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«Reductil 15 mg - Hartkapseln»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Reductil enthält Sibutramin und ist ein Arzneimittel, das die Gewichtsreduktion unterstützt, wenn vom Arzt festgestellt wurde, dass Sie an Übergewicht oder Übergewicht mit zusätzlichen Risikofaktoren, wie Diabetes und/oder erhöhte Lipidspiegel, leiden.Wenn Sie trotz Ernährungsumstellung und körperlicher Betätigung nach drei Monaten noch nicht genügend abgenommen haben, kann Ihnen Ihr Arzt Reductil verordnen. Durch dieses Arzneimittel stellt sich früher ein Sättigungsgefühl ein, sodass Sie weniger essen. Wenn Sie weniger essen, sollte es möglich sein, abzunehmen und Ihr Gewicht zu kontrollieren. Dieses Arzneimittel ist lediglich ein Bestandteil des von Ihnen zusammen mit Ihrem Arzt erarbeiteten Gewichtsreduktionsplans.

Dieses Arzneimittel muss zusammen mit einer kalorienarmen Diät und vermehrter körperlicher Bewegung angewendet werden.Diese Kombination wird Ihnen beim Abnehmen helfen. Bei Ihrem Gewichtsreduktionsprogramm werden Sie von Ihrem Arzt unterstützt. Außerdem werden Sie regelmäßig von Ihrem Arzt untersucht.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

BEACHTEN? REDUCTIL darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie an Übergewicht leiden, das nicht ernährungsbedingt ist.
  • wenn Ihr Blutdruck über 145/90 mmHg liegt, und zwar unabhängig davon, ob Sie blutdrucksenkende Mittel einnehmen oder nicht.
  • wenn Sie an einer Essstörung wie Magersucht oder Ess-Brechsucht leiden oder dies früher einmal bei Ihnen der Fall war.
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Sibutramin oder einen der sonstigen Bestandteile von Reductil sind (bitte beachten Sie Abschnitt 6 bzw. dort die Liste der Bestandteile dieses Arzneimittels).
  • wenn Sie an einer psychischen Erkrankung leiden, z. B. manisch-depressiv sind (bipolare Störung).
  • wenn Sie derzeit oder in den letzten zwei Wochen mit einem MAO-Hemmer (Mittel zur Behandlung von Depressionen oder der Parkinsonschen Erkrankung) behandelt werden bzw. wurden oder wenn Sie andere Mittel zur Behandlung von Depressionen, Psychosen oder Gewichtsverlust oder Tryptophan zur Behandlung von Schlafstörungen angewendet haben. Diese Mittel können die im Gehirn vorhandene Menge des Botenstoffs Serotonin beeinflussen. Bei gleichzeitiger Anwendung von Reductil kann dies zu Problemen führen.
  • wenn Sie am so genannten Tourette-Syndrom leiden.
  • wenn bei Ihnen eine Herzerkrankung, erhöhte Herzschlagfolge, Herzrhythmusstörung, Herzmuskelschwäche, Arterienverkalkung oder ein Schlaganfall vorliegt oder dies bei Ihnen früher einmal der Fall war.
  • wenn Sie an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden.
  • wenn bei Ihnen eine schwere Nierenerkrankung, Dialysepflicht oder eine schwere Lebererkrankung besteht.
  • wenn sie Probleme mit der Prostata haben (männliche Patienten). Bei einer Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata) können Sie die Blase auch bei Harndrang unter Umständen nicht ganz entleeren.
  • wenn Sie an einer bestimmten Art von Nebennierentumor (Phäochromozytom) leiden.
  • wenn bei Ihnen die Augenerkrankung Engwinkelglaukom vorliegt.
  • wenn bei Ihnen aktuell ein Drogen-, Arzneimittel- oder Alkoholmissbrauch vorliegt oder dies früher einmal der Fall war.
  • wenn Sie schwanger sind, schwanger werden möchten oder stillen.
  • wenn Sie unter 18 oder über 65 Jahre alt sind.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von REDUCTIL:
Ihr Arzt wird Sie zu regelmäßigen Kontrollen bestellen und dabei neben Ihrem Körpergewicht auch den Blutdruck und die Pulsfrequenz messen, um sicherzugehen, dass eine Behandlung mit diesem Arzneimittel die richtige Behandlung für Sie ist.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt,

  • wenn Ihr Blutdruck oder Ihre Herzfrequenz ansteigt oder zu hoch wird. Wenn Sie an Schlafapnoe leiden, ist es sehr wichtig, dass Sie Ihren Blutdruck unbedingt kontrollieren lassen.
  • wenn Sie Symptome wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen und Knöchelschwellungen aufgrund von Lungenhochdruck an sich beobachten.
  • wenn Sie an Epilepsie (Krampfanfällen) leiden.
  • wenn bei Ihnen eine Störung der Nieren- oder Leberfunktion vorliegt.
  • wenn in Ihrer Familie Tic-Störungen bekannt sind.
  • wenn Sie an Depressionen leiden.
  • wenn Sie an ungewöhnlichen Änderungen im Verhalten oder der Stimmungslage, an Halluzinationen, Wahnvorstellungen, oder Wirklichkeitsverlust (Psychose) leiden.
  • wenn Sie an überaktivem Verhalten oder Gedanken (Manie) leiden.
  • wenn bei Ihnen eine Erkrankung vorliegt, die mit einer erhöhten Blutungs-neigung einhergeht, oder wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die ihr Blut verdünnen oder die Blutungsneigung erhöhen könnten.
  • wenn Sie an der Augenerkrankung Weitwinkelglaukom leiden (Anstieg des Augeninnendrucks) oder familiär bedingt zu dieser Risikogruppe gehören.

Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie die Einnahme dieses Arzneimittels fortsetzen sollen.

Bei Anwendung von anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Reductil mit bestimmten Arzneimitteln kann es zu unerwünschten Wirkungen kommen. Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Insbesondere bei Anwendung eines der folgenden Arzneimittel müssen Sie Ihren Arzt informieren:

  • wenn Sie derzeit oder in den letzten zwei Wochen mit einem MAO-Hemmer (Mittel zur Behandlung von Depressionen oder der Parkinsonschen Erkrankung) behandelt werden bzw. wurden oder wenn Sie andere Mittel zur Behandlung von Depressionen, Psychosen oder Gewichtsverlust oder Tryptophan zur Behandlung von Schlafstörungen angewendet haben (siehe „REDUCTIL darf nicht eingenommen werden“).
  • Mittel gegen Migräne, z. B. Sumatriptan, Mutterkorn (Dihydroergotamin)
  • bestimmte starke Schmerzmittel, z. B. Fentanyl und Pethidin, Pentazocin
  • bestimmte Arzneimittel, die zu einem Blutdruckanstieg führen können, wie z. B. Mittel gegen Erkältung oder Allergien (z. B. Dextromethorphan, Ephedrin, Pseudoephedrin)
  • Cimetidin (Mittel gegen Magen-Darm-Geschwüre)
  • manche Mittel gegen Infektionen, darunter Antibiotika, z. B. Rifampicin, Erythromycin, Troleandomycin und Clarithromycin, oder Pilzmittel, z. B. Itraconazol und Ketoconazol. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Mittel gegen Infektionen einnehmen.
  • einige Mittel gegen Epilepsie (Krampfanfälle): Carbamazepin, Phenobarbital und Phenytoin
  • einige als Steroide bezeichnete Mittel und bestimmte Arzneimittel, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z. B. Dexamethason und Cyclosporin.

Bei Einnahme von REDUCTIL zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

  • Dieses Arzneimittel kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
  • Das Arzneimittel sollte unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden möchten, dürfen Sie Reductil nicht anwenden. Unter der Anwendung dieses Arzneimittels müssen Sie entsprechende empfängnisverhütende Maßnahmen treffen. Wenn Sie schwanger werden, sollte Sibutramin sofort abgesetzt werden.Wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen, dürfen Sie nicht stillen. Fragen Sie vor der Einnahme von Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

! Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Wenn Sie merken, dass Ihr Urteilsvermögen, Denken oder Reaktionsvermögen unter der Behandlung mit diesem Arzneimittel eingeschränkt ist, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von REDUCTIL Reductil enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Reductil erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Als Anfangsdosis wird jeden Morgen eine Kapsel Reductil 10 mg unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen. Die Kapsel darf weder zerkaut noch geöffnet werden. Dieses Arzneimittel kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Wenn Sie in den ersten vier Wochen der Einnahme von Reductil 10 mg (enthält 10 mg Sibutraminhydrochlorid) nicht ungefähr zwei Kilogramm abgenommen haben, kann die Dosis von Ihrem Arzt unter Umständen auf eine Kapsel Reductil 15 mg (enthält 15 mg Sibutraminhydrochlorid) einmal täglich erhöht werden. Reductil muss genau nach ärztlicher Verordnung eingenommen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von REDUCTIL eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine größere Menge von Reductil eingenommen haben, als Sie sollten, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker. Bei Einnahme einer zu großen Menge Reductil kann es zu Schwindel kommen. Herzrasen und ein Blutdruckanstieg können sich ebenfalls einstellen. Zudem können Sie Kopfschmerzen bekommen.

Wenn Sie die Einnahme von REDUCTIL vergessen haben
Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, lassen Sie diese Dosis einfach ganz aus. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie die Einnahme von REDUCTIL abbrechen
Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen, bekommen Sie eventuell Kopfschmerzen oder möchten wieder mehr essen. In diesem Fall sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Reductil Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die meisten Nebenwirkungen treten in den ersten vier Wochen der Behandlung auf. Außerdem sind die Nebenwirkungen im Allgemeinen nicht schwerwiegend, treten im Zeitverlauf weniger häufig und schwächer ausgeprägt auf und bilden sich beim Absetzen des Arzneimittels zurück.

Folgende Nebenwirkungen wurden unter Reductil beobachtet. Einige davon können schwerwiegend werden. Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, müssen Sie mit Ihrem Arzt und/oder Apotheker darüber sprechen:

  • Anstieg von Blutdruck oder Herzfrequenz Unregelmäßige Herzschlagfolge, wie z. B. Herzflattern Eine selten auftretende, aber schwerwiegende Nebenwirkung ist das so genannte Serotonin-Syndrom, dies ist eine Kombination aus Symptomen und kann folgende einschliessen: Verwirrtheit, Schwitzen, Zittern, Übelkeit, Halluzinationen, unvermittelt auftretende Muskelzuckungen, Herzrasen. Dazu kann es dann kommen, wenn weitere Arzneimittel eingenommen werden, die den Gehirnbotenstoff Serotonin beeinflussen. Wenn Sie Atemschwierigkeiten, Schmerzen in der Brustgegend oder Knöchelschwellungen feststellen.
  • Ungewöhnliche Blutungen und Blutergüsse oder wenn es länger als sonst dauert, Blutungen zu stillen.
  • Bei Hautausschlag oder Nesselsucht, Atembeschwerden, Ohnmacht und Schwellungen im Gesicht und Rachen. In diesem Fall liegt bei Ihnen unter Umständen eine allergische Reaktion vor, die einen Notfall darstellt und sofort behandelt werden muss. Wenn Sie eine dieser Erscheinungen bei sich bemerken, dürfen Sie das Arzneimittel nicht nochmals einnehmen und müssen sofort Ihren Arzt benachrichtigen.

Sehr häufige Nebenwirkungen (betrifft mehr als 1 Anwender von 10):

  • Schlafstörungen,
  • Verstopfung,
  • Mundtrockenheit.

Häufige Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Anwender von 100):

  • Herzrasen,
  • erhöhter Blutdruck,
  • Herzklopfen (Palpitationen), - Übelkeit,
  • Kopfschmerzen,
  • Angstzustände,
  • Hautkribbeln,
  • Schwindel,
  • Hitzewallungen oder Schwitzen.
  • Hämorrhoiden können sich verschlechtern.

Speisen und Getränke können anders als früher schmecken bzw. kann es zu Geschmacksveränderungen im Mund kommen.

Weitere (weniger häufig bzw. mit nicht bekannter Häufigkeit auftretende) Neben-wirkungen sind: Krampfanfälle, Gedächtnisschwierigkeiten, verschwommenes Sehen, Durchfall, Erbrechen, Schütterwerden der Haare, Erektions-/Orgasmusstörungen, Störungen des Menstruationszyklus, Einblutungen in die Haut mit Gelenkschmerzen, Erregung oder Niedergeschlagenheit, überaktives Verhalten oder Gedanken (Manie), ungewöhnliche Änderungen im Verhalten oder der Stimmungslage, Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder Wirklichkeitsverlust (Psychose), Suizidgedanken, Suizid,,

Magenblutung, Nierenstörungen, Schwierigkeiten beim Entleeren der Blase und Anstiege bestimmter Leberwerte.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nicht mehr nach Ablauf des auf Blister und Faltschachtel angegebenen Verfallsdatums verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.

Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn die Kapseln beschädigt sind oder anderweitig fehlerhaft aussehen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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