Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Parkemed 500 mg - Suppositorien»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Parkemed enthält als Wirkstoff Mefenaminsäure, eine Substanz, die neben der schmerzstillenden auch eine ausgeprägte entzündungshemmende sowie eine fiebersenkende Wirkung besitzt.

Parkemed wird zur Behandlung der folgenden Krankheitszustände angewendet:

  • leichte bis mittelschwere akute und chronische Schmerzen, besonders bei rheumatischen Erkrankungen
  • Muskelschmerzen, Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule
  • Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen oder Operationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Parkemed darf nicht angewendet werden,

  • bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile von Parkemed
  • bei Patienten, die nach Einnahme von Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder anderen Schmerzmitteln aus der Gruppe der sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) mit Asthma, Nesselsucht oder allergischem Schnupfen reagiert haben
  • bei gesteigerter Blutungsneigung
  • bei Patienten mit Geschwüren oder chronischen Entzündungen des oberen oder unteren Magen-Darm-Traktes oder mit solchen Krankheiten in der Vorgeschichte
  • bei Patienten mit Nierenerkrankungen in der Vorgeschichte oder mit eingeschränkter Nierenfunktion
  • bei stark eingeschränkter Nierenfunktion
  • bei Patienten mit Herzschwäche oder Störungen der Leberfunktion
  • bei Patienten mit Störungen der Blutbildung
  • bei der Behandlung von Schmerzen nach einer Herzoperation (Bypass-Operation)
  • im letzten Schwangerschaftsdrittel

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Parkemed ist in folgenden Fällen erforderlich:
Informieren Sie bitte Ihren Arzt über alle Krankheiten, an denen Sie sonst noch leiden.

Parkemed sollte nicht gleichzeitig mit anderen Mitteln zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen wie nichtsteroidale Antirheumatika (einschließlich sogenannter COX-2-Hemmer) angewendet werden.

Herz-Kreislauf Die Anwendung von Medikamenten wie Parkemed könnte mit einem erhöhten Risiko, einen Gefäßverschluss, Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein. Dieses Risiko steigt mit der Dauer der Anwendung. Steigern Sie daher nicht die Ihnen empfohlene Dosierung und/oder Therapiedauer. Wenn Sie Herz-Kreislauf-Symptome bei sich feststellen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie Probleme mit dem Herz oder dem Kreislauf haben, an Bluthochdruck leiden, schon einmal einen Schlaganfall hatten oder denken, dass bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für derartige Umstände vorliegt (wie z.B.: Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte oder wenn Sie Raucher sind), informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Flüssigkeitsansammlung und Schwellungen Wie mit anderen Mitteln, die die Prostaglandine hemmen, wurden auch mit nicht-steroidalen Rheumamitteln einschließlich Parkemed Flüssigkeitsansammlungen und Ödeme (Schwellungen) beschrieben, daher ist besondere Vorsicht geboten, wenn Sie eine beeinträchtigte Herzfunktion haben oder andere Erkrankungen, die zu solchen Flüssigkeitsansammlungen führen können.

Magen-Darm-Trakt Bei Patienten, die langfristig mit Rheumamitteln behandelt werden, können spontan Nebenwirkungen an Magen und Darm wie Blutungen, Geschwüre oder Durchbruch auftreten. Daher ist bei der Anwendung von Parkemed entsprechende Vorsicht geboten. Dies gilt besonders für ältere Patienten, Patienten, die gleichzeitig Aspirin, Kortisonpräparate, Medikamente zur Verzögerung der Blutgerinnung (sog. "Blutverdünner") oder bestimmte Antidepressiva (SSRIs) verwenden oder Patienten mit einer Krankengeschichte mit Magen-Darm-Erkrankungen. Informieren Sie Ihren Arzt sofort, wenn Sie Anzeichen für solche Nebenwirkungen bei sich feststellen, weil sich in sehr seltenen Fällen schwere Leberentzündungen oder Magengeschwüre mit lebensgefährlichem Verlauf entwickeln können.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Durchfall oder andere Beschwerden im Bauchraum bekommen, da in solchen Fällen die Dosis reduziert oder die Behandlung vorübergehend abgebrochen werden muss.

Hautreaktionen Da unter Behandlung mit anderen Rheumamitteln in sehr seltenen Fällen schwere Hautreaktionen beschrieben wurden, sollte die Behandlung bei Auftreten solcher Hautreaktionen abgebrochen werden (siehe auch "Nebenwirkungen").

Leber und Niere Bei Auftreten von Leber- oder Nierennebenwirkungen muss die Behandlung abgebrochen werden. Befolgen Sie daher alle vom Arzt angeordneten Kontrolluntersuchungen.

Gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen. Falls Sie häufiger Schmerzmittel benötigen, lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

Nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch von Schmerzmitteln Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von Parkemed häufig unter Kopfschmerzen leiden!

Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Flüssigkeitsverlust und Epilepsie.

Im Falle einer Schwangerschaft informieren Sie bitte unbedingt Ihren Arzt.

Bei Anwendung von Parkemed mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Viele Arzneimittel beeinflussen sich gegenseitig in ihrer Wirkungsweise und mögliche Nebenwirkungen können gehäuft oder verstärkt auftreten.

Dies gilt besonders für Blutgerinnungshemmer wie Warfarin, Glukokortikoide (kortisonhältige Arzneimittel), Lithium und Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, sog. SSRIs (Psychopharmaka zur Behandlung von Depression), orale Antidiabetika (gegen Zuckerkrankheit), Methotrexat (gegen Krebskrankheiten), Ciclosporin und Tacrolimus (zur Dämpfung der Immunabwehr), Diuretika (entwässernde Mittel) und andere Blutdruckmedikamente, andere Schmerzmittel der NSAR-Gruppe oder Chinolone (gegen Infektionskrankheiten).

Schwangerschaft und Stillzeit
Mefenaminsäure darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Es kann der Entwicklung Ihres ungeborenen Kindes schaden.
Wie andere Arzneimittel, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann Parkemed es Ihnen erschweren, schwanger zu werden. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie planen schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden.

Da Mefenaminsäure in die Muttermilch übertritt, sollte Parkemed während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Untersuchungen zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Parkemed immer genau nach Anweisung Ihres Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten. Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren nehmen bis zu 3 x täglich 1 Zäpfchen. Für die Anwendung bei Kindern bis 14 Jahre stehen andere Arzneiformen (Parkemed 125 mg Suppositorien, Parkemed-Suspension zur oralen Anwendung) zur Verfügung. Die genannten Tagesdosen sollten nicht überschritten werden.

Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen
In diesen Fällen kommt es zu starken Einschränkungen für die Anwendung von Parkemed. Lesen sie dazu 2. "Parkemed darf nicht angewendet werden“ bzw. “Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Parkemed ist erforderlich“ und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Ältere Patienten
Für ältere Patienten besteht ein höheres Risiko für Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich. Lesen Sie dazu unter 2. “Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Parkemed ist erforderlich“ und informieren Sie Ihren Arzt bitte über alle zusätzlichen Medikamente, die Sie einnehmen.

Art der Anwendung
Die Parkemed-Zäpfchen müssen in den After eingeführt werden.

Hinweise für die Anwendung Parkemed-Zäpfchen sollten nach Möglichkeit nach einem Stuhlgang angewendet werden. Schutzhülle beidseitig abziehen, und Zäpfchen mit der spitzen Seite voran möglichst tief in den After einführen.

Dauer der Anwendung
Um das Auftreten unerwünschter Wirkungen zu minimieren soll die Dauer der Anwendung immer so kurz wie möglich sein.

Für die Behandlung bei Erwachsenen stehen auch Parkemed 250 mg Kapseln und Parkemed 500 mg Filmtabletten zur Verfügung.

Wenn Sie eine größere Menge von Parkemed angewendet haben, als Sie sollten Bei Überdosierung kann es zu Krampfanfällen, Nierenversagen, schweren Magen- und Darmbeschwerden mit Blutungen, Hautausschlägen, allgemeiner Blutungsneigung und Bewusstlosigkeit kommen.
Im Fall einer Überdosierung informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder wenden Sie sich an das nächstliegende Krankenhaus.

Wenn Sie die Anwendung von Parkemed vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben, sondern setzen Sie die Anwendung mit der normalen Dosis zum nächsten
Anwendungszeitpunkt fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Parkemed Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Im Allgemeinen können das Auftreten und die Schwere von Nebenwirkungen vermindert werden, wenn Sie Parkemed in der niedrigsten erforderlichen Stärke und so selten wie möglich einnehmen.

Angaben über die Häufigkeit des Auftretens von Nebenwirkungen:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten Selten: weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten, nicht bekannt (aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Erkrankungen des Magen- und Darmtrakts Die häufigste Nebenwirkung von Mefenaminsäure ist Durchfall; bei anhaltendem Durchfall muss die Dosis reduziert bzw. die Behandlung abgebrochen werden.
Weitere häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit mit oder ohne Erbrechen und Bauchschmerzen.
Andere gelegentlich auftretende Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt: Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Blähungen, Darmentzündungen, Verstopfung, Magen-Darm-Geschwür mit oder ohne Blutungen oder Durchbruch

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr selten: Blutarmut durch beschleunigten Abbau von roten Blutkörperchen, Blutbildveränderungen, Mangel an weißen Blutkörperchen, Vermehrung bestimmter Formen der weißen Blutkörperchen, kleinfleckige Blut- und Hautblutungen mit Blutplättchenmangel, Verminderung der Granulozyten (bestimmte Form der weißen Blutkörperchen), Verminderung der Blutzellen aller Systeme, Blutarmut und Blutbildungsstörungen unterschiedlichen Grades im Knochenmark

Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich: Schweißausbrüche, Nesselsucht
Selten: Schwellungen im Bereich des Gesichts, der Lippen oder der Zunge,
Kehlkopfschwellung, allergische Hautausschläge
In seltenen Fällen kann es zu anaphylaktischen Reaktionen (Atemnot, Erbrechen, Schwindel und Blutdruckabfall) bis zum Schock kommen.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen Selten: Verminderte Konzentration von Natrium im Blut, Zuckerverwertungsstörung bei Diabetikern

Psychiatrische Erkrankungen Selten: Nervosität, Depression

Erkrankungen des Nervensystems Selten: Hirnhautentzündung, Krampfanfälle, Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit

Augenerkrankungen Selten: Sehstörungen, Augenreizungen, vorübergehender Verlust des Farbsehens, verschwommenes Sehen

Erkrankungen des Ohrs Selten: Ohrenschmerzen, Ohrensausen

Gefäßerkrankungen Selten: Niedriger Blutdruck oder auch erhöhter Blutdruck

Herzerkrankungen Selten: Herzklopfen, Herzschwäche

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Sehr selten: lokale Reizungen bei längerer Anwendung

Atemwege Selten: Asthma, Atemnot

Leber- und Gallenerkrankungen Selten: Fettstuhl, Gelbsucht, Leberentzündung, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Nierenversagen in Folge einer Lebererkrankung, Leberfunktionsstörung

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Selten: Schwere Hautreaktionen, teilweise mit Schleimhautbeteiligung (Erythema multiforme und Stevens-Johnson-Syndrom), Lyell Syndrom (Blasenbildung mit Ablösung der äußeren Hautschichten)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege Sehr selten: Nierenfunktionsstörung, Nierenversagen, Blut im Harn, Schmerzen beim Harnlassen, Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme)

Kinder:
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Nicht bekannt: Bei Kindern wurde auch Unterkühlung beschrieben.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Siegelstreifen und dem Umkarton nach "Verw. bis:" angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Parkemed 500 mg - Suppositorien»