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«Sotacor 80 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

SOTACOR ist ein sogenannter Betablocker und wirkt bestimmten Herzrhythmusstörungen entgegen.

SOTACOR wird zur Behandlung und Vorbeugung von bestimmten Herzrhythmusstörungen mit raschem Puls (Tachyarrhythmien) eingesetzt.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

SOTACOR darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile von SOTACOR sind,
  • wenn Sie an bestimmten Herzrhythmusstörungen (AV-Block 2. oder 3. Grades, Syndrom des kranken Sinusknotens bei Patienten ohne Herzschrittmacher, QT-Syndrom, Torsade des pointes) leiden, bzw. wenn Sie Medikamente einnehmen, die bestimmte EKG-Veränderungen oder Herzrhythmusstörungen auslösen können (QT-Syndrom, Torsade des pointes),
  • wenn Sie an Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße mit Brustschmerzen in Ruhe (Prinzmetal-Angina) leiden,
  • wenn Sie einen geringen Puls haben,
  • wenn Sie an schwerer, nicht ausreichend behandelbarer Herzmuskelschwäche leiden,
  • wenn Sie einen Herz-Kreislauf-Schock haben,
  • wenn bei Ihnen Narkosemitteln verwendet werden, die die Herzfunktion verschlechtern,
  • wenn Sie einen niedrigen Blutdruck (außer wenn dieser durch Herzrhythmusstörungen verursacht wird) haben,
  • wenn Sie eine bestimmte Erkrankung des Nebennierenmarkes (Phäochromozytom) haben,
  • wenn Sie schwere Durchblutungsstörungen in den Armen und Beinen haben,
  • wenn Sie unter Bronchialasthma oder anderen Erkrankungen, die mit Atemnot verbunden sind (chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen) leiden,
  • wenn Sie eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes haben,
  • wenn Ihre Nierenfunktion stark eingeschränkt ist oder Ihre Nieren keinen Urin produzieren,
  • wenn Sie gleichzeitig bestimmte Medikamente zur Behandlung von seelischen Störungen (MAOA-Hemmern) sowie bestimmte entzündungshemmende Medikamente (Floctafenin) einnehmen,
  • wenn Sie einen niedrigen Gehalt an Kalium oder Magnesium im Blut haben,
  • unmittelbar nach einem Herzinfarkt.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von SOTACOR ist erforderlich,

  • wenn Sie gleichzeitig Medikamente einnehmen, die die Ausscheidung von Kalium und/oder Magnesium fördern, z.B. bestimmte harntreibende Medikamente,
  • wenn Sie an Herzschwäche leiden oder gerade einen Herzinfarkt hatten,
  • wenn Sie zu Allergien neigen oder schwere Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte aufgetreten sind,
  • wenn Sie sich einer Operation unterziehen müssen, da bestimmte Narkosemittel nicht in Kombination mit SOTACOR verwendet werden können,
  • wenn Sie an Diabetes leiden, da SOTACOR die Anzeichen eines akuten Absinkens des Blutzuckerspiegels verschleiern kann,
  • wenn Sie an Überfunktion der Schilddrüse leiden,
  • wenn Sie an schwerem allergischen Schnupfen leiden,
  • wenn Ihre Arme und/oder Beine schlecht durchblutet sind,
  • wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist,
  • wenn Sie an Psoriasis (Schuppenflechte) leiden, da ß-Rezeptorenblocker diese Erkrankung auslösen, verschlechtern oder zu schuppenflechtenartigen Ausschlägen führen können. Der Behandlungszeitraum bis zum Auftreten der Hauterscheinungen kann von wenigen Wochen bis zu Jahren betragen.

Sie dürfen die Einnahme von SOTACOR nicht plötzlich- ohne Ihren Arzt zu befragen -beenden, da sich Ihr Zustand dadurch verschlimmern könnte. Die vom Arzt angeordneten Kontrollen sind genau einzuhalten.

Bei Einnahme von SOTACOR mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimitteln handelt.

Wechselwirkungen können unter anderem mit folgenden Arzneimitteln auftreten:

  • anderen Herz-Kreislaufmitteln (Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Angina pectoris; Digitalis)
  • Arzneimitteln gegen Zuckerkrankheit
  • Antibiotika
  • Kortisonpräparaten
  • Arzneimitteln gegen seelische Erkrankungen
  • entzündungshemmenden Arzneimitteln
  • entwässernden Arzneimitteln bzw. Abführmitteln
  • Narkosemitteln

SOTACOR kann die Ergebnisse bestimmter Harnuntersuchungen beeinflussen. Informieren Sie daher vor einer Harnuntersuchung Ihren Arzt darüber, dass Sie SOTACOR einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Während der Schwangerschaft darf SOTACOR nur auf ausdrückliche Anweisungen Ihres Arztes eingenommen werden.

Während der Stillzeit soll SOTACOR nicht eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von SOTACOR Jede Tablette enthält 53,8 mg Lactose (Milchzucker). Wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie einzelne Zucker nicht vertragen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Die Anwendung des Arzneimittels Sotacor kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie SOTACOR immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Für Ihre Behandlung stehen SOTACOR Tabletten in unterschiedlicher Stärke zur Verfügung: SOTACOR 80 mg-Tabletten und SOTACOR 160 mg-Tabletten.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Anfangsdosis: 1mal täglich 80 mg als Einzeldosis oder 2mal täglich 40 mg (=½ Tablette SOTACOR 80 mg) im Abstand von 12 Stunden.

Erhaltungsdosis: Zwischen 160 mg (= 2mal täglich 1 Tablette SOTACOR 80 mg) und 320 mg (2mal täglich 2 Tabletten SOTACOR 80 mg).

Die maximale Tagesdosis beträgt 640 mg (= 8 Tabletten SOTACOR 80 mg).

Die Dosis sollte langsam, in zwei- bis dreitägigen Intervallen gesteigert werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion leiden, wird Ihr Arzt die Dosierung entsprechend anpassen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion und älteren Patienten ist keine Dosisanpassung nötig.

Kinder und Jugendliche:
SOTACOR wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren aufgrund fehlender Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit.

Die Tabletten sollen unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. ein Glas Wasser) vor den Mahlzeiten eingenommen werden.

Wenn Sie glauben, dass SOTACOR zu stark oder zu schwach wirkt, ändern Sie nicht von sich aus die Dosis, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von SOTACOR eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, kann es vor allem zu schweren Herz-Kreislaufreaktionen, sowie zu Unterzuckerung kommen. Nehmen Sie in diesem Fall sofort Kontakt mit Ihrem Arzt oder dem nächstgelegenen Krankenhaus auf.

Wenn Sie die Einnahme von SOTACOR vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme einmal vergessen haben, dürfen Sie diese nicht nachholen, indem Sie die doppelte Dosis einnehmen. Lassen Sie diese Dosis aus und setzen Sie die Einnahme, wie gewohnt, fort.

Wenn Sie die Einnahme von SOTACOR abbrechen
Sie dürfen mit SOTACOR nicht plötzlich, ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt aufhören, weil sonst Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße verstärkt werden können und Bluthochdruck auftreten kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann SOTACOR Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Magen-Darmtrakt:
Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen,

Blähungen, Geschmacksstörungen, Mundtrockenheit

Nervensystem/Psyche:
Häufig: Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel, Schwächegefühl, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Depressionen, Sensibilitätsstörungen (Ameisenlaufen, Kribbeln), Angstzustände, Stimmungsschwankungen, verstärkte Traumaktivität, Halluzinationen

Harn- und Geschlechtsorgane:
Häufig: Potenzstörungen

Stoffwechsel/Ernährung:
Nicht bekannt: Unterzuckerung (durch die Einnahme von SOTACOR können die Anzeichen einer Unterzuckerung verschleiert werden!), Fettstoffwechselstörungen

Allgemeine Erkrankungen:
Häufig: Fieber

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25 °C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Sotacor 80 mg - Tabletten»