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«Panadol® Antigrippine»

Panadol® Antigrippine
Panadol® Antigrippine


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Panadol Antigrippine enthält den schmerzlindernden und fiebersenkenden Wirkstoff Paracetamol sowie den Wirkstoff Pseudoephedrin, der die Nasen- und Bronchialschleimhäute zum Abschwellen bringt und eine übermässige Schleimproduktion vermindert. Die verstopften Atemwege werden dadurch geöffnet und die Atmung wird erleichtert.

Panadol Antigrippine wird angewendet zur Behandlung von Schnupfen in Kombination mit erkältungs- und grippebedingten Schmerzen und Fieber.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Panadol Antigrippine sollte ohne Verordnung des Arztes bzw. der Ärztin höchstens 7 Tage angewendet werden und anhaltende Symptome bedürfen einer ärztlichen Abklärung.

Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig eingenommen werden, kein Paracetamol oder Pseudoephedrin oder andere abschwellende Wirkstoffe enthalten.

Die angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung darf nicht überschritten werden.

Es ist auch zu bedenken, dass die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln ihrerseits dazu beitragen kann, dass Kopfschmerzen weiter bestehen.

Die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen.

Panadol Antigrippine Granulat enthält 160 mg Sorbitol pro Sachet. Patienten mit seltener hereditärer Fructoseintoleranz sollen daher Panadol Antigrippine Granulat nicht verwenden.

Bei salzarmer Diät ist zu beachten, dass Panadol Antigrippine Granulat 72 mg Natrium pro Sachet enthält.

In folgenden Fällen dürfen Sie Panadol Antigrippine nicht anwenden:

Wenn Sie überempfindlich (allergisch) sind auf die Wirkstoffe Paracetamol, Pseudoephedrin oder einen anderen Inhaltsstoff. Eine solche Überempfindlichkeit äussert sich z.B. durch Asthma, Atemnot, Kreislaufbeschwerden, Schwellungen der Haut und Schleimhäute oder Hautausschläge (Nesselfieber).

Bei schweren Leber- oder Nierenerkrankungen.

Bei einer erblichen Leberstörung (so genannte Meulengracht-Krankheit).

Bei ausgeprägtem Bluthochdruck oder erheblicher krankhafter Veränderung der Herzkranzgefässe und andere Herzerkrankungen.

Bei Alkoholüberkonsum.

Bei gleichzeitiger oder nicht länger als 2 Wochen zurückliegender Behandlung mit gewissen Arzneimittel gegen Depressionen (MAO-Hemmer) und bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln gegen Erkältungen und gewissen Arzneimitteln mit stimulierender Wirkung auf das Nervensystem, sogenannte Amphetamin-ähnliche Arzneimittel, die manchmal zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätsstörung oder als Appetitzügler eingesetzt werden.

Panadol Antigrippine ist für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet.


Bei Nieren- oder Leberkrankungen sollten Sie vor der Einnahme Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren.

Bei einer seltenen erblichen Krankheit der roten Blutkörperchen, dem so genannten «Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel» sowie beim gleichzeitigen Gebrauch von Arzneimitteln, die die Leber beeinflussen, namentlich gewisse Mittel gegen Tuberkulose und Anfallsleiden (Epilepsie) oder bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Zidovudin, die bei Immunschwäche (AIDS) eingesetzt werden, soll die Einnahme nur nach strengen Anweisungen des Arztes/der Ärztin erfolgen. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ärztin, falls Sie blutverdünnende Mittel (z.B. Marcoumar) einnehmen müssen.

Von der gleichzeitigen Einnahme von Paracetamol und Alkohol ist abzuraten. Besonders bei fehlender gleichzeitiger Nahrungsaufnahme erhöht sich die Gefahr einer Leberschädigung.

Einzelne Personen mit Überempfindlichkeit auf Schmerz- oder Rheumamittel können auch auf Paracetamol überempfindlich reagieren (siehe «Welche Nebenwirkungen kann Panadol Antigrippine haben?»).

Panadol Antigrippine darf nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden bei Bluthochdruck, Herzkreislauferkrankungen, Überfunktion der Schilddrüsen, erhöhtem Innendruck des Auges, Vergrösserung der Prostata (besonders wenn schon Schwierigkeiten beim Wasserlösen bestehen), bei Diabetes mellitus, bei gewissen Tumoren (Phäochromozytom) und bei Personen über 65 Jahre.

Auch bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln gegen Bluthochdruck, Digitalispräparaten und Antidepressiva darf Panadol Antigrippine nicht ohne ärztliche Beratung und Kontrolle eingenommen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen!


Pseudoephedrin durchdringt die Plazentaschranke. Paracetamol und Pseudoephedrin verteilen sich zudem in die Muttermilch.

Panadol Antigrippine soll während der Schwangerschaft und der Stillzeit nicht eingenommen werden, es sei denn auf ärztliche Verschreibung.

Wie wird es angewendet?

Einzeldosen nicht häufiger als alle 4–6 Stunden verabreichen. Die angegebene maximale Tagesdosis darf nicht überschritten werden.

Für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren und über 40 kg KörpergewichtPanadol Antigrippine, Filmtabletten

1 bis 2 Filmtabletten bis zu 3-mal innerhalb von 24 Stunden. Die maximale Tagesdosis beträgt 6 Filmtabletten.

Die Filmtabletten mit etwas Flüssigkeit nach einer Mahlzeit einnehmen.

Panadol Antigrippine, Granulat

1 bis 2 Sachets bis zu 3-mal innerhalb von 24 Stunden einnehmen. Die maximale Tagesdosis beträgt 6 Sachets.

Den Inhalt eines Sachets in zirka 1,5 dl heissem Wasser auflösen und trinkheiss einnehmen.

Panadol Antigrippine ist für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Panadol Antigrippine auftreten:

Häufig: Schwindel, Nervosität, Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit, Übelkeit und Erbrechen.

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Schwellungen der Haut und Schleimhäute oder Hautausschläge und Juckreiz bis hin zu sehr seltenen schweren Hautreaktionen, Appetitlosigkeit, Unruhe und Störungen beim Wasserlösen.

Selten: Halluzinationen, beschleunigter Puls und Bluthochdruck.

Des Weiteren können auch Atemnot oder Asthma auftreten, vor allem wenn diese Nebenwirkungen auch schon vorab bei der Verwendung von Aspirin und anderen nicht­steroidalen Antirheumatika (NSAR) beobachtet wurde.

Ausserdem wurden Veränderungen des Blutbildes, wie z.B. eine verringerte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder eine starke Verminderung bestimmter weisser Blutkörperchen (Agranulozytose) beobachtet.

Treten Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion oder Blutergüsse und Blutungen auf, so ist das Arzneimittel abzusetzen und der Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Filmtabletten bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren; Granulat bei Raumtemperatur (15–25 °C) an einem trockenen Ort aufbewahren.

Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Bei unkontrollierter Einnahme (Überdosierung), unverzüglich einen Arzt/eine Ärztin konsultieren. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Unruhe, beschleunigter Puls oder allgemeines Krankheitsgefühl können ein Hinweis auf eine Überdosierung sein, treten aber erst mehrere Stunden bis einen Tag nach Einnahme auf.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Panadol Antigrippine kann in gewissen Situationen wie z.B. zu hoher Dosierung oder Überempfindlichkeit Unruhe, Schlaflosigkeit und Schwindel verursachen. Unter diesen Umständen sollten keine Fahrzeuge gelenkt oder Maschinen bedient werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.

Packung zu 6, 12 und 18 Filmtabletten.

Packungen zu 10 Sachets.


Bewertungen «Panadol® Antigrippine»