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«Votum plus 20 mg/25 mg»

Votum plus 20 mg/25 mg


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Votum® plus 20 mg/25 mg und wofür wird es angewendet?
Votum® plus 20 mg/25 mg enthält 2 Wirkstoffe, Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid.
Olmesartanmedoxomil gehört zu einer Gruppe von Wirkstoffen, die AngiotensinII-Rezeptor-Antagonisten genannt werden. Es bewirkt eine Entspannung der Blutgefäße und eine Senkung des Blutdrucks.
Hydrochlorothiazid gehört zu einer Gruppe von Wirkstoffen, die Thiaziddiuretika genannt werden. Es erhöht die Urinausscheidung und senkt dadurch den Blutdruck.
Die Kombination beider Wirkstoffe in Votum® plus 20 mg/25 mg senkt den Blutdruck stärker als jeder Wirkstoff allein.
Anwendungsgebiete
Votum® plus 20 mg/25 mg wird angewendet zur Behandlung des nicht organbedingten Bluthochdrucks (essenzielle Hypertonie), wenn nach Ansicht Ihres Arztes die Kombination zweier Wirkstoffe angezeigt ist. Dies ist normalerweise der Fall, wenn die Behandlung mit Olmesartanmedoxomil alleine bei Ihnen zu keiner ausreichenden Blutdrucksenkung geführt hat.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Votum® plus 20 mg/25 mg darf nicht eingenommen werden
bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber einem der Wirkstoffe oder sonstigen Bestandteile oder gegenüber Substanzen, die von Sulfonamiden abgeleitet sind,
bei schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (mit einer Kreatinin-Clearance von < 30 ml/min),
bei nicht therapierbarer Erniedrigung des Kaliums im Blut (Hypokaliämie),
bei nicht therapierbarer Erhöhung des Kalziums im Blut (Hyperkalzämie),
bei nicht therapierbarer Erniedrigung des Natriums im Blut (Hyponatriämie),
bei erhöhter Harnsäurekonzentration im Blut mit Beschwerden,
bei schwerer Einschränkung der Leberfunktion, Verengung der Gallenwege (Gallenwegsobstruktion) und einer Abflussstörung der Gallenflüssigkeit aus der Gallenblase (Cholestase).
in der Schwangerschaft (4. – 9. Monat) und Stillzeit,
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise
Votum® plus 20 mg/25 mg soll nicht von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren eingenommen werden.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Votum® plus 20 mg/25 mg ist erforderlich, wenn bei Ihnen folgende gesundheitliche Probleme bekannt sind:
Nierenfunktionsstörungen oder nach Nierentransplantation.
Bei einer leicht bis mäßig eingeschränkten Nierenfunktion ist eine regelmäßige ärztliche Kontrolle der Kalium-, Kreatinin- und Harnsäurespiegel zu empfehlen. Bei einer schweren Einschränkung der Nierenfunktion mit einer Kreatinin-Clearance von < 30 ml/min darf Votum® plus 20 mg/25 mg nicht angewendet werden (siehe Abschnitt "Votum® plus 20 mg/25 mg darf nicht eingenommen werden"). Es liegen keine Erfahrungen vor zur Gabe kurz nach einer Nierentransplantation; die Einnahme wird daher nicht empfohlen.
Lebererkrankungen.
Votum® plus 20 mg/25 mg kann den Flüssigkeits- und Salzhaushalt Ihres Körpers beeinflussen. Bei Patienten mit Lebererkrankungen kann dies bis zum Leberkoma führen. Zudem liegen nur wenig Erfahrungen vor zur Gabe von Olmesartanmedoxomil bei eingeschränkter Leberfunktion. Daher wird Votum® plus 20 mg/25 mg bei Patienten mit Lebererkrankungen nicht empfohlen. Bei schwerer Einschränkung der Leberfunktion, Verengung der Gallenwege (Gallenwegsobstruktion) und einer Abflussstörung der Gallenflüssigkeit aus der Gallenblase (Cholestase) darf Votum® plus 20 mg/25 mg nicht angewendet werden.
Herzklappenverengung (Aorten- oder Mitralklappenstenose) bzw. andere Ausflussbehinderungen der linken Herzkammer (obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie).
Natrium- und/oder Flüssigkeitsmangel (z. B. bei starkem Erbrechen, Durchfall oder bei hochdosierter Behandlung mit harntreibenden Arzneimitteln).
Bei Natrium- und Flüssigkeitsmangel darf eine Behandlung erst aufgenommen werden, wenn dieser Zustand korrigiert ist, weil u. a. die Gefahr einer zu ausgeprägten Blutdrucksenkung besteht.
Erhöhter Aldosteronspiegel (primärer Aldosteronismus).
Diese Patienten sprechen im Allgemeinen nicht auf die Therapie an. Daher wird die Anwendung von Votum® plus 20 mg/25 mg nicht empfohlen.
Nierenarterienverengung (beidseitig bzw. bei Einzelniere).
Es besteht – wie bei anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln – ein erhöhtes Risiko für starken Blutdruckabfall und Nierenversagen.
Zuckerkrankheit (Diabetes).
Thiaziddiuretika wie Hydrochlorothiazid können zu einer Erhöhung der Blutzuckerspiegel führen. Eine noch nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit kann hervortreten. Eine Dosisanpassung von Insulin oder oralen Antidiabetika durch den behandelnden Arzt kann notwendig sein.
Lupus erythematodes.
Über eine Verschlechterung oder das Wiederauftreten eines systemischen Lupus erythematodes (einer Erkrankung des körpereigenen Immunsystems) wurde berichtet.
Allergie oder Bronchialasthma.
Überempfindlichkeitsreaktionen auf Hydrochlorothiazid sind bei diesen Patienten etwas häufiger.
Schwere Herzmuskelschwäche oder Nierenerkrankungen einschließlich Nierenarterienverengung, da unter anderem ein ausgeprägter Blutdruckabfall oder selten akutes Nierenversagen auftreten können.
Ödeme.
Bei Patienten mit Ödemen (Wasseransammlungen im Gewebe) kann es bei Hitze zu einer Erniedrigung des Natriumspiegels im Blut kommen.
Bei allgemeiner Arteriosklerose, bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit oder ischämischer cerebrovaskulärer Erkrankung (Durchblutungsstörungen im Gehirn) besteht prinzipiell das Risiko, dass bei übermäßiger Blutdrucksenkung ein Schlaganfall oder Herzinfarkt auftritt.
Insbesondere bei Patienten mit Leberzirrhose, bei Einnahme stark wassertreibender Arzneimittel (forcierte Diurese), mit Salzmangel, mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist eine sorgfältige Überwachung des Serumkaliumspiegels erforderlich.
Was Sie noch beachten sollten:
Votum® plus 20 mg/25 mg kann einen Anstieg der Fette und der Harnsäure im Blut verursachen und bei anfälligen Patienten Gicht auslösen.
Votum® plus 20 mg/25 mg kann den Salz- und Mineralhaushalt Ihres Körpers auf verschiedene Weise beeinflussen. Ihr Arzt wird deshalb diesbezügliche Blutuntersuchungen durchführen.
Die folgenden Symptome können Anzeichen sein von Störungen im Flüssigkeits-, Salz- und Mineralhaushalt Ihres Körpers (z. B. Kalium-, Kalzium-, Magnesium-, Natrium- oder Chloridspiegel): Durst, trockener Mund, Schwächegefühl, Antriebslosigkeit (Lethargie), Schläfrigkeit, Unruhe, Muskelschmerzen oder krämpfe, Muskelschwäche, niedriger Blutdruck (Hypotonie), verminderte Harnausscheidung (Oligurie), Herzjagen (Tachykardie) und Verdauungsstörungen wie Übelkeit und Erbrechen (siehe auch Abschnitt "Welche Nebenwirkungen sind möglich?"). Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen solche Symptome auftreten.
Kaliumsparende Diuretika, Kaliumpräparate oder kaliumhaltiger Salzersatz und andere Arzneimittel, die den Serumkaliumspiegel erhöhen können (z. B. Heparin) sollten nur mit Vorsicht und unter regelmäßiger Kontrolle des Kaliumspiegels mit Votum® plus 20 mg/25 mg zusammen eingenommen werden.
Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie eine salzarme Diät einhalten.
Votum® plus 20 mg/25 mg sollte abgesetzt werden, bevor Funktionstests der Nebenschilddrüse durchgeführt werden.
Bei farbigen Patienten ist die blutdrucksenkende Wirkung ein wenig geringer als bei nicht farbigen Patienten.
Schwangerschaft
Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Votum® plus 20 mg/25 mg bei Schwangeren vor. Aus Vorsichtsgründen sollen Sie Votum® plus 20 mg/25 mg nicht während der ersten drei Monate einer Schwangerschaft einnehmen. Teilen Sie daher Ihrem behandelnden Arzt umgehend mit, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind, damit Sie auf eine geeignete alternative Behandlung umgestellt werden können.
Da die Einnahme von Olmesartanmedoxomil, einem der Wirkstoffe von Votum® plus 20 mg/25 mg, im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel Schädigungen und Todesfälle des ungeborenen Kindes sowie des Neugeborenen verursachen kann, dürfen Sie Votum® plus 20 mg/25 mg in den letzten sechs Monaten der Schwangerschaft nicht einnehmen (siehe Abschnitt "Votum® plus 20 mg/25 mg darf nicht eingenommen werden").
Wird bei Ihnen eine Schwangerschaft festgestellt, müssen Sie Votum® plus 20 mg/25 mg so rasch wie möglich absetzen. Setzen Sie sich daher umgehend mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung.
Stillzeit
Wenn Sie stillen, dürfen Sie Votum® plus 20 mg/25 mg nicht einnehmen (siehe Abschnitt "Votum® plus 20 mg/25 mg darf nicht eingenommen werden").
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es ist unwahrscheinlich, dass Votum® plus 20 mg/25 mg Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre ähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Während der Behandlung eines hohen Blutdrucks können jedoch gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit auftreten. Falls Sie dies feststellen, sollten Sie Ihren Arzt zu Rate ziehen, bevor Sie solche Tätigkeiten ausüben.
Wichtige Warnhinweise über bestimmte Bestandteile von Votum® plus 20 mg/25 mg
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Votum® plus 20 mg/25 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Auswirkungen bei Dopingkontrollen und Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Votum® plus 20 mg/25 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Die Anwendung von Votum® plus 20 mg/25 mg als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Votum® plus 20 mg/25 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Votum® plus 20 mg/25 mg Filmtabletten können mit den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden. Die Filmtabletten sollten mit etwas Wasser ganz geschluckt werden. Sie sollten Ihre tägliche Dosis möglichst um die gleiche Tageszeit nehmen, z. B. zum Frühstück. Es ist wichtig, dass Sie Votum® plus 20 mg/25 mg so lange einnehmen, bis Ihr Arzt Ihnen etwas anderes sagt.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosierung 1 Filmtablette Votum® plus 20 mg/25 mg täglich. Dies entspricht der maximalen täglichen Dosis.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Votum® plus 20 mg/25 mg zu stark oder zu schwach ist.
Ältere Patienten
ür Patienten über 65 Jahre gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie für jüngere Patienten.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Wenn Votum® plus 20 mg/25 mg bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30 – 60 ml/min) angewendet wird, wird eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion empfohlen (siehe "Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise").
Anwendungsfehler und Überdosierung
Wenn Sie eine größere Menge Votum® plus 20 mg/25 mg eingenommen haben, als Sie sollen, oder wenn ein Kind die Filmtabletten geschluckt hat, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt oder mit der Notaufnahme des nächsten Krankenhauses in Verbindung.
Wenn Sie einmal die tägliche Dosis vergessen haben, nehmen Sie Ihre normale Dosis am nächsten Tag ein. Nehmen Sie keine zusätzliche Filmtablette ein, um die vergessene Einnahme auszugleichen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die gleichzeitige Einnahme von Votum® plus 20 mg/25 mg mit folgenden Arzneimitteln wird nicht empfohlen:
Lithium, da die Lithiumwerte im Blut erhöht und die durch Lithium bedingten Nebenwirkungen verstärkt werden können. Wenn die gleichzeitige Einnahme notwendig ist, wird Ihr Arzt den Lithiumspiegel sorgfältig kontrollieren.
Arzneimittel, die den Kaliumspiegel im Blut beeinflussen: Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzpräparate, andere Arzneimittel, die den Kalium-Spiegel im Blut erhöhen können (z. B. Heparin, ACE-Hemmer), kaliumsparende oder andere kaliuretische (kaliumausscheidende) Diuretika (entwässernde Tabletten), Abführmittel, Carbenoxolon, PenicillinG-Natrium, Amphotericin, Salicylsäurederivate (bestimmte Mittel gegen Schmerzen und Entzündungen), Kortisonpräparate oder Adrenocorticotropes Hormon (ACTH).
Ihr Arzt muss darüber informiert sein, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen / anwenden:
Andere blutdrucksenkende Arzneimittel, denn durch sie kann die Wirkung von Votum® plus 20 mg/25 mg verstärkt werden.
Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (Nichtsteroidale Antirheumatika/Antiphlogistika). Die blutdrucksenkende Wirkung von Votum® plus 20 mg/25 mg kann vermindert werden. Bei manchen Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion (z. B. ältere Patienten oder Patienten mit Flüssigkeitsmangel), besteht die Gefahr eines akuten Nierenversagens, so dass auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten ist und der Arzt die Nierenfunktion überprüfen wird.
Bei hochdosierter Einnahme von bestimmten Schmerzmitteln (Salicylaten) kann Votum® plus 20 mg/25 mg deren Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem verstärken.
Alkohol, Barbiturate, bestimmte Schlaf- und Narkosemittel sowie Antidepressiva, da sie einen plötzlichen Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie) verstärken können.
Baclofen und Amifostin, da sie die blutdrucksenkende Wirkung von Votum® plus 20 mg/25 mg verstärken können.
Kalziumsalze, da ihr Spiegel im Blut durch Hydrochlorothiazid erhöht werden kann. Wenn die gleichzeitige Einnahme notwendig ist, wird Ihr Arzt den Kalziumspiegel überwachen und die Kalziumdosierung entsprechend anpassen.
Colestyramin und Colestipol (bestimmte Arzneimittel zur Senkung der Blutfettwerte), da sie die Aufnahme von Hydrochlorothiazid in den Organismus stören können.
Anticholinergika (z. B. Atropin und Biperiden), da sie die Bioverfügbarkeit von Wirkstoffen wie Hydrochlorothiazid erhöhen können.
Arzneimittel, deren Wirkung durch Störungen im Serumkaliumhaushalt beeinflusst wird, da dann eine regelmäßige Überwachung des Kaliumspiegels und EKGs erforderlich ist: Digitalisglykoside (Mittel zur Behandlung der Herzmuskelschwäche), bestimmte Mittel gegen Herzrhythmusstörungen (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid oder Ibutilid), Psychopharmaka (z. B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin, Trifluoperazin, Cyamemazin, Sulpirid, Sultoprid, Amisulprid, Tiaprid, Pimozid, Haloperidol oder Droperidol) oder andere Präparate, die zu bestimmten Veränderungen im EKG ("Torsades de Pointes", darunter versteht man schwerwiegende Erhöhungen der Herzschlagfolge, die von den Herzkammern ausgehen) führen können (z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Halofantrin, Mizolastin, Pentamidin, Sparfloxazin, Terfenadin oder Infusionen bzw. Injektionen von Erythromycin bzw. Vincamin).
Blutzuckersenkende Arzneimittel (orale Antidiabetika und Insulin), da Ihr Arzt möglicherweise deren Dosierung anpassen muss.
Metformin, da das Risiko einer Übersäuerung des Blutes (Laktatazidose), ausgelöst durch ein mögliches funktionelles Nierenversagen, mit Hydrochlorothiazid in Verbindung gebracht wird.
Betablocker und Diazoxid, da deren blutzuckererhöhende Wirkung durch Wirkstoffe wie Hydrochlorothiazid verstärkt werden kann.
Sympathomimetika (z. B. Noradrenalin), da deren Wirkung abgeschwächt werden kann.
Bestimmte Muskelrelaxantien (z. B. Tubocurarin), da deren Wirkung durch Hydrochlorothiazid verstärkt werden kann.
Arzneimittel gegen Gicht (Probenecid, Sulfinpyrazon und Allopurinol), da Hydrochlorothiazid den Harnsäurespiegel im Blut erhöhen kann und zu einem häufigeren Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol führen kann.
Amantadin, da Wirkstoffe wie Hydrochlorothiazid das Nebenwirkungsrisiko von Amantadin erhöhen können.
Arzneimittel, die die Zellteilung hemmen (z. B. Cyclophosphamid, Methotrexat), da Wirkstoffe wie Hydrochlorothiazid die Ausscheidung dieser Arzneimittel über die Niere verringern und deren knochenmarksschädigende Wirkung verstärken können.
Methyldopa, da in Einzelfällen über hämolytische Anämie (Blutarmut) nach gleichzeitiger Einnahme mit Hydrochlorothiazid berichtet wurde.
Ciclosporin, da die gleichzeitige Behandlung das Risiko von Harnsäureanstieg und Gicht erhöhen kann.
Tetracycline, da die gleichzeitige Behandlung zu einem Anstieg von Harnstoff führen kann.
Aluminiummagnesiumhydroxid (Mittel gegen Übersäuerung des Magens), da es zu einer leichten Verringerung der Bioverfügbarkeit von Olmesartan kommen kann.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Votum® plus 20 mg/25 mg Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufigmehr als 1 von 10 Behandelten
häufigweniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
gelegentlichweniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
seltenweniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
sehr seltenweniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Votum® plus
Nachfolgend werden die in allen klinischen Studien mit Votum® plus und mit Placebo gleichermaßen beobachteten unerwünschten Wirkungen aufgezählt.
Häufig: Schwindel, Müdigkeit.
Gelegentlich: Herzklopfen, niedriger Blutdruck, plötzlicher Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), Schwäche, Ohnmacht, Hautausschlag, Ekzeme, Anstieg der Harnsäure im Blut (Hyperurikämie), Anstieg der Triglyceridwerte im Blut (Hypertriglyceridämie).
Laborbefunde:
Gelegentlich: Anstieg der Blutfette, Anstieg von Harnstoff im Blut, Anstieg oder Erniedrigung der Kaliumwerte im Blut, Anstieg der Kalziumwerte im Blut.
Selten: Leichter Anstieg von Harnsäure im Blut, leichter Anstieg von Kreatinin im Blut, leichte Abnahme der Hämoglobin- und Hämatokrit-Werte im Blut.
Von allen in klinischen Studien berichteten Symptomen wurde nur Schwindel häufiger von Patienten berichtet, die Votum® plus einnahmen, als von Patienten, die Placebo einnahmen.
Wie immer bei der Kombination von zwei Wirkstoffen können Nebenwirkungen aufgrund jeder einzelnen der beiden Komponenten nicht ausgeschlossen werden.
Olmesartanmedoxomil
Erfahrungen seit Markteinführung
Bei Patienten, die mit Olmesartanmedoxomil behandelt wurden, sind seit der Markteinführung folgende Nebenwirkungen berichtet worden:
Sehr selten: Thrombozytopenie (verringerte Anzahl der Blutplättchen), Schwindelgefühl, Kopfschmerz, Husten, Bauchschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, Ausschlag, Rötung, allergische Erkrankungen wie Angioödem (Gewebeschwellung von Gesicht, Mund und/oder Kehlkopf), allergische Hautentzündung, Gesichtsschwellung und Urtikaria (Quaddelbildung), Muskelkrampf, Muskelschmerz, akutes Nierenversagen, Nierenfunktionsstörung, Schwächezustände wie Kraftlosigkeit, Ermüdung, Schläfrigkeit und Unwohlsein.
Laborbefunde: Erhöhung von Kreatinin und Harnstoff im Blut, Erhöhung der Leberenzyme.
Klinische Studien
In klinischen Studien mit Olmesartanmedoxomil wurden folgende Nebenwirkungen berichtet:
Häufig: Schwindelgefühl, Bronchitis, Husten, Halsentzündung, Schnupfen, Bauchschmerz, Durchfall, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Magen-Darmentzündung, Gelenkentzündung, Rückenschmerzen, Knochenschmerz, Blut im Urin, Infektionen der Harnwege, Brustschmerz, Müdigkeit, grippeähnliche Symptome, peripheres Ödem (Wasseransammlung im Gewebe), Schmerz.
Gelegentlich: Schwindelanfall, Angina pectoris, Hautausschlag.
Selten: Niedriger Blutdruck.
Laborbefunde:
Häufig: Anstieg der Kreatin-Phosphokinase, Anstieg der Blutfette, Anstieg der Harnsäure im Blut, Anstieg der Leberenzyme.
Selten: Anstieg der Kaliumwerte im Blut.
Von allen in klinischen Studien berichteten Symptomen wurden nur Schwindel, Anstieg der Blutfette und Anstieg der Kreatin-Phosphokinase häufiger von Patienten berichtet, die Olmesartanmedoxomil einnahmen, als von Patienten, die Placebo einnahmen.
Hydrochlorothiazid
Bei Patienten, die mit Hydrochlorothiazid, dem zweiten in Votum® plus enthaltenen Wirkstoff, behandelt wurden, wurden folgende unerwünschte Wirkungen berichtet:
Hydrochlorothiazid kann einen Flüssigkeitsverlust verursachen oder verstärken, welcher zu einer Störung im Salz- und Mineralhaushalt führen kann (siehe Abschnitt "Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise").
Häufig: Benommenheit, Schwindel, Schwäche, Verwirrtheitszustände, Kopfschmerzen, Müdigkeit.
Gelegentlich: Appetitverminderung, Appetitlosigkeit, orthostatische Hypotonie (plötzlicher Blutdruckabfall beim Aufstehen), Magenverstimmung, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchschmerzen, Photosensibilität (Lichtempfindlichkeitsreaktionen), Hautausschlag, Urtikaria (Quaddelbildung).
Selten: Speicheldrüsenentzündung, Leukopenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen), Neutropenie/Agranulozytose (Verminderung der Granulozyten, einer bestimmten Gruppe von weißen Blutkörperchen), Thrombozytopenie (verringerte Anzahl der Blutplättchen), aplastische und hämolytische Anämie (Blutarmut), Knochenmarksschädigung, Unruhe, Depression, Schlafstörungen, Apathie, Parästhesien (Missempfindungen), Konvulsionen (Krämpfe), Gelbsehen, vorübergehendes verschwommenes Sehen, verminderte Bildung von Tränenflüssigkeit, Herzrhythmusstörungen, nekrotisierende Gefäßentzündung (Vaskulitis, kutane Vaskulitis), Thrombosen und Embolien, Atemnot (einschließlich Lungenentzündung und Lungenödem), Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Gelbsucht, akute Gallenblasenentzündung, dem kutanen Lupus erythematodes ähnliche Reaktionen, Wiederauftreten eines kutanen Lupus erythematodes, anaphylaktische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen), toxische epidermale Nekrolyse (Ablösung der Haut mit Blasenbildung), Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Paresen (leichte, unvollständige Lähmungen), Nierenfunktionsstörungen, Nierenentzündung, akutes Nierenversagen, Fieber, Potenzstörungen.
Sehr selten: paralytischer Ileus (Darmverschluss).
Laborbefunde:
Häufig: Anstieg des Blutzuckers, erhöhte Ausscheidung von Zucker im Urin (Glykosurie), Anstieg der Harnsäure im Blut, Störungen im Salz- und Mineralhaushalt (Erniedrigung der Natrium-, Magnesium-, Chlorid- und Kaliumwerte sowie Erhöhung der Kalziumwerte im Blut), Anstieg der Blutfette (Cholesterin und Triglyceride), Anstieg der harnpflichtigen Substanzen im Blut (Kreatinin, Harnstoff).
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Verpackung aufgedruckten Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Stand der Information: April 2008

Zusätzliche Informationen

1.3.1.3 Package leaflet (Germany)
Gebrauchsinformation

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage / Gebrauchsinformation sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben und darf nicht an Dritte weiter gegeben werden. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dasselbe Krankheitsbild haben wie Sie.

Votum® plus 20 mg/25 mg
Filmtabletten
Wirkstoffe: Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid


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