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«Timonil®/- retard»

Timonil®/- retard


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Timonil mit dem Wirkstoff Carbamazepin ist ein Antiepileptikum und wird auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet zur Behandlung von Anfallsleiden (Epilepsie) bei Erwachsenen und Kindern. Weiterhin wird es auch angewendet zur Behandlung von einigen Nervenerkrankungen, z.B. Trigeminusneuralgie, bei bestimmten psychischen (seelischen) Erkrankungen (Manie, manisch-depressive Krankheit) sowie bei Beschwerden, die während einer Alkoholentziehungskur auftreten.

Timonil Sirup ist mit Natriumcyclamat gesüsst und deshalb auch für Diabetiker geeignet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bei Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff Carbamazepin oder ähnliche Wirkstoffe wie z.B. trizyklische Antidepressiva darf Timonil nicht angewendet werden.

Timonil darf ebenfalls nicht angewendet werden bei gleichzeitiger Einnahme von bestimmten Arzneimitteln, sogenannten Monoamino-Oxidase-Inhibitoren (MAOIs) zur Behandlung von Depressionen.

Bei bestimmten Begleiterkrankungen sollten Sie Timonil nicht oder erst nach eingehender ärztlicher Prüfung einnehmen. Deshalb informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie an folgenden Erkrankungen leiden oder früher gelitten haben:

Störungen der Herzfunktion,

Blutbildungsstörungen,

Leber- oder Nierenerkrankungen,

gemischten Anfallsformen der Epilepsie,

erhöhter Augeninnendruck (Glaukom, grüner Star),

Verwirrtheitszustände oder Erregtheit und Unruhe,

Überempfindlichkeitsreaktionen auf Oxcarbazepin oder andere Arzneimittel,

Porphyrie.

Sirup: Allergische Reaktionen auf Konservierungsstoffe (Parabene).


Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder stellen Sie sicher, dass jemand anderer dies für Sie tun kann, falls irgendwelche der folgenden (gelegentlichen oder seltenen) Nebenwirkungen auftreten. Sie könnten frühe Anzeichen einer ernsten Schädigung Ihres Blutes, Ihrer Leber, Ihrer Nieren oder anderer Organe sein und könnten dringend ärztliche Behandlung erfordern:

Fieber, Halsschmerzen, Hautausschlag, Geschwüre im Mund, geschwollene Drüsen,

Dunkelfärbung des Urins,

Anzeichen starker Hautreaktionen, wie z.B. Schälen der Haut, Ausschlag,

jede Gelbfärbung Ihrer Haut oder des weissen Teils Ihrer Augen,

Schwellung der Knöchel, Füsse oder Unterschenkel,

unregelmässiger Herzschlag, Atemnot, Brustschmerz, Bewusstseinsverlust,

Zunahme von Krämpfen,

vermehrt blaue Flecken wegen geringfügiger Ursachen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen eine Operation (auch ein kleiner Eingriff) geplant ist.

Da Timonil, wie andere psychoaktive Arzneimittel, zu einer Verminderung der Alkoholverträglichkeit führen kann, ist es empfehlenswert, während der Behandlung auf Alkoholgenuss zu verzichten.

Essen Sie keine Grapefruits und trinken Sie keinen Grapefruitsaft, da sie die Wirkungen von Timonil verstärken können. Andere Fruchtsäfte haben keinen Einfluss. Bei Frauen, die empfängnisverhütende Präparate (Anti-Baby-Pille) und gleichzeitig Timonil einnehmen, können Zwischenblutungen auftreten. Die Pille kann dadurch unwirksam werden. Daher sind zusätzlich nicht-hormonelle Empfängnisverhütungsmittel anzuwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.


Sie sollten unbedingt Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie schwanger sind, mit einer Schwangerschaft rechnen oder stillen. Timonil darf nicht ohne ausdrückliche ärztliche Verordnung während der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen bzw. angewendet werden.

Wie wird es angewendet?

Timonil sollte nur auf ärztliche Anweisung eingenommen werden. Halten Sie sich bitte genau an die Dosierungsanordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin. Die Dosierung wird vom Arzt bzw. der Ärztin festgelegt und ist je nach Anwendungsbereich, Alter und Ausprägung der Störungen verschieden.

Timonil Sirup: Zur korrekten Dosierung muss der beigelegte Messlöffel gebraucht werden: 1 Messlöffel (5 ml) enthält 100 mg der Wirksubstanz von Timonil und ½ Messlöffel (2,5 ml) enthält 50 mg der Wirksubstanz von Timonil. Flasche vor Gebrauch schütteln.

Timonil Tabletten und Retardtabletten (entweder ganze Tablette oder – falls so verordnet – eine halbe Tablette) können unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen oder aber auch zuerst in Wasser aufgelöst und dann getrunken werden.

Timonil ist während oder nach den Mahlzeiten einzunehmen.

Um den besten Effekt zu erzielen und die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen zu vermindern, ist es sehr wichtig, dass Timonil regelmässig eingenommen wird.

Falls Sie die Einnahme bzw. Anwendung des Arzneimittels einmal vergessen haben, holen Sie diese so rasch wie möglich nach. Falls jedoch bereits der Zeitpunkt für die nächste Einnahme bzw. Anwendung erreicht ist, holen Sie die vergessene Einnahme bzw. Anwendung nicht nach, sondern gehen direkt zur nächsten über.

Falls Sie mehr als eine Einnahme bzw. Anwendung ausgelassen haben, konsultieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Ändern oder unterbrechen Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Timonil auftreten:

Es kann – besonders zu Beginn der Behandlung – zu Schwindelanfällen, Störungen der Bewegungskoordination, Seh- oder Hörstörungen, Kopfschmerzen, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Müdigkeit, Magen-Darm-Störungen (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit), Entzündungen im Darmbereich, allergischer Hautausschlag, Juckreiz, Empfindlichkeit der Haut und Augen gegenüber dem Sonnenlicht und Haarverlust kommen.

Ausserdem können ungewollte Bewegungen, Verwirrung, Unruhe, aggressives Verhalten, Sinnestäuschungen, Bindehautentzündung, Sprechstörungen, Missempfindungen, Muskelschwäche, depressive Verstimmungen, Antriebsverarmung, Durchfall oder Verstopfung, erhöhter oder erniedrigter Blutdruck, Taubheit in den Händen und Füssen, häufiges Wasserlassen, plötzliche Verminderung der Urinmenge und Störungen der Sexualfunktion auftreten.

Falls es zu unregelmässigem Herzschlag, Gelbsucht, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Gewichtszunahme, Verschlimmerung von Hauterscheinungen und zu fieberhaften grippeähnlichen Erscheinungen kommt oder die weiter oben aufgeführten Beschwerden sehr lange andauern, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Während der Einnahme von Timonil sollten Sie sich vor starker Sonneneinstrahlung schützen.

Arzneimittel sollen für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Timonil Sirup: Vor Licht geschützt und nicht über 25 °C lagern. Timonil Sirup ist innerhalb von 12 Wochen nach Öffnen zu verbrauchen.

Timonil Tabletten und Timonil retard Tabletten: Nicht über 25 °C lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «verwendbar bis» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Timonil 200, Tabletten (teilbar): 100.

Timonil 200 retard, Retardtabletten (teilbar): 50 und 200.

Timonil 300 retard, Retardtabletten (teilbar): 100.

Timonil 400 retard, Retardtabletten (teilbar): 100.

Timonil 600 retard, Retardtabletten (teilbar): 50.

Timonil Sirup: Flasche zu 250 ml (mit Messlöffel).


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