödlichem Ausgang.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Nicotinell Mint - Lutschtabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nebenwirkungen, die Sie möglicherweise in den ersten Tagen der Behandlung bemerkt haben, sind Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen. Diese Beschwerden können auch ein Anzeichen von Entzugserscheinungen sein und auf eine unzureichende Nikotinzufuhr während der Raucherentwöhnung hindeuten.

Häufige Nebenwirkungen(betreffen 1 bis 10 von 100 Behandelten)

  • Schwindel und Kopfschmerzen.
  • Mundtrockenheit, Schluckauf, Magenprobleme wie Übelkeit, Blähungen, Sodbrennen, erhöhte Speichelproduktion und Reizungen der Mundschleimhaut und der Speiseröhre. Diese Beschwerden können aufgrund von intensivem Lutschen auftreten. Langsameres Lutschen wird dieses Problem in der Regel beseitigen.

Gelegentliche Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 von 1.000 Behandelten)

  • Herzklopfen.

Seltene Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 von 10.000 Behandelten)

  • Unregelmäßiger Herzschlag und allergische Reaktionen. Diese Reaktionen können in sehr wenigen Fällen schwerwiegenden sein. Bei folgenden Beschwerden müssen Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen: wenn Gesicht, Zunge und/oder Rachen angeschwollen sind und/oder bei Schluckbeschwerden oder Nesselsucht zusammen mit Atemproblemen (Angioödem).

In Verbindung mit der Raucherentwöhnung können sich Mundgeschwüre entwickeln; ein Zusammenhang mit der Nikotinbehandlung ist jedoch unklar. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Nicotinell nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Verwendbar bis“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 25°C lagern.

Arzneimittel dürfen nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie Arzneimittel zu entsorgen sind, die Sie nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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