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«Okacin 3mg Augentropfen»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Okacin ist ein Breitband-Antibiotikum (Lomefloxacin).
Okacin wird angewendet bei bakteriellen Erkrankungen der Bindehaut durch Lomefloxacin-empfindliche Erreger.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Okacin darf nicht angewendet werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Lomefloxacin und/oder einen der sonstigen Bestandteile von Okacin sind.
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Antibiotika sind, die zur Gruppe der Gyrasehemmer (Chinolone) gehören.
bei Kindern unter einem Jahr.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Okacin ist erforderlich
Bei Lomefloxacin handelt es sich um einen Gyrasehemmer mit sehr hohem phototoxischen Potenzial. Daher ist vor einer Anwendung mit Okacin eine Exposition von UV-Licht sicher auszuschließen.
Hinweise für Kontaktlinsenträger
Kontaktlinsen sollten bei bakteriellen Erkrankungen am Auge nicht getragen werden. Deshalb sollen Kontaktlinsen auch während der Therapie mit Okacin nicht getragen werden.
Okacin enthält Benzalkoniumchlorid als Konservierungsmittel. Benzalkoniumchlorid kann Reizungen am Auge hervorrufen. Es besitzt auch die Eigenschaft, sich in weichen Kontaktlinsen anzureichern, und kann dabei eine Verfärbung der Kontaktlinsen bewirken. Daher sollte Okacin nicht während des Tragens von weichen Kontaktlinsen angewendet werden. Harte Kontaktlinsen sollten – wenn auf ihr Tragen trotz der Infektion am Auge nicht verzichtet werden kann vor der Anwendung von Okacin herausgenommen und frühestens 15 Minuten nach der Anwendung wieder eingesetzt werden.
Kinder
Aufgrund der begrenzten klinischen Erfahrung sollte die Anwendung von Okacin bei Kindern über einem Jahr nur unter strenger medizinischer Kontrolle erfolgen.
Bei Anwendung von Okacin mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Okacin soll nicht mit Antibiotika kombiniert werden, die nur die Bakterienvermehrung hemmen, da sonst die Bakterien-abtötende Wirkung von Lomefloxacin beeinflusst werden kann.
Eine Anreicherung von Theophyllin (im Tee enthalten) sowie eine verlängerte Ausscheidung von Koffein wurden bei örtlicher Anwendung bisher nicht beobachtet.
Der Inhaltsstoff von Okacin bildet mit Metallionen inaktive Niederschläge. Ein Abstand von mindestens 5 Minuten zwischen der Anwendung von Okacin und anderen Produkten zur Anwendung am Auge wird empfohlen, um mögliche Niederschläge zu vermeiden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit ist die örtliche Behandlung mit Okacin nicht zu empfehlen, da derzeit noch keine Erfahrungen über die Sicherheit der Anwendung von Okacin Augentropfen während Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen.
Bei versehentlicher oraler Einnahme durch Schwangere kann Lomefloxacin über die Plazenta zum ungeborenen Kind gelangen.
Bei versehentlicher oraler Einnahme durch Stillende kann sich Lomefloxacin in der Muttermilch anreichern.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Okacin
Okacin enthält Benzalkoniumchlorid als Konservierungsmittel. Benzalkoniumchlorid kann Reizungen am Auge hervorrufen.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Okacin anzuwenden?
Wenden Sie Okacin immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Erwachsene und Kinder über einem Jahr
2- bis 3-mal täglich 1 Tropfen in den Bindehautsack des erkrankten Auges eintropfen.
Zu Beginn der Behandlung sollte eine häufigere Anwendung stattfinden, z. B.:
- 5 Tropfen innerhalb von 20 Minuten oder
- 1 Tropfen stündlich für 6 bis 10 Stunden.
Danach kann sogleich auf die Dosierung von 2- bis 3-mal täglich 1 Tropfen übergegangen werden.
Art der Anwendung
Okacin ist zur Anwendung am Auge bestimmt (siehe Anwendungshinweise am Ende der Gebrauchsinformation).
Der Tropfer bleibt bis zum Anbruch steril. Der Tropfer des Fläschchens sollte, um die Sterilität der Lösung zu gewährleisten, keinen Kontakt zum Auge oder anderen Körperoberflächen haben.
Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Eine Behandlungsdauer von 7 bis 9 Tagen wird empfohlen.
Okacin sollte nicht länger als 10 Tage angewendet werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Okacin zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Okacin angewendet haben als Sie sollten
Werden versehentlich zu viele Tropfen ins Auge gebracht, fließt die überschüssige Menge im Allgemeinen von selbst ab. In ällen einer ernsthaften örtlichen Überdosierung kann das Auge mit Wasser gespült werden.
Bei einer versehentlichen oralen Einnahme besteht praktisch kein Risiko von unerwünschten Wirkungen, da ein Fläschchen mit 5 ml Okacin lediglich 15 mg Lomefloxacinhydrochlorid enthält, was 3,75 % der für einen Erwachsenen empfohlenen oral eingenommenen Tagesdosis von 400 mg entspricht.
Wenn Kinder Okacin versehentlich verschlucken, sollte eine Magenspülung vorgenommen werden, um eine weitere Verteilung im Körper zu verhindern.
Wenn Sie die Anwendung von Okacin vergessen haben
Wird Okacin nicht regelmäßig getropft oder häufiger vergessen, ist der Behandlungserfolg in Frage gestellt.
Wenden Sie die Augentropfen wie in den Abbildungen (1–3) gezeigt an
Neigen Sie den Kopf nach hinten (1).
Nehmen Sie die geöffnete Tropfflasche in die Hand und ziehen Sie mit dem Zeigefinger der anderen Hand das Unterlid leicht nach unten.
Bringen Sie die Tropferspitze nahe über das Auge, ohne es zu berühren.
Lassen Sie durch vorsichtigen Druck auf die Flasche einen Tropfen in den Bindehautsack fallen (2).
Drücken Sie sanft mit dem Zeigefinger etwa 1–2 Minuten lang auf den inneren Lidrandwinkel (3).
Verschließen Sie das Fläschchen sofort nach Gebrauch wieder.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Okacin Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: Mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: Weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: Weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: Weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: Weniger als 1 von 10 000 Behandelten oder Häufigkeit unbekannt

Mögliche Nebenwirkungen
Selten können Reizungen wie vorübergehendes Augenbrennen direkt nach der Anwendung und Überempfindlichkeitsreaktionen mit Juckreiz und Schmerzen auftreten.
Selten wurde über punktuelle Hornhautentzündung (Keratitis punctata) und Nesselsucht (Urtikaria) berichtet.
Bei länger andauernder Therapie mit Antibiotika besteht die Gefahr einer zusätzlichen Erkrankung durch Pilze und einer Begünstigung des Wachstums nicht empfindlicher Bakterien.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Okacin aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
Das Fläschchen fest verschlossen halten und nach Gebrauch sofort wieder verschließen.
Nicht über 25 °C lagern.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch
Das Arzneimittel darf nach Anbruch höchstens 4 Wochen lang verwendet werden.

Zusätzliche Informationen

14.01.2008Seite
Verschreibungspflichtig
MS .1

((Novartis Logo))
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Okacin® 3 mg Augentropfen
Zur Anwendung bei Kindern ab 1 Jahr und Erwachsenen
Wirkstoff: Lomefloxacinhydrochlorid
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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