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«Rivastigmin Synthon 1,5 mg Hartkapseln»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Rivastigmin gehört zu einer Gruppe von Wirkstoffen, die Cholinesterasehemmer genannt werden.

Rivastigmin wird zur Behandlung von Gedächtnisstörungen bei Patienten mit Alzheimer-Krankheit verwendet.

Rivastigmin wird zur Behandlung von Demenz bei Patienten mit Parkinson-Krankheit verwendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bevor Sie Rivastigmin einnehmen, ist es wichtig, dass Sie die folgenden Kapitel lesen und eventuelle Unklarheiten mit Ihrem Arzt besprechen.

Rivastigmin Synthon darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Rivastigmin, gegen andere Carbamatderivate oder einen der sonstigen Bestandteile von Rivastigmin Synthonsind (eine Liste befindet sich in Abschnitt 6 „Weitere Informationen“).
  • wenn Sie schwere Leberprobleme haben.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Rivastigmin Synthon ist erforderlich,

  • wenn Sie an Nieren- oder Leberfunktionsstörungen leiden oder gelitten haben
  • wenn Sie einen unregelmäßigen Herzschlag haben
  • wenn Sie ein Magengeschwür haben
  • wenn Sie an Asthma oder einer schweren Atemwegserkrankung leiden
  • wenn Sie Schwierigkeiten beim Wasserlassen haben
  • wenn Sie an Krampfanfällen(Krämpfe oder Schüttelkrämpfe) leiden oder gelitten haben
  • wenn Sie einige Tage lang kein Rivastigmin eingenommen haben. In diesem Fall nehmen Sie die nächste Dosis erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein;
  • wenn Sie unter Reaktionen des Magen-Darm-Traktes leiden, wie Übelkeit und Erbrechen
  • wenn Sie ein geringes Körpergewicht haben
  • wenn Sie unter Zittern leiden

Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, muss Ihr Arzt Sie möglicherweise besonders sorgfältig überwachen, solange Sie dieses Arzneimittel verwenden.

Die Anwendung von Rivastigmin bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) wird nicht empfohlen.

Bei Einnahme von Rivastigmin mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

  • Wenn Sie sich während der Behandlung von Rivastigmin einer Operation unterziehen müssen, müssen Sie den Narkosearzt davon in Kenntnis setzen, da Rivastigmin die Wirkung einiger Muskelrelaxantien während der Narkose verstärken kann.
  • Rivastigmin sollte nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln gegeben werden, die eine ähnliche Wirkung wie Rivastigmin haben. Rivastigmin kann Wechselwirkungen mit Anticholinergika haben (Arzneimittel, die zur Linderung von Magenkrämpfen oder Spasmen, zur Behandlung der Parkinson-Krankheit oder zur Vorbeugung gegen Reisekrankheit verwendet werden).

Schwangerschaft und Stillzeit
Die Einnahme von Rivastigmin während der Schwangerschaft sollte vermieden werden, sofern es nicht unbedingt notwendig ist. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie während der Behandlung schwanger werden. Frauen, die Rivastigmin einnehmen, dürfen nicht stillen. Bitten Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

darstellt. Rivastigmin kann Schwindel oder Schläfrigkeit hervorrufen, vor allem zu Beginn der Behandlung oder bei Dosissteigerung. Wenn Sie solche Auswirkungen spüren, sollten Sie kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Rivastigmin Synthon immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Schlucken Sie die Kapseln unzerkaut mit Flüssigkeit, ohne sie zu öffnen oder zu zerkleinern.

Rivastigmin soll zweimal täglich (morgens und abends) mit den Mahlzeiten eingenommen werden.

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, welche Rivastigmin-Dosis Sie einnehmen sollen, wobei die Behandlung mit einer niedrigen Dosis beginnt und allmählich gesteigert wird, je nachdem, wie Sie auf die Behandlung ansprechen. Die Höchstdosis liegt bei zweimal 6 mg pro Tag. Wenn Sie einige Tage lang kein Rivastigmin eingenommen haben, dürfen Sie die nächste Dosis erst einnehmen, nachdem Sie mit Ihrem Arzt gesprochen haben.

Um einen Nutzen von dem Arzneimittel zu haben, müssen Sie es jeden Tag einnehmen.

Sagen Sie der Person, die sich um Sie kümmert, dass Sie Rivastigmin einnehmen.

Dieses Arzneimittel sollte nur von einem Facharzt verschrieben werden und Ihr Arzt sollte regelmäßig überprüfen, ob die gewünschte Wirkung erzielt wird. Der Arzt wird Ihr Gewicht kontrollieren, während Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Rivastigmin Synthon eingenommen haben, als Sie sollten
Teilen Sie es Ihrem Arzt mit, wenn Sie feststellen, dass Sie versehentlich mehr Rivastigmin eingenommen haben, als Sie sollten. Möglicherweise brauchen Sie ärztliche Betreuung. Bei manchen Patienten, die aus Versehen zu viel Rivastigmin eingenommen haben, traten Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, erhöhter Blutdruck und Halluzinationen auf. Außerdem können verlangsamter Herzschlag und Ohnmacht auftreten.

Wenn Sie die Einnahme von Rivastigmin Synthon vergessen haben Wenn Sie feststellen, dass Sie die Einnahme Ihrer Rivastigmin-Dosis vergessen haben, warten Sie bis zum nächsten Einnahmezeitpunkt und nehmen Sie dann die nächste Dosis ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die vergessene Dosis auszugleichen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel, kann Rivastigmin Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

In der Regel treten Nebenwirkungen am häufigsten zu Beginn der Arzneimitteleinnahme oder bei Dosissteigerungen ein. Diese Nebenwirkungen verschwinden im Allgemeinen allmählich, wenn sich Ihr Körper an das Arzneimittel gewöhnt hat.

Sehr häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 10 Patienten):
Schwindel • Übelkeit • Erbrechen • Durchfall • Appetitverlust.

Häufige Nebenwirkungen (bei 1 bis 10 von 100 Patienten):
Sodbrennen • Magenschmerzen • Kopfschmerzen • Erregtheit • Verwirrtheit • Schwächegefühl • Schläfrigkeit • verstärktes Schwitzen • allgemeines Unwohlsein • Gewichtsverlust • Tremor.

Gelegentliche Nebenwirkungen (bei 1 bis 10 von 1.000 Patienten):
Depressionen • Schlaflosigkeit • Veränderungen der Leberfunktionswerte • Ohnmacht

  • versehentliches Hinfallen.

Seltene Nebenwirkungen (bei 1 bis 10 von 10.000 Patienten):
Brustschmerzen • Krampfanfälle (Anfälle oder Zuckungen) • Hautausschläge • Magengeschwüre • Darmgeschwüre.

Sehr seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10.000 Patienten): Gastrointestinale Blutungen (Blut im Stuhl oder in Erbrochenem) •
Harnwegsinfektionen • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (heftige Schmerzen im Oberbauch, häufig mit Übelkeit und Erbrechen) • Herzrhythmusprobleme (erhöht oder verlangsamt) • hoher Blutdruck • Halluzinationen • Verschlechterung der Parkinson-Krankheit oder das Auftreten von dieser Erkrankung ähnlichen Symptomen (Muskelsteifheit, Schwierigkeiten beim Ausführen von Bewegungen).

Nicht bekannte Häufigkeit der Nebenwirkungen (Häufigkeit auf der Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Schweres Erbrechen, welches zum Einreißen der Speiseröhre führen kann.

Bei Patienten mit Parkinson-Demenz können einige Nebenwirkungen häufiger sowie zusätzliche Nebenwirkungen auftreten:
Zittern (sehr häufig) • Schlafstörungen • Ängstlichkeit • Ruhelosigkeit • Verschlechterung der Parkinson-Krankheit oder das Auftreten von dieser Erkrankung ähnlichen Symptomen (Muskelsteifheit, Schwierigkeiten beim Ausführen von Bewegungen) • abnormal langsame oder unkontrollierte Bewegungen • verlangsamter Herzschlag • vermehrter Speichelfluss und Dehydration (Austrocknung) (häufig) • unregelmäßiger Herzschlag • schlechte Kontrolle der Bewegungen (gelegentlich).

Beim Auftreten solcher Beschwerden suchen Sie Ihren Arzt auf, da Sie möglicherweise medizinische Hilfe benötigen.

Informieren Sie bitten Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die in dieser Gebrauchsinformation nicht angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Rivastigmin darf nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr angewendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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