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«Risperidon-ratiopharm 3 mg Filmtabletten»

Risperidon-ratiopharm 3 mg Filmtabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

- zur Behandlung einer Krankheit (Schizophrenie) mit Symptomen wie Hören, Sehen oder ühlen von Dingen, die nicht wirklich da sind, irrigen Überzeugungen, ungewöhnlichem Misstrauen und Rückzug von der Umwelt.
- bei Patienten, die anfänglich auf die Behandlung angesprochen haben, um dem Wiederauftreten der Erkrankung vorzubeugen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Risperidon-ratiopharm® 3 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Risperidon oder einen der sonstigen Bestandteile von Risperidon-ratiopharm® 3 mg sind
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Risperidon-ratiopharm® 3 mg ist erforderlich
- wenn Sie an Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems leiden. Risperidon-ratiopharm® 3 mg kann besonders zu Beginn der Behandlung einen Blutdruckabfall beim Wechsel vom Liegen zum Stehen mit Schwarzwerden vor den Augen verursachen. Die Dosis sollte von Ihrem Arzt daher schrittweise gesteigert werden (siehe 3. unter „Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis“). Falls Ihr Blutdruck zu niedrig wird, sollte von Ihrem Arzt die Dosis verringert werden.
- da Arzneimittel wie Risperidon-ratiopharm® 3 mg bestimmte unwillkürliche, rhythmische Muskelbewegungen im Bereich von Zunge, Mund und Gesicht auslösen können (Spätdyskinesien). Falls solche Anzeichen auftreten, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden; er wird entscheiden, ob die Behandlung beendet werden muss. Extrapyramidale Beschwerden (Muskelzittern, Steifheit, vermehrter Speichelfluss, Verlangsamung der Bewegungen, Unvermögen ruhig zu sitzen, fehlerhafter Spannungszustand von Muskel und Gefäßen) können das Risiko für die oben genannten Muskelbewegungen erhöhen.
- wenn bei Ihnen während der Einnahme Anzeichen von Fieber, raschem Atmen, Schwitzen, Muskelsteifigkeit, Kreislaufstörungen oder Benommenheit auftritt (malignes neuroleptisches Syndrom). Setzen Sie sich dann sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung!
- da Risperidon-ratiopharm® 3 mg Erscheinungen wie Erregung, gesteigerte körperliche Erregbarkeit (Agitiertheit) und Aggressivität verstärken kann. Treten diese Erscheinungen auf, kann Ihr Arzt die Dosis reduzieren oder die Behandlung abbrechen.
- wenn Sie an Lewy-Body-Demenz oder an der Parkinson-Erkrankung leiden. Die Einnahme von Risperidon-ratiopharm® 3 mg kann zu einer Verschlechterung dieser Erkrankungen führen. Ebenso kann das Risiko für ein malignes neuroleptisches Syndroms (siehe oben) erhöht sein.
- wenn Sie an Epilepsie leiden, da Risperidon-ratiopharm® 3 mg die Krampfschwelle herabsetzen kann.
- wenn bei Ihnen eine Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems vorliegt oder wenn jemand in Ihrer Familie Unregelmäßigkeiten im EKG (verlängertes QT-Intervall) hat oder gehabt hat.
- wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel anwenden, von denen bekannt ist, dass sie das EKG (QT-Intervall) verändern können.
- wenn bei Ihnen eine nicht durch Arzneimittel verursachte Erhöhung des Prolaktin-Spiegels vorliegt. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn bei Ihnen ein möglicherweise Prolaktin-abhängiger Tumor (z. B. Brustkrebs) vorliegt.
Bei älteren Patienten mit Demenz muss folgendes beachtet werden:
- In dieser Patientengruppe wurde bei Anwendung von Arzneimitteln mit Risperidon im Vergleich zur Anwendung von Arzneimitteln ohne Wirkstoff (Placebo) eine höhere Sterblichkeitsrate beobachtet.
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Risperidon mit Furosemid (Arzneimittel zur Erhöhung der Wasserausscheidung aus dem Körper) wurde im Vergleich zu Patienten, die Risperidon allein oder Furosemid allein erhalten hatten, eine höhere Sterblichkeitsrate beobachtet.
- Es besteht ein erhöhtes Risiko für Durchblutungsstörungen im Gehirn (z. B. Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke). Besondere Vorsicht ist deshalb bei einem Schlaganfall in der Vorgeschichte, Durchblutungsstörungen im Gehirn, Bluthochdruck oder Zuckerkrankheit angezeigt. Sollten Sie oder Ihre Betreuungsperson Anzeichen für solche Durchblutungsstörungen wie plötzliche Schwäche, Taubheitsgefühl der Wangen oder in den Armen oder Beinen, Sprachschwierigkeiten oder Sehstörungen feststellen, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.
In sehr seltenen ällen wurde während der Behandlung mit Risperidon-ratiopharm® 3 mg über einen zu hohen Blutzuckerspiegel oder eine Verschlechterung einer bereits vorhandenen Zuckerkrankheit berichtet.
Liegt bei Ihnen eine Zuckerkrankheit vor oder bestehen bei Ihnen Risikofaktoren für die Entwicklung einer Zuckerkrankheit, sollten Sie von Ihrem Arzt angemessen überwacht werden.
Während der Behandlung mit Risperidon-ratiopharm® 3 mg besteht die Möglichkeit einer Gewichtszunahme.
Die gleichzeitige Anwendung von anderen Neuroleptika (Arzneimittelgruppe zu der auch Risperidon-ratiopharm® 3 mg gehört) sollte vermieden werden.
Selten wurden akute Absetzerscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen und Schlaflosigkeit nach abruptem Absetzen hoher Neuroleptika-Dosen selten beschrieben. Die Krankheitserscheinungen, die zur Behandlung mit diesem Arzneimittel führten, können ebenfalls erneut auftreten. Ebenso wurde das Auftreten unwillkürlicher Bewegungsstörungen (Unvermögen ruhig zu sitzen, fehlerhafter Spannungszustand von Muskel und Gefäßen und motorische Fehlfunktionen) berichtet. Die Dosierung sollte von ihrem Arzt daher schrittweise abgesetzt werden.
Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren
Da es bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren keine Erfahrungen mit Risperidon-ratiopharm® 3 mg gibt, sollte das Arzneimittel nicht in dieser Patientengruppe angewendet werden.
Ältere Menschen und Patienten mit Leber- und Nierenerkrankungen
Da die Erfahrung bei älteren Patienten begrenzt ist, ist Vorsicht geboten.
Spezielle Dosisempfehlungen für ältere Patienten und für Patienten mit Leber- und Nierenerkrankungen siehe unter 3. „Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis“.
Schwangerschaft und Stillzeit
Es liegen keine hinreichenden Daten zur Anwendung von Risperidon-ratiopharm® 3 mg in der Schwangerschaft vor. In Untersuchungen beim Tier wurden Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit beobachtet. Die Anwendung von Arzneimitteln aus der Gruppe zu der Risperidon-ratiopharm® 3 mg gehört, führte im letzten Drittel der Schwangerschaft beim Säugling zu langfristigen, aber reversiblen Störungen extrapyramidaler Art (wie z. B. Muskelzittern, Steifheit, vermehrter Speichelfluss, Verlangsamung der Bewegungen, fehlerhafter Spannungszustand von Muskel und Gefäßen). Risperidon-ratiopharm® 3 mg sollte während der Schwangerschaft nur eingenommen werden, wenn der Nutzen für die Mutter das mögliche Risiko für den ötus bzw. das Neugeborene übersteigt.
Risperidon und das ebenfalls wirksame Stoffwechselprodukt werden in solch einem Ausmaß in die Muttermilch ausgeschieden, dass eine Wirkung auf den Säugling wahrscheinlich ist, wenn stillende Mütter die üblichen Dosen erhalten. Risperidon-ratiopharm® 3 mg sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durchgeführt.
Die Arzneimittel-Gruppe zu der Risperidon-ratiopharm® 3 mg gehört kann die Reaktionsfähigkeit beeinflussen. Bitte führen Sie daher keine Fahrzeuge und bedienen Sie keine Maschinen, bevor von Ihrem Arzt nicht Ihre Reaktion auf Risperidon-ratiopharm® 3 mg beurteilt wurde.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Risperidon-ratiopharm® 3 mg
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Risperidon-ratiopharm® 3 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Risperidon-ratiopharm® 3 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Risperidon-ratiopharm® 3 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
- Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren
Die Tagesdosis von Risperidon-ratiopharm® 3 mg kann als Einzeldosis oder auf zwei Einzeldosen verteilt eingenommen werden.
Die Anfangsdosis beträgt 2 mg Risperidon pro Tag. Am zweiten Behandlungstag kann die Dosis auf 4 mg Risperidon pro Tag erhöht werden. Danach kann die Dosis in Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen individuell von Ihrem Arzt verändert werden. Die optimale Behandlungsdosis beträgt gewöhnlich mg Risperidon pro Tag. ür einige Patienten kann eine langsamere Einstellung der Dosis und eine niedrigere Anfangs- und Erhaltungsdosis besser geeignet sein.
In klinischen Studien führten Tagesdosen über 10 mg Risperidon nicht zu einer Wirkungssteigerung des Arzneimittels; es können aber extrapyramidale Beschwerden (Muskelzittern, Steifheit, vermehrter Speichelfluss, Verlangsamung der Bewegungen, Unvermögen ruhig zu sitzen, fehlerhafter Spannungszustand von Muskel und Gefäßen) auftreten. Da die Sicherheit von Tagesdosen über 16 mg Risperidon nicht belegt ist, sollten sie nicht eingesetzt werden.
- Ältere Patienten
Da die Erfahrung bei älteren Patienten begrenzt ist, ist Vorsicht geboten.
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt zweimal täglich 0,5 mg Risperidon. Die Einzeldosis kann von Ihrem Arzt in Schritten von je 0,5 mg Risperidon auf zweimal täglich mg Risperidon individuell angepasst werden.
- Patienten mit Leber- oder Nierenerkrankungen
Da die Erfahrung bei diesen Patienten begrenzt ist, ist Vorsicht geboten.
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt zweimal täglich 0,25 mg. In Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen kann die Dosis von Ihrem Arzt auf zweimal täglich mg Risperidon gesteigert werden.
- Umstellung von anderen Neuroleptika auf Risperidon-ratiopharm® 3 mg
Soweit es medizinisch sinnvoll ist wird Ihr Arzt bei Behandlungsbeginn die Dosis des anderen Arzneimittels schrittweise reduzieren. Bei der Umstellung von Depot-Neuroleptika auf Risperidon-ratiopharm® 3 mg wird empfohlen, die Behandlung zum Zeitpunkt der nächsten vorgesehenen Injektion zu beginnen.
Falls Sie Arzneimittel gegen die Parkinson-Erkrankung einnehmen, wird Ihr Arzt in regelmäßigen Abständen überprüfen, ob die Einnahme dieser Arzneimittel noch notwendig ist.
Die Filmtabletten sollten mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) eingenommen werden. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Risperidon-ratiopharm® 3 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge von Risperidon-ratiopharm® 3 mg eingenommen haben, als Sie sollten
ist in jedem Fall unverzüglich ein Arzt (z. B. Vergiftungsnotruf) um Rat zu fragen. Eine Überdosierung kann sich in der Verstärkung der erwünschten und unerwünschten Arzneimittelwirkungen äußern. Die häufigsten Anzeichen sind Müdigkeit/Abgeschlagenheit, beschleunigter Herzschlag, niedriger Blutdruck, unwillkürliche Bewegungen.
Wenn Sie die Einnahme von Risperidon-ratiopharm® 3 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Behandlung am nächsten geplanten Einnahmezeitpunkt in der verordneten Dosis fort.
Wenn Sie die Einnahme von Risperidon-ratiopharm® 3 mg abbrechen
Falls Sie die Behandlung mit Risperidon-ratiopharm® 3 mg abbrechen wollen, wenden Sie sich vorher bitte an Ihren behandelnden Arzt.
Die Behandlung mit Risperidon-ratiopharm® 3 mg sollte von Ihrem Arzt schrittweise abgesetzt werden, da Absetzerscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen und Schlaflosigkeit auftreten können.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Risperidon-ratiopharm® 3 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Risperidon-ratiopharm® 3 mg wurde nicht systematisch auf mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln untersucht.
Da Risperidon-ratiopharm® 3 mg überwiegend am zentralen Nervensystem wirkt, sollte es in Kombination mit anderen gleichartig wirksamen Arzneimitteln mit Vorsicht angewendet werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit folgenden Arzneimitteln kann das Risiko für bestimmte unwillkürliche, rhythmische Muskelbewegungen im Bereich von Zunge, Mund und Gesicht (Spätdyskinesien) erhöht werden:
- andere wie Risperidon-ratiopharm® 3 mg wirkende Arzneimitteln
- Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von z. B. manisch-depressiven Erkrankungen)
- Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen)
- Antiparkinson-Mittel (Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung)
- Arzneimittel mit zentraler anticholinerger Wirkung
Risperidon-ratiopharm® 3 mg kann die blutdrucksenkende Wirkung der folgender Arzneimittel verstärken:
- Phenoxybenzamin, Labetalol und andere gleichartig wirkende Arzneimittel
- Methyldopa, Reserpin und andere zentral wirkende Arzneimittel gegen hohen Blutdruck
Im Gegensatz dazu wird die blutdrucksenkende Wirkung von Guanethidin abgeschwächt.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit Levodopa (Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung) und anderen gleichartig wirkenden Arzneimitteln (Dopamin-Agonisten), kann Risperidon-ratiopharm® 3 mg die Wirkung dieser Arzneimittel abschwächen.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit Carbamazepin (Arzneimittel z. B. zur Behandlung von Krampfleiden) und anderen Arzneimitteln, die die Verstoffwechselung von Risperidon in ähnlicher Weise beeinflussen können (Verminderung der im Blut enthaltenen Menge), wird Ihre Tagesdosis von Ihrem Arzt überprüft und falls nötig gesenkt werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit folgenden Arzneimitteln wird Ihre Tagesdosis von Ihrem Arzt bei Beginn und nach Beendigung der Behandlung neu beurteilt werden:
- Chinidin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
- Fluoxetin und Paroxetin (Arzneimittel z. B. zur Behandlung von Depressionen)
- Terbinafin (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen)
- andere Arzneimittel, die die Verstoffwechselung von Risperidon in ähnlicher Weise beeinflussen können (Erhöhung der im Blut enthaltenen Menge)
Ranitidin und Cimetidin (Arzneimittel zur Senkung der Magensäureproduktion) können die Menge von Risperidon im Blut erhöhen. Die Wirkung von Risperidon-ratiopharm® 3 mg wird dadurch aber nicht unbedingt erhöht, da der Anteil des ebenfalls wirksamen Stoffwechselproduktes von Risperidon gesenkt wird.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit folgenden Arzneimitteln wird zur Vorsicht geraten:
- Arzneimittel, von denen bekannt ist, dass sie das EKG verändern können (Verlängerung des QT-Intervalls) (Antiarrhythmika der Klassen IA und III [Arzneimittel zur Behandlung einer unregelmäßiger Herzschlagfolge], Thioridazin, Pimozid oder Sertindol [Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen], Sparfloxacin oder Moxifloxacin [Arzneimittel zur Behandlung von baktetriellen Infektionen], Dolansetron [Arzneimittel zur Behandlung von starkem Erbrechen], Mefloquin [Arzneimittel zur Behandlung der Malaria], Cisaprid [Arzneimittel zur Behandlung von Magen-Darm-Störungen]).
- Arzneimittel, die einen niedrigen Kalium- oder Magnesium-Spiegel im Blut verursachen (bestimmte Arzneimittel die die Wasserausscheidung aus dem Körper erhöhen).
Bezüglich gleichzeitiger Anwendung mit Furosemid (Arzneimittel zur Erhöhung der Wasserausscheidung aus dem Körper) bei älteren Patienten mit Demenz siehe unter 2. „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Risperidon-ratiopharm® 3 mg ist erforderlich“.
Bei Einnahme von Risperidon-ratiopharm® 3 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Arzneimittel-Gruppe zu der Risperidon-ratiopharm® 3 mg gehört, kann die Wirkung von Alkohol verstärken, daher sollte während der Behandlung mit Risperidon-ratiopharm® 3 mg kein Alkohol getrunken werden.
Die Einnahme der Filmtabletten kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Risperidon-ratiopharm® 3 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufigmehr als 1 von 10 Behandelten
häufigweniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
gelegentlichweniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
seltenweniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
sehr seltenweniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Häufig
• gesteigerte körperliche Erregbarkeit, Angstzustände
• Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Beruhigung (Beruhigung wurde bei Kindern und Jugendlichen häufiger berichtet als bei Erwachsenen. Im Allgemeinen ist sie leicht und vorübergehend)
• Gewichtszunahme
Gelegentlich
• Benommenheit, Müdigkeit/Abgeschlagenheit, Schwindel, Konzentrationsstörungen, extrapyramidale Beschwerden: Muskelzittern, Steifheit, vermehrter Speichelfluss, Verlangsamung der Bewegungen, Unvermögen ruhig zu sitzen (Akathisie), fehlerhafter Spannungszustand von Muskel und Gefäßen (akute Dystonie). (Diese Anzeichen sind gewöhnlich leicht und bilden sich nach Dosisverringerung und/oder Anwendung eines Antiparkinson-Arzneimittels zurück.)
• verschwommenes Sehen
• niedriger Blutdruck (auch Blutdruckabfall beim Wechsel vom Liegen zum Stehen [orthostatische Hypotonie]), beschleunigter Herzschlag (auch Reflextachykardie), orthostatischer Schwindel oder Bluthochdruck
• Schnupfen
• Verstopfung, Verdauungsstörungen, Übelkeit/Erbrechen, Magenschmerzen
• Hautausschlag und andere allergische Reaktionen
• unwillkürlicher Urinabgang
• schmerzhafte Dauererektion des Penis, Erektionsstörungen, Ejakulationsstörungen, Orasmusstörungen
Sehr selten
• leichte Verminderung der Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (neutrophile Granulozyten) und der Blutplättchen
• erhöhter Blutzuckerspiegel, Verschlechterung einer bestehenden Zuckerkrankheit
• Erhöhung von bestimmen Leberwerten (Leberenzymwerte)
• Schwellungen, Juckreiz, Ausschlag, Lichtempfindlichkeit
• Muskelschwäche
Die folgenden Nebenwirkungen treten in der Arzneimittelgruppe auf zu der auch Risperidon-ratiopharm® 3 mg gehört:
- Veränderungen im EKG (QT-Verlängerung)
- unregelmäßige Herzschlagfolge (ventrikuläre Arrythmien - Kammerflimmern, ventrikuläre Tachykardie [selten], Torsade de pointes)
- plötzlicher ungeklärter Tod
- Herzstillstand
Hormonelle Störungen
Risperidon-ratiopharm® 3 mg kann zu einem dosisabhängigen Anstieg der Prolaktin-Spiegel im Blut führen. Mögliche damit verbundene Anzeichen sind milchige Absonderungen aus der Brustdrüse (Galaktorrhoe), Vergrößerung der männlichen Brustdrüsen (Gynäkomastie), Störungen der Regelblutung und sogar Ausbleiben der Regelblutung.
Untersuchungen an Gewebekulturen sprechen dafür, dass das Wachstum von Zellen menschlicher Brusttumoren durch Prolaktin stimuliert werden kann. Obwohl ein deutlicher Zusammenhang zwischen Neuroleptika-Anwendung und Brustkrebs in Studien bisher nicht nachgewiesen werden konnte, ist bei entsprechender Vorgeschichte Vorsicht angeraten.
Störungen des Wasserhaushaltes aufgrund übermäßigen Trinkens oder Störungen der Sekretion des antidiuretischen Hormons, unwillkürliche, rhythmische Muskelbewegungen im Bereich von Zunge, Mund und Gesicht (Spätdyskinesien), Fieber, raschem Atmen, Schwitzen, Muskelsteifigkeit, Kreislaufstörungen oder Benommenheit (malignes neuroleptisches Syndrom), Regulationsstörungen der Körpertemperatur und Krampfanfälle wurden während der Behandlung mit Risperidon-ratiopharm® 3 mg berichtet.
Zerebrovaskuläre Ereignisse
Unter der Behandlung mit Risperidon-ratiopharm® 3 mg wurde vor allem bei älteren Patienten mit Demenz über Störungen der Gehirndurchblutung (einschließlich Schlaganfall und transitorische ischämische Attacken [TIA]) berichtet.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Blisterpackungen angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Zusätzliche Informationen

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Risperidon-ratiopharm® 3 mg Filmtabletten
Wirkstoff: Risperidon

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Risperidon-ratiopharm® 3 mg ist ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen (Neuroleptikum).


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