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«Paracetamol Actavis 10 mg/ml Infusionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Paracetamol Actavis enthält Paracetamol, eine analgetisch (schmerzlindernd) und antipyretisch (fiebersenkend) wirksame Substanz. Dieses Arzneimittel wird als intravenöse Infusion direkt in eine Vene verabreicht. Es wird angewendet zur

  • kurzfristigen Behandlung mittelstarker Schmerzen, insbesondere nach chirurgischen Eingriffen
  • kurzfristigen Behandlung von Fieber.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Paracetamol Actavis darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) auf Paracetamol oder einen der sonstigen Bestandteile von Paracetamol Actavis sind
  • wenn Sie allergisch (überempfindlich) auf Propacetamol sind (ein anderer, mit Paracetamol verwandter Wirkstoff gegen Schmerzen)
  • wenn Sie unter einer schweren Lebererkrankung leiden

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Paracetamol Actavis ist erforderlich,

  • Die empfohlene Dosis darf nicht überschritten werden. Höhere als die empfohlenen Dosen bergen das Risiko sehr schwerer Leberschäden. Anzeichen von Leberschäden machen sich in der Regel nach 2 Tagen bis maximal 4-6 Tage nach Verabreichung bemerkbar.
  • Achten Sie darauf, die maximale Paracetamol-Dosis nicht zu überschreiten, wenn Sie andere paracetamolhaltige Arzneimittel einnehmen (siehe Abschnitt 2 „Bei Einnahme von Paracetamol Actavis mit anderen Arzneimitteln“)
  • Eine Anpassung der Dosis kann in folgenden Fällen erforderlich sein:
  • Leber- oder Nierenerkrankungen
  • Alkoholmissbrauch
  • Ernährungsprobleme (Mangelernährung)
  • Dehydrierung (Austrocknung)

Informieren Sie Ihren Arzt vor der Behandlung, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Verwenden Sie so bald als möglich ein geeignetes Schmerzmittel zur oralen Anwendung (zum Einnehmen).

Wichtiger Hinweis für Sportler und Sportlerinnen:
Die Anwendung von Paracetamol Actavis kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Anwendung von Paracetamol Actavis mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Dieses Arzneimittel enthält Paracetamol. Dies muss bedacht werden, wenn andere paracetamolhaltige Arzneimittel verwendet werden, um die empfohlene Tagesdosis nicht zu überschreiten (siehe Abschnitt 3 „Wie ist Paracetamol Actavis anzuwenden?“). Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel verwenden, die Paracetamol enthalten.

Es ist sehr wichtig, Ihren Arzt zu informieren, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden: Diese Arzneimittel und Paracetamol Actavis können sich gegenseitig beeinflussen:

  • Probenecid (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht): möglicherweise ist eine Verminderung der Paracetamol-Dosis erforderlich.
  • Salicylamid (entzündungshemmende Arzneimittel)
  • Gerinnungshemmende Arzneimittel, die oral (über den Mund) eingenommen werden (wie zum Beispiel Warfarin, Acenocoumarol). Es kann erforderlich sein, die Wirkung des gerinnungshemmenden Arzneimittels zu kontrollieren.

Bei Anwendung von Paracetamol Actavis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Schränken Sie während der Behandlung mit diesem Arzneimittel Ihren Alkoholkonsum ein.

Schwangerschaft und Stillzeit

SchwangerschaftInformieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind. Ihr Arzt muss beurteilen, ob die Behandlung mit diesem Arzneimittel während der Schwangerschaft ratsam ist.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

StillzeitParacetamol Actavis kann während der Stillzeit verwendet werden.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Paracetamol Actavis hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Paracetamol Actavis Dieses Arzneimittel enthält weniger als 23 mg Natrium (1 mmol) pro 100 ml, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Wie wird es angewendet?

Die übliche Dosis ist:

Jugendliche und Erwachsene mit einem Gewicht >50 kg:Dosis pro Verabreichung: 1000 mg Paracetamol (1 Durchstechflasche mit 100 ml). Maximal 4 Mal innerhalb von 24 Stunden.
Halten Sie zwischen 2 Dosen einen Zeitabstand von mindestens 4 Stunden ein.
Maximale Dosis pro Tag:
Generell: 4000 mg Paracetamol (4 Durchstechflaschen mit 100 ml).

In Fällen von eingeschränkter Leberfunktion, Alkoholmissbrauch, Dehydrierung (Austrocknung) oder

Mangelernährung: 3000 mg Paracetamol (3 Durchstechflaschen mit 100 ml).

Kinder mit einem Gewicht von mehr als 10 kg (im Alter von etwa 1 Jahr) bis unter 50 kg, sowie

Erwachsene und Jugendliche unter 50 kg:Dosis pro Verabreichung: 15 mg Paracetamol pro kg (1,5 ml Lösung pro kg Körpergewicht) Maximal 4 Mal innerhalb von 24 Stunden.
Halten Sie zwischen 2 Dosen einen Zeitabstand von mindestens 4 Stunden ein.
Maximale Dosis pro Tag: 60 mg Paracetamol pro kg (6 ml Lösung pro kg Körpergewicht)

Säuglinge und Kinder mit einem Gewicht unter 10 kg (Alter von etwa 1 Jahr):Dosis pro Verabreichung: 7,5 mg Paracetamol pro kg (0,75 ml Lösung pro kg Körpergewicht) Maximal 4 Mal innerhalb von 24 Stunden.
Halten Sie zwischen 2 Dosen einen Zeitabstand von mindestens 4 Stunden ein.
Maximale Dosis pro Tag: 30 mg Paracetamol pro kg (3 ml Lösung pro kg Körpergewicht)

Es liegen keine Daten über die Anwendung von Paracetamol bei Frühgeborenen vor.

In Fällen einer schweren Niereninsuffizienz (das heißt bei eingeschränkter Nierenfunktion):

Möglicherweise passt Ihr Arzt die Dosis an.
Halten Sie zwischen 2 Dosen einen Zeitabstand von mindestens 6 Stunden ein.

Art der Anwendung:

Intravenöse Anwendung.Dieses Arzneimittel wird als langsame Infusion (Tropf) über 15 Minuten in eine Vene verabreicht. Vor Beendigung der Infusion ist eine genaue Überwachung erforderlich.
Für Säuglinge und Kinder kann Paracetamol Actavis in isotoner Kochsalzlösung (9 mg/ml Natriumchlorid; 0,9%) oder in5-prozentiger (50 mg/ml) Glucose bis auf 1/10 verdünnt werden.Die verdünnte Lösung sollte visuell überprüft werden; bei einem Schillern oder Schimmern oder sichtbaren Partikeln oder Ausfällungen darf die Lösung nicht verwendet werden.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Paracetamol Actavis angewendet haben, als Sie sollten Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie zu viel Paracetamol Actavis verabreicht bekommen haben, auch wenn Sie sich wohlfühlen. Es besteht die Gefahr eines dauerhaften Leberschadens. Generell treten Beschwerden nach einer Überdosierung innerhalb der ersten 24 Stunden auf. Zu diesen Beschwerden gehören Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, blasse Haut und Bauchschmerzen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Paracetamol Actavis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Selten auftretende Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000) Die folgenden Nebenwirkungen können auftreten:
Abfall des Blutdrucks
Veränderungen der Laborwerte: abnormal hohe Werte der Leberenzyme bei Blutuntersuchungen. Möglicherweise sind regelmäßige Blutuntersuchungen erforderlich Allgemeines Unwohlsein und Erschöpfung.

Sehr selten auftretende Nebenwirkungen (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000): Die folgenden Nebenwirkungen können auftreten:
Schwere Hautausschläge oder allergische Reaktionen. Brechen Sie die Behandlung umgehend ab und informieren Sie Ihren Arzt.

In Einzelfällen wurden andere Veränderungen der Laborwerte beobachtet, die regelmäßige Blutuntersuchungen erforderten: - Abnormal niedrige Anzahl bestimmter Blutzellen (Blutplättchen, weiße Blutkörperchen); in der Folge kann es möglicherweise zu Blutungen (Nase, Zahnfleisch) kommen. In diesem Fall informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Es wurden Fälle von Hautrötungen, Hitzewallungen, Jucken und abnormal schnellem Herzschlag beobachtet.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Durchstechflasche und Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 30ºC lagern.

Durchstechflaschen in der Orinalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Nur zur einmaligen Anwendung. Dieses Produkt sollte sofort nach dem Öffnen verwendet werden. Nicht verwendete Lösung sollte entsorgt werden. Bei Verdünnung mit isotoner Kochsalzlösung (9 mg/ml Natriumchlorid; 0,9%) oder in 5-%iger (50 mg/ml) Glucose sollte die Lösung umgehend verbraucht werden. Wird die verdünnte Lösung nicht sofort verbraucht, kann sie bei Raumtemperatur maximal 1 Stunde lang (einschließlich Infusionsdauer) aufbewahrt werden.

Vor der Verabreichung sollte das Produkt visuell überprüft werden.
Sie dürfen Paracetamol Actavis nicht verwenden, wenn Sie Partikel oder Verfärbungen feststellen. Dies sind sichtbare Anzeichen eines Produktverfalls.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


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