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«Sutent®»

Sutent®


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Sutent Kapseln enthalten den Wirkstoff Sunitinib, der die Teilung und Vermehrung von Tumorzellen hemmt.

Sutent wird zur Behandlung von Nierenzellkarzinomen eingesetzt, welche fortgeschritten sind und/oder Ableger im Körper gebildet haben.

Sutent wird auch zur Behandlung von gastrointestinalen Stromatumoren (einer speziellen Form von Tumoren im Magen-Darm-Trakt) verwendet, wenn eine Therapie mit Imatinib, einem anderen Tumor-Arzneimittel, nicht wirkt oder nicht vertragen wird.

Sutent wird zudem zur Behandlung von fortgeschrittenen und/oder metastasierenden neuroendokrinen Tumoren des Pankreas eingesetzt. Dabei handelt es sich um Tumore der hormonproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse.

Sutent darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bei Überempfindlichkeit gegenüber Sunitinib oder einem der in Sutent enthaltenen Hilfsstoffe.


Unter der Behandlung mit Sutent kann es zu einer Beeinträchtigung der Herzfunktion und einer Beeinflussung der Reizleitung des Herzens kommen. Der Arzt bzw. die Ärztin wird deshalb vor und während der Behandlung regelmässig Ihre Herzfunktion und das EKG kontrollieren.

Unter der Behandlung mit Sutent kann ein Bluthochdruck entstehen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihren Blutdruck aus diesem Grund überwachen und eventuell mit geeigneten Massnahmen behandeln.

Unter der Behandlung mit Sutent kann es zu teilweise starken Blutungen in Organen kommen. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie Anzeichen von Blutungen feststellen wie schwarzer oder blutiger Stuhl, blutiger Urin, Erbrechen von Blut oder blutiger Auswurf, starke bis stärkste Kopfschmerzen (teilweise kombiniert mit Erbrechen), Lähmungen, Sprach-, Seh- oder Gefühlsstörungen.

Der Arzt bzw. die Ärztin wird häufig die Zahl der Blutzellen kontrollieren, da sich die Anzahl im Verlauf der Therapie vermindern kann. Je nach Situation muss eventuell die weitere Behandlung mit Sutent verschoben werden.

Sutent kann die Funktion der Nieren beeinflussen. Der Arzt bzw. die Ärztin wird gegebenenfalls vor und regelmässig während der Behandlung mit Sutent Ihren Urin untersuchen.

Sutent kann die Funktion der Leber und der Bauchspeicheldrüse beeinflussen. Der Arzt bzw. die Ärztin wird gegebenenfalls vor Beginn und regelmässig während der Behandlung mit Sutent Ihre Blutwerte untersuchen. Je nach Befund muss eventuell die Behandlung mit Sutent verschoben, unterbrochen oder abgesetzt werden.

Vor Beginn und während der Behandlung mit Sutent wird der Arzt bzw. die Ärztin auch die Funktion der Nebennierenrinde und der Schilddrüse überprüfen, da eine Beeinflussung durch Sutent möglich ist.

Sutent kann die Wundheilung beeinträchtigen. Falls Sie sich einer grossen Operation unterziehen müssen, wird der Arzt bzw. die Ärztin die Behandlung mit Sutent möglicherweise während dieser Zeit unterbrechen, damit die Wundheilung nicht beeinträchtigt wird.

Vor Beginn der Behandlung mit Sutent wird der Arzt bzw. die Ärztin Sie möglicherweise anweisen, eine zahnärztliche Kontrolle vornehmen zu lassen. Falls Sie Schmerzen im Mund, den Zähnen und/oder im Kiefer, Schwellungen oder Geschwüre im Mund, Taubheitsgefühl oder ein Gefühl der Schwere im Kiefer haben oder hatten, oder meinen, einen Zahn zu verlieren, informieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ärztin oder Zahnarzt bzw. Zahnärztin.

Falls Sie sich einer invasiven zahnärztlichen Behandlung oder einem zahnärztlichen chirurgischen Eingriff unterziehen müssen, informieren Sie Ihren Zahnarzt bzw. Ihre Zahnärztin, dass Sie mit Sutent behandelt werden, insbesondere wenn Sie intravenöse Gabe von bestimmten Arzneimitteln für den Knochenstoffwechsel (Bisphosphonate) erhalten oder erhalten haben.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Gewisse Arzneimittel wie Pilzmittel (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol), Antibiotika (z.B. Erythromycin, Clarithromycin), Cimetidin (zur Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren), Diltiazem (zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzkrankheiten), Arzneimittel gegen Depressionen (z.B. Sertralin, Paroxetin, Venlafaxin) und HIV-Arzneimittel sowie Grapefruitsaft können den Abbau von Sunitinib, den Wirkstoff von Sutent, hemmen und die Wirkung von Sutent verstärken. Der Arzt bzw. die Ärztin wird entscheiden, ob Sie solche Arzneimittel mit Sutent zusammen anwenden dürfen, und allenfalls die Dosis von Sutent reduzieren.

Gewisse Arzneimittel wie das Antibiotikum Rifampicin, Arzneimittel gegen Epilepsie (z.B. Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital), Kortikosteroide (Cortison-artige Arzneimittel) oder Johanniskraut-Präparate gegen Depressionen können den Abbau von Sunitinib beschleunigen und die Wirkung von Sutent aufheben. Der Arzt bzw. die Ärztin wird entscheiden, ob Sie solche Arzneimittel mit Sutent zusammen anwenden dürfen, und allenfalls die Dosis von Sutent erhöhen. Wenn Sie gleichzeitig mit Sutent ein blutgerinnungshemmendes Arzneimittel (Phenprocoumon, Acenocoumarol) oder ein Arzneimittel, das den Herzrhythmus beeinflusst (z.B. Chinidin, Sotalol, Flecainid, Disopyramid, Indapamid, Risperidon, Haloperidol), anwenden, wird Sie der Arzt bzw. die Ärztin regelmässig kontrollieren.

Aufgrund der möglichen unerwünschten Wirkungen wie Schwindel, Erbrechen und Übelkeit kann Sutent die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Es ist deshalb Vorsicht geboten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.


Sutent darf während der Schwangerschaft grundsätzlich nicht eingenommen werden (abgesehen von aussergewöhnlichen Situationen). Frauen im gebärfähigen Alter, die mit Sutent behandelt werden, müssen eine sichere Schwangerschaftsverhütung betreiben. Der Arzt bzw. die Ärztin wird Sie über die für Sie geeignete Empfängnisverhütungsmethode beraten. Falls während der Behandlung mit Sutent dennoch eine Schwangerschaft eintreten sollte, ist der Arzt bzw. die Ärztin umgehend zu informieren.

Während einer Behandlung mit Sutent soll nicht gestillt werden.

Wie wird es angewendet?

Für die Behandlung von Nierenzellkarzinomen oder gastrointestinalen Stromatumoren beträgt die Dosierung üblicherweise 50 mg einmal täglich. Sutent wird während 4

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Es können während der Behandlung mit Sutent bei etwa 30% der Patienten und Patientinnen Gelbverfärbung der Haut und Haarverfärbungen auftreten. Diese sind jedoch von vorübergehender Natur und sollten Sie nicht weiter beunruhigen.

Folgende weiteren Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Sutent auftreten:

Sehr häufig: Verminderung der weissen und roten Blutkörperchen sowie der Blutplättchen, Unterfunktion der Schilddrüse, verminderter oder fehlender Appetit, Störungen des Geschmackempfindens, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Schmerzen im Brustbereich, Nasenbluten, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Mundschleimhautentzündung, Schmerzen im Mund und Hals, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Brennen und Rötung der Handflächen und Fusssohlen, Hautausschlag, trockene Haut, Hautverfärbung, Veränderung der Haarfarbe, Schmerzen in Armen und Beinen, Müdigkeit, Schleimhautentzündungen, Schwäche.

Häufig: Schlaflosigkeit, Depression, Schwindel, Flüssigkeitsansammlung im Gewebe, Beeinträchtigung der Herzfunktion, erhöhter Puls, Bildung von Blutgerinnseln und dadurch Verstopfung von Gefässen (thomboembolische Ereignisse), Flüssigkeitsverlust, Atemnot, Blähungen, Mundtrockenheit, Zungenbrennen, Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre, Oberbauchschmerzen, Hautrötung, Haarausfall, schälende und juckende Haut, Gelenk­schmerzen, Gefühlsstörung in Armen und Beinen, Muskelschmerzen, Fieber, Schüttelfrost.

Gelegentlich: Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Leberversagen, Störung der Nierenfunktion.

Selten: Schwere Infektionen, Überfunktion der Schilddrüse, Geschmacksverlust, Überempfindlichkeitsreaktionen, teilweise mit Schwellungen von Lippen und Augenlidern, Lungenembolie, Nierenversagen, Erkrankungen des Herzmuskels.

Da Muskelprobleme in seltenen Fällen schwerwiegend sein können, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren, wenn Sie Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit oder -schwäche verspüren.

Wenn Sie diese oder andere Nebenwirkungen, die hier nicht beschrieben sind, feststellen, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Sutent Kapseln sind bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern zu lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Bringen Sie nicht verwendete oder beschädigte Sutent Kapseln unbedingt zur Entsorgung in die Apotheke zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Sutent 12,5 mg: 28 Kapseln (Blister).

Sutent 25 mg: 28 Kapseln (Blister).

Sutent 50 mg: 28 Kapseln (Blister).


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