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«Quetiapin-ratiopharm 25 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Quetiapin-ratiopharmdient zur Behandlung von bestimmten seelischen Erkrankungen, bei denen das Neben- und Miteinander von gesunden und krankhaften Empfindungen und Verhaltensweisen charakteristisch ist (Schizophrenie) und zur Behandlung von manischen Episoden bei bipolaren Störungen.
Quetiapin-ratiopharmverbessert die Symptome bei gewissen krankhaften Erscheinungen wie Halluzinationen (z. B. unerklärliche Stimmen), befremdenden und angstmachenden Gedanken, Änderungen des Verhaltens, Gefühl von Einsamkeit und Verwirrtheit bzw. bei Stimmungsschwankungen, Hyperaktivität, Ideenflucht, übersteigertem Selbstwertgefühl, Selbstüberschätzung und Wahnvorstellungen.

Quetiapin-ratiopharmeignet sich zur Behandlung von

  • Schizophrenie (eine psychiatrische Erkrankung, gekennzeichnet durch ein Nebeneinander von gesunden und veränderten Erlebnisweisen und Verhaltensweisen)
  • mittelgradigen bis schweren manischen Episoden(bestimmte Phasen, in denen z.B. Antrieb, Stimmung, Emotionen, Affekte und Triebe krankhaft gesteigert sind), jedoch nicht zur Verhinderung des Wiederauftretens manischer oder depressiver Episoden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Quetiapin-ratiopharm darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Quetiapin oder einen der sonstigen Bestandteile von Quetiapin-ratiopharmsind.
  • wenn Sie Arzneimittel anwenden, die Leberenzyme (sogenannte Cytochrom P450-Enzyme) und somit den Abbau von Quetiapin in der Leber hemmen, wie „HIV-Proteasehemmer“ (Arzneimittel gegen AIDS), bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (z. B. Ketoconazol), bestimmte Antibiotika (Erythromycin oder Clarithromycin) sowie Nefazodon (Arzneimittel gegen Depressionen).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Quetiapin-ratiopharm ist erforderlich Die Behandlung mit Quetiapin-ratiopharm bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.

Ihr Arzt soll unbedingt über die vorangegangene Behandlung sowie über alle anderen eingenommenen Arzneimittel Bescheid wissen.

Im Besonderen teilen Sie bitte Ihrem Arzt mit,

  • wenn Sie Arzneimittel gegen Angstzustände, Depressionen, Epilepsie (z. B. Phenytoin oder Carbamazepin) oder hohen Blutdruck einnehmen.
  • wenn Sie ein Arzneimittel gegen Psychosen (Thioridazin) einnehmen.
  • wenn Sie irgendwelche gesundheitliche Probleme, Probleme mit Ihrem Herzen oder Kreislauf, angeborene oder erworbene Herzrhythmusstörungen, zu wenig Kalium oder Magnesium im Blut haben, oder einen Schlaganfall, Probleme mit Ihrer Leber oder Krampfanfälle hatten oder wenn Sie an Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden.
  • wenn Sie oder jemand aus Ihrer Familie in der Vergangenheit Blutgerinnsel hatten, da Antipsychotika mit dem Auftreten von Blutgerinnsel in Verbindung gebracht werden.
  • wenn Sie unter der Behandlung mit Quetiapin-ratiopharmerhöhte Körpertemperatur, schnelles Atmen, Schwitzen, Anzeichen eines verminderten Bewusstseins, Muskelsteifheit oder Bewegungsstörungen im Gesicht (Zuckungen, Schmatz- und Kaubewegungen) oder unwillkürliche Bewegungsabläufe der Extremitäten beobachten.
  • wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder wenn Sie stillen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Quetiapin-ratiopharmmit Leberenzym-beeinflussenden Arzneimitteln wird Ihr behandelnder Arzt die Behandlung entsprechend anpassen.

Wenn bei Ihnen eine demenzassozierte Psychose (vorübergehender mit einer Demenz in Verbingung gebrachten Verwirrtheitszustand) festgestellt wurde, dürfen Sie dieses Arzneimittel nicht anwenden.

Bei Einnahme von Quetiapin-ratiopharm mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt , wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Anwendung von mehreren Arzneimitteln kann es zu einer gegenseitigen Verstärkung oder Abschwächung der Wirkung kommen. Teilen Sie daher Ihrem Arzt unbedingt mit, welche Arzneimittel (auch selbstgekaufte) Sie einnehmen.

Quetiapin-ratiopharm ist in Verbindung mit anderen auf das zentrale Nervensystem wirkenden Arzneimitteln, Alkohol und Leberenzyme beeinflussende Arneimittel mit Vorsicht zu verwenden.

Wenn Sie Arzneimittel anwenden, die die Quetiapinkonzentration im Blut vermindern, wie Carbamazepin, Phenytoin (beides Arzneimittel gegen Epilepsie) und Thioridazin (Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen) kann dies zu einer Wirkungsabschwächung von Quetiapin-ratiopharmführen (siehe Abschnitt 2 „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Quetiapin-ratiopharmist erforderlich“).

Bei Einnahme von Quetiapin-ratiopharm zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Quetiapin-ratiopharmsollte nicht gleichzeitig mit Grapefruitsaft eingenommen werden.

Quetiapin-ratiopharmsollte nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden, da es im Zusammenwirken mit Alkohol schläfrig machen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Quetiapin-ratiopharmwährend der Schwangerschaft wurden nicht untersucht.
Nach Schwangerschaften, in denen Quetiapin-ratiopharmeingenommen wurde, wurden Entzugssymptome beim Neugeborenen beobachtet.
Daher sollte Quetiapin-ratiopharmin der Schwangerschaft nur eingesetzt werden, wenn die Vorteile die möglichen Risiken rechtfertigen.
Über die Anwendung während der Schwangerschaft entscheidet daher Ihr Arzt.

Es ist nicht bekannt, in welchem Ausmaß Quetiapin in die Muttermilch ausgeschieden wird. Stillende Frauen sollten daher während der Behandlung mit Quetiapin-ratiopharmabstillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

!

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Quetiapin-ratiopharmkann Sie schläfrig machen. Auch wenn die Schläfrigkeit während der Behandlung nachlässt, sollten Sie bedenken, dass dieses Arzneimittel auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verändern kann, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeiträchtigt wird.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Quetiapin-ratiopharm

Dieses Arzneimittel enthält Milchzucker (Lactose).
Bitte nehmen Sie Quetiapin-ratiopharmerst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden. Patienten mit seltenen angeborenen Stoffwechselstörungen, wie Galactoseintoleranz, Lapp-Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption dürfen diese Arzneimittel nicht einnehmen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Quetiapin-ratiopharmimmer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Es gibt Quetiapin-ratiopharm Filmtablettenin verschiedenen Farben und Stärken. Seien Sie daher nicht überrascht, wenn die Farbe Ihrer Filmtablette von Einnahme zu Einnahme unterschiedlich sein sollte.
Zur individuellen Dosierung stehen Ihnen Quetiapin-ratiopharm 25 mg, 100 mg, 200 mg, 300 mg Filmtabletten und Quetiapin-ratiopharm 4-Tage Startpackung Filmtablettenzur Verfügung.

Quetiapin-ratiopharmsollte 2mal täglich mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser, jedoch NICHT mit Grapefruitsaft) eingenommen werden. Die Einnahme kann mit oder ohne den Mahlzeiten erfolgen.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für

Erwachsene Schizophrenie Die tägliche Gesamtdosis für die ersten vier Therapietage beträgt 50 mg (1. Tag), 100 mg (2. Tag), 200 mg (3. Tag) und 300 mg (4. Tag).
Ab dem 4. Tag wird die Ihnen empfohlene Dosis zwischen 300 mg und 450 mg pro Tag liegen. Je nachdem wie Sie auf Quetiapin-ratiopharm ansprechen bzw. das Arzneimittel vertragen, kann die Dosis im Bereich zwischen 150 mg und 750 mg pro Tag liegen.

Manische Episoden Die tägliche Gesamtdosis für die ersten vier Therapietage beträgt 100 mg (1. Tag), 200 mg (2. Tag), 300 mg (3. Tag) und 400 mg (4. Tag). Weitere Dosisanpassungen bis zu 800 mg pro Tag (6. Tag) sollten in Schritten zu höchstens 200 mg pro Tag gemacht werden. Die Dosis kann im Bereich zwischen 200 mg und 800 mg pro Tag liegen, je nachdem wie Sie auf Quetiapin-ratiopharm ansprechen bzw. das Arzneimittel vertragen. Die üblich wirksame Dosis liegt im Bereich zwischen 400 mg und 800 mg pro Tag.

Ältere Patienten
Ihr Arzt wird die Dosierung besonders während der Anfangsphase mit besonderer Vorsicht für Sie anpassen. Die wirksame Dosis wird eventuell niedriger sein als bei jüngeren Patienten.

Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Quetiapin-ratiopharmwurden bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht.

Eingeschränkte Leberfunktion
Wenn Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist, wird Ihr Arzt die Dosis entsprechend anpassen.

Wenn Sie eine größere Menge von Quetiapin-ratiopharm eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie mehr Filmtabletten eingenommen haben, als vom Arzt empfohlen und Sie sich schläfrig und gedämpft fühlen bzw. Herzjagen und ein Absinken des Blutdrucks mit Benommenheit und Schwindel verspüren, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt oder das nächste Krankenhaus.

Der Arzt kann entsprechend der Schwere der Überdosierung über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie eine Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Wenn Sie die Einnahme von Quetiapin-ratiopharm vergessen haben,
holen Sie sie nach, sobald Sie daran denken. Wenn jedoch schon bald die nächste Dosis einzunehmen wäre, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste wie gewohnt ein.
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein.

Wenn Sie die Einnahme von Quetiapin-ratiopharm abbrechen
Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Es wurden akute Entzugbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Schlaflosigkeit nach dem abrupten Absetzten von Quetiapin-ratiopharm beschrieben. Wenn es nötig ist, wird Ihr Arzt ein stufenweises Absetzen vornehmen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Quetiapin-ratiopharmNebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die folgende Einteilung wurde für die Häufigkeitsbeschreibungen der Nebenwirkungen verwendet:

Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10
Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Ähnlich wie andere gegen seelische Erkrankungen kann Quetiapin-ratiopharm folgende Nebenwirkungen hervorrufen:
Die am häufigsten unter Quetiapin-ratiopharm beobachteten Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, Mundtrockenheit, leichtes Schwächegefühl, Verstopfung, Herzjagen, Blutdruckabfall bei plötzlicher Lageveränderung (orthostatische Hypotonie) und Verdauungsstörungen.

Es können Gewichtszunahme, plötzliche Ohnmacht, malignes neuroleptisches Syndrom, Veränderungen des Blutbildes (z. B. zu wenig weiße Blutkörperchen) und Schwellungen an Armen und Beinen auftreten.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Häufig: zu wenig weiße Blutkörperchen
Gelegentlich: Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen
Sehr selten: Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen im Blut

Erkrankungen des Immunsystems
Gelegentlich: Überempfindlichkeit

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr selten: krankhafte Erhöhung des Blutzuckers, Zuckerkrankheit

Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen
Häufig: plötzliche Ohnmacht
Gelegentlich: Epileptischer Anfall
Sehr selten: Bewegungsstörungen im Gesichtsbereich (Zuckungen, Schmatz- und Kaubewegungen) oder (unwillkürliche Bewegungsabläufe) der Gliedmaßen.

Herzerkrankungen
Häufig: beschleunigter Herzschlag

Gefäßerkrankungen
Häufig: Blutdruckabfall bei plötzlicher Lageveränderung
Nicht bekannt: Blutgerinnsel in den Venen, speziell in den Beinen (die Symptome umfassen Schwellung, Schmerzen und Rötung der Beine), die durch die Blutbahn zur Lunge wandern können und auf diese Weise Brustschmerzen und Atembeschwerden verursachen. Wenn Sie eines dieser Symptome beobachten, suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Häufig: Schnupfen

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
Häufig: Mundtrockenheit, Verstopfung, Verdauungstörungen

Leber- und Gallenerkrankungen
Selten: Gelbsucht
Sehr selten: Leberentzündung

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr selten: Schwellungen v.a. im Gesicht, der Lippen und der Zunge, infekt- oder arzneimittelbedingte Hauterkrankung (Stevens-Johnson-Syndrom)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Selten: Dauererektion des Penis (Priapismus)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig: Leichte Schwäche, Schwellungen an Armen und Beinen
Selten : Malignes neuroleptisches Syndrom

Untersuchungen
Häufig: Gewichtszunahme, Anstieg bestimmter Blutwerte (wie z.B. Serumtransaminasen, Blutzucker, gamma-GT, im nicht nüchternen Zustand gemessene Serumtriglyzeride und Gesamtcholesterin), Abnahme bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutrophile)

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


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