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«Pantobyk 40 mg - Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Pantobyk 40 mg ist ein Arzneimittel zur Behandlung von säuerebedingten Magen- und Darmerkrankungen. Der Wirkstoff ist ein so genannter selektiver Protonenpumpenhemmer, der bewirkt, dass im Magen weniger Säure produziert wird. Das Arzneimittel wird in eine Vene gespritzt, aber Sie erhalten die Injektion nur dann, wenn Ihr Arzt der Ansicht ist, dass dies für Sie derzeit besser ist als Pantoprazol-Tabletten. Sobald Ihr Arzt es für angebracht hält, erhalten Sie Tabletten anstelle der Injektionen.

Pantobyk 40 mg wird angewendet zur Behandlung von:

  • Mittelschweren bis schweren Formen der Refluxösophagitis (Speiseröhrenentzündung in Verbindung mit dem Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre).
  • Zwölffingerdarmgeschwüren
  • Magengeschwüren
  • Zollinger-Ellison-Syndrom und anderen Erkrankungen, bei denen im Magen zu viel Säure produziert wird.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Pantobyk 40 mg darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Pantoprazol oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind (eine Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie im Abschnitt 6).
  • wenn Sie gleichzeitig (zur Behandlung einer HIV-Infektion) ein Arzneimittel einnehmen, das Atazanavir enthält.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Pantobyk 40 mg ist erforderlich,

  • wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie schon einmal Leberbeschwerden hatten. Er wird dann Ihre Leberenzym-Werte öfter kontrollieren und gegebenenfalls die Dosis senken oder die Behandlung beenden.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Beschwerden bei sich bemerken:

  • unbeabsichtigter Gewichtsverlust
  • wiederholtes Erbrechen
  • Schluckbeschwerden
  • Erbrechen von Blut
  • Blässe und Schwächegefühl (Anämie)
  • Blut im Stuhl
  • Schwere und/oder anhaltende Durchfälle, da bei Anwendung von Pantobyk eine geringe Zunahme von infektiösen Durchfällen beobachtet wurde.

Eventuell wird Ihr Arzt einige Untersuchungen anordnen, um eine bösartige Erkrankung auszuschließen, da Pantoprazol auch die Beschwerden von Krebserkrankungen lindert und so dazu führen kann, dass eine Krebserkrankung erst mit Verzögerung erkannt wird. Wenn die Beschwerden trotz der Behandlung andauern, müssen weitere Untersuchungen in Betracht gezogen werden.

Bei Anwendung von Pantobyk 40 mg mit anderen Arzneimitteln
Injektionen von Pantobyk 40 mg können die Wirksamkeit anderer Arzneimittel beeinflussen.

  • Informieren Sie daher Ihren Arzt, wenn Sie weitere Arzneimittel wie z. B. Ketoconazol einnehmen, denn Pantobyk 40 mg kann dazu führen, dass diese Arzneimittel nicht richtig wirken.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie weitere Arzneimittel, insbesondere solche wie Warfarin oder Phenprocoumon einnehmen, die sich auf die Verdickung bzw. Verdünnung des Blutes auswirken. Möglicherweise sind zusätzliche Untersuchungen erforderlich.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie ein Arzneimittel mit dem Wirkstoff Atazanavir (gegen HIV-Infektionen) einnehmen. Atazanavir darf nicht gleichzeitig mit Pantobyk eingenommen werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit
Zur Anwendung bei Schwangeren liegt nur begrenzte klinische Erfahrung vor. Es gibt keine Informationen darüber, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übertritt.
Falls Sie schwanger sind, den Verdacht haben, schwanger zu sein oder falls Sie stillen, sollten Sie dieses Arzneimittel nur anwenden, wenn Ihr Arzt der Ansicht ist, dass der Nutzen für Sie größer ist als das potenzielle Risiko für das (ungeborene) Kind.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Von diesen Injektionen sind keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen bekannt. Mögliche Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4) wie Schwindel und Sehstörungen (Verschwommensehen) können die Reaktionsfähigkeit herabsetzen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Pantobyk 40 mg Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Durchstechflasche, d.h. es ist im Wesentlichen „Natrium-frei“.

Wie wird es angewendet?

Ihr Arzt verabreicht Ihnen die Tagesdosis des Arzneimittels als eine Injektion in die Vene. Dies dauert 2 - 15 Minuten.

Die übliche Dosis ist:

Bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie mittelschwerer bis schwerer Refluxösophagitis:

Eine Durchstechflasche (40 mg Pantoprazol) täglich.

Zur Langzeittherapie des Zollinger-Ellison-Syndroms und anderer Erkrankungen, bei denen im Magen zu viel Säure produziert wird:

Zwei Durchstechflaschen (80 mg Pantoprazol) täglich.

Je nachdem, wie viel Säure Ihr Magen produziert, wird Ihr Arzt möglicherweise die Dosis später noch anpassen. Wenn der Arzt Ihnen mehr als zwei Durchstechflaschen (80 mg) täglich verschrieben hat, werden die Injektionen auf zwei gleich hohe Dosen verteilt. Vorübergehend kann der Arzt eine Dosis von mehr als vier Durchstechflaschen (160 mg) täglich verschreiben. Wenn Ihre Magensäure schnell reguliert werden muss, genügt in der Regel eine Anfangsdosis von zwei Durchstechflaschen (80 mg), um den Magensäurespiegel hinreichend zu senken.

Bestimmte Patientengruppen:

  • Wenn Sie Nierenprobleme haben, soll die tägliche Dosis nicht mehr als 40 mg (1 Durchstechflasche) pro Tag betragen.
  • Wenn Sie an schweren Leberproblemen leiden, soll die tägliche Dosis nur 20 mg (½ Durchstechflasche) pro Tag betragen.
  • Kinder (unter 18 Jahren). Diese Injektionen werden für Kinder und Jugendliche nicht empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge Pantobyk 40 mg erhalten haben, als Sie sollten Die Dosis wird vom Pflegepersonal bzw. Arzt sorgfältig überprüft, sodass eine Überdosierung extrem unwahrscheinlich ist. Es sind keine Symptome einer Überdosierung bekannt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Pantobyk 40 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt, informieren Sie sofort Ihren Arzt, oder wenden Sie sich an die Notfallambulanz des nächsten Krankenhauses:

  • Schwere allergische Reaktionen: Schwellung der Zunge und/oder Kehle, Schluckbeschwerden, Quaddeln (Nesselsucht), Atembeschwerden, allergische Gesichtsschwellung (Quincke-Ödem/Angioödem), starker Schwindel mit sehr schnellem Herzschlag und starken Schweißausbrüchen.
  • Schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung und schneller Verschlechterung des Allgemeinzustands, Hautveränderungen (einschließlich leichter Blutungen) an Augen, Nase, Mund/Lippen oder Genitalien (Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom, Erythema multiforme) und Lichtempfindlichkeit.
  • Andere schwere Rektionen: Gelbfärbung der Haut und der Augen (aufgrund einer schweren Leberschädigung, Gelbsucht) oder Fieber, Hautausschlag und vergrößerte Nieren manchmal in Verbindung mit schmerzhaftem Harnlassen und Schmerzen im unteren Rückenbereich (schwere Nierenentzündung).

Weitere bekannte Nebenwirkungen:

  • Häufig (bei weniger als einem von 10 behandelten Patienten) Entzündungen der Venenwände und Blutgerinnselbildung (Thrombophlebitis) an der Injektionsstelle
  • Gelegentlich (bei weniger als einem von 100 behandelten Patienten) Kopfschmerzen, Schwindel, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung, Mundtrockenheit, Schmerzen und Beschwerden im Oberbauch, Hautausschlag, Juckreiz, Schwächegefühl, Erschöpfungsgefühl oder allgemeines Unwohlsein, Schlafstörungen.
  • Selten (bei weniger als einem von 1.000 behandelten Patienten) Sehstörungen wie verschwommene Sicht, Nesselsucht, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Gewichtsschwankungen, erhöhte Körpertemperatur, Schwellungen an den Gliedmaßen (peripheres Ödem), allergische Reaktionen, Depressionen.
  • Sehr selten (bei weniger als einem von 10.000 behandelten Patienten) Desorientiertheit

Weitere Nebenwirkungen, die während der Vermarktung gemeldet wurden: Halluzination, Verwirrtheit

Nebenwirkungen, die durch Bluttests festgestellt wurden

  • Gelegentlich (bei weniger als einem von 100 behandelten Patienten) Anstieg der Leberenzym-Werte
  • Selten (bei weniger als einem von 1.000 behandelten Patienten) Anstieg der Bilirubinwerte, Anstieg der Blutfettwerte
  • Sehr selten (bei weniger als einem von 10.000 behandelten Patienten) Abnahme der Anzahl der Blutplättchen, was möglicherweise eine stärkere Neigung zu Blutungen und blauen Flecken bewirkt; Abnahme der Anzahl weißer Blutkörperchen, was möglicherweise zu häufigerem Auftreten von Infektionen führt.

Bitte denken Sie daran:

  • Der Nutzen, der von Ihrem Arzneimittel zu erwarten ist, ist in aller Regel größer als das Risiko der Nebenwirkungen.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Pantobyk 40 mg nach dem auf dem Umkarton und der Durchstechflasche angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht über 25°C lagern.
Nach Rekonstitution, oder Rekonstitution und Verdünnung wurde die chemische und physikalische Stabilität bei der Anwendung für 12 Stunden bei 25 °C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht soll das Produkt sofort angewendet werden.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen Pantobyk nicht verwenden, wenn Sie eine Änderung wie z.B. eine Trübung oder Ausfällung bemerken.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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