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«Tricef 400 mg - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Tricef ist ein Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen unterschiedlichen Schweregrades (Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine mit ausgeprägter Keim abtötender Wirkung).

Tricef wird bei akuten und chronischen Infektionen, die durch Cefixim-empfindliche Krankheitserregerreger verursacht sind, angewendet:

  • Infektionen der oberen und unteren Atemwege
  • Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich (z.B. Entzündungen des Mittelohrs, der Nebenhöhlen, der Rachenmandeln, der Rachenschleimhaut und des Kehlkopfs)
  • Gallenwegsinfektionen
  • Harnwegsinfektionen einschließlich der Harnröhrenentzündung bei Tripper (Gonorrhoe).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tricef darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Cefixim, andere Cepahlosporine oder einen der sonstigen Bestandteile von Tricef sind.
  • Bis zum Vorliegen weiterer klinischer Erfahrungen sollte Tricef Frühgeborenen und Neugeborenen nicht verabreicht werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Tricef ist erforderlich,

  • wenn Sie zu allergischen Reaktionen oder Asthma neigen.
  • wenn Sie eine bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Penicillinen haben.
  • wenn Sie unter schweren Nierenfunktionsstörungen leiden.
  • Es kann sehr selten während oder nach der Therapie zu einer durch Antibiotika verursachten Dickdarmentzündung kommen, die durch schwere und anhaltende Durchfälle gekennzeichnet ist und ärztlich behandelt werden muss. Informieren Sie in einem solchen Fall umgehend Ihren Arzt, der über weitere Maßnahmen entscheiden wird.
  • Wenn Sie vor der Behandlung mit Tricef bestimmte Antibiotika, Entwässerungsmittel, den Kalziumkanalblocker Nifedipin (gegen Bluthochdruck) oder Arzneimittel vom Cumarin-Typ, die die Blutgerinnung hemmen, einnehmen, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Bei länger dauernder Therapie mit Tricef kann der Arzt Kontrolluntersuchungen der Leber- und Nierenfunktion sowie des Blutbildes anordnen.

Bei Einnahme von Tricef mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Gabe von

  • bestimmten anderen Antibiotika und Entwässerungsmitteln kann die Nierenfunktion beeinträchtigt werden.
  • Nifedipin (ein Kalzium-Kanalblocker gegen Bluthochdruck) kann die Aufnahme des Wirkstoffs von Tricef in den Körper (Bioverfügbarkeit) erhöht werden.
  • Arzneimitteln vom Cumarin-Typ, die die Blutgerinnung hemmen, kann in Einzelfällen diese Wirkung verstärkt werden. Ihr Arzt wird gegebenenfalls Kontrollen der Blutgerinnung durchführen.

Tricef kann auch gewisse Methoden zur Harnzuckerbestimmung beeinflussen, so dass es zu falsch positiven Ergebnissen kommen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Tricef bei Schwangeren vor. Über eine Einnahme in der Schwangerschaft entscheidet Ihr Arzt.

Stillzeit

In der Muttermilch ließen sich keine Cefixim-Konzentrationen nachweisen. Dennoch sollte Tricef von stillenden Müttern nicht eingenommen werden bzw. empfiehlt sich während der Therapiedauer das Abpumpen und Verwerfen der Muttermilch.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Nach bisherigen Erfahrungen hat der Wirkstoff im Allgemeinen keine Auswirkungen auf die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Durch das Auftreten von Nebenwirkungen kann jedoch gegebenenfalls das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Tricef immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene und Jugendliche älter als 12 Jahre:
1mal 1 Tablette (400 mg) täglich in einer Einzeldosis
oder
2mal 1/2 Tablette (200 mg) täglich im Abstand von 12 Stunden.

Für Kinder unter 12 Jahren und Patienten mit Schluckbeschwerden bei Tabletten werden flüssige orale Zubereitungen mit dem Wirkstoff Cefixim empfohlen.

Eingeschränkte Nierenfunktion: Bei Patienten mit deutlich eingeschränkter Nierenfunktion wird ihr Arzt die Dosis reduzieren.

Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Verlauf der Infektion. Im Allgemeinen beträgt die Dauer einer antibiotischen Behandlung 7 – 10 Tage. Bei Streptokokkeninfektionen ist eine Mindesttherapie von 10 Tagen zur Vermeidung von Folgeerkrankungen zu beachten.

  • Für unkomplizierte Infektionen der unteren Harnwege bei Frauen reicht eine Behandlungsdauer von 1 – 3 Tagen aus.
  • Bei der Gonorrhoe ist in der Regel eine einmalige Gabe von 2 Tabletten (400 mg) ausreichend.
  • Bei älteren Patienten ist im Allgemeinen keine Dosisanpassung notwendig.

Art der Anwendung
Die Filmtabletten sollen mit reichlich Flüssigkeit entweder vor oder zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden.

Wenn Sie die Einnahme von Tricef vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Tricef abbrechen

Die Behandlung darf nicht eigenmächtig abgebrochen oder geändert werden, da es sonst zu einer Verschlechterung Ihres Zustandes kommen kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Tricef Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Nachfolgend sind die Nebenwirkungen nach Körpersystemen und Häufigkeit gemäß folgender Einteilung geordnet:

Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Selten:
Die langfristige und wiederholte Anwendung kann zu erneuten Infektionen (Superinfektionen) mit resistenten Bakterien oder Sprosspilzen führen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems: Selten: Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie). Sehr selten: Weitere Blutbildveränderungen wie z.B. Verminderung von bestimmten weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Agranulozytose), Verminderung von Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verminderung der Blutzellen aller Systeme (Panzytopenie) Diese Nebenwirkungen normalisieren sich nach Beendigung der Therapie von selbst. Blutgerinnungsstörungen. Blutarmut (hämolytische Anämie).

Erkrankungen des Immunsystems:
Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen unterschiedlicher Ausprägung wie Hautrötung, Herzrasen, Atemnot, Blutdruckabfall, Verkrampfen der Bronchialmuskulatur, Schwellung im Gesicht, der Zunge oder des Kehlkopfes (angioneurotisches Ödem).
Sehr selten: Schwere allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock).Serumkrankheitsähnliche Reaktionen.

Insgesamt sind Überempfindlichkeitsreaktionen nach oraler Anwendung von Cephalosporinen wesentlich seltener als nach intravenöser oder intramuskulärer Gabe.

Erkrankungen des Nervensystems:

Gelegentlich: Kopfschmerzen.
Selten: Schwindelgefühl.
Sehr selten: Vorübergehende gesteigerte Aktivität.

Wie bei anderen Cephalosporinen kann eine erhöhte Neigung zu Krampfanfällen nicht ausgeschlossen werden.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts: Häufig: Weiche Stühle, Durchfall.
Gelegentlich: Störungen in Form von Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Übelkeit und Erbrechen.
Selten: Appetitlosigkeit, Blähungen.
Sehr selten: Antibiotika-assoziierte Dickdarmentzündung (z. B. pseudomembranöse Kolitis).

Leber- und Gallenerkrankungen: Gelegentlich: Vorübergehender Anstieg von Leberenzymen im Serum. Sehr selten: Leberentzündung (Hepatitis) und Gelbsucht.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Gelegentlich: Hautausschläge.
Selten: Juckreiz, Schleimhautentzündungen.
Sehr selten: schwere allergische Hautreaktionen (Erythema (exsudativum) multiforme, Steven-Johnson Syndrom, Toxische Epidermale Nekrolyse).

Erkrankungen der Niere und Harnwege: Selten: Vorübergehender Anstieg der Harnstoffkonzentration.
Sehr selten: Anstieg der Kreatininkonzentration im Serum, entzündliche Nierenerkrankungen (Interstitielle Nephritis).

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Selten: Arzneimittelfieber

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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