Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Pamifos 3 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Pamifos® 3 mg/ml enthält einen Wirkstoff aus der Substanzklasse der Bisphosphonate. Es verlangsamt einen krankheitsbedingten, gesteigerten Knochenabbau und fördert den Knochenaufbau.
Pamifos® 3 mg/ml wird zur Behandlung von Erkrankungen angewendet, die mit einer erhöhten Aktivität der knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten) einhergehen:
- Tumorbedingte Hyperkalzämie (erhöhter Gehalt des Blutserums an Kalzium)
- Osteolytische Läsionen (Knochenabbau) bei Patienten mit Knochenmetastasen infolge von Brustkrebs
- Multiples Myelom, Stadium III (vom Knochenmark ausgehender Tumor)

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Pamifos® 3 mg/ml darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Pamidronsäure, Dinatriumsalz, andere Bisphosphonate oder einen der sonstigen Bestandteile von Pamifos® 3 mg/ml sind.
- wenn Sie Ihr Kind stillen (siehe auch Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Pamifos® 3 mg/ml ist erforderlich").
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Pamifos® 3 mg/ml ist erforderlich,
- falls Sie unter Anämie (geringe Anzahl an roten Blutkörperchen), Leukopenie (geringe Anzahl an weißen Blutkörperchen) oder Thrombozytopenie (geringe Anzahl an Blutplättchen) leiden. In diesem Fall wird Ihr Arzt regelmäßig Ihr Blut untersuchen.
- wenn bei Ihnen ein chirurgischer Eingriff an der Schilddrüse durchgeführt wurde. Nach derartigen Eingriffen ist das Risiko für die Entwicklung niedriger Blutkalziumwerte (Hypokalzämie) infolge einer sekundären Unterfunktion der Nebenschilddrüse (Hypoparathyreoidismus) erhöht.
- wenn Sie über einen längeren Zeitraum wiederholt Infusionen von Pamifos® 3 mg/ml erhalten, an einer Nierenkrankheit leiden oder bei Ihnen eine Veranlagung für eine Einschränkung der Nierenfunktion vorliegt (z. B. durch ein Multiples Myelom und/oder durch eine tumorinduzierte Hyperkalzämie). Dann wird Ihr Arzt regelmäßig Ihre Standardlaborparameter und Ihre Nierenfunktion überprüfen. Falls sich Ihre Nierenfunktion während der Therapie mit Pamifos® 3 mg/ml verschlechtert, wird Ihr Arzt die Anwendung abbrechen. Bei Patienten mit Multiplem Myelom wurde eine Verschlechterung der Nierenfunktion (einschließlich Nierenversagen) nach Langzeitbehandlung mit Pamidronsäure, Dinatriumsalz berichtet, ein Zusammenhang mit Pamidronsäure, Dinatriumsalz ist jedoch nicht bewiesen, da gleichzeitig ein Fortschreiten der Grunderkrankung und/oder begleitende Komplikationen vorlagen.
- wenn Sie die erste Infusion zur Behandlung der tumorinduzierten Hyperkalzämie erhalten. In diesem Fall muss eine angemessene Flüssigkeitszufuhr sichergestellt werden, um eine ausreichende Harnausscheidung zu gewährleisten. Sie sollten während der gesamten Behandlung angemessen mit Flüssigkeit versorgt werden, wobei Ihr Arzt eine zu intensive Flüssigkeitszufuhr (Hyperhydratation) vermeiden muss.
- wenn sie an einer Herzkrankheit leiden. Insbesondere bei älteren Patienten, kann eine zusätzliche Natriumchloridzufuhr eine Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) auslösen. Fieber und grippeähnliche Symptome können ebenfalls zu einer Verschlechterung der Herzfunktion führen.
Warnhinweise:
Pamifos® 3 mg/ml ist ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung und muss daher vor Anwendung immer verdünnt werden. Die Lösung wird Ihnen dann langsam über eine Kanüle in Ihre Vene gegeben (intravenöse Infusion; siehe auch Abschnitt 3 „Wie ist Pamifos® 3 mg/ml anzuwenden"). Pamifos® 3 mg/ml darf Ihnen nur als intravenöse Infusion gegeben werden.
Pamifos® 3 mg/ml darf Ihnen nicht zusammen mit anderen Bisphosphonaten gegeben werden. Wenn andere, den Blutkalziumspiegel senkende, Arzneimittel in Kombination mit Pamifos® 3 mg/ml angewendet werden, kann dies einen starken Abfall der Blutkalziumwerte (Hypokalzämie) zur Folge haben.
Bei einigen Patienten mit tumorinduzierter Hyperkalzämie sind, infolge der Hyperkalzämie selbst als auch infolge ihrer Behandlung, Elektrolytveränderungen aufgetreten, welche zu Krampfanfällen führten.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Nach Beginn Ihrer Therapie mit Pamifos® 3 mg/ml, wird Ihr Arzt bei Ihnen eine Blutuntersuchung durchführen (Überprüfung der Werte für Elektrolyte, Kalzium und Phosphat).
Pamidronsäure, Dinatriumsalz wird unverändert über die Nieren ausgeschieden. Bei Patienten mit signifikant erhöhten Kreatininwerten (einschließlich Patienten, die sich einer Hämodialyse oder Peritonealdialyse unterziehen) wurde Pamidronsäure, Dinatriumsalz angewendet, ohne dass eine ersichtliche Zunahme von Nebenwirkungen beobachtet wurde. Dennoch liegen nur begrenzte Erfahrungen mit Pamidronsäure, Dinatriumsalz bei Patienten mit einer schweren Einschränkung der Nierenfunktion vor. Wenn der klinische Nutzen der Behandlung gegenüber dem Risiko überwiegt, wird Ihr Arzt Pamifos® 3 mg/ml vorsichtig und unter sorgfältiger Kontrolle Ihrer Nierenfunktion anwenden.
Ihre so genannte Flüssigkeitsbilanz (Urinausscheidung, tägliches Gewicht) soll ebenfalls sorgfältig von Ihrem Arzt kontrolliert werden. ür die Anwendung von Pamidronsäure, Dinatriumsalz bei Patienten, die sich einer Hämodialyse unterziehen, gibt es nur wenig Erfahrung.
Da keine entsprechenden klinischen Daten vorliegen, kann keine besondere Empfehlung für die Anwendung von Pamifos® 3 mg/ml bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion gegeben werden.
In seltenen ällen wurde bei Patienten, die mit Bisphosphonaten wie Pamidronat behandelt wurden, über vor allem im Kieferbereich lokalisierte Osteonekrosen (schwere Schädigungen des Knochens) berichtet.
Es gibt zahlreiche, gut dokumentierte Risikofaktoren für Osteonekrosen der Kieferknochen einschließlich einer Tumordiagnose, verschiedener Begleittherapien (z. B. Chemo- oder Radiotherapie, Behandlung mit Kortikosteroiden) sowie gleichzeitig bestehender Erkrankungen (z. B. Mangel an roten Blutkörperchen, Gerinnungsstörungen, Infektionen, vorbestehende Erkrankungen im Mundbereich).
Die Mehrzahl der Berichte bezieht sich auf Tumorpatienten nach zahnärztlichen Eingriffen wie Zahnentfernung.
Viele dieser Patienten erhielten gleichzeitig eine Chemotherapie oder Kortikosteroide und hatten Zeichen einer lokalen Infektion einschließlich Osteomyelitis (Entzündung des Knochengewebes und des Knochenmarks).
Vor der Behandlung mit Pamidronat sollten eine zahnärztliche Untersuchung und eine entsprechende Beratung durchgeführt werden. Während der Behandlung sollten chirurgische Eingriffe im Kieferbereich wenn möglich vermieden werden. Bei Patienten, die unter Pamidronat eine Osteonekrose des Kieferknochens entwickeln, könnten chirurgische Eingriffe im Kieferbereich zu einer Verschlimmerung führen.
ür Patienten, bei denen ein Eingriff im Kieferbereich nötig ist, sind keine Daten verfügbar, ob durch ein Absetzen der Pamidronat-Behandlung das Risiko einer Kieferknochennekrose verringert wird. Ihr behandelnder Arzt wird den Therapieplan gemäß einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung ausrichten.
Bitte informieren Sie umgehend sowohl Ihren behandelnden Arzt als auch Ihren behandelnden Zahnarzt, falls während der Behandlung mit Pamidronat Schmerzen im Mund-, Zahn oder Kieferbereich oder andere Zahnbeschwerden auftreten.
Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Pamidronsäure, Dinatriumsalz bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre) ist nicht bewiesen.
Bei Anwendung von Pamifos® 3 mg/ml mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Pamidronsäure, Dinatriumsalz wurde zusammen mit den üblichen Arzneimitteln gegen Krebs angewandt, ohne dass bedeutsame Wechselwirkungen beobachtet wurden.
Pamifos® 3 mg/ml darf Ihnen nicht zusammen mit anderen Bisphosphonaten (Gruppe von Arzneistoffen, zu denen auch Pamidronsäure, Dinatriumsalz gehört) gegeben werden (siehe Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Pamifos® 3 mg/ml ist erforderlich").
Die gleichzeitige Anwendung von Pamifos® 3 mg/ml mit weiteren Bisphosphonaten, anderen den Blutkalziumspiegel senkenden Arzneimitteln oder Calcitonin (Arzneimittel zur Behandlung von verschiedenen Knochenerkrankungen) kann zu einem niedrigen Blutkalziumspiegel (Hypokalzämie) mit folgenden klinischen Symptomen führen: Missempfindungen, Kribbeln oder taubes, schmerzhaft brennendes Gefühl (Parästhesie), Krampfanfälle (Tetanie) und niedriger Blutdruck.
Bei Patienten mit schwerer Hyperkalzämie wurde Pamidronsäure, Dinatriumsalz erfolgreich sowohl mit Calcitonin als auch mit Mithramycin (Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Krebsarten) kombiniert, um den kalziumsenkenden Effekt zu beschleunigen und zu verstärken.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn bei Ihnen zusätzlich zur Behandlung mit Pamifos® 3 mg/ml weitere Arzneimittel angewendet werden, die eine Nierenschädigung hervorrufen können.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme und Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Pamidronsäure, Dinatriumsalz bei schwangeren Frauen vor. In Tierversuchen konnten keine eindeutigen Hinweise für eine Teratogenität (Missbildungen des ötus) erhoben werden.
Da Pamidronsäure, Dinatriumsalz den Kalzium-Haushalt beeinflusst, sind Risiken für den ötus und das Neugeborene denkbar.
Das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Dennoch sollte bei Ihnen Pamifos® 3 mg/ml nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, Sie leiden an einer lebensbedrohlichen Hyperkalzämie (Erhöhung des Kalziumspiegels im Blut).
Stillzeit
Es ist nicht bekannt ob Pamifos® 3 mg/ml bei Menschen in die Muttermilch übergeht. Da in Tierversuchen gezeigt werden konnte, dass Pamidronsäure, Dinatriumsalz in die Muttermilch übertritt, kann ein Risiko für den gestillten Säugling nicht ausgeschlossen werden.
Während der Behandlung mit Pamifos® 3 mg/ml darf nicht gestillt werden (siehe auch Abschnitt „Pamifos® 3 mg/ml darf nicht angewendet werden").
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Pamifos® 3 mg/ml hat einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.
Wenn Sie nach einer Infusion von Pamifos® 3 mg/ml schläfrig werden oder Ihnen schwindelig wird, dürfen Sie kein Fahrzeug führen, keine gefährlichen Maschinen bedienen oder sonstige Tätigkeiten ausführen, welche aufgrund eines herabgesetzten Reaktionsvermögens gefährlich sein können.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Pamifos® 3 mg/ml
Die maximale Dosis (90 mg) von Pamifos® 3 mg/ml enthält 0,65 mmol (14,94 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

WIE IST PAMIFOS® 3 MG/ML ANZUWENDEN?
Pamifos® 3 mg/ml darf nur unter Aufsicht eines Arztes angewendet werden, der über die Möglichkeit zur Kontrolle der klinischen und biochemischen Parameter verfügt.
Pamifos® 3 mg/ml ist ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung und muss daher vor Anwendung immer mit calciumfreier Infusionslösung (0,9 %ige Natriumchloridlösung oder 5 %ige Glukoselösung) verdünnt werden.
Die verdünnte Lösung wird Ihnen dann langsam als intravenöse Infusion gegeben.
Dosierung
Die Infusion soll mit einer Infusionsgeschwindigkeit gegeben werden, die 60 mg/Stunde (1 mg/min) nicht überschreitet. Die Konzentration von Pamidronsäure, Dinatriumsalz in der Infusionslösung sollte maximal 90 mg/250 ml betragen. Eine Dosis von 90 mg enthalten in 250 ml Infusionslösung sollte Ihnen üblicherweise über einen Zeitraum von 2 Stunden gegeben werden.
Wenn Sie aufgrund einer tumorinduzierten Hyperkalzämie oder eines multiplen Myeloms behandelt werden, wird empfohlen, eine Infusionsgeschwindigkeit von 90 mg in 500 ml Infusionslösung über 4 Stunden nicht zu überschreiten.
Um lokale Reaktionen an der Infusionsstelle möglichst gering zu halten, wird Ihr Arzt die Kanüle bei Ihnen vorsichtig in eine relativ große Vene einführen.
Tumorinduzierte Hyperkalzämie:
Vor oder/und während der Behandlung von Patienten mit tumorinduzierter Hyperkalzämie wird eine Rehydratation mit physiologischer Natriumchloridlösung empfohlen (siehe Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Pamifos® 3 mg/ml ist erforderlich").
Die Gesamtdosis eines Behandlungskurses mit Pamifos® 3 mg/ml richtet sich nach Ihrem anfänglichen Kalziumspiegel im Blut. Die folgenden Richtwerte wurden aus klinischen Daten unkorrigierter Kalziumwerte abgeleitet. Innerhalb des angegebenen Bereiches gelten die Dosierungen jedoch auch für rehydratisierte Patienten, deren Kalziumwerte bezüglich Serumprotein oder Albumin korrigiert wurden.

Initialer Plasma-KalziumspiegelEmpfohlene Gesamtdosis von Pamidronsäure, DinatriumsalzKonzentration der Infusions-lösungMaximale Infusions-geschwindigkeit
(mmol/l)(mg %)
(mg/100 ml)
(mg)mg/mlmg/h
< 3,0< 12,022,5
3,0 -3,512,0 - 14,022,5
3,5 - 4,014,0 - 16,022,5
> 4,0> 16,022,5

Die Gesamtdosis an Pamidronsäure, Dinatriumsalz kann nach vorgeschriebener Verdünnung entweder als Einzelinfusion oder auf mehrere Infusionen aufgeteilt an 2 – 4 aufeinanderfolgenden Tagen gegeben werden. Sowohl bei der ersten Behandlung als auch bei jeder Wiederholung der Behandlung beträgt die maximale Gesamtdosis pro Behandlungszyklus 90 mg. Höhere Dosierungen verbessern nicht den Behandlungserfolg.
Eine signifikante Senkung des Kalziums im Serum wird im Allgemeinen 24 – 48 Stunden nach Gabe von Pamifos® 3 mg/ml beobachtet und eine Normalisierung des Kalziumspiegels in den meisten ällen innerhalb von 3 – 7 Tagen erreicht. Falls in dieser Zeit der normale Kalziumwert im Blut nicht erreicht wird, kann Ihnen Ihr Arzt eine weitere Dosis Pamifos® 3 mg/ml geben.
Die Wirkung kann von Patient zu Patient unterschiedlich lange andauern. Die Behandlung kann jederzeit wiederholt werden, sobald die Hyperkalzämie wieder auftritt. Nach bisherigen klinischen Erfahrungen mit Pamidronsäure, Dinatriumsalz erscheint es möglich, dass der Therapieerfolg mit zunehmender Zahl der Behandlungen nachlässt.
Osteolytische Läsionen (Knochenabbau) bei multiplem Myelom (Stadium III):
Falls Sie aufgrund eines multiplen Myeloms (Stadium III) behandelt werden, beträgt die empfohlene Dosis 90 mg alle 4 Wochen.
Osteolytische Läsionen (Knochenabbau) bei Patienten mit Knochenmetastasen infolge von Brustkrebs:
Die empfohlene Dosis beträgt 90 mg alle 4 Wochen. Falls bei Ihnen eine zeitliche Abstimmung mit einer Chemotherapie gewünscht ist, kann Ihnen Ihr Arzt diese Dosis auch in einem 3-wöchentlichen Dosierungsplan geben.

AnwendungsgebietBehandlungsschemaInfusionslösung (mg/ml)Infusionsgeschwindigkeit (mg/h)
Knochen-metastasen
Multiples Myelom (Stadium III)
90 mg/2h alle 4 Wochen
90 mg/4h alle 4 Wochen
4522,5

Eingeschränkte Nierenfunktion (Niereninsuffizienz):
Falls Sie an einer schweren Einschränkung der Nierenfunktion leiden (Kreatinin-Clearance zur Diagnose der Funktionstüchtigkeit der Nieren mit Werten < 30 ml/min), dann sollte Ihr Arzt Ihnen Pamifos® 3 mg/ml nicht verabreichen, es sei denn, es liegt bei Ihnen eine lebensbedrohliche tumorinduzierte Hyperkalzämie vor, bei welcher der Nutzen der Behandlung gegenüber dem Risiko überwiegt (siehe auch Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Pamifos® 3 mg/ml ist erforderlich").
Bei geringfügiger (Kreatinin-Clearance 61 - 90 ml/min) bis mittlerer (Kreatinin-Clearance 30 –60 ml/min) Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung notwendig. Falls Sie zu diesen Patienten gehören, sollte Ihr Arzt eine Infusionsgeschwindigkeit von 90 mg/4 h (ca. 20 – 22 mg/Stunde) nicht überschreiten.
Es wird empfohlen, dass Ihr Arzt Ihre Nierenfunktion überwacht, indem er beispielsweise die Bestimmung des Serum-Kreatinins vor jeder Gabe von Pamifos® 3 mg/ml veranlasst.
Falls Sie Pamifos® 3 mg/ml zur Behandlung von Knochenmetastasen erhalten und dabei Anzeichen auf eine Verschlechterung Ihrer Nierenfunktion aufweisen, sollte Ihr Arzt die Behandlung mit Pamifos® 3 mg/ml einstellen, bis die Nierenfunktion nicht mehr als 10 % vom Ausgangswert abweicht.
Eingeschränkte Leberfunktion (Leberinsuffizienz):
Es liegen keine publizierten Daten für den Einsatz von Pamidronsäure, Dinatriumsalz bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vor. Daher können keine speziellen Empfehlungen für die Anwendung von Pamifos® 3 mg/ml bei dieser Patientengruppe gegeben werden.
Inkompatibilitäten
Pamidronat bildet Komplexe mit zweiwertigen Kationen und darf daher nicht mit kalziumhaltigen Lösungen zur intravenösen Anwendung gemischt werden.
Das Arzneimittel darf, außer mit den genannten Lösungen, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Lösungen von Pamidronsäure, Dinatriumsalz sind in lipophilen Nährlösungen, z. B. Sojabohnen-Öl, nicht löslich.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Pamifos® 3 mg/ml zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge von Pamifos® 3 mg/ml erhalten haben, als Sie sollten
Patienten, die eine höhere Dosis Pamifos® 3 mg/ml als die empfohlene erhalten haben, sollten sorgfältig überwacht werden. Bei Auftreten einer klinisch signifikanten Hypokalzämie mit Missempfindungen (Parästhesien), Krampfanfällen (Tetanie) und niedrigem Blutdruck (Hypotonie) kann diese durch Infusion von Calziumgluconat aufgehoben werden.
Eine akute Hypokalzämie ist nach Anwendung von Pamifos® 3 mg/ml nicht zu erwarten, da die Kalziumwerte im Blut über mehrere Tage nach der Behandlung kontinuierlich abfallen.
Es wurde bisher über keinen Fall einer Überdosierung mit Pamidronsäure, Dinatriumsalz berichtet.
Hinweise zur Handhabung
Vor der Anwendung mit 5 %iger Glukose- oder 0,9 %iger Natriumchloridlösung verdünnen.
Pamifos® 3 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt.
Die gebrauchsfertige Infusionslösung sollte vor Anwendung visuell geprüft werden.
Es dürfen nur frisch hergestellte und klare Lösungen, die praktisch frei von Partikeln sind, verwendet werden.
Nicht verwendete Restmengen nach der Anwendung sind zu verwerfen.
Haltbarkeit der gebrauchsfertigen Lösung (nach Verdünnung mit 5 %iger Glukose- oder 0,9 %iger Natriumchlorid-Lösung):
Eine chemische und physikalische Stabilität wurde für 96 Stunden bei 25 °C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Wird sie nicht sofort verwendet, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als 24 Stunden bei 2 – 8 °C aufzubewahren.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Pamifos® 3 mg/ml Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Die Nebenwirkungen von Pamifos® 3 mg/ml sind im
Allgemeinen leicht und vorübergehend.
Die häufigsten (>) symptomatischen Nebenwirkungen sind grippeähnliche Symptome und leichtes Fieber. Dieses Fieber (Anstieg der Körpertemperatur um 1 – 2°C) tritt üblicherweise innerhalb von 48 Stunden nach der ersten Gabe auf. Die Reaktion ist dosisabhängig, selbst limitierend, oft ohne weitere Begleitsymptome und dauert gewöhnlich nicht länger als 24 Stunden.
Die akuten grippeähnlichen Symptome treten üblicherweise nur nach der ersten Infusion auf. Insbesondere, wenn Sie die höchste Dosis erhalten haben, tritt häufig
(> , < ) eine lokale Entzündung des Gewebes an der Infusionsstelle auf.
Selten wurde über vorwiegend im Kieferbereich lokalisierte Osteonekrosen berichtet (siehe auch Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Pamifos® 3 mg/ml ist erforderlich")
Eine symptomatische Hypokalzämie tritt nur sehr selten
(< ) auf.
Häufig (> , < )
Gelegentlich (> ,000, < )
Gelegentlich (> , < )
Sehr selten (< ), einschließlich gemeldeter Einzelfälle
Sehr häufig (> )
Häufig (> , < )
Gelegentlich (> , < )
Häufig (> , < )
Gelegentlich (> , < )
Sehr selten (< ), einschließlich gemeldeter Einzelfälle

Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsLymphopenie (Verminderung der Lymphozyten)
Anämie (Verminderung der roten Blutkörperchen), Leukopenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen)
Sehr selten (< ), einschließlich gemeldeter Einzelfälle Thrombozytopenie (Verminderung an Blutplättchen)
Erkrankungen des ImmunsystemsÜberempfindlichkeit einschließlich anaphylaktischer Reaktionen (allergische Reaktionen), Bronchospasmus (Krampfzustand der Atemwegsmuskulatur), Dyspnoe (Luftnot), angioneurotisches Ödem (schmerzhafte mehrere Tage anhaltende Schwellung von Haut und Schleimhaut, besonders an Darmschleimhaut, Kehlkopf und Extremitäten)
Anaphylaktischer Schock (allergischer Schock), Reaktivierung von Herpes simplex und Herpes zoster (erneutes Auftreten von Herpes oder Gürtelrose)
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenHypokalzämie (verminderter Gehalt des Blutserums an Kalzium), Hypophosphatämie (verminderter Gehalt des Blutserums an Phosphat)
Hypomagnesiämie (verminderter Gehalt des Blutserums an Magnesium)
Hyperkaliämie (erhöhter Gehalt des Blutserums an Kalium), Hypokaliämie (verminderter Gehalt des Blutserums an Kalium), Hypernatriämie (erhöhter Gehalt des Blutserums an Natrium)
Sehr selten (< ), einschließlich gemeldeter Einzelfälle Hypernatriämie mit Verwirrtheitszustand
Erkrankungen des NervensystemsKopfschmerzen
Agitation (Unruhe), Verwirrtheitszustand, Schwindel, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Lethargie (Schlafsucht)
Krampfanfälle, visuelle Halluzinationen, symptomatische Hypokalzämie (Parästhesien, Tetanie, Muskelkrämpfe)

Gelegentlich (> , < )
Sehr selten (< ), einschließlich gemeldeter Einzelfälle
Gelegentlich (> , < )
Sehr selten (< ), einschließlich gemeldeter Einzelfälle
Häufig (> , < )
Gelegentlich (> , < )
Sehr selten (< ), einschließlich gemeldeter Einzelfälle
Gelegentlich (> , < )
Häufig (> , < )
Gelegentlich (> , < )
Selten (>, <)
Selten (> , < )
Sehr häufig (> )
Häufig (> , < )
Sehr selten (< ), einschließlich gemeldeter Einzelfälle

AugenerkrankungenUveitis (Iritis, Iridozyklitis), Skleritis, Episkleritis, Konjunktivitis (entzündliche Augenerkrankungen)
Xanthopsie (Gelbsehen), Augenhöhlenentzündung
Herzerkrankungen/
Gefäßerkrankungen
Hypertonie (hoher Blutdruck)
Hypotonie (niedriger Blutdruck), Verschlechterung einer vorbestehenden Herzerkrankung (Linksherzinsuffizienz/ Stauungsinsuffizienz) mit Dyspnoe (Atemnot), Lungenödem infolge Hyperhydratation (Flüssigkeitsüberladung)
Erkrankungen des Magen-Darm-TraktesÜbelkeit, Erbrechen
Bauchschmerzen, Anorexie (Appetitlosigkeit), Diarrhoe (Durchfall), Obstipation (Verstopfung), Dyspepsie (Verdauungsstörungen)
Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut)
Erkrankungen der Haut und des Unter-hautzell-gewebesFlüchtiger Hautausschlag, Pruritus (Juckreiz)
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochen-erkrankungenVorübergehende Knochenschmerzen, Arthralgie (Gelenkschmerzen), Myalgie (Muskelschmerzen)
Muskelkrämpfe
Vorwiegend im Kieferbereich lokalisierte Osteonekrosen
Erkrankungen der Nieren und HarnwegeFokal-segmentale Glomerulosklerose einschließlich kollabierender Variante, nephrotisches Syndrom, Nierentubulusstörung, Glomerulonephropathie, tubulointerstitielle Nephritis (spezielle Nierenerkrankungen)
Sehr selten (< ), einschließlich gemeldeter Einzelfälle Verschlechterung der Nierenfunktion bei Patienten mit Multiplem Myelom, Hämaturie (Blut im Urin), akutes Nierenversagen, Verschlechterung der Nierenfunktion bei Patienten mit vorbestehender Nierenerkrankung
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortFieber und grippeähnliche Symptome manchmal begleitet von Unwohlsein, Rigor (Muskelsteifigkeit), Müdigkeit und Flush (anfallsweise Hautrötung mit Hitzegefühl)
Reaktionen an der Infusionsstelle, wie Schmerzen, Rötung, Schwellung, Verhärtung und Phlebitis (Venenentzündung), Thrombophlebitis (Entzündung der oberflächlichen Venen in Verbindung mit einem Gerinnsel); allgemeiner Körperschmerz
Untersuchungenabnorme Leberfunktionswerte, erhöhte Kreatinin- und Harnstoffwerte im Serum

Viele der aufgeführten Nebenwirkungen können im Zusammenhang mit der Grunderkrankung stehen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis nach << verwendbar bis:  >> angegebenen Verfalldatum nicht mehr angewendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Pamifos 3 mg/ml darf nicht verwendet werden, wenn folgendes bemerkbar ist:
Partikel in der Lösung sichtbar.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

PACKUNGSBEILAGE
GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION ÜR DEN ANWENDER
Pamifos® 3 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Wirkstoff: Pamidronsäure, Dinatriumsalz
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


Bewertungen «Pamifos 3 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung»