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«Risedronsäure Medis 35 mg einmal wöchentlich Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was Risedronsäure Medis ist:
Risedronsäure Medis gehört zu den sogenannten Bisphosphonaten, einer Gruppe nicht-hormoneller Arzneimittel, die zur Behandlung von Knochenerkrankungen angewendet werden. Risedronsäure Medis stärkt unmittelbar die Knochen und verringert so die Gefahr von Knochenbrüchen.

Knochen ist ein lebendes Gewebe. Die alte Knochensubstanz des Skeletts wird ständig abgebaut und durch neue Knochensubstanz ersetzt.

Die postmenopausale Osteoporose ist eine Erkrankung bei Frauen nach den Wechseljahren, einer Zeit, in der die Knochen schwächer und zerbrechlicher werden und es nach einem Sturz oder einer Belastung eher zu Knochenbrüchen kommen kann. Die Osteoporose kann auch bei Männern auftreten, bedingt durch verschiedene Ursachen, z. B. durch den Alterungsprozess und/oder einen niedrigen Spiegel des männlichen Sexualhormons Testosteron.

Die Wirbelknochen, Hüftknochen und Handgelenke sind am häufigsten betroffen, doch die Gefahr eines Knochenbruchs besteht bei jedem Knochen. Knochenbrüche, die auf eine Osteoporose zurückzuführen sind, können der Grund für Rückenschmerzen, Verlust an Körpergröße und eine gebeugte Haltung sein. Viele Osteoporose-Patienten haben keine Symptome und wissen möglicherweise nicht einmal, dass sie die Erkrankung haben.

Wofür Risedronsäure Medis angewendet wird:
Zur Behandlung einer Osteoporose:

  • bei postmenopausalen Frauen, auch bei schweren Fällen von Osteoporose. Das Risiko für Wirbel- und Hüftknochenbrüche wird gesenkt.
  • bei Männern.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Risedronsäure Medis darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Risedronat-Natrium oder einen der sonstigen Bestandteile von Risedronsäure Medis sind (siehe Abschnitt 6 „Was Risedronsäure Medis enthält”).
  • wenn Sie durch Ihren Arzt wissen, dass Sie eine sogenannte Hypokalzämie haben (niedrigen Calciumspiegel im Blut).
  • wenn Sie schwanger sein könnten, schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.
  • wenn Sie stillen.
  • wenn Sie eine schwere Nierenfunktionsstörung haben.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Risedronsäure Medis ist erforderlich,

  • wenn Sie nicht in der Lage sind, sich für mindestens 30 Minuten aufrecht zu halten (im Sitzen oder im Stehen).
  • wenn Ihr Knochenaufbau und -abbau (Knochenstoffwechsel) gestört ist, (z. B. durch Vitamin-D-Mangel oder eine Hormonbildungsstörung der Nebenschilddrüsen, die beide zu einem erniedrigten Calciumspiegel im Blut führen).
  • wenn Sie in der Vergangenheit Erkrankungen der Speiseröhre (Ösophagus – der Muskelschlauch, der den Mund mit dem Magen verbindet) hatten. Möglicherweise hatten Sie in dem Zusammenhang Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Schlucken.
  • wenn der Arzt bei Ihnen eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckerarten festgestellt hat (z. B. Lactose).
  • wenn Sie Kieferschmerzen, Schwellungen oder Taubheitsgefühl (Schweregefühl) im Kiefer oder lose Zähne haben oder hatten. Dies können Anzeichen für eine Osteonekrose sein (Absterben von Knochengewebe). Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie Krebs haben, eine Chemotherapie, Strahlentherapie oder Corticosteroid-Behandlung erhalten oder wenn Ihre Zähne in einem schlechten Zustand sind, da all diese Risikofaktoren darstellen.
  • wenn Sie sich einer zahnärztlichen Behandlung oder einem kieferchirurgischen Eingriff unterziehen, informieren Sie bitte den behandelnden Arzt darüber, dass Sie Risedronsäure Medis einnehmen.

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, damit er Sie beraten kann, was während der Einnahme von Risedronsäure Medis zu beachten ist.

Bei Einnahme von Risedronsäure Medis mit anderen Arzneimitteln
Die Wirkung von Risedronsäure Medis kann vermindert werden, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die eine der folgenden Substanzen enthalten:

  • Calcium
  • Magnesium
  • Aluminium (z. B. enthalten in Mixturen gegen Verdauungsstörungen)
  • Eisen Zwischen der Einnahme dieser Arzneimittel und Risedronsäure Medis müssen daher mindestens 30 Minuten liegen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei Einnahme von Risedronsäure Medis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Es ist sehr wichtig Risedronsäure Medis NICHT zusammen mit Nahrung oder Getränken (ausgenommen Leitungswasser) einzunehmen, da es sonst nicht richtig wirken kann. Insbesondere sollte Risedronsäure Medis nicht gleichzeitig mit Molkereiprodukten (z. B. Milch) eingenommen werden, da diese Calcium enthalten (siehe Abschnitt 2 „Die Einnahme mit anderen Arzneimitteln).

Warten Sie mindestens 30 Minuten nach der Einnahme der Risedronsäure Medis Tablette, bevor Sie etwas essen oder trinken (ausgenommen Leitungswasser).

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Sie dürfen Risedronsäure Medis nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind, schwanger sein könnten oder eine Schwangerschaft planen (siehe Abschnitt 2 „Risedronsäure Medis darf nicht eingenommen werden). Das potenzielle Risiko der Anwendung von Risedronat-Natrium (Wirkstoff in Risedronsäure Medis) bei Schwangeren ist nicht bekannt.

Sie dürfen Risedronsäure Medis nicht einnehmen, wenn Sie stillen (siehe Abschnitt 2 „Risedronsäure Medis darf nicht eingenommen werden).

Risedronsäure Medis ist nur zur Anwendung bei postmenopausalen Frauen und Männern in der sogenannten Andropause bestimmt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass sich Risedronsäure Medis auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen auswirkt.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Risedronsäure Medis Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Dosierung
Nehmen Sie Risedronsäure Medis immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die übliche Dosierung ist:
Einmal wöchentlich EINE Tablette Risedronsäure Medis (35 mg Risedronat-Natrium). Wählen Sie den Wochentag für die Einnahme aus, der am besten in Ihre Planung passt. Nehmen Sie dann jede Woche immer an diesem von Ihnen gewählten Wochentag eine Risedronsäure Medis Tablette ein.

Der Einfachheit halber, damit Sie die Tablette immer an dem richtigen Wochentag einnehmen, sind auf dem Umkarton die Wochentage und dazugehörige Kästchen/Leerflächen aufgedruckt. Kennzeichnen Sie den Wochentag, an dem Sie die Risedronsäure Medis Tablette einnehmen möchten, durch eine Markierung.

Wann ist Risedronsäure Medis einzunehmen?
Nehmen Sie Ihre Tablette mindestens 30 Minuten vor jeglicher Aufnahme von Nahrung, Getränken (ausgenommen Leitungswasser) oder anderen Arzneimitteln an diesem Tag ein.

Wie ist Risedronsäure Medis einzunehmen?

  • Nehmen Sie die Tablette in aufrechter Position (sitzend oder stehend) ein, um das Auftreten von Sodbrennen zu vermeiden.
  • Schlucken Sie die Tablette mit mindestens einem Glas Leitungswasser (120 ml).
  • Die Tablette im Ganzen schlucken. Die Tablette nicht lutschen oder zerkauen.
  • Nach der Einnahme der Tablette mindestens 30 Minuten lang nicht hinlegen.

Ihr Arzt wird Sie informieren, wenn Sie Calcium oder Vitamine zur Nahrungsergänzung benötigen, falls Sie durch Ihre Ernährung nicht ausreichend damit versorgt werden.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit der Anwendung von Risedronat-Natrium bei Kindern und Jugendlichen wurde bisher nicht belegt.

Wenn Sie eine größere Menge von Risedronsäure Medis eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie oder eine andere Person versehentlich eine größere Menge von Risedronsäure Medis als die verschriebene Dosis eingenommen haben, trinken Sie ein volles Glas Milch und suchen Sie bitte Ihren Arzt oder ein Krankenhaus auf. Anzeichen und Symptome für einen sehr niedrigen Calciumspiegel im Blut sind z. B. Kribbeln in den Fingern, Zehen oder um den Mund herum, Muskelkrämpfe, Krampfanfälle sowie Entwicklung möglicherweise lebensbedrohlicher Zustände wie Stimmbandkrämpfe oder ein unregelmäßiger Herzschlag.

Wenn Sie die Anwendung von Risedronsäure Medis vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme an dem von Ihnen gewählten Wochentag versäumen, holen Sie die vergessene Einnahme an dem Tag nach, an dem Sie sich daran erinnern.
Setzen Sie danach wie vorgesehen die Einnahme einer Tablette einmal pro Woche an dem von Ihnen gewählten Tag fort.
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Risedronsäure Medis abbrechen
Wenn Sie die Behandlung abbrechen, werden Sie möglicherweise beginnen, Knochenmasse zu verlieren. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie erwägen, die Behandlung abzubrechen. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Risedronsäure Medis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Beenden Sie die Einnahme von Risedronsäure Medis und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie irgendeines der folgenden Symptome bei sich feststellen.
Symptome einer schweren allergischen Reaktion wie:

  • Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
  • Schwierigkeiten beim Schlucken
  • Nesselausschlag und Atemnot
  • schwere Hautreaktionen, einschließlich Blasenbildung der Haut

Wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bei sich feststellen:

  • Augenentzündungen, in der Regel verbunden mit Schmerzen, Rötung und Lichtempfindlichkeit
  • Kiefernekrose (Osteonekrose), einhergehend mit verzögerter Heilung und Infektionen, oft nachdem ein Zahn gezogen wurde (siehe Abschnitt 2 „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Risedronsäure Medis ist erforderlich“).
  • Wenn Beschwerden der Speiseröhre auftreten, wie Schmerzen und Schwierigkeiten beim Schlucken, Schmerzen in der Brust oder neu auftretendes oder sich verschlimmerndes Sodbrennen.

Die in klinischen Studien beobachteten sonstigen Nebenwirkungen waren hingegen in der Regel leicht und führten nicht zum Absetzen des Arzneimittels.

Im Folgenden werden die Nebenwirkungen in der Reihenfolge der Häufigkeit ihres Auftretens aufgelistet. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10
Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100

Häufige Nebenwirkungen

  • Verdauungsstörungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe oder Unwohlsein, Verstopfung, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall
  • Schmerzen in den Knochen, Muskeln oder Gelenken
  • Kopfschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen

  • Entzündung oder Geschwür der Speiseröhre (Ösophagus - Muskelschlauch, der den Mund mit dem Magen verbindet), die Schmerzen und Schwierigkeiten beim Schlucken verursachen (siehe auch Abschnitt 2 „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Risedronsäure Medis ist erforderlich“), Entzündung des Magens und Zwölffingerdarms (erster Teil des Darms, der sich direkt an den Magenausgang anschließt).
  • Entzündung der Iris (des farbigen Teils des Auges), einhergehend mit Rötung der Augen, Augenschmerzen und möglicherweise mit Sehstörungen.

Seltene Nebenwirkungen

  • Entzündung der Zunge (rot geschwollen, eventuell schmerzhaft), Verengung der Speiseröhre • Über krankhafte Veränderungen bei den Leberfunktionswerten wurde ebenfalls berichtet. Diese Werte werden im Rahmen von Bluttests ermittelt.

Seit Markteinführung wurden die folgenden Nebenwirkungen beobachtet (Häufigkeit nicht bekannt):

  • Haarausfall
  • Lebererkrankungen, teilweise schwerwiegend

In seltenen Fällen kann es zu Beginn der Behandlung zu einer Abnahme der Calcium- und Phosphatkonzentrationen im Blut kommen. Diese Änderungen sind in der Regel leicht und verursachen keine Symptome.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


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